Landhaus Rittnerstraße
LPA
Advertisement
Advertisement
Landesverwaltung

Nomen est omen?

Der Heimatpflegeverband empört sich über die stille Umbenennung einiger wichtiger Landesämter. Die zuständige Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer wiegelt ab.
Advertisement
Salto Plus

Liebe/r Leser/in,

dieser Artikel befindet sich im salto.archiv!

Abonniere salto.bz und erhalte den vollen Zugang auf etablierten kritischen Journalismus.

Wir arbeiten hart für eine informierte Gesellschaft und müssen diese Leistung finanziell stemmen. Unsere redaktionellen Inhalte wollen wir noch mehr wertschätzen und führen einen neuen Salto-Standard ein.

Redaktionelle Artikel wandern einen Monat nach Veröffentlichung ins salto.archiv. Seit 1.1.2019 ist das Archiv nur mehr unseren Abonnenten zugänglich.

Wir hoffen auf dein Verständnis
Salto.bz

Abo holen

Bereits abonniert? Einfach einloggen!

Advertisement
Advertisement

Kommentar schreiben

Kommentare

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 18.01.2020, 12:28

„Reorganisation“ ist das Lieblingsding der Politiker, um sich vom vorausgehenden Politikerensemble abzugrenzen, wobei sich die Reorganisierer gewöhnlich auf Kosten der Reorganisierten in Szene setzen. Die Reorganisation wird dann als erste Leistung verkauft, ohne inhaltlich-sachlich überhaupt irgendetwas Neues erarbeitet oder verbessert zu haben. Dass es „nachher“ meistens erstmal erheblich schlechter läuft, und vieles stillschweigend wieder in durch viel Erfahrung erarbeitete (alte) Bahnen zurückgelenkt wird, ist dann vielfach tabu.

Dass schon lange mehr geplant als geschützt wird, kann man z.B. konkret über das Biotop Schrambacher Lacke nachlesen.
http://www.provinz.bz.it/natur-umwelt/natur-raum/news-media.asp?news_act...
Dort wurde das Biotop umgebaut und sogar ein Trockenstandort im Auwaldbiotop angelegt, als Biotopvernetzung. In einem Auwald wird ein Trockenlebensraum hineingebaut, obwohl es fast keine Auwälder mehr gibt. Die Biotopvernetzung wird nicht in der Kulturlandschaft betrieben, sondern im geschützen kleinen Biotop, einen letzten Rest der natürlichen Auwaldvegetation im Brixner Raum.
„Wir haben uns mit der neuen Namensgebung intern intensiv auseinandergesetzt“ und mit der Umbenennung den Nagel auf dem Kopf getroffen. Kompliment, der Name passt, die Biotopvernetzung, der Biotopschutz und die Aufwertung nicht.

„Landschaftsplanung bedeutet direkter Schutz der Landschaft“, so die offizielle Argumentation. Inwieweit bei der Lanschafstplanung der Schutz der Landschaft vor Bedrohungen, wie z.B. chemisch synthetische Pestiziden, berücksichtigt wird, bleibt abzuwarten.
"Eine multifunktionale Landnutzung mit verschiedenen Nutzungssystemen (auch traditionellen!) bzw. verschiedenen Kulturen halte ich für zukunftsfähig, auch im Hinblick auf die Folgen des Klimawandels….
In Südtirol gibt es auf Landesebene kaum eine übergreifende Umweltpolitik“
sagte Prof. Zerbe in einem Interview (https://www.salto.bz/it/article/18092019/nachhaltig-statt-stimmengeil). Inwieweit in der Landschaftsplanung eine übergreifende Umweltpolitik und vor allem auch der Erhalt und Schutz noch bestehender natürlicher Lebensräume AUSSERHALB von Schutzgebieten (Stichwort Niedermoor Olang, Stichwort Auwald Industriezone Brixen) tatsächlich berücksichtigt wird, bleibt ebenfalls abzuwarten.
Interessant ist die neue Bezeichnung Amt für Natur. Almen, die viele Natura 2000 Gebiete bzw. Naturparks ausmachen (Seiser Alm), sind jetzt Natur, obwohl Almen eine Kulturlandschaft sind.

Advertisement
Advertisement
Advertisement