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Sanität

"Die Schuld auf uns geschoben"

Die Replik eines Südtiroler Hausarztes auf die Stellungnahme des Sanitätsbetriebes zum "Schnelltest-Skandal". Es brauche eine personelle Änderung an der Spitze.
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Kommentare

Bild des Benutzers Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 04.11.2020, 18:20

Es ist schon mehr als bedenklich, dass der Hausarzt/Autor anonym bleiben muss.

Bild des Benutzers evelin tschenett
evelin tschenett 04.11.2020, 18:20

"Ein Hausarzt" ... Sind wir wirklich so weit gekommen mit unserer Demokratie, dass sich ein Hausarzt nicht getraut seinen Namen kundzutun? Das ist weitaus beschämender als die ganze Geschichte an sich.

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G. P. 04.11.2020, 19:40

Sanitätseinheit und IT ... die unendliche Geschichte!

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Christoph Wallnöfer 04.11.2020, 20:03

Es wäre sinnvoll, wenn sich unsere Hausärzte* wieder mehr auf ihre eigene Erfahrung und Expertise verlassen würden anstatt z. B. auf PCR-Tests, welche nicht einmal für diagnostische Zwecke gedacht sind.
So steht z. B. im Beipackzettel des PCR Testkists von der Firma Creative Diagnostics, ganz prominent in der zweiten Zeile damit es ja niemand übersehen kann:

"This product is for research use only and is not intended for diagnostic use."

Anders ausgedrückt: Gesunde Menschen, die sich mittels Nasenstocher-PCR-Test auf Corona prüfen lassen, nehmen zwar an einem groß angelegten Forschungsprojekt teil, die Ergebnisse - ob negativ, zweifelhaft oder positiv - sind ansonsten aber wertlos (außer für jene welche damit Geld verdienen - beim Verkaufen und beim Testen).

Ich habe beim Sanitätsbetrieb bereits mehrmals um Informationen über die in Südtirol verwendeten PCR-Testkits angefragt. Bisher erfolglos. Kann mir da vielleicht jemand weiterhelfen? Ich würde mir die Beipackzettel gerne mal ansehen, vielleicht sind welche darunter die für diagnostische Zwecke zugelassen sind ...

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Markus Kröss 04.11.2020, 20:04

Kann es sein, dass diese „Panne“ sogar eine der maßgeblichen Ursachen für die letzthin explodierenden Infektionszahlen in der Provinz Bozen ist?

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Daniele Menestrina 04.11.2020, 20:30

Herr Kröss, ich glaube wir können uns darauf einigen, dass ihre Frage eine rein rhetorische ist.
1.260 positiv getestete Personen, die es aber offiziell nicht gibt, brauchen keinen noch so hohen Rt-Wert, um das Virus munter unter die Leute zu bringen.

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G. P. 04.11.2020, 20:32

An das habe ich auch schon gedacht. Immerhin handelt es sich nicht um zehn oder 20 Leute, sondern um mehr als 1.000.

Bild des Benutzers Evelyn Tarasconi
Evelyn Tarasconi 05.11.2020, 07:11

Ich fand die Mitteilung des Sanitätsbetriebes widersprüchlich:
"Die Informationen dieses Antigen-Meldeflusses wurden aber von Seiten der Covid-19-Überwachungseinheit naturgemäß mit geringerer Priorität bearbeitet, ......... Anfragen von Seiten der Allgemeinmediziner für PCR-Test, die über den gängigen Meldefluss „hereinkamen“, wurden mit hoher Dringlichkeit bedient." Im Prinzip, wenn ich das als Laie richtig verstanden haben, handelt es sich um dieselben Anfragen: Antigen-Ergebnismeldung= Anfrage um PCR-Test. Außerdem stellt sich mir als Laie auch die Frage, warum die Familienangehörigen nachweislich positiv Getesteter nicht getestet werden, wenn sie keine gravierenden Symptome haben? So verteilt sich das Virus munter weiter, Kinder gehen ohne Mundschutz weiter in die Schule, und Eltern können ohne Krankschreibung ohnehin nicht ewig daheimbleiben. Sinnvoll wäre hier doch bei einem hochinfektiösen Virus 1) Mundschutzpflicht an den Schulen, wie in D seit September (laut RKI-Empfehlung ab Inzidenz von 35) 2) Testen der Familienangehörigen. Aber vielleicht seh ich das ja falsch...

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Karl Trojer 05.11.2020, 10:11

Die allermeisten Ärzte und das gesamte Pflegepersonal leisten in diesen chaotischen Zeiten des covid19 ihr Möglichstes; ihnen Schuld zuzuschieben ist sehr unfair und arrogant. Das Gesundheitssystem ist thematisch und organisatorisch sehr komplex und bedarf hervorragender Kommunikations-u.Management-Qualitäten, und diese sind rar....

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Georg Holzer 05.11.2020, 10:31

Die Schuld auf ein Computerprogramm abzuschieben ist zu wenig.... wurde nicht ein Computerprogramm für Südtirol sehr teuer angekauft, wo es ein kostenloses gut funktionierendes gegeben hätte (meinen Kenntnissen zufolge wird das in Trient verwendet und funktioniert)? Dann funktioniert wohl das Computerprogramm nicht und nicht die, die es angekauft haben? Die Verantwortlichen in der Sanität und Politik haben seit dem Frühjahr Zeit gehabt sich auf die jetztige Situation vorzubereiten und Apotheken, Hausärzte, Sprengel usw. miteinzubeziehen und vorab es auszuprobieren?

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Max Benedikter 05.11.2020, 11:19

Ich bewundere den Mut und den Zivilcourage des Kollegen. Denn in Südtirol, wird dieser Kollege keine Karriere mehr machen. Und das weiss auch er. Deshalb Hut ab!
Und übrigens, die Verantwortlichen der Sanität wissen ganz genau, wer der/die Ärztin ist, aber ich nehme an, dass sich der/die Kollegin nicht weiter exponierten will und deshalb das Thema nicht auf eine persönliche Ebene bringen will. Denn die Herren des Sanitätsbetrieb könnten auch an seinem Ruf kratzen...

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