Selfie-Salvini
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Wahlkampf

Der Stimmenfänger vom Spatzenfest

Lega-Chef Matteo Salvini brilliert am Kastelruther Spatzenfest in seiner Paradedisziplin, dem Wahlkampf. Und liefert ein Paradebeispiel für Populismus.
Von
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Lisa Maria Gasser15.10.2018
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Kommentare

Bild des Benutzers Martin Daniel
Martin Daniel 15.10.2018, 07:52

Beeindruckend, wie dem nationalistischsten Minister seit etlichen Legislaturen eine Bühne von der heimattümlerischen Welt geboten wird. Wie sich viele anbiedern, von den Musikprofis zu den Südtiroler Festbesuchern u. natürlich von unseren Promis, die aus dem öffentlich wirksamen Kontakt die eigene Selbsterhöhung ziehen. Dass Salvini hier die deutschsprachige Seite seines Italiens für dessen Arbeitsamkeit lobt und direkt danach die siamo-in-Italia-Fans des HCBolzano scharfmachen und sich als Verteidiger der Italianità geben wird, interessiert im Festzelt anscheinend keinen. Ob der LH aus dem Nachbardorf einen herzlichen Empfang des hohen Gastes nahegelegt hat? Jedenfalls wird die Lega, ungefähr wie von Salvini prophezeit, stärkste italienische Kraft im Lande werden, ohne dass ihre lokalen Kandidaten u. Vorhaben irgendeine Bedeutung hätten, während andere ausgefeilte Programme und qualifizierte Köpfe zu kommunizieren suchen. Halt weniger Selfie-tauglich.

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W Karcher 15.10.2018, 08:49

Autorin gibt sich ja einige Mühe und greift tief in die gutmenschliche Sprachtrickkiste.
Aber es bleibt dabei: Guter Mann. Populismus ist Demokratie in ihrer schönsten Form.

△rtim ୍℘୍stロ 15.10.2018, 10:12

Wahlkampf - für wen?
Denn seltsamerweise, anders als manche in Italien glauben, haben die Tiroler Bergmenschen, bereits ja ihre eigenen Parteien, auch ohne Romzentrale. Im Gegenteil, ökologisch betrachtet, gibt vielleicht auch eine zuviel.
Mair hat's auf den Punkt gebracht. Die Lega in Tirol sind die Freiheitlichen, u.z. dies und jenseits des Brenners.
Mich erinnert die Veranstaltung an typische Unterhaltungsprogramme für Kolonialherren von früher und heutigen Touristen in Australien, Afrika, Amerika, Asien nur halt ortsversetzt bei den Tiroler Bergindianern.
Ich denke wir hatten schon schlimmere Zeitgenossen und Vertreter-innen Italiens in Bozen. Zumindest hat er, anders als seine politische Mitstreiterin im Jahr 2017, nicht gleich die ethnische Reinigung, die Zwangsvertreibung der Deutsch-Südtiroler-innen gefordert.

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Ludwig Thoma 15.10.2018, 19:06

Kann ich jetzt als Spatzenfan davon ausgehen, dass meine Lieblingskapelle gegen den Doppelpass ist?

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