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Dann wäre der Bus abgefahren...

Ingemar Gatterer will Rekurs gegen die Strafe der Antitrustbehörde einlegen. Die SAD AG riskiert, von der Ausschreibung der Bus-Konzessionen ausgeschlossen zu werden.
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Es war zu erwarten: Nach der Nachricht über die Geldstrafe von 1.147.275 Euro, die die Antitrustbehörde über die SAD AG verhängt hat, kündigt Ingemar Gatterer an, Rekurs dagegen einlegen zu wollen.
Das richtet der SAD-CEO von seinem Feriensitz in Saint Tropez aus aus. Im Morgengespräch von RAI Südtirol spricht Gatterer am Freitag zudem von einem “Erfolg” – angesichts der Tatsache, dass die Strafe noch viel höher hätte ausfallen können. “Wenn Sie sehen, dass die Wettbewerbsbehörde selbst anmerkt, dass bis zu 30 Prozent des Jahresumsatzes vorgesehen sind, dann ist die Strafe von 1,1, Millionen ein großer Erfolg”, so Gatterer wörtlich.
60 Tage hat die SAD Zeit, um beim Verwaltungsgericht Latium gegen den Entscheid der Kartellbehörde Rekurs einzureichen.

Doch was bedeutet die Sanktion für die Ausschreibung der Bus-Konzessionen für die Überlandlinien? Nach der Annullierung im Juli 2018 befindet sich die Neuasschreibung derzeit in Ausarbeitung. Aber darf die SAD daran überhaupt noch teilnehmen?
Laut Art. 80 des Vergabekodex sei eine solche Strafe ein Grund für den Ausschluss von der Teilnahme, bestätigt Thomas Mathà, Direktor der Vergabeagentur des Landes auf Nachfrage von salto.bz. Allerdings “nur dann, wenn die Strafe endgültig ist”.

Bestätigt das Verwaltungsgericht Latium die Millionenstrafe, kann die SAD vor den Staatsrat ziehen. Sollte die Antitrust-Behörde Recht bekommen und die SAD tatsächlich vom Vergabeverfahren der Bus-Konzessionen ausgeschlossen werden – laut Art. 80 des Vergabekodex wäre das jederzeit möglich –, wäre das wohl der Super-GAU für das traditionsreiche Busunternehmen, das sich seit dem Frühjahr 2016 in den Händen von Ingemar Gatterer befindet.

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Kommentare

Bild des Benutzers ceteris paribus
ceteris paribus 26.04.2019, 15:44

Da habt ihr was nicht verstanden - das wäre der Größte Anzunehmende Erfolg.

Das reality distortion field scheint voll zur Entfaltung zu kommen - aber auch das ist ein Erfolg, verbindet es doch mit Steve Jobs und Elon Musk - halt nur im provinziellen Nano-Bereich.

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