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Pesitzide

Wer wandert gerne durch Obstbaugebiete?

Ein GEO-Interview mit dem Malser Bürgermeister Ulrich Veith sorgt für ein neues Aufflammen der Pestizid-Diskussion.
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Kommentare

Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 03.01.2018, 12:50

Es grenzt also praktisch an ein Wunder, dass die Bevölkerung zwischen Meran und Salurn noch nicht ausgerottet wurde.
Das Niveau der Diskussion ist mittlerweile so tief gesunken, dass dieselbe komplett an Sinn verloren hat, egal auf welcher Seite man steht.

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Marcus A. 03.01.2018, 15:31

Der nächste Politiker der bei den nächsten Wahlen um die wachsende Stimmzahl der Biobauern kämpfen wird .... :-)

Nein, im Ernst. Südtirol muss sich wirklich entscheiden. Will man der begehrteste Arbeits- und Lebensraum in Europa mit qualitativ hochwertigem Tourismus sein oder nicht? Halbe Sachen sind langfristig nichts wert.

Ein mit Gift besprühter Apfel aus Südtirol schafft gegebenüber mit Gift besprühten Äpfeln aus Polen, China usw. keinen Mehrwert. Jeder der ein Minimum von Marketing und Verkauf versteht, weiß das.
Äpfel werden ja gerne mit dem Südtiorl-Logo vermarktet. Für die Marke Südtirol wird diese Diskussion aber früher oder später zum Problem, zu einem großen Problem welches die Marke stark beschädigen kann. Hier hilft nur die Flucht nach vorne, keine halben Sachen.

Mals kann sich zu einem touristischen Paradebeispiel entwickeln mit einem Alleinstellungsmerkmal, was kein anderer Ort in Südtirol derzeit bieten kann. Biourlaub, ohne Giftwolken. Dieser USP kann hervorragend kommuniziert werden und wird für andere Orte zum Problem, da "Biourlaub ohne Giftwolken" einen Anker im Kopf des umweltbewussten und in der Regel gut betuchten Gast hinterlassen wird. Als netten Nebeneffeffekt werden Hoteliers in Mals ein nettes Preispremium rausholen können.
Dies wird jedoch früher oder später zum Problem für andere touristische Orte, da Biourlaub ohne Giftwolken zum Standard werden wird. Auch hier wird es früher oder später der Markt richten und andere Gemeinden werden nachziehen müssen, ob sie wollen oder nicht.

Intelligente Personen sehen hier eine Chance für Südtirol, weniger intelligente rennen zum Anwalt.
Ein Thomas Engl würde hier einen Riesenchance für den Aufbau einer Marke sehen.
Aber so ist es halt. Wo andere nur Probleme sehen, sehen andere Chancen. Meistens ist es aber nur eine Frage der Perspektive.

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Klemens Kössler 03.01.2018, 16:33

Veith schadet mit seinen lapidaren Aussagen vor allem auch der zart wachsenden Biobranche in Südtirol.

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Klaus Griesser 03.01.2018, 16:11

Ich finde es mutig und konsequent vom Bürgermeister, die Wahrheit zu sagen. Was soll der/die BürgerIn von dieser Landesregierung halten, die unverdrossen den heiligen Kühen Bauernbund und Tourismus das Fell liebbkost, hingegen auf das kleine Gemeinwesen Mals spuckt statt ihm endlich zu helfen, seine beispielgebende, gesunde Vision umzusetzen, wobei sie - weit weg von Südtirol, in Brüssel - auftritt als sei sie ein Musterknabe in Sachen "biologisch". Es stimmt das innere Bild vom Schönsten auf der Welt nicht mit der Wirklichkeit der Obstmonokulturen zusammen, in denen die Verantwortlichen gezwungenermaßen Warnschilder aufstellen und nicht konsequent davon abraten, dort spazieren zu gehen und die Besserungsmaßnahmen energisch anpacken.

Bild des Benutzers Klemens Kössler
Klemens Kössler 03.01.2018, 16:35

"gezwungenermaßen Warnschilder aufstellen" die Vorschrift zwingt, nicht die Gefahr.

Bild des Benutzers Klaus Griesser
Klaus Griesser 03.01.2018, 17:50

Werden Ihrer Meinung nach die Warnschilder nur zur Verschönerung der Landschaft aufgestellt? Dann verlangen Sie doch, dass sie schöner gestaltet werden von der Tourismuswerbung, oder!?

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Klemens Kössler 04.01.2018, 16:12

Herr Griesser, nochmals die Warnschilder werden aufgestellt weil sie Vorschrift sind, würde mich nicht wundern wenn Stadtparks oder Wege auf denen Behandelt wird von der Vorschrift ausgenommen werden.
Weil die heutige Gesellschaft auch den dümmsten schützt bittet in jedem Bahnhof die Durchsage die Menschen vom Bahnsteig zurückzutreten wenn der Zug kommt.

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Klaus Griesser 04.01.2018, 17:54

Sie weichen aus, ich glaube, Sie wollen die Tatsachen nicht wahrnehmen. Die Warnschilder bezwecken, auf die Gefährdung der Gesundheit durch chemische Mittel hinzuweisen. Die Aufnahme der Pestizide auf den Menschen erfolgt beim Gehen über Haut und Lungen und beim Essen (der bespritzten Früchte) über das Verdauungssystem, besonders gefährdet sind Kinder, am effizientesten trifft es die Embryos bei werdenden Müttern. Das Gesundheitsrisiko nimmt mit der Anzahl der Expositionen zu. Jeder politisch Verantwortliche - nicht nur der Bürgermeister von Mals! - müsste auf diese Gefahr hinweisen, statt sie zu bagatellisieren wie es unsre Macher tun.

Bild des Benutzers Klemens Kössler
Klemens Kössler 05.01.2018, 21:30

Ich weiche Ihnen bestimmt nicht aus.
Es ist notwendig die Gefahr einschätzen zu können und dies fehlt bei der ganzen Diskussion. Keines der in Südtirol eingesetzten Pflanzenschutzmittel ist auch nur annähernd so giftig wie Benzin oder Diesel. Mit diesen beiden Treibstoffen werden unsere Autos unverdünnt betankt. Niemand hat gesundheitliche Bedenken beim Selfservice betanken seines Fahrzeuges denn die meisten von uns machen und haben dies schon öfter gemacht und wissen dass sie dabei nicht Krebs kriegen obwohl absolut und ohne Zweifel krebserregend, niemand hat Angst tot um zu fallen obwohl beide Treibstoffe höchstgiftig sind, Niemandem wird schlecht wenn er die Gase einatmet, niemandem geht die Haut ab obwohl beide Stoffe als ätzend eingestuft sind.
Jeder von uns weis wie die Gefahr einzuschätzen ist, bei PSM wissen es die Anwender auch.
Allen anderen werden Schrecken Szenarien erzählt damit sich der Erzähler (so wie Sie Herr Griesser einer sind) wichtig nehmen kann.

Bild des Benutzers Klemens Kössler
Klemens Kössler 03.01.2018, 16:38

Mit Pestiziden wird mit Vorsicht und Verantwortung umgegangen, ein Politischer Vertreter sollte doch mit seinen Worten mit Vorsicht und Verantwortung umgehen.

Bild des Benutzers Marcus A.
Marcus A. 03.01.2018, 17:01

Mag sein, wenn das Wohle von Apfelwirtschaft und Tourismus von den (zugegeben nicht ganz glücklichen) Worten des Bürgermeisters eines kleinen Ortes im Vinschgau abhängt, dann ist dieses Glück ein sehr fragiles Konstrukt und wohl nur eine Frage der Zeit bis es zerbricht. Unabhängig wer der Auslöser ist.

Wir reden immer von den so genannten Tiroler Werten mit Mut an erster Stelle. Aber welcher Politiker hat heute noch den Mut, die Sachen für die er eintritt, beim Namen zu nennen???????
Welcher Politiker hat überhaupt noch Mut?? Tagtäglich hört man viele schöne Worte, aber leere inhaltslose Phrasen.
Brave Parteisoldaten wohin man schaut.
Endlich ein wenig Abwechslung.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 03.01.2018, 17:26

@Klemens Kössler. Auf bestimmten Pestiziden steht im Datenblatt, dass man die Anlage nach der Behandlung für einen bestimmten Zeitraum (24h, 48h?) nicht betreten sollte. Welche sind das, und wie oft werden die verwendet? Würden Sie einem Touristen raten in einem solchen Gebiet zu wandern?

Bild des Benutzers Klemens Kössler
Klemens Kössler 04.01.2018, 15:51

Ja die Datenblätter, seufz.
Die Gesundheit steht als oberstes Gebot und das ist richtig so.
Was die Datenblätter von Pestiziden anbelangt so wurden diese in den letzten Jahren stark überarbeitet und die Vorsichtsmaßnahmen stark erhöht, dazu gehört auch dass ein Sicherheitszeitraum zwischen Ausbringung der PSM und Eintritt des ARBEITENDEN PERSONALS vergehen soll. Durch den Obstgarten gehen oder daran vorbeifahren oder laufen ist damit zwar nicht gemeint aber wird von Hysterikern gern so ausgelegt.
Lesen sie doch mal die Datenblätter von Benzin oder Diesel, dort gibt es keine Wiedereintrittszeit weil die Umsetzung schier nicht möglich ist, bei PSM ist es möglich und wurde deshalb auch richtigerweise als Anordnung aufgenommen.
Mehr Vorsicht bedeutet aber nicht mehr Gefahr sondern weniger Gefahr.
Eine Klettertour ist weniger gefährlich wenn Sie sich sichern und nicht mit der Sicherung gefährlicher geworden, allerdings sieht die Klettertour für einen Nichtwissenden mit Sicherung gefährlicher aus als ohne Sicherung.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 04.01.2018, 17:31

Welche Mittel sind das, auf denen steht, man sollte die Wiese nach der Behandlung nicht betreten, und wie oft werden die angewandt? Würden Sie jemandem raten, trotzdem in oder 3m neben den frisch behandelten Wiesen herumzuspazieren? Bitte antworten Sie auf diese Fragen. Darum geht es und nicht um Diesel oder eine Klettertour. Danke.

Bild des Benutzers Klemens Kössler
Klemens Kössler 05.01.2018, 21:41

Mittlerweile steht diese Vorschrift auf allen PSM, auch auf Mittel welche (in anderer Verwendung) zum Beispiel in Hautcremes verwendet werden.
Als Praktiker und als Betriebsinhaber kann ich Ihnen bestätigen dass ich selbst mich früher nie an solche Vorschriften hielt und keine akuten oder chronischen Wirkungen verspürte. Für meine Arbeiter nahm ich diese Vorschrift immer ernst weil es so sein muss und kein arbeitstechnisches Problem darstellt, also leicht umzusetzen ist.
Als Passant an einer behandelten Obstanlage vorbei oder durch eine soeben behandelte Anlage zu gehen ist sicher weniger schädlich als mit dem Auto durch den Virgltunnel bei Bozen zu fahren und in dem Zeitraum des Durchfahrens die Luft zu atmen.
Dort steht aber trotzdem kein Schild welches sie auf diese Gefahr hinweist.

Bild des Benutzers Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 05.01.2018, 22:41

Ich bewundere die Fähigkeit des Herrn Kössler, hochkomplexe chemische Analysen (durch eine behandelte Obstanlage zu gehen ist sicher weniger schädlich als mit dem Auto durch den Virgltunnel bei Bozen zu fahren) so rein empirisch aus dem Ärmel zu schütteln. Eigentlich müsste man jetzt den Touristen raten, mit dem Auto durch den Virgltunnel zu fahren....

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 06.01.2018, 08:07

"Eigentlich müsste man jetzt den Touristen raten, mit dem Auto durch den Virgltunnel zu fahren...." Made my day

Bild des Benutzers Sell Woll
Sell Woll 03.01.2018, 19:05

Veith sagt das wonach sich heute schon nicht wenige Einheimische richten: ich spüre beim Joggen wenn vorher gesprüht wurde, ein Bekannter hat körperliche Reaktionen wenn er mit dem Rad durch kürzlich gespritzte Gegenden fährt, ein Kollege zieht für sich als Bauer die Konsequenz beim Spritzen besser auf Schutzkleidung zu achten.

Bild des Benutzers Cornelia Knoll
Cornelia Knoll 03.01.2018, 19:44

Höchste Zeit endlich dieses heile Welt Märchen für ahnungslose Touristen etwas aufzubrechen. Wir Einheimische wissen es längst....wollen es aber anscheinend nie wahrhaben

Bild des Benutzers Klemens Kössler
Klemens Kössler 04.01.2018, 16:23

Südtirol wird zum Streitfall, zum Zankapfel, zur Lüge, alles nur weil ein Bürgermeister seinen Sessel behalten will.
Ein Bürgermeister welcher sich über 100.000,00 Euro aus der Gemeindekasse unrechtmäßig angeeignet hat wird als mutig und glaubwürdig angesehen, armes Südtirol.

Bild des Benutzers Jürgen Theiner
Jürgen Theiner 03.01.2018, 20:35

Zitat:
„Ich glaube wirklich, dass Südtirol umdenken muss. Wir verkaufen ein Land, das wir teilweise nicht mehr sind. Diese Diskussion wäre für Südtirol die Chance, eine Vorbildregion in Europa zu werden.“

Und da muss ich Herrn Veith wirklich zustimmen.

Vor 4 Jahren war ich in der Emilia Romagna in Sommerurlaub - und nahezu geschockt, wieviel Schmetterlinge, Raupen, Käfer, Insekten, Kleingetier in den Hecken rund um unser Urlaubsdomizil lebte. Zuhause, in den Apfelplantagen des Vinschgaus, was sieht man dort noch leben?

NICHTS! Bis auf ein paar Mauslöcher zwischen den Bäumen findet sich nichts mehr. Und DAS ist mir Beweis genug, dass ein Umdenken stattfinden MUSS. Umdenken alleine reicht aber nicht - es müssen Taten folgen.

Bild des Benutzers Klemens Kössler
Klemens Kössler 04.01.2018, 16:19

Schön dass Sie soviel Urlaubserlebnisse haben.
Zu Hause hat man meist zu wenig Zeit für solche Erlebnisse. Mir fallen immer die keuchenden Jogger auf die Fahrradfahrer welche sich so sehr auf den Asphalt und ihr Training konzentrieren dass es nicht nur einmal passiert ist dass ein Radfahrer auf einen stehenden Lkw aufgefahren ist.
Zeit zum betrachten nimmt sich fast niemand mehr in unserem hektischen Alltag, Zeit um Nachrichten mit Verstand zu filtern auch nicht. Es ist nicht verwunderlich dass nur mehr die Schreier gehört werden in unserer lauten Welt, Natur und Wahrheit braucht Zeit.

Bild des Benutzers Jürgen Theiner
Jürgen Theiner 06.01.2018, 16:24

Bei allem Respekt! Wenn ich mir hier zuhause im Vinschgau die Beine im Freien vertrete, dann habe ich genauso viel Zeit dafür wie im Urlaub!

Und wenn man auf einem Spaziergang von über einer Stunde am Rande einer Obstplantage NICHTS mehr kreuchen und fleuchen sieht, anderswo, weitab von Obstanlagen jedoch schon, dann gibt mir das zu denken. Und zwar mit Recht!

Bild des Benutzers Ralph Kunze
Ralph Kunze 03.01.2018, 22:59

Ganz unrecht hat er nicht, der Veith.

Bild des Benutzers Stereo Typ
Stereo Typ 04.01.2018, 12:51

Gerade weil Ulrich Veith eine öffentliche Person ist, noch dazu Bürgermeister, muss er die Dinge ansprechen, wie sie sind. Es ist eine bewährte Praxis (man lese darüber auch bei Alexander Schiebel), dass heikle Diskussionen in andere Bahnen gelenkt werden, indem der eigentliche Sachverhalt umgekehrt wird. Nicht die Bauern, die Pestizide ausbringen, werden auf mögliche Folgen ihrer Praxis hingewiesen, sondern jeder, der diese Praxis infrage stellt, wird an den Pranger gestellt. Eines sei gesagt: Landesrat Schuler (und mit ihm der Bauernbund, VOG usw.) verwaltet die Vergangenheit, Herr Veith die Gegenwart und Zukunft.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 04.01.2018, 13:38

Kritik setzt er sich aus nicht WEIL er Dinge anspricht, sondern wegen dem WIE. Es ist eine Unart immer den Boden der Fakten zu verlassen und wie Schiebel - weil er zitiert wird - überzogene Darstellungen von sich zu geben. Sie erinnern sich? Ganz Südtirol ist pestizidverseucht, die Toten, welche die Bauern auf dem Gewissen hätten und so. Veith kommuniziert gleich. Jenseits jedes vernünftigen Maßes. Dass da Gegenwind kommt ist wohl klar.

Bild des Benutzers Klemens Kössler
Klemens Kössler 05.01.2018, 21:43

Bei Bürgermeister Veith stellt sich die Frage:
ist es Mut oder Dummheit vermischt mit Arroganz?

Bild des Benutzers Armin Rauch
Armin Rauch 04.01.2018, 13:53

Veith sagt, er würde niemandem empfehlen, in den Tälern mit den Apfelmonokulturen wandern zu gehen, weil die Gifte nachweislich unserer Gesundheit schaden. Nicht mehr und nicht weniger.
Alles weitere dichtet die NSTZ in ihrer Sensationsgier dazu. Und viele springen auf diesen Zug auf.

Bild des Benutzers Stereo Typ
Stereo Typ 04.01.2018, 14:01

@Armin Rauch, ganz richtig. Und @Manfred Klotz, Schiebel hat nie gesagt, dass Südtirol pestizidverseucht ist, und auch nicht, dass die Bauern Tote auf dem Gewissen hätten. Bitte das Buch von Schiebel lesen und dann mitdiskutieren.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 04.01.2018, 16:23

Oh, da haben Sie aber ein kurzes Gedächtnis. Er hat es sogar geschrieben!

Bild des Benutzers Bernhard Oberrauch
Bernhard Oberrauch 04.01.2018, 18:57

Ich bin Ulrich Veith, dem Bürgermeister von Mals, sehr dankbar für sein Engagement, das von weiser Voraussicht zeugt, und wünsche mir, dass ganz Südtirol zur Bio-Region wird. Der Tourismus und die Einheimischen werden es ihm danken. Landwirtschafslandesrat Arnold Schuler hat auf seinem eigenen Hof inzwischen auch schon angefangen, auf Bio umzustellen. Er weiß warum.

Bild des Benutzers Klemens Kössler
Klemens Kössler 05.01.2018, 21:48

Die Polemik um Mals hat nichts mit Bio oder Nicht-Bio zu tun.
Es ist ganz einfach eine miese und Verantwortungslose Methode mit dem Ziel den in Mals ungewollten Obstanbau zu verhindern. Den Promotoren ist dabei der Schaden für Bauern und Tourismustreibende mitsamt ihren Familien egal, das sind die sogenannten Kolateralschäden. Veith und mehrere andere der Promotoren verdienen ihr Geld im EU-Ausland Schweiz.

Bild des Benutzers Klaus Griesser
Klaus Griesser 06.01.2018, 16:27

Das ist Ihre eigenartige Ansichtssache und reine Ablehnungshaltung von etwas was Ihnen nicht passt, hat aber nichts mit der Realität zu tun. Den Malsern geht es um die Zukunft des landwirtschaftlichen Anbaus, sie wollen, dass ihre noch gesunden Böden nicht in Zukunft mit Chemikalien verseucht werden. Der Vorschlag der Promotoren ist schon lange von 3/4 der Wähler angenommen worden, da brauchen Sie nicht weiter darauf herumzureiten und dadurch die Malser zu beleidigen, als seien sie Deppen. Die größte Dummheit liegt ganz woanders, nämlich bei denen, die weiterhin die Landschaft verseuchen, obwohl sie wissen, dass die Pestizide die Mikroorganismen im Boden schädigen und damit die Bodenfruchtbarkeit. Außerdem war es sehr weise und verantwortungsbewusst von den Malsern, ihre Gesundheit und die ihrer Kinder vor einem Risiko bewahren zu wollen. Das möchten anderswo lebende Menschen auch, vielleicht sogar Ihre Nachbarn.

Bild des Benutzers Klemens Kössler
Klemens Kössler 09.01.2018, 18:36

Was die Malser machen ist mir sowas von Wurscht. Leider kann es mir nicht Wurscht sein wenn sie mein Leben dabei in die Schei... ziehen.
Mals richtet mit seiner Polemik soviel Schaden an, Mals wird das Symbol für Fakenews.

Bild des Benutzers Jürgen Theiner
Jürgen Theiner 06.01.2018, 16:28

Wo Herr Veith sein Geld verdient, spielt doch hier wohl hoffentlich keine Rolle.
Umgekehrt könnte man ja auch sagen, dass er sein im Ausland verdientes Geld hier in Südtirol ausgibt, was der Wirtschaft sicher nicht schadet!

Bild des Benutzers Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 07.01.2018, 16:28

@Klemens Kössler: hier haben Sie unrecht! Der Obstbau ist nicht einfach nur "ungewollt" und soll deswegen verhindert werden. Nein, er hat einfach andere Spritzzeiten: Wenn der Obstbauer im Juli ein PSM mit z.B. 4 Wochen Karenzzeit spritzt, ist er in Ordnung, weil er ja erst im September erntet.
Driftet aber vom Spritzmittel etwas ab (was auf der windigen Heide recht logisch wäre) und gelangt ins umliegende Grasland, kann der betroffene Grünlandbauer nicht mehr sein Gras im Juli ernten, weil es ja mit einem PSM belastet ist, das noch 1 Monat Wartezeit verlangt.
DAS war der Ursprung des Konfliktes! Die Inkompatibilität von gewissen, gleichzeitigen Massnahmen an verschiedenen, aber zu nahe beieinander leigenden Kulturen!

Bild des Benutzers Klemens Kössler
Klemens Kössler 09.01.2018, 18:32

Herr Kripp, also ist die Vielseitigkeit der Südtiroler Landwirtschaft ein Problem?

Bild des Benutzers Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 10.01.2018, 07:57

vielleicht verstehen Sie einen anderen Vergleich besser:
Sie haben eine Galaanlage, die Sie am 10. August ernten wollen.
Ihr Nachbar hat eine Pink-Lady Anlage daneben.
Er spritzt am 8. August ein PSM mit 30 Tagen Karenzzeit. Ganz legal, weil er ja erst im November erntet.
Es hat an diesem Tag Wind geweht und die Abdrift trifft Ihre Gala.
Diese Gala sind dadurch nicht mehr vermarktbar, weil die Karenzzeit SEINES PSM noch nicht abgelaufen ist.
Was tun Sie nun?

Und ja, in diesem Falle ist die Vielseitigkeit der Sorten das Problem. Hätten Sie auch Pink Lady gepflanzt, könnte Ihnen die Abdrift wurscht sein.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 06.01.2018, 12:21

„Datenblätter“ 1:
„Geräusche im Ohr ("Ohrenklingeln", Tinnitus), Sehstörung, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Blutung im Bereich der Harnorgane oder der Geschlechtsorgane, Blutarmut durch Eisenmangel (Eisenmangelanämie), Gichtanfall, Asthma, akutes Nierenversagen, Schwellung durch Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödeme), Verschlechterung einer Entzündung, die durch eine Infektion ausgelöst wurde“:
Wer würde wohl ein Mittel mit diesen Nebenwirkungen verwenden?
Dies steht im Datenblatt von Aspirin!
.
„Datenblätter“ 2:
Der Ausschuss für Risikobewertung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) hat am 10. September die Einstufung wie folgt geändert: Sowohl oral, als auch dermal und inhalativ erfolgt die Einstufung in die Kategorie Akute Toxizität 2, die Warnhinweise werden erweitert auf H300, H310 und H330 (Lebensgefahr bei Verschlucken, Hautkontakt und Einatmen): Nikotin.
.
„Datenblätter“ 3:
es gelten:
H224 - H319 - H315 - H340 - H350 - H361d H304 - H336 - H411 -
Flüssigkeit und Dampf extrem entzündbar. Verursacht schwere Augenreizung. Verursacht Hautreizungen.
Kann genetische Defekte verursachen. Kann Krebs erzeugen. Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.
Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein. Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen.
Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
Sicherheitsdatenblatt Benzin.
.
Also nun in Südtriol kein Aspirin mehr, kein Nikotin, kein Benzin...?

Bild des Benutzers Jürgen Theiner
Jürgen Theiner 06.01.2018, 16:30

es gäbe mich Wunder, WELCHEN Sinn der Stoff Nikotin für die Menschheit hat.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 06.01.2018, 17:08

Sie wandern also dort, wo es Benzin- und Nikotindämpfe gibt, oder was wollen Sie uns mit diesem Beitrag sagen?

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 06.01.2018, 19:12

nett, dass Sie mich fragen.
Hier die Aantwort:
es gibt keine Tankstelle ohne Benzindämpfe und keine Straße ohne Abgase;
es gibt kein Rauchen ohne Nikotin und Rauch;
es gibt keine Pflanzenproduktion ohne Pflanzenschutz.
Fakten.
Sie wandern in befahrenen Städten durch die Straßen, gehen aber nicht entlang behandelter Obstwiesen?
Das ist unlogisch.
Ich bin mir sicher, ersteres ist Ihrer Gesundheit weit abträglicher.
Eine Untersuchung auf Rückstände Ihrer Möbel, Ihres Haushaltes und Ihrer Kleidung müßte Sie zum Leben ins Freie bringen. Und werden Sie niemals krank: Menschenschutzmittel sind nichts anderes wie Pflanzenschutzmittel: mal den Beipackzettel gelesen?

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 07.01.2018, 10:07

"es gibt keine Pflanzenproduktion ohne Pflanzenschutz."
Aber es gibt solche ohne chemisch-synthetische. Und wenn jemand frische Luft atmen will, wird er kaum seine Runden auf einer Tankstelle drehen....
"Eine Untersuchung auf Rückstände Ihrer Möbel, Ihres Haushaltes und Ihrer Kleidung müßte Sie zum Leben ins Freie bringen."
Genau, und im freien erwartet mich dann ein Cocktail von Pestiziden. Wie toll!

Bild des Benutzers Armin Kobler
Armin Kobler 07.01.2018, 11:19

Ein herzliches Dankeschön dem Fachmann Kössler, dass er unermüdlich, auf gewohnt ruhiger Art, auf Argumenten und nicht Meinungen aufbauend, die Diskussion wieder auf die Sachebene zurück holt.
Es ist extrem schwer, gegen Emotionen anzukommen, das muss ich auch selbst immer wieder erfahren. Ich vermisse ganz stark die Verhältnismäßigkeit.

Übrigens, auch Kupfer und Schwefel, die in der anscheinend allein selig machenden Wirtschaftsform mit den drei Buchstaben verwendeten Pestizide, haben Wiedereintrittsfristen.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 07.01.2018, 19:52

"unermüdlich, auf gewohnt ruhiger Art, auf Argumenten und nicht Meinungen aufbauend, die Diskussion wieder auf die Sachebene zurück holt."

klemens kössler 05.01.2018, 21:43
Bei Bürgermeister Veith stellt sich die Frage:
ist es Mut oder Dummheit vermischt mit Arroganz?

Wenn Argumente, die die Diskussion auf die Sachebene zurückbringen so ausschauen, dann gute Nacht.

Bild des Benutzers Armin Kobler
Armin Kobler 07.01.2018, 23:29

Natürlich, denn verhältnismäßig wären ganz andere Ausdrücke gewesen.

Bild des Benutzers Klaus Griesser
Klaus Griesser 07.01.2018, 15:40

"Menschenschutzmittel sind wie Pflanzenschutzmittel"? Das scheint eine pfiffige Antwort zu sein, sie trifft aber nicht den Kern der Sache. Ein Großteil der "Krankheiten" in der Landwirtschaft ist ein Konstruktionsfehler der produktionstreibenden Technologie für Monokulturen. So leben die Superkühe viel kürzer obwohl sie mit Antibiotika gepusht werden und analog müssen den Monopflanzkulturen immer mehr "Medikamente" zugeführt werden wegen Ermattens der Bodenfruchtbarkeit, wegen durch Monokulturen begünstigten Ausbreitens von Krankheitsherden. Der Boden wird in der Folge chemisch traktiert wie Dreck, ohne Rücksicht auf die darin lebenden Mikroorganismen, welche die Widerstandskraft der Pflanzen und ihre Fruchtbarkeit ausmachen. Deswegen das Bienensterben, der verheerende Rückgang der Kleininsekten - und Schwamm darüber, dass die ausgebrachten PSM & Kunstdünger regelmäßig auch in die menschlichen Mägen kommen- darüber wurde bereits diskutiert. Dies alles nur weil die Chemie den Monsantos Profite gebracht hat und bringt, und noch viele den "Wissenschaftlern" Monsantos Glauben schenken, ihre massenhafte Zwangsmedikamentierung sei harmlos. Unsere Gesundheitsbehörde scheint diese Verharmlosung mit vornehmem Schweigen zu tolerieren, obwohl sie inzwischen scheinheilig Warnschilder vorschreibt. Auf Dauer helfen da keine Sprüche dagegen!

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 07.01.2018, 21:31

Sie schreiben:
„Menschenschutzmittel sind wie Pflanzenschutzmittel"? Das scheint eine pfiffige Antwort zu sein, sie trifft aber nicht den Kern der Sache. Ein Großteil der "Krankheiten" in der Landwirtschaft ist ein Konstruktionsfehler der produktionstreibenden Technologie für Monokulturen.“
Es trifft sehr wohl den Kern der Sache, da auch der Mensch, eigentlich Steppenläufer im Clanverband, heute in „Monokultur“ in Massenansammlungen, genannt Städten, lebt.
Daher benötigt er auch Menschenschutzmittel, wie die Pflanzenproduktion Pflanzenschutzmittel benötigt.
Sie haben wohl mit „Monsanto“ Recht, das Extrem auf der einen Seite. Aber, wie allgemein, ist auch das Extrem auf der anderen Seite nicht die Lösung.
Mit Bio ernähren Sie heute nicht 8 Milliarden Menschen.
Warum werden die Pflanzenschutzmittel nicht einfach verboten?
Hat dies seinen Grund? Dies hat seinen Grund.
Blicken Sie global: Wie würde sich der Preis der Lebensmittel verändern, wenn die Lebensmittelproduktion aufgrund des Verbotes der Pflanzenschutzmittel von heute etwa 115% auf, sagen wir, 90% Versorgungsgrad sinken würde.
Der Preis der Lebensmittel würde sich vervielfachen, und unsere auf den Bau von Flugzeugen, Autos, Kriegsgeräten, auf Freizeitindustrie und Entertainment bauende Gesellschaft würde kollabieren.
In einem Jahr.
Deshalb werden die Pflanzenschutzmittel nicht verboten.
Das ist nicht gut. Aber es ist so.
Da müssen Sie erst die Menschheit in deren Gesamtzahl beschränken, bevor Sie die Lebensmittelproduktion verringern. Sonst ist Krieg ums Essen überall die Folge.

Bild des Benutzers Klemens Kössler
Klemens Kössler 09.01.2018, 18:39

Ach herje, der Bezug zu "Monsanto" hat noch gefehlt

Bild des Benutzers Klaus Griesser
Klaus Griesser 07.01.2018, 23:18

Schön dass Sie mir mit Monsanto recht geben, deren "Ratschläge" untergraben die Fruchtbarkeit der Böden und würden letztens zu hohen Preisen führen. Ich gebe Ihnen recht, dass sich für ökologischen Landbau und zur Garantie gesunder Lebensmittel die Preise erhöhen werden müssen. Es werden dann auch Gesundheitsspesen gespart werden können, welche derzeit von den Pestiziden erzeugt werden. Dem Weltagrarbericht glaube ich, dass sich die Landwirtschaft in Richtung Wechselwirtschaft, Kleinräumigkeit und Regionalproduktion entwickeln wird. Mit Unterstützung freier Wissenschaften. Und die Bergbauern würden wieder eine Chance zum Überleben bekommen.

Bild des Benutzers Torsten Schmobert
Torsten Schmobert 04.09.2019, 16:28

Das ist sehr schön das diese Diskussion immer wieder aufflammt. Nur so bleibt Mals und der Bürgermeister im Gespräch.
Ich wohne mitten im Obstanbaugebiet Altes Land in Niedersachsen und war im Juli zufällig zu Gast in Mals. Heute auf einem Spaziergang durch die heimatlichen Apfelplantagen fiel mir auf wie ein konventioneller Obstbauer um 12.30 Uhr seine Äpfel, womit auch immer spritzte. Der Wind wehte mit ca. 4 Beaufort mir entgegen. Auf meiner Brille setzten sich Spritzer des Spritzmittels durch die Abdrifft ab. Schulkinder auf dem Weg nach Hause fuhren an mir vorbei und atmeten die Aerosole unweigerlich ein. Ich glaube nur wir Konsumenten können diesen Wahnsinn verändern indem wir die Produkte kaufen die uns vertrauenswürdig erscheinen. Nur wenn der Markt merkt das konventionelle Produkte liegen bleiben, werden die Bauern aus Angst vor Umsatzeinbußen reagieren und es auch probieren. Auch hier gibt es inmitten von konventionellen Obstbauern welche die Ökologischen Anbau betreiben und Repressionen ausgesetzt sind. Halbe Erträge aber die Produkte erzielen auch den doppelten Preis. Gut das es Konsumenten gibt die denen die Produkte abnehmen und das mit steigender Tendenz. Aus Vernunftgründen, dass zeigen ja hier die Reaktionen, vermutlich von konventionellen Obstbauern, wird es die Generation von Bauern nicht kapieren das man Geld nicht essen kann.

Bild des Benutzers Günther Mayr
Günther Mayr 04.09.2019, 17:29

... und "ökologischen Anbau" wird nicht gespritzt?
Träumen Sie ruhig weiter.

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Torsten Schmobert 04.09.2019, 18:15

Es geht auch im ökologischen Anbau nicht ohne Spritzmittel. Es kommt doch darauf an was ausgebracht wird. Max. 4 Kilo Kupfer auf einen Hektar und keine synthetischen Mittel. Die Dosis und vor allem was ist ausschlaggebend. Mit träumen hat das nichts zu tun. Ach und ich träume davon das unsere Nachfahren nicht erkranken weil unsere Generation ihnen nicht kalkulierbare Giftstoffe verabreicht hat. Ich möchte doch keinen belehren, dass klappt sowieso nicht. Dann einfach so weitermachen. Ich werde es nicht tun.

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Peter Gasser 04.09.2019, 18:34

Wissen Sie, die 5% Bauern sind es nicht, welche die Umwelt belasten, denn die 5% Bauern produzieren so, wie es die 95% (oder 100%) Konsumenten vorgeben, indem diese bei der Wahl Politiker wählen, welche in ihrem Sinne (im Sinne der Wähler) Gesetze machen, nach denen dann die Bauern produzieren. Der Bürger/Wähler/Konsument stiehlt sich hier nicht, dazu auch noch polternd, aus der Verantwortung. Der überwiegende Großteil der Umweltverschmutzung und Klimagefährdung wird durch die Erzeugung billiger Energie (Kohle, Öl, Gas), durch billigste Transporte per Schiff mit Schweröl, durch die Erzeugung billigster Nahrungs-, Kleidungs-, Gebrauchsartikel und eine ausufernde Spaßgesellschaft, also durch den Konsumenten, verursacht, und nicht durch den Bauern. Die Luft in Ihrer Stadt, durch Sie selbst verpestet, schädigt Sie um ein Vielfaches mehr, als der Spaziergang durch die Obstanlage.
Hier gilt es, ein ausgewogenes Augenmaß zu halten.

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Sepp Bacher 04.09.2019, 18:44

Ewig die selbe Leier: die Schuld haben die Konsumenten!

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Peter Gasser 04.09.2019, 19:35

Sorry, aber wer macht die Gesetze, wer kauft vorrangig die belastetsten Billigprodukte? Der Bauer? Lesen Sie doch genau. Natürlich ist der Konsument „schuldig“. Wer sonst?
Die etwas teurere „Heumilch“ muss die Produktion einschränken, da die Leute lieber billige H-Milch kaufen. Mit was wird ständig geworben?
„Bei uns kostet es 1.99 statt 2.10 Euro“...
Glauben Sie wirklich, dass Sie regionale, nachhaltig erzeugte wirklich biologische Produkte (bei deren Erzeugung ein mehrfaches an Arbeitsstunden anfällt) billig bekommen?
Und noch Mal: an der Umweltzerstörung und am Klimawandel sind nicht die 5% Bauern „schuld“, sondern die 100% Konsumenten. Und die Luft in den Städten ist weitaus belasteter und ungesünder, als die Luft in den Obstwiesen, samt Spritzen/Sprühen.

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Torsten Schmobert 04.09.2019, 18:57

Ja klar, wer nicht kritisch hinterfragt und das glaubt was die Lobbyisten/ Politik sagt hat wohl etwas nicht verstanden. Wer so handelt wie die Politik es möchte bitte.
So eine Diskussion, übrigens geht es hier um Landwirtschaft, regt vielleicht dennoch einmal zum nachdenken an, schon viel erreicht. Es gibt auch bei den anderen Themen viel zu verändern, fangen sie doch einfach mal an!

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Peter Gasser 04.09.2019, 19:48

nanana... glauben tu ich nur in der Kirche.
Ich betreibe eine Wärmepumpe, obwohl die installierte Gastherme weniger kosten würde. Mein Auto ist 15 Jahre alt und läuft noch gut. In den letzten Urlaub bin ich mit dem Zug gefahren, vor Ort haben wir die Wochenkarte der öffentlichen Verkehrsmittel besorgt. Fleisch vom Metzger um die Ecke, regional erzeugt. Obst im Garten, getrunken wird Wasser vom Wasserhahn in der Küche, Saft machen wir selbst.
Im Restaurant bestelle ich, wann immer möglich, Trinkwasser vom Wasserhahn, ansonsten Glasflasche. Was ich stets vergesse, ist eine Tasse mit ins Büro zu nehmen, um auf den Plastikbecher am Kaffeeautomaten verzichten zu können. Ich versuche, das meine zu tun. Beruflich kümmere ich mich um den Aufbau regional erzeugter, hochwertiger Lebensmittel.
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ps: sie stellen die Realität auf den Kopf: ein Politiker, der nicht macht, was der Wähler/Konsument will, kann jederzeit abgewählt werden. Zur Zeit traut sich kein Politiker, regionale, nachhaltige, ökologische Lebensmittel per Gesetz zu verordnen: er würde leider sofort abgewählt werden, da der Konsument billige Nahrungsmittel haben will, damit ihm viel Geld für Urlaub, Spass und Güter-Konsum bleibt.
Wir leben, leider, und um es mit Fromm zu sagen, in einer Haben-, und nicht in einer Sein-Gesellschaft.

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