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Die Klage der Papierbäuerin

Vizelandeshauptfrau Waltraud Deeg hat eine Strafanzeige gegen Salto.bz eingebracht. Der Grund: Ein Artikel über den Hof in Niederdorf, den sie und ihr Mann betreiben.
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Bauernschlau

Die Papierbäuerin

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Kommentare

Anonymous Südtirol 11.11.2020, 12:18

Bravo Salto und Cristoph Franceschini! Weiter so. Die Politiker sollen sich niemals sicher fühlen können, sollen immer wissen man schaut ihnen auf die Finger.

Die Deeg zeigt sowieso alle an, inklusive wer in Foren unangenehme Sachen schreibt. Ist ohnehin schon als autoritäre Person mit morbiden Machtphantasien bekannt.

¯\_ಠ_ಠ_/¯

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rotaderga 11.11.2020, 13:09

Ja unsere Vorzeigepolitiker wissen wie man sich die eigenen Geschichten am Dampfen hält.
Nun erklärt sich mir auch die intensive Beschäftigung der Politik mit den Onlineforen. (Hoffe, ich habe die Netiquette eingehalten)

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Johann Georg Bernhart 11.11.2020, 13:20

Was gibt es da zu beanstanden??? Wenn ich den Artikel lese fällt mir nur auf, dass sich die Besitzer ein schönes Gebäude errichtet haben und dafür sicher viel Geld ausgegeben haben, was gibt es nur für Neider, jeder kann sich das selbe errichten.

Anonymous Südtirol 11.11.2020, 13:35

Die Deeg kann sich alle Gebäude der Welt kaufen. Wenn sie anfängt das System für Vorteile auszutricksen, sollten Sie froh sein, dass es Salto gibt. Es sei denn Sie haben auch etwas zu verstecken.

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Johannes A. 11.11.2020, 18:36

Es geht hier nicht um Neid oder Missgunst, sondern darum, dass sehr viele "Papierbauern", wie z.B. Fam. Deeg, Gesetze für Landwirte ausnutzen, wodurch die Legitimität solcher Gesetze im Volk schaden nimmt.

Kann es so schwierig sein, dass UaB nur dann betrieben werden kann, wenn der Antragsteller keine oder nur sehr geringe Einkommen außerhalb der Landwirtschaft bezieht?
Weiters sollte für Umsätze aus UaB eine Freigrenze von 30.000 Euro pro Jahr gelten, darüber hinaus sollten dieselben Regeln wie für gewerbliche Vermietung gelten, damit sollte verhindert werden, dass Luxus-UaB im Stile Alfreider gebaut werden.

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P. H. 11.11.2020, 21:17

Es kann einfach nicht sein, dass eine Möglichkeit die für ehrliche Bauern eine kleine Nebeneinnahme darstellen sollte, so ausgeschlachtet wird. Auch wenn, oder gerade weil in diesem Fall alles offenbar mit rechten Dingen zugegangen ist, sollte das der Politik zu denken geben.
Das Problem liegt nicht bei Deeg sondern bei der übermächtigen Bauernlobby, der auch viele Landespolitiker angehören. Natürlich kacken die sich nicht auf's eigene Bein...

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Günther Alois Raffeiner 12.11.2020, 07:29

Hat Frau Deeg nichts anderes zu tun,als Leute anzuzeigen,wegen freien Meinungsäusserungen???? Seltsam!!!!

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Johann Georg Bernhart 12.11.2020, 08:34

Laut dem Bericht von Franceschini hat sich die Familie Taschler Deeg nichts zuschulden kommen lassen, sie haben sich an die Landesbestimmungen gehalten, sie haben nur gemacht was erlaubt ist und war. UaB wird gefördert und jeder kann ansuchen so auch Fam. Taschler.

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Johannes A. 12.11.2020, 09:24

Auch das Ansuchen des 600 Euro Covid-Verlustbeitrages von Politiker war rechtlich in Ordnung und dennoch fanden viele, dass es moralisch fragwürdig war.

Der Autor betont ja explizit, dass alles legal war, was es ja der eigentliche Skandal ist.

Bild des Benutzers Johann Georg Bernhart
Johann Georg Bernhart 12.11.2020, 10:25

Wieso der ganze Zauber wegen der 600 Euro Covid- Verlustbeitrag, jeder der Anrecht hat sollte Ansuchen, jeder der Ansucht hat Recht, ob Politiker oder normaler Bürger, SVP hat bei der Bestrafung übertrieben, jeder muss es selbst verantworten.
Wenn alles legal war, verstehe ich nicht wieso diese Angelegenheit vor Gericht geht??

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Andreas Mozzelin 14.11.2020, 15:55

Die 600 Euro wurden als schnelle und deshalb unbürokratische Unterstützung für Betriebe, deren Existenz bedroht ist, beschlossen, auf alle Fälle den Bürgern so vermittelt. Ein „einfacher“ Unternehmer darf durchaus darum ansuchen, auch wenn es ihm gut geht. Er ist ja dabei nur dem Gesetz verpflichtet, keinem Anstand. Ein Regierungsverantwortlicher hingegen hat nicht nur einen Wählerauftrag, sondern verwaltet auch öffentliches Gut. Das heisst, er hat sich freiwillig dazu verpflichtet, respektvoll, verantwortlich und im Sinne der Bürger damit umzugehen.

Anonymous Südtirol 12.11.2020, 09:48

Nicht alles, was gesetzlich möglich ist auch immer ethisch vertretbar. In diesem Fall ist es einfach nur beschämend. Die Landesrätin nutzt das System zum eigenen Vorteil aus, wird dabei erwischt, und es fällt ihr nichts besseres ein als einen Journalisten, der ihr keinen Gesetzesbruch vorgeworfen hat, anzuzeigen.
Es lebe das System Südtirol!

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pérvasion 12.11.2020, 09:10

Leider schützt das italienische Gesetz besonders die Mächtigen vor sogenannter Rufschädigung, und das sogar weitgehend unabhängig davon, ob diese angebliche Rufschädigung auf Fakten basiert oder nicht. Diese Gesetzeslage ist eine internationale Besonderheit.

Dadurch wird unter anderem kritischer Journalismus ständig der Gefahr von (dann durchaus erfolgversprechenden) Klagen ausgesetzt, während indirekt die »Feuerwehrautoeinweihungsberichterstattung« gefördert wird. Ich habe dazu zufällig vor wenigen Tagen was aufgeschrieben: https://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=61725

Bild des Benutzers magda baur
magda baur 12.11.2020, 16:12

Ok, unabhängig vom konkreten Fall (ich gönne der Frau Landesrätin dieses Geschäft gerne, wenn es die Möglichkeit gibt, zeugt ja von ihrer Intelligenz, diese zu nutzen).
Aber, ganz grundsätzlich: Ist das die Funktion des geschlossenen Hofes? Da wird zwei Personen, die ganz manifest nicht im Hauptberuf Landwirte sind, die Möglichkeit eingeräumt, zahlreiche Vorteile (steuerlicher, förderungsrechtlicher, baurechtlicher, raumsordnungsrechtlicher Natur) in Anspruch zu nehmen, alles unter dem Dach des "geschlossenen Hofes".
Der ja angeblich deshalb in Südtirol fortbesteht, weil damit das bäuerliche Erbe geschützt wird, die Tradition, die Überlebensfähigkeit der kleinstrukturierten, traditionellen Landwirtschaft. Und dafür muss die de facto-Enterbung der "weichenden Erben" (in der Regel, aber nicht nur, Frauen) in Kauf genommen werden und in Bezug auf die Förderungen kommt der durchschnittliche Steuerzahler (ja, pikanterweise gerade die Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerinnen!) dafür auf.
Das wäre wohl ein Anlass zu überlegen, ob der geschlossene Hof auf dieser Grundlage noch eine Existenzberechtigung hat.

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Martin Al. 12.11.2020, 16:31

Dem ist tatsächlich nichts hinzuzufügen. Meine volle Zustimmung zu ihrem Kommentar.

Anonymous Südtirol 13.11.2020, 08:22

"Ok, unabhängig vom konkreten Fall (ich gönne der Frau Landesrätin dieses Geschäft gerne, wenn es die Möglichkeit gibt, zeugt ja von ihrer Intelligenz, diese zu nutzen)."

Nicht alles, was gesetzlich möglich ist auch immer ethisch vertretbar oder auch nur ethisch akzeptabel. In diesem Fall ist es einfach nur beschämend, befremdlich und peinlich wie Deeg das System ausnutzt, und dann alle angezeigt werden die es ansprechen. Was für eine "intelligente" Landesrätin!

Wenn sie so ein Vorgehen als Beweis für Intelligenz sehen sind sie auch nicht besser. Schade, denn abgesehen von dem anfänglichen Satz sagen sie in ihrem Kommentar das Richtige.

Bild des Benutzers Andreas Mozzelin
Andreas Mozzelin 14.11.2020, 15:58

Schade, aber Willkommen im Club der Prozessiertiroler

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