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kein #neustart

Vergessen im Lockdown?

Menschen mit Behinderung und Menschen mit psychischer Erkrankung werden weiterhin in Ungewissheit und Isoaltion gelassen, kritisieren zahlreiche Organisationen.
Von
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Lisa Maria Gasser04.06.2020
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Kommentare

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 04.06.2020, 17:53

Der beschriebene Zustand ist schlimm - aus ethischer und aus politischer Sicht! Da wird noch mehr deutlich, dass nicht nur das Gesundheits-Ressort von der politischen Spitze angefangen personell total überfordert ist, sondern auch das für Familie und Soziales!
"Trotz vieler Gespräche und konstruktivem Austausch mit Politik und Behörden sei noch keine ........". Das scheint die Philosophie dieser Regierungsmannschaft zu sein: freundlich zu hören, Hoffnung vermitteln, so dass sie still sind. Das ist bei den Gewerkschaften, dem KVW und den Rentner-Organisationen ja auch so. Die haben sich anscheinend auch einlullen lassen! Sonst ist das Schweigen dieser Organisationen und Verbände zu den zunehmenden sozialen Verschlechterungen nicht erklärbar.
Betreffend Familien und Kinderbetreuung: Ob z. B. der Familienverband überhaupt aktiv geworden ist, beleibt im Dunkeln; in den Medien hat man jedenfalls nichts vernommen! Die einzigen, die sich diesbezüglich zu Wort gemeldet haben, sind Christa Ladurner und die Allianz für Familie - aber auch mit geringem Erfolg. Entweder es fehlt der Wille oder die menschliche und fachliche Kompetenz der Verantwortungsträger/innen!

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Michael Bockhorni 05.06.2020, 08:19

100 % ins Schwarze getroffen ! (der KFS hat sich mehrmals mit der Allianz gemeinsam zu Wort gemeldet (https://www.forum-p.it/de/fachstellen/familie-1019.html). Aus privaten Gesprächen höre ich halt auch immer wieder, daß einfach die Angst so groß ist sich kritisch zu äußern, Petitionen zu unterschreiben, Rekurse einzureichen etc. Neben der Kompetenz fehlt an Kenntnis über die konkrete Arbeit vor Ort und an "Veränderungserfahrung" bzw. -management. Da rächt sich eine "des is holt a so" Mentalität.

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Priska Spitaler 05.06.2020, 16:39

Ich wundere mich ja wirklich, wie wenig Aufmerksamkeit dieses so wichtige Thema bei den Kommentatoren auf salto bekommt. Wenn ich sehe, wieviele Kommentare innerhalb kürzester Zeit zum Artikel "Aus für Anonyme" (obwohl sicher auch ein wichtiges Thema) abgegeben wurden, dann frage ich mich schon, ob die im Lockdown vergessenen Menschen nicht mehr Aufmerksamkeit verdienen. Sogar die Haare von Frau Foppa waren mehr Kommentare wert.
Meiner Meinung nach haben die Organisationen, die sich um Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen kümmern, unsere vollste Unterstützung - vor allem auch in den sozialen Medien - verdient. Denn je mehr Stimmen laut werden, desto mehr Aufmerksamkeit bekommen diese Organisationen auch in den Medien. Leider ist es heutzutage so, dass die, die am lautesten schreien und die interessantesten Schlagzeilen für die Presse liefern können, von der Politik viel eher und schneller gehört werden.
Ich habe den Eindruck, dass die Verantwortlichen erst einen Zahn zulegen, wenn in den Medien die Kritiken laut und nicht mehr ignoriert werden können.
Ich hoffe, dass auch Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen nun endlich die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Dasselbe gilt auch für Kinder, Jugendliche und Senioren. Sie alle leiden am längsten unter dieser Isolation und Ungewissheit und haben - wie wir alle - ein Recht ein Stück Normalität zurück zu bekommen und das so schnell als möglich.
Vielleicht sollten die Betroffenen mal einen Protest vor dem Landhaus in Betracht ziehen, um den Verantwortlichen vor Augen zu führen, wieviele Menschen immer noch nicht genügend gehört werden und immer noch im Lockdown feststecken?

Bild des Benutzers Priska Spitaler
Priska Spitaler 05.06.2020, 16:46

...oder vor dem Hauptsitz des Sanitätsbetriebs? Wer immer auch für dieses Dilemma verantwortlich ist...

Bild des Benutzers Priska Spitaler
Priska Spitaler 05.06.2020, 17:22

Kann Herrn Bacher und Herrn Bockhorni nur zustimmen. Viele Organisationen und Verbände hätten nicht so lange schweigen oder/bzw. sich hinhalten lassen dürfen. Wenn man sieht, dass man durch Verhandlungen/Gespräche nichts erreicht, muss man eben andere Wege gehen und notfalls auf die Straße gehen, um sich Gehör zu verschaffen. Herr Bockhorni, Sie schreiben, dass Sie aus privaten Gesprächen immer wieder hören, dass einfach die Angst so groß ist, sich kritisch zu äußern, Petitionen zu unterschreiben, usw. Ich glaube, das ist wirklich ein "Südtiroler Problem" und ich hoffe, dass sich Zivilcourage in unserer Gesellschaft immer mehr durchsetzt und sich die Menschen endlich mehr für ihre Rechte einsetzen, ohne Angst zu haben vor irgendwelchen Konsequenzen.

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