Hate speech
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L’odio in rete

È uscita la Mappa dell’intolleranza, il progetto su hate speech e social ideato da Vox. Focus su donne, omosessuali, migranti, diversamente abili, ebrei e musulmani.
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Kommentare

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 15.06.2019, 18:21

“I dati emersi dalla Mappa 4.0 mostrano una drammatica correlazione tra il linguaggio dei politici – rappresentanti o candidati alle elezioni Europee – sempre più caratterizzato da toni intolleranti e discriminatori con l’aumento dei tweet razzisti e xenofobi” dice Marilisa D’Amico.
Und das sollte auch im „heiligen Land Tirol“ und im Land „mi son capitan premier bacio croce“ zunehmend zu denken geben.

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Manfred Klotz 15.06.2019, 18:30

Die, denen es zu denken geben sollte, tun aber eines sicher nicht: denken.

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Peter Gasser 15.06.2019, 18:32

So ist es. Leider.
Es ist viel leichter, dem Spielmann zu folgen.
Und so nimmt die Geschichte wieder ihren Lauf...

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elisabeth garber 15.06.2019, 20:33

"L’obiettivo è rilevare il sentimento che anima le communities online, ritenute significative per la garanzia di anonimato - da qualcuno confusa con “libertà di espressione” - che spesso offrono, e per l’interattività che garantiscono." (cit.)
Für mich ein zentraler Satz im Artikel. Interessant ist auch die Reihung der 6 sozialen Gruppen, welche im Fokus der Hasser stehen. Als Frau (an 1 Stelle) merkt man recht schnell, wenn die Haltung eines Mannes eine aggressive oder diskriminierende ist. Da hilft die ganze verschleierte Identität nix. Die damit zusammenhängende 'Freiheit des Ausdrucks' empfindet man mitunter als Ohnmacht. Strafrechtlich wird so eine Sache (z.B. anonyme Beleidigung/Entwürdigung/Rufmord) schwer verfolgbar.

Wünsche der Gemeinschaft/Community, der ich mich keineswegs zugehörig fühle (gerade nach Lektüre dieses Artikels u. diverser anonymer Kommentare heute und in Vergangenheit), noch einen schönen Abend mit rein sachlichen Interaktionen, wie dies von Gorgias und anderen Pseudonymen kunstvoll und beispielhaft vorgespielt wird!
(Achtung: Ironie nach den letzten beiden Beistrichen)

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Peter Gasser 15.06.2019, 20:44

Liebe EG, es gibt nur diese eine Welt und nur diese eine Menschheit.
„Auch Mann spürt „aggressive und diskriminierende“ Verhaltensweisen, am Arbeitsplatz, im persönlichen Umfeld, im Netz..
Aber, so heisst es, konnte die emotionale Entwicklung des Menschen mit seiner intellektuellen nicht mithalten in den letzten Jahrtausenden, und do ist es eben wie es ist.
Man(n) muss stets das beste draus machen...

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elisabeth garber 15.06.2019, 21:30

Tue ich, heute sicherlich: ausloggen! :-)

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Peter Gasser 16.06.2019, 09:54

Zitat: „noch einen schönen Abend mit REIN SACHLICHEN Interaktionen, wie dies von Gorgias und anderen Pseudonymen KUNSTVOLL und BEISPIELHAFT vorgespielt wird!“:
Ja, wir müssen zusehen, uns nicht in persönlichem small talk zum Thema zu verlieren, und, was immer wieder gefordert wird, das Niveau von salto.bz zu heben.
Bezugnehmend auf den Artikel „l’odio in rete“ regelt das „Grobe“ ja die Netiquette.
Aber irgendwie will mich das Beispiel, das Du vorschlägst, nicht ganz überzeugen, aber das liegt wohl an mir...:

https://www.salto.bz/de/article/15062019/nichts-muss-so-bleiben#comment-...
.
?

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elisabeth garber 17.06.2019, 00:44

@PG Dass es so krass wird, hätte ich nicht gedacht. Ein Grund mehr, weiterhin nur zu beobachten... es scheinen die Angriffsflächen zu fehlen...

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Pseudo Nym 16.06.2019, 08:29

Der Zuwachs im Bereich der negativen Kommentare gegenüber Zuwanderern ist wohl der Machtübernahme durch die Lega geschuldet, die solche Äußerungen salonfähig macht.
Erfreulich ist der Rückgang der negativen Kommentare gegenüber Homosexuellen.
Während ich mir die Entwicklungen bei den negativen Kommentaren über Zuwanderer, Moslems und Homosexuellen erklären kann, ist für mich der Zuwachs bei den antisemitischen Kommentaren nicht nachvollziehbar. Was sind eurer Meinung nach die Gründe dafür?

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Sepp Bacher 16.06.2019, 09:00

Beziehst du dich auf salto.bz oder meinst du das allgemein?

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Pseudo Nym 16.06.2019, 09:38

Ich beziehe mich auf den Artikel. Dort werden allgemeine Entwicklungen in Italien beschrieben.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 16.06.2019, 18:37

Antisemitismus gehört zur DNA der Rechten und Rechtsextremen. Da sie jetzt offensichtlich ungestraft ihre Ideologie artikulieren dürfen (weil der Innenminister sie durch seinen direkten Umgang mit den Gruppierungen, die sie vertreten irgendwie salonfähig gemacht hat), bricht dieser Aspekt wieder durch, ob rationell oder nicht tut bei denen nichts zur Sache, sie sind ja alle durch Slogans ferngesteuert.
Großen Anteil am Aufflammen hat meiner Meinung nach das Hochstilisieren von George Soros als gemeinsamer Feind, den es zu bekämpfen gilt.

Bild des Benutzers Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 17.06.2019, 19:04

Antisemitismus ist zum Glück in Südtirol im Allgemeinen und hier bei Salto im Besonderen kaum mehr zu spüren (das war früher anders). In Italien hat der Antisemitismus in letzter Zeit vor allem unter Fußballfanatikern (den sogenannten Tifosi) stark zugenommen, weil es für sie bequem ist, ein Feindfigur zu haben, die sich nicht wehren kann. Das kennen wir ja schon von früher. Und die Bewegung/Partei Casa Pound, die sich auf ihren antisemitischen Namensgeber beruft, wird auch immer unverschämter. Es heißt also wachsam zu sein.

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Pseudo Nym 17.06.2019, 20:04

So einfach ist es nicht. Ich denke die radikale Islamkritik hat den Antisemitismus zu großen Teilen abgelöst. Gerade die neue Rechte beschwört immer wieder die Verteidigung des jüdisch-christlichen Abendlandes und positioniert sich oft stark pro Israel.

Bild des Benutzers Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 17.06.2019, 22:13

Wenn die Neue Rechte die Verteidigung des jüdisch-christlichen Abendlandes beschwört, dann ist das nur der Beweis dafür, dass sie weder von jüdisch, noch von christlich, noch vom Abendland eine Ahnung hat. Diese Unkenntnis ist es vor allem, die zu Extremismen, sei es in der Islamkritik oder im Antisemitismus, führt. Im südlichen Tirol hat es immer den rein religiös bedingten Antisemitismus der Klerikal-Konservativen gegeben, dann ist ab etwa 1900 der Sozialneid-bedingte Antisemitismus der Christlichsozialen dazugekommen, der sich vom rassistischen Antisemitismus der Deutschnationalen kaum distanziert hat. Damit haben auch unsere Priester des Piusvereins mit ihren antijüdischen Predigten den Boden für den rassistischen Antisemitismus bereitet. Die Nachwirkungen der lange anhaltenden christlichsozialen Hetze gegen die Juden hat man noch lange nach dem Krieg gespürt, sie sind aber heute weitgehend verschwunden. Die neuen Formen des Antisemitismus entstehen nicht aus der zum Glück sehr bescheidenen rechtsextremen Szene Südtirols, sondern aus der immer aggressiveren italienischen Bewegung der "Faschisten des Dritten Jahrtausends".

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 18.06.2019, 07:44

@Pseudo Nym - Die Frage war aber, weshalb der Antisemitismus wieder aufflammt.

Bild des Benutzers Pseudo Nym
Pseudo Nym 18.06.2019, 08:20

Manfred, ich weiß. Mich hat das eben gewundert, da meine Annahme war, dass es eher zu einem Shift von Judenhass zu Islamhass gekommen ist.
Hartmuts Erklärungsansatz ist da gar nicht mal so schlecht. Der aufkeimende Antisemitismus verbirgt sich heute wahrscheinlich hinter Kritik am Finanzsystem, gewissen Institutionen etc. Stichwort Antizionismus, Rothschilds, Bilderberger etc.

Bild des Benutzers Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 18.06.2019, 14:58

Die Rothschild haben unsere Brennerbahn finanziert und gemeinsam mit einheimischen jüdischen Familien, z. B. den Schwarz, sehr viel für den wirtschaftlichen Aufschwung Südtirols getan, aber auch ungeheure Summen für Wohltätigkeit ausgegeben. Es ist die totale Unwissenheit und die Geschichtslosigkeit, die dem neuen Antisemitismus Auftrieb gibt.

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 18.06.2019, 16:02

Meines Erachtens wird zu Unrecht jede Kritik an die Israelische Regierung, die Siedlungspolitik im Westjordanland, die Mauer, Gaza betreffend, usw. als Antisemitismus gewertet und gezählt. Die Kritik an verfehlter Politik ist noch lange keine Kritik oder Ablehnung der Juden im Allgemeinen.
Ich hatte einmal die Gelegenheit ein Berliner Paar (Deutsche & deutscher Jude) kennen zu lernen. Dabei stellte sich auch die Frage, wie schwierig es sei, Konflikte aus zutragen, ohne dass der Partner sich gleich als Jude angegriffen fühlt. Die Frau meinte, wenn er fies sei, müsse sie es ihm wohl sagen dürfen und er müsse es ertragen! Er war einverstanden. Und so sehe ich es auf der politischen Ebene auch!

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 18.06.2019, 16:13

Sowas hatten wir neulich hier schon diskutiert. Stichwort Antizionismus.
Die Definition "Deutsche & deutscher Jude" klingt aber auch schon so, als hätten nur Christen das "deutsch" in der DNA und klingt mir nicht wertneutral, oder?

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 18.06.2019, 16:27

Wie würdest du das dann verständlich machen?
Jedenfalls ist mein Standpunkt: Nur durch das Umbenennen ist noch lange keine Einstellungsänderung vollzogen! Wenn man Schwule und Lesben sagen darf, warum dann nicht auch Juden, Zigeuner (manche mögen z. B. nicht die Bezeichnung Roma), Taube, Behinderte (die nennen sich selber so!), usw??

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 18.06.2019, 17:03

Deutsche Christin und Deutscher Jude? Oder provokativ zur Verschaulichung: Deutsche Christin und Deutscher?

Bild des Benutzers Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 19.06.2019, 19:31

Es gehört meiner Meinung nach zu den Grundrechten aller Menschen, sich selbst definieren zu können, so wie es ihnen entspricht. Wir haben es hier wohl mit zwei deutschen Staatsbürgern zu tun. Wenn einer sich selbst als Jude bezeichnet, dann ist das als Ergänzung aufzufassen. Ob sich die andere Person selbst als Christin bezeichnet, bleibt dahingestellt. Ich bin jedenfalls der Meinung, dass jeder selbst sagen kann (und soll) was er ist oder sein will, und dass andere kein Recht haben, Zuweisungen vorzunehmen.

Bild des Benutzers elisabeth garber
elisabeth garber 18.06.2019, 17:03

Ganz Ihrer Meinung Herr Bacher - Kritik an der israelischen Siedlungspolitik muss drin sein dürfen.

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