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Wasser

Verwässerte Vorfahrt

Der Bauernbund mobilisiert gegen den Gewässerschutzplan. Weil die Landesregierung nicht vorab die Wünsche der Bauern berücksichtigt hat, sagen Umweltschützer und Fischer.
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Sollte die Marmorierte Forelle in den Gewässern von ausgesetzten nicht heimischen Regenbogenforellen oder Bachsaiblingen weiter verdrängt werden oder durch den massiven Besatz mit Bachforellen noch stärker hybridisieren und schlussendlich aussterben, dann liegt das nicht daran, weil die Bauern zu viel Wasser den Bächen abzweigen oder zu viel Gift spritzen, sondern an denjenigen, deren Liebe zu Fischen durch den Magen geht. Sowohl der Geschäftsführer des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz Andreas Riedl als auch die Fischer sind jene, welche Fische aus den Gewässern Südtirols herausholen und Fische hineinsetzten.
http://www.fishfirst.it/ueber-uns/initiatoren.html
Möchten Fischer und der Dachverband die Gewässer schützen, sollten sie bei Fischen beginnen und auch an den Schutz der stark gefährdeten Marmorierten Forelle denken und sie sollten das Naturschutzgesetz strikt befolgen: (1) "Es ist verboten, gebietsfremde Tiere in der freien Natur anzusiedeln. "
Die Marmorierte Forelle ist stark gefährdet und steht in der Roten Liste der gefährdeten Arten Südtirols. Der Landesfischereiverband sollte das einmal richtig auf der Homepage hinschreiben, dort steht nämlich, sie sei nicht in der Roten Liste.
http://www.fischereiverband.it/webseite/index.asp?menupunkt=628
Es bleibt zu hoffen, das der Südtiroler Bauernbund, die Gemeinden, die Energievertreter und alle Naturschützer sich für den Schutz der Marmorierten Forelle und für ein Besatzverbot von nicht heimischen Fischarten stark machen. Jetzt ist die Gelegenheit für den Gewässerschutz und es ist höchste Zeit zu handeln!

Bild des Benutzers Andreas gugger
Andreas gugger 21.02.2020, 17:59

An arroganz nicht zu übertreffen die aussagen und Standpunkte die Rinner auch im rai sender bozen von sich gegeben hat.

Bild des Benutzers Michael Bockhorni
Michael Bockhorni 22.02.2020, 18:42

viel gelernt hat der Bauernbund hinsichtlich besserer Kommunikation mit dem Rest der Bevölkerung noch nicht

Kommunikation ist eine Sache, Inhalte eine andere. Und da fällt im Vergleich des Wassernutzungsplanes zum Gewässerschutzplan auf, dass im Wassernutzungplan der Schutz der heimischen Fische genauer geregelt ist, als im Gewässerschutzplan.
Wassernutzungsplan Teil 2 S. 43:
Planung der Bewirtschaftung
Die allgemeine Richtlinien definieren die langfristige Ausrichtung der Fischereibewirtschaftung auf dem Gebiet der Provinz; diese sehen vor:
• den Schutz, und wo nötig, die Verbesserung der Qualität der Gewässerlebensräume;
• die Erhaltung der natürlichen Produktivität und der Schutz der Laichgebiete; • die Erhaltung bzw. die eventuelle Wiederherstellung der autochthonen Fischpopulationen;
• das Verbot der Einfuhr allochthoner Fischarten, dort wo diese ökologische Ungleichgewichte hervorrufen können und die eventuelle Säuberung der Fischbestände von diesen Arten;
• Optimierung der Kriterien für Besatzmaßnahmen und Fischereibewirtschaftung, unter Berücksichtigung der Tragfähigkeit der Umwelt;
• das regelmäßige Monitoring des Zustandes der Fischbestände und die Überprüfung der angewandten Bewirtschaftungsmaßnahmen
Jeder der heimische Fische und die Ökosysteme schützen will, muss sich eben auf den Wassernutzungsplan beziehen. Der Gewässerschutzplan ist fischfrei.

Bild des Benutzers Karl Trojer
Karl Trojer 24.02.2020, 11:29

Abgesehen von unterschiedlichen Standpunkten, geht es m.E. nur darum, langsfristig sicherzustellen, dass den Menschen und ihrer Umwelt ausreichend gesundes Wasser zur Verfügung steht. Wer dieser Notwendigkeit zuwiderhandelt, vergeht sich am Gemeinswohl.

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