Leo Tiefenthaler
SBB
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Interview

“Wer ist grüner als die Bauern?”

Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler nimmt zur Abneigung seiner Zunft gegen die Grünen Stellung. Er sieht die Lega in der Landesregierung: “Es braucht starke Partner.”
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Kommentare

Bild des Benutzers Markus Lobis
Markus Lobis 21.11.2018, 08:09

Bitte, Herr Obmann, was ist grün daran, wenn ein Bauer im Obervinschgau durch die Ausbringung von Pestiziden die Lebensgrundlage des benachbarten Bio-Bauern gefährdet?

Im Heu des Englhofs, der die Bio-Käserei Englhorn in Schleis betreibt, wurde das als krebserregend eingestufte Fungizid Captan gefunden. Es kann nur von einem benachbarten konventionell wirtschaftenden Grundstück kommen.

Bitte antworten, Herr Tiefenthaler!

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Markus Lobis 21.11.2018, 08:11

Wolfgang Mayr hat zu diesem Thema auf RAI Südtirol eine Sendung gestaltet. Sie kann hier nachgehört werden: http://www.raibz.rai.it/feed.php?id=74 (Treffpunkt - Mals - geplatztes Wunder? - 20-11-2018)

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Tomas Kofler 21.11.2018, 08:21

"Es sind die Bauern, die aufgrund ihrer Aufgabe und ihres Berufes die Landschaft erhalten, die Natur pflegen. "
Keine Ahnung wieso Bauern immer wieder dieses Märchen verbreiten. Mir wäre neu, dass die Natur die Pflege des Menschen nötig hätte.
Wieso sind sie nicht ehrlich genug, einfach zuzugeben, dass sie die Ressource Natur nutzen, um einen Verdienst zu erwirtschaften. Wenn ich das Etschtal hinunterschaue sehe ich wenig Natur aber viel Monokultur und Wiesen sind doch auch nur gerodete Wälder, die urbar gemacht wurden.
Dass klingt ja fast so als wären Bauern Landschaftsgärtner...

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Markus Lobis 21.11.2018, 08:27

Wer Alexander Agethle genauer kennen lernen will, kann hier ein ausführliches Gespräch nachhören, das ich im März 2017 mit dem Englhof-Bauern und Bio-Käser führen durfte.

https://www.youtube.com/watch?v=2E9PU-2YsAE&t=669s

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Dominikus Andergassen 21.11.2018, 08:39

Wenn sich der gute Mann da bloß nicht täuscht ... mit dem starken Partner, und ein Panther daraus wird, der im den Arsch aufreißt ...

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Hans Hanser 21.11.2018, 08:41

Die Bauern mit ihrer Gier nach EU-Geld werden die SVP noch an die Wand fahren. Die beiden vordersten Edelweiß-Exponenten sind und waren immer nur Hampelmänner, welche dem Diktat der Lobbies gehorchen müssen und mit einem Grinsen und einem Püppchen es dem Wahlschaf beibringen sollen.

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Marcus A. 21.11.2018, 09:04

In einigen Punkten hat Herr Tiefenthaler sicher nicht unrecht. Das Aufzwingen von bestimmten Sichtweisen ist tatsächlich eine grüne Unart.
Bei anderen Punkten kann man nur den Kopf schüttel. Die Welt dreht sich weiter, bei bestimmten Punkten ist der Bauernbund aber vor vielen Jahren stehen geblieben.
Grüne und Bauernbund werden sich (mit der derzeitigen Führung) aber wohl nie verstehen, da beide die absolute Wahrheit für sich beanspruchen......

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Servus Leute 21.11.2018, 09:13

das Aufzwingen von bestimmten Sichtweisen scheint eher die Unart des Bauernbundes zu sein

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Richter Peter 21.11.2018, 09:34

Die Lega ist eine extrem rechte Partei die sich auzeichet durch Hetze auf Ausländer, Hetze gegen die EU und Hete gegen den Euro. Ins Europaparlament hat sich Mr. S. nur wählen lassen, um abzusahnen. Danach hat er hauptsächlich durch Abwesenheit geglänzt. Die Lega ist zu vergleichen mit der AfD in Deutschland. Man kann die Ultrarechten nicht verhindern, aber eine CDU/CSU würde niemals eine Koalition mit solchen Reaktionären eingehen. Eine solche Partei darf nicht in die Landesregierung gehoben werden.

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Elisabeth Ladinser 21.11.2018, 10:33

Aus dieser Debatte höre ich den (Bauern)-Spruch: "Lieber ein Haus im Grünen, als einen ... im Haus!" Wer - außer den Bauern - darf sich Häuser im Grünen bauen? Die Befürchtung von Herrn Tiefenthaler, dass gewisse Privilegien hinterferagt werden, ist verständlich - aber es wäre an der Zeit! Dabei geht es aber nicht darum, die Arbeit und den Verdienst der Bauern , allen voran der Bergbauern, abzuwerten, oder gar zu schmälern, sondern lediglich um die Frage, was brauchen Mensch und Natur für ein nachhaltiges Miteinander, und wo gilt es, dem ungebremsten Wachstum Grenzen zu setzen - übrigens nicht nur in der Land-Wirtschaft!

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Richter Peter 21.11.2018, 10:50

Ich denke dass die Themen der Grünen Partei in Südtirol, nämlich Umweltverschmutzung, Mobilität, nahhaltiger Tourismus, Urbanistik - akuteller denn je sind. Es ist an der Zeit, die Grünen nicht ins Eck zu stellen sondern einen offenen Dialog mit ihnen zu führen. In Deutschland ist das ja auch möglich, und das sogar mit großem Erfolg (Baden-Württemberg) usw.

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Ralph Kunze 21.11.2018, 13:07

die Bauernlobby bestimmt in Südtirol das gute und das schlechte Wetter, das ist Fakt. Natürlich auch eshalb, weil sie der einzige Stand sind die zusammenhalten, bedingt sicher auch durch die genossenschaftlicher Vermarktung ihrer Produkte. Bei anderen Kategorien oder Wirtschaftszweigen gibt es keinen Zusammenhalt sondern Konkurrenzdenken und Neid. Vor allem bei den Lohnabhängigen. Die Bauern ziehen alle zusammen an einem Strang, während alle Nichtbauern in alle möglichen Richtungen ziehen. Deshalb sind sie so stark.
Abgesehen davon ist eine Regierung mit en Grünen vollständig auszuschließen. Sie entsprechen in keiner Weise der Tradition und Kultur Südtirols. Auch die Lega ist nicht ideal, aber mit Bauchschmerzen eher zu schlucken. andere, vernünftige Lösungen(TK) will die SVP partout nicht.
Ein Dilemma

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Martin Daniel 21.11.2018, 15:35

Unfassbar wie der Bauernbund immer wieder für seine Mitglieder die Naturverbundenheit beansprucht ohne einen Aufschrei in der Bevölkerung zu provozieren! Dabei handelt es sich bei der großen Mehrheit um intensive monokulturelle Freiluftindustrien in der Talsohle unter massivem Einsatz von chemischen Substanzen, die in dieser Form u. Menge nicht in der Natur vorkommen, mit hochgezüchteten Bäumen, die sich ohne Betonstützen nicht auf den Beinen halten. Die Biodiversität wird gerne bemüht, um ein anderes Bild zu zeichnen, als jenes aus dem Bienensterben u. Verschwinden der Schmetterlinge aus der Talsohle resultierende, auch dass die ausgebrachte Gülle die Artenvielfalt in den Bergwiesen massiv reduziert hat, wird schlichtweg verdrängt. Wer auf Bio umstellt, erzählt nicht umsonst, dass lange fehlende Tierarten wieder in ihren Wiesen zu sehen sind. Tiefenthaler ist ein Märchenerzähler, der zudem wie viele seiner Kollegen der direkt vor Ort von der Landwirtschaft betroffenen Bevölkerung das Recht abspricht, beim Umgang mit den Lebensgrundlagen mitzureden. Und bei dieser handelt es sich bei Weitem nicht nur um Grüne, schon gar nicht urbane: In Mals haben die Grünen 13% der Stimmen erhalten, der Einsatz von Pestiziden wurde aber von 75% abgelehnt. Dürfen die alle kein Interesse daran haben, in welchem Umfeld sie und ihre Kinder leben, welche Luft sie einatmen, welches Wasser sie trinken, mit welchen Substanzen sie in ihren Häusern u. im Freien in Kontakt kommen? Mittlerweile wurde Glyphosat bei vielen Probanden im Harn nachgewiesen, aber die Scholle gehört mir, alles was ich mit ihr anstelle ist grün und die Grünen in den Städten, die noch nie in ihrem Leben Landwirtschaft betrieben haben, brauchen mir nicht vorzuschreiben, wie ich mit meinem Grund u. Boden umzugehen habe!

Bild des Benutzers Richter Peter
Richter Peter 21.11.2018, 18:01

Bauernbund schön und gut, aber politisch sind die so grün hinter den Ohren... die sollten sich mal anschauen wie Salvini & Company das Land in den Ruin treiben. In so kurzer Zeit einen so großen Schaden anzurichten hat nicht mal Berlusconi geschafft.

Bild des Benutzers Stereo Typ
Stereo Typ 21.11.2018, 22:48

Überhaupt frage ich mich, wie lange sich die obersten Lobbyisten noch halten werden können, wenn breite Bevölkerungsteile umdenken. Wäre Tiefenthaler gescheit, würde er sich jetzt langsam nach dem Winde drehen ...

Bild des Benutzers Gerhard Mumelter
Gerhard Mumelter 22.11.2018, 06:48

"Wer ist grüner als die Bauern ?" - geeigneter Titel für eine Faschingssendung

Bild des Benutzers Herta Abram
Herta Abram 22.11.2018, 18:00

Im Hinblick auf die Zerstörung unserer Umwelt, im Hinblick auf die Klimakrise, angesichts totalitärer Machtphantasien, werden die Fragen der Zukunft humaner und ökologischer Natur sein.
Auch in Südtirol.

Bild des Benutzers Emil George Ciuffo
Emil George Ciuffo 25.11.2018, 12:54

Also der Typ ist mir kein Lercherlschas ...

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