Selbsttest
(c) pixabay
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Nasenflügeltests

Validität der Schnelltests

Am Montag wird die Gastronomie begleitet von einem Massenscreening mittels Nasenflügeltests wieder geöffnet. Wie zuverlässig ist das Monitoring mit den Schnelltests?
Community-Beitrag von Daniel Hofer21.04.2021
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Ab nächster Woche wird es im gesamten Staatsgebiet wieder möglich sein, Bars und Restaurants im Freien zu besuchen. Südtirol will wieder einen Sonderweg gehen und die Gastronomie auch in den Innenbereichen öffnen. Zugangsvoraussetzung soll ein negatives Testergebnis, eine Impfung oder ein Antikörpernachweis aufgrund durchgemachter Erkrankung sein. Für die große Gruppe der Bevölkerung, welche noch nicht die Möglichkeit der Impfung hatte, werden die Gemeinden Gratis-Nasenflügeltests anbieten. Dabei sollen die Bürger unter Anleitung und Aufsicht von geschultem Personal diesen Test selbst durchführen. Die Landesregierung lobt dieses Monitoring schon im Vorfeld, verweist auf die Möglichkeit, sicher öffnen zu können und das medizinische Sprachrohr der Südtiroler Politik Patrick Franzoni betont die hohe Güte und Validität der Nasenflügeltests.

Herstellerangaben

Derzeit werden in Südtirol verschiedene Produkte als Nasenflügeltests eingesetzt. Der Test mit der momentan größten Verbreitung, sei es in den Schulen, als auch in den Arztpraxen und voraussichtlich auch bei den geplanten Teststationen ist der Abbott Panbio Schnelltest. Dieser Test ist nicht als Selbsttest konzipiert und soll nur von geschultem, medizinischen Fachpersonal durchgeführt werden. Der Hersteller gibt im Beipackzettel eine Sensitivität von 98,1% an, d.h. dass mittels PCR-Test positiv getestete Personen zu 98,1% richtig erkannt werden. Auch die Spezifität liegt mit 99,8% in einem sehr hohen Bereich, demzufolge lediglich 0,2% der negativen Personen ein falsch positives Ergebnis erhalten. Diese Zahlen lassen auf eine sehr hohe Güte dieser Tests schließen und dies wird uns von offizieller Stelle auch immer wieder vermittelt. Die Herstellerangaben hinsichtlich Validität des Testprodukts sind bei den anderen Produzenten ähnlich. Nicht gesagt wird dabei, dass diese Gütekriterien an Versuchsgruppen, bei welchen der Verdacht auf Exposition mit COVID-19 bestand oder die in den letzten 7 Tagen Symptome aufzeigten, unter Laborbedingungen ermittelt werden.

Praxiserfahrungen

Beim Einsatz der Nasenflügeltests für das Massenscreening werden fast ausschließlich asymptomatische Personen getestet. Der Abstrich wird zusätzlich von medizinischen Laien durchgeführt. Welche Qualität des Testergebnisses ist dabei zu erwarten? Das globale Netzwerk Cochrane, bestehend aus Wissenschaftlern, Ärzten, Angehörigen der Gesundheitsfachberufe und Patienten, welches sich dafür einsetzt, dass Entscheidungen zu Gesundheitsfragen weltweit auf Basis hochwertiger, relevanter und aktueller wissenschaftlicher Evidenz getroffen werden, hat die Daten von 64 internationalen Studien zur Genauigkeit der Schnelltests zusammengefasst. Bei Personen mit Symptomen wurden im Durchschnitt 72% der Menschen, die COVID-19 hatten, korrekt als positiv identifiziert. Bei Personen ohne Symptome erkannten die Antigentests im Durchschnitt 58% der Infizierten richtig.

Auch der Sarner Immunologe Bernd Gänsbacher bescheinigte diese Woche im Pro&Contra der RAI dem Nasenflügeltest eine Trefferquote von lediglich 50% bei asymptomatischen Personen. Deshalb verweist Gänsbacher auf die regelmäßige Wiederholung des Tests, da mit zunehmender Viruslast die Wahrscheinlichkeit einer richtigen Erkennung steigt. Bei einer einmaligen Durchführung mittels Nasenflügeltests sieht der Experte viele Schwächen. Wobei hier noch anzumerken wäre, dass gerade junge Menschen häufig asymptomatisch bleiben und wahrscheinlich deshalb gar keine ausreichende Virusmenge erzeugen.

Empfehlungen der Fachwelt

In einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland e.V. (BVKJ), der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) wurde bereits im Februar diesen Jahres vor dem flächendeckenden Einsatz der Schnelltests in den Schulen gewarnt. „Es ist zu erwarten, dass die Zahl falsch negativer und falsch positiver Ergebnisse inakzeptabel hoch sein und weit mehr Schaden als Nutzen mit sich bringen wird. Hinzu kommt das Potenzial großer präanalytischer Fehler in der Probenentnahme.“ so die Fachgesellschaften. Gerade bei asymptomatischen Kindern wird das Massenscreening als ungerechtfertigt und unangemessen betrachtet. Auch der Innsbrucker Infektiologe Günter Weiss sieht nur einen bescheidenen Effekt der Tests, die hohen finanziellen Mittel seien anderswo besser eingesetzt. Weiss, der dem Beraterstab der Corona-Taskforce im österreichischen Gesundheitsministerium angehört, verweist auf die geringe Evidenz und auf die falsche Sicherheit, die durch ein negatives Testergebnis entsteht. Der Präsident des RKI Lothar Wieler hat aus den selben Gründen letztes Jahr von den Massentests abgeraten.

Ob das geplante neuerliche Massenmonitoring epidemiologisch sinnvoll ist, bleibt aufgrund dieser Aspekte und bei der momentan geringen Infektionslage fraglich. Die ersten Ergebnisse aus den Schulen haben eine Positivitätsrate von unter 0,1% aufgezeigt. Es ist davon auszugehen, dass sich viele Menschen nur bei gegebenen Anlass, wie z.B. Restaurant- oder Kinobesuch testen lassen und somit das Risiko zusätzlicher Ansteckungen aufgrund falsch negativer Ergebnisse steigt. Ob der Aufwand und die Kosten in Millionenhöhe den zu erwartenden Nutzen rechtfertigen, ist noch zweifelhafter. Vor allem wenn auf der anderen Seite das Geld fehlt, um die Betriebe und die Bevölkerung entsprechend zu unterstützen. Hundertprozentig sicher ist allerdings, dass die Landespolitiker die Testoffensive als großen Erfolg verkaufen werden.

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Kommentare

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Peter Gasser 21.04.2021, 13:41

Im Artikel steht: „Es ist davon auszugehen, dass sich viele Menschen nur bei gegebenen Anlass, wie z.B. Restaurant- oder Kinobesuch testen lassen und somit das Risiko zusätzlicher Ansteckungen aufgrund falsch negativer Ergebnisse steigt“:
ich sehe auch eine große Problematik darin, Geimpfte, Genesene und Nasenflügel-Getestete gleich zu behandeln; Genesene sind weit weniger geschützt als Geimpfte, die Nasenflügel-Tests erkennen wohl etwa 50% der Infizierten nicht.

Es ist daher so sicher wie das Amen in der Kirche, dass die Inzidenz wieder steigen wird.

Darin liegt wohl auch der Grund, warum es, anders als in Deutschland, keine Kommunikation über einen Inzidenz-Wert gibt, ab dem die Maßnahmen wieder greifen sollen; hier herrscht leider keine Transparenz.
Auch hat der Diskussionsteilnehmer aus dem Tourismus in der zitierten pro&contra-Sendung die diesbezügliche Frage danach mehrfach unbeantwortet gelassen und wohl bewusst ignoriert.

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Christian I 21.04.2021, 15:34

Eine Frage Herr Gasser.
Genesene haben zwei Arten von Antikörper, anti ncapsid und anti spike; geimpfte haben nur letztere. Was noch lange nicht bedeutet, dass Genesene deswegen automatisch geschützter sind. Daher würde ich gerne nachlesen wo wissenschaftlich dokumentiert wird, dass Genesene weit weniger geschützt sind als Geimpfte. Danke.

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Peter Gasser 21.04.2021, 16:36

Ich denke doch, dass Sie da profunder informiert sind als ich; ich habe dies verschiedentlich in öffentlichen Gesprächsrunden gehört und in Berichten gelesen; ich müsste jetzt recherchieren oder googeln, was Sie doch selbst auch erledigen können, wenn Sie hierbei wissenschaftlich dokumentierte Primärquellen möchten.
Ein aktuelles Beispiel:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/84-Coronavirus-Update-Nicht-auf-Test...

„ Virusresistenz bei natürlicher Immunität und mit Impfung:
Drosten: Ja, das macht wahrscheinlich einen Unterschied. Aber wir können noch nicht bewerten, in welche Richtung. Das ist jetzt fast trivial, wenn ich das so beantworte. Also ich glaube, man sollte sich eher vergegenwärtigen, dass die Impfantwort schon ein bisschen anders ist als die Antwort auf die natürliche Infektion. Wir haben Hinweise, dass die Antwort auf die natürliche Infektion aus bestimmten immunmechanischen Gründen eher breiter ist, auch etwas vorbereitend gegen Varianten ist, aber vielleicht nicht so lange anhaltend, belastbar ist gegen Infektionen überhaupt. Also milde Infektion ist dann irgendwann gewährleistet. Aber überhaupt gegen Infektionen geschützt zu sein, ist vielleicht nicht so langlebig nach einer normalen Wildtypinfektion. In einer der Studien, die jetzt hier vorkamen, das ist eine der beiden "Lancet"-Studien, wo es um die Reinfektionen geht, da hat man einen ganz guten Anhalt. Da haben sich 0,7 Prozent der untersuchten Personen vielleicht ein zweites Mal im Untersuchungszeitraum reinfiziert, wohlgemerkt aber während einer rasenden aufbauenden zweiten Welle. Also die waren in dieser zweiten Welle, nachdem sie eine vorherige, im Herbst oder Frühjahr schon stattgefundene Infektion hatten, dann noch mal wieder infiziert. 0,7 Prozent, das ist schon eine erkleckliche Zahl. Aber es ist auch nicht so, dass die Hälfte aller Patienten sich gleich wieder infiziert. Diese längerfristige Sicherheit gegen die Infektion, die könnte mit Impfstoffen stärker ausgeprägt sein“.

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Christian I 21.04.2021, 17:17

Danke.
Ich kenne nur Nachrichten von Studien (Innsbruck, Manchester, ...) wo die Immunität der Genesenen auch nach mehrere Monate (6, 8 und mehr) noch ziemlich gut sei, auch Dank der bleibenden Gedächtnis-Immunität. Auch Dr. Crisanti sagt, es besteht nicht viel Unterschied zwischen viele oder wenige Antikörper; das was zählt sind die Gedächtnis-Zellen die bei einem erneuten Kontakt mit den Viren schnell Antikörper produzieren würden.
Wie sie richtig schreiben, ich könnte selbst recherchieren. Ich dacht nur, sie hätten vielleicht gleich eine Quelle "bei der Hand" für die Aussage "Genesene sind weit weniger geschützt als Geimpfte".

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Peter Gasser 21.04.2021, 17:28

Wir bekommen jetzt ja einen Life-Feldversuch mit dem erneuten Südtiroler Sonderweg, in welchem Genesene, Geimpfte und Nasenflügelgetestete gleichgesetzt und von Präventiv-Maßnahmen freigestellt werden. Die Wochen-Inzidenz dürfte demnach also nicht wieder steigen.
Heute wurde in Deutschland das bundeseinheitliche erneuerte Infektionsschutzgesetz beschlossen, welches einheitliche Maßnahmen bei bestimmten Inzidenzen zwischen 150 und 200 festlegt.
Wissen Sie, ob es solches auch bei uns gibt, ich finde nichts dazu - oder öffnet man einfach in der Hoffnung, das „Virus verschwinde von alleine“ - und hat keinen Plan, sollten die Inzidenzen doch wieder steigen?
Wie sehen Sie dies: wie lange wird es wohl dauern, dass mit diesem „Sonderweg“ die Wocheninzidenz wieder die Marke von 200 übersteigt, und die Intensivpatienten wieder zunehmen (geimpft sind ja noch nicht ausreichend Menschen, um dies zu verhindern)?

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Stefan S 21.04.2021, 18:09

Die Aussage von Drosten hat Formulierungen wie "vielleicht" und "könnte" was soviel bedeutet, es gibt noch keine sicheren Erkenntnisse.
Wobei ich den Hinweis von Christian bezüglich den Gedächtnis Zellen mittelfristig gesehen als sinnvoller betrachte. Um die Pandemie zu stoppen sehe ich kurzfristig den Impfstoff durch aus als Lösung, danach sollte dann lieber wieder das natürliche Immunsystem die Aufgabe übernehmen.

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Peter Gasser 21.04.2021, 18:20

Da stimme ich Ihnen weitgehend zu.
Wenn ich aber nicht weiß ("keine gesicherten Erkenntnisse"), ob das Geländer (natürlicher Schutz durch Immunsystem) hält, sichere ich mich durch ein Seil (Impfung), bevor ich mich ans Geländer ("normales Leben") lehne.
In diesem Sinne sollten weitreichende Öffnungen nach ausreichend durchgeführtem Impfschutz erfolgen, und nicht einige Wochen vorher.
Aber schauen wir uns den "Feldversuch" an, der jetzt bei uns mit der gesamten Bevölkerung gestartet wird, vielleicht geht es ja, wenn auch mit viel Risiko, gut.
Fast muss man sagen, *es liegt in Gottes Hand*, da es ja "keine gesicherten Erkenntnisse" gibt.

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Christian I 22.04.2021, 08:29

Ich bin da auch sehr gespannt wie es weiter gehen wird. Ganz abgesehen vom Südtiroler Sonderweg, die Virologen scheinen ein mal alle einig zu sein und kritisieren die Öffnungen während einer Massenimpfung während einer Pandemie. Denn viele Virologen sagen, dass man nicht während einer Pandemie Massenimpfungen durchführen soll, denn die Wahrscheinlichkeit, dass resistente Mutationen entstehen, ist gross. Daher sehen die Virologen diese Öffnungen kritisch: man sollte eher schliessen bis grossteils der Bevölkerung fertig geimpft ist. Auf alternative Kanäle zirkulieren schon seit Wochen die Nachrichten, dass sich der Virus trotz abgeschlossener Impfunge weiter ausbreitet. Nun sind die Fälle so viele, dass auch mainstream Medien einige dieser Nachrichten veröffentlichen (z. B. https://www.suedtirolnews.it/chronik/trotz-impfung-17-positive-tests-in-...). Die Verläufe sind zum Glück mild (die Impfung macht ja ihre Arbeit), doch es ist wieder eine Bestätigung, dass auch geimpfte den Virus weitergeben und somit ist die Gefahr einer resistenteren Mutation Wirklichkeit.
Was diese Impfungen uns wirklich bringen wird man erst in den nächsten Monaten sehen... hoffen wir das Beste!

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Stefan S 22.04.2021, 09:32

Richtig, die ersten verwertbaren Erkenntnisse bzw. Benchmark auf europäischer Ebene werden wir wahrscheinlich aus Großbritannien bekommen.
Solange das alles so schwammig ist verzichte ich lieber auf einen größeren Bewegungsradius und bleibe auf der Beobachtungsposition.

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Elisabeth Garber 22.04.2021, 10:20

Wenn das alle denken würden, hätte die Wissenschaft kaum jemals nennenswerte Fortschritte gemacht. Das Risiko und der Zufall gehören u.v.a. zur Forschung dazu. Oder sehen das X und Y anders, die hier immer wieder unzumutbar lange Kommentare als der Weisheit letzten Schluss verkaufen? Wohlgemerkt, inmitten von auf Hochtouren laufenden Studien in einer weltweiten Krise. @X & Y

Bild des Benutzers Stefan S
Stefan S 22.04.2021, 12:15

Frau Garber, das ist eine Einzelentscheidung nur auf mich bezogen, gehöre weder zur Risikogruppe 60+ oder Vorerkrankter oder Vielkontakter. Reiner Zufall das die jetzige Situation meiner derzeitigen Einschätzung zur Impfkampange mir entgegen kommt.
Brauche nur den Kopf leicht drehen, sehe Frau und Kind und auch meine Mutter, da ergibt sich sofort eine andere Sichtweise. Solange das Orakel der Impfpflicht "nur" über uns schwebt sollte das jeder selbst für sich entscheiden/verantworten.
Bedenken teile ich gerne Empfehlungen gebe ich keine.

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Manfred Klotz 22.04.2021, 10:24

Welche sind die vielen Virologen, die das mit der Massenimpfung behaupten? Mir ist diese Aussage nur von einem bekannt. Und der traf seine Aussagen mit einem präzisen Hintergedanken, wie mittlerweile klar geworden ist.

Bild des Benutzers Christian I
Christian I 22.04.2021, 12:00

Einer ist der kontroverse Geert Vanden Bossche. Aber ähnliche Aussagen haben auch "ganz normale" Experten wie Dr. Crisanti (Padova) gemacht und andere Italienische und Deutsche Ärtzte (kann mich die Namen nicht erinnern, da sie bei verschiedene Sendungen auftreten...)

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 01.05.2021, 07:30

Nein Crisanti hat nichts gegen die Massenimpfungen gesagt, im Gegenteil, er sagt, dass man die Herdenimmunität nie erreichen wird, wenn die Altersgruppen von 1 bis 18 von der Impfung ausgeschlossen werden. Was wir erreichen ist eine "Massenimmunität", wenn rund 60% der Bevölkerung geimpft ist. Dazu müsse man sich aber beeilen.

Bild des Benutzers Christian I
Christian I 21.04.2021, 15:38

Sehr schöner Artikel Herr Hofer. Wenn diese Tests wissenschaftlich nicht gerechtfertigt sind, dann könnte man diese öffentliche Steuergelder sicher irgendwo anders dringender einsetzen!

Bild des Benutzers Klemens Riegler
Klemens Riegler 21.04.2021, 22:48

Kleinanzeiger: Ich, zwei Mal wöchentlich getestet (Nasenflügel), verleihe ab Montag mein SmartPhone mit "grünem" QR-Code für Restaurantbesuch; 50€ pro Tag. ---(-:

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Florian Hinteregger 22.04.2021, 09:49

Sie können ihr Smartphone gerne behalten. Ich werde zukünftig zwei mal die Woche eine Münze werfen! Wenn ich davon ausgehe, dass ich asymptomatisch infiziert bin, habe ich die gleiche Treffgenauigkeit wie mit dem Test. Ist aber weniger umständlich und schont die Steuerkasse ;-)

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 22.04.2021, 10:29

Die Mannschaft, die ich betreue, macht seit Monaten auch mehrmals die Woche Schnelltests und infolge positiver Ergebnisse auch PCR-Tests zur Bestätigung und die Ergebnisse waren in jedem Fall zu 100% richtig. Das kann kein Zufall sein. Ich gehe also davon aus, dass Tests doch besser sind, als Ihr System mit der Münze.

Bild des Benutzers Florian Hinteregger
Florian Hinteregger 22.04.2021, 11:55

War natürlich nicht ganz ernst gemeint. Die Erfahrung aus den Schulen zeigt, dass ca. 70% des positiven Schnelltests mit PCR bestätigt werden. Dh. es sind 30% falsch positiv. Bei den falsch negativen handelt es sich allerdings um 50%, jeder zweite asymptomatisch positive wird gar nicht erkannt. Das ist m.E. die Kernaussage des Artikels, mit den entsprechenden Folgen aufgrund falscher Sicherheit.

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Felix Frei 22.04.2021, 08:32

Guter Artikel Herr Hofer. Ich glaube wir müssen uns als Gesellschaft überhaupt einmal den grundsätzlichen Fragen zuwenden, die da sind: Wollen wir überhaupt eine totalüberwachte totalgeregelte Gesellschaft, wo man grundsätzlich von vorneherein als verdächtig gilt, Krankheitsüberträger zu sein und ggf. isoliert gehört, auch nur um es jetzt überspitzt auszudrücken, wenn man mal niest oder hustet oder jemand in der Familie positiv getestet, aber nicht krank ist. Wollen wir eine solche Gesellschaft, wo geimpfte Insassen eines Altersheims, nur weil sie erneut positiv getestet wurden jetzt wieder isoliert werden oder betrachten wir die Sache als das was sie ist, das Virus als ein Teil unseres Lebens und der Natur das es immer bleiben wird. Es werden sich auch zukünftig Genesene und Geimpfte immer wieder anstecken. Wollen wir die alle weiterhin als Aussätzige betrachten oder sollten wir nicht einen unaufgeregten Umgang mit der Situation anstreben, indem wir Unsymptomatische zunächst einmal als gesund betrachten die nicht zu testen sind und denen das normale Leben nicht vorenthalten werden darf. Denn wie wir gehört haben sind die Aussagen der Tests auch des PCR-Tests fragwürdig und geben keine Auskunft darüber ob ein Mensch krank oder ansteckend ist. Wenn wir aber weiterhin alle von den Kindern bis zu der arbeitenden Bevölkerung zunächst einmal als verdächtig und somit als zu testende, einstufen, dann werden wir aus dieser Situation nie wieder herauskommen. Sehen wir Corona als Gegebenheit an mit der man sich bestmöglichst arrangieren sollte, oder als Aufgabe die umfassend gelöst werden muss, wie im folgenden Artikel sehr gut beschrieben wird und der Autor eine Betrachtung über unsere zukünftige Gesellschaft anstellt.

https://www.meyersax.de/die-technokratische-versuchung/

Es geht also um mehr als um Corona, nämlich um die Frage wie wir unsere Gesellschaft (auch in Hinblick auf andere Herausforderungen) zukünftig gestalten möchten, wollen wir eine technokratische Gesellschaft die in alles eingreift und alles regelt und wo die Gefahr besteht, die persönliche Freiheit, für irgendwelche Bedrohungen, ob sie real oder herbeigeschrieben werden, aufzugeben um totale Sicherheit zu erlangen, die es nie geben wird.
Ich jedenfalls bin nicht für eine technokratische Welt mit einem Regulierungswahn wo jede Spontaneität und jede natürliche Gegebenheit bis ins letzte untersucht, geregelt und korrigiert werden muss und halte mich an Benjamin Franklin:
"Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety."
Wohin unsere Gesellschaft letztendlich hinsteuert werden wir sehen.

Bild des Benutzers Christian I
Christian I 22.04.2021, 09:30

Wohin sie steuert? Ich habe zur Zeit wirklich kein gutes Gefühl. Ich hoffe mich zu irren...

Bild des Benutzers Florian Hinteregger
Florian Hinteregger 22.04.2021, 10:15

Dazu hätte ich einen guten Buchtipp:
https://de.wikipedia.org/wiki/Corpus_Delicti_(Roman)
Sehr empfehlenswert, gerade heutzutage.

Bild des Benutzers Florian Hinteregger
Florian Hinteregger 22.04.2021, 10:17

Den gesamten Link kopieren, sonst funtioniert er nicht

Bild des Benutzers Linda Bauer
Linda Bauer 23.04.2021, 17:19

Habe das Buch auch gelesen. Eine wirklich treffende Darstellung einer Gesellschaft, in der die Gesundheit an oberster Stelle steht und alle anderen Rechte untergeordnet werden!

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 22.04.2021, 10:37

Herr Frei, das Franklin-Zitat bemühen Sie in diesem Zusammenhang umsonst. Es sagt absolut nicht das aus, was Sie (und viele andere esoterische Corona-Skeptiker) gerne herauslesen. Das Problem beginnt schon bei "essential" und "little temporary". Es geht in dem Schreiben, das Franklin zugeschrieben wird (sicher ist es nicht), nicht um die Freiheit also solche, sondern um Steuern die Verteidigungsausgaben zu stützen. Der Kontext ist auch bei Zitaten von Bedeutung, sollte man eigentlich wissen.

Bild des Benutzers Felix Frei
Felix Frei 22.04.2021, 13:19

Sprüche wie dieser haben eine bestimmten Allgemeingültigkeit erlangt und werden auch auf anderen Situationen als jene auf die sie der Erfinder, wer immer es auch sei, angewandt hat. Sonst hätte sich der Spruch nicht erhalten. Das muss doch einleuchten und sollte man eigentlich wissen. Aber Sie werden es ja genau wissen wie es gemeint war und in welchem Kontext ihn alle anderen anzuwenden haben.
Zum PCR-Test: Auch wenn er den Schnelltest bestätigt sagt er noch nichts darüber aus ob das gefundene Virusteil vermehrungsfähig also aktiv ist oder inaktiv also nicht vermehrungsfähig bzw. ob der Mensch krank ist oder gesund. Also werden viele Gesunde samt deren Angehörigen oft wochenlang VORSORGLICH von Arbeit Schule usw. abgehalten mit entsprechenden finanziellen und anderenVerlusten. Ob das zielführend ist kann jeder selber beurteilen. Ich finde es halt in wirtschaftlicher und menschlicher Sicht abscheulich (z .B. Leute im Altersheim).

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 22.04.2021, 14:17

Sie drehen sich die Realität immer wie Sie sie gerne hätten.
Auch bei den PCR-Tests wenden Sie diese Taktik an. Im Endeffekt benutzen Sie das Zauberwort aber selbst VORSORGLICH. Wenn Sie alleine russisches Roulette spielen wollen, wäre dagegen nichts einzuwenden. Problematisch wird es, wenn Sie andere unfreiwillig in dieses Spiel hineinziehen.

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Felix Frei 22.04.2021, 21:58

Russisches Roulette so so.
Das kann man nur sagen: "Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben". Wer das wohl gesagt hat und wie er es etwa wohl gemeint hat?

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 23.04.2021, 07:32

Herr Frei, wenn Sie und etwa 5% der Südtiroler Bevölkerung panisch reagieren, ist das nicht das Problem der anderen 95%. Ein krasser Realitätsverlust ist, dass genau diese panischen 5% den anderen vorwerfen, in Panik verfallen zu sein. Auch mit dieser Ihrer Aussage, biegen Sie sich also wieder die Realität zurecht.

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Thomas Unterwinkler 23.04.2021, 13:30

Was mir im Beitrag von Herrn Hofer fehlt, ist der Hinweis, dass die "Gültigkeit" eines negativen Testergebnisses nach der Südtiroler Regelung mit 72 Stunden eindeutig zu lange ist.
In Österreich, wo das sog. "Reintesten", also die verpflichtende Vorlage eines negativen Tests zur Inanpruchnahme bestimmter Dienstleistungen (Friseur, Physiotherapie, ...), bereits seit Mitte Februar angewendet wird, darf ein Antigentest max. 48 Stunden alt sein, und schon das ist angesichts der Fehleranfälligkeit der Antigentests ein Kompromiss.
Ein weiteres Problem, das sich in Österreich bemerkbar gemacht hat: Die Testverweigerer, so ca. 30 % der Bevölkerung, erreicht man auch mit dieser Strategie nur schwerlich. Die gehen dann einfach nicht mehr zum Friseur oder finden einen Friseur, der sie (unzulässigerweise) zu Hause besucht.
Zur Schule: Es ist mir unverständlich, weshalb die Landesregierung hier auf die - für Kinder angesichts des Hantierens mit Pufferlösung - schwierigen Nasenflügeltests setzt - und nicht auf die sog. Lollipoptests, die in der Handhabung wesentlich unkomplizierter und von BASG und BfArM zur Eigenanwendung durch Laien zugelassen sind. Hier nur ein Hersteller von mehreren: https://lollipoptest.at/

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Elisabeth Garber 23.04.2021, 14:45

Dem Kommentar von Th. Unterwinkler kann man von A bis Z nur zustimmen.

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Brenner Flo 23.04.2021, 15:07

deine informationen zu "österreich" sind insgesamt sehr schlecht und teilweise einfach nur falsch.
die länge der gültigkeit des tests ist in wirklichkeit irrelevant. denn die verwendeten antigentests entdecken covid erst mehrere tage nach der infektion bzw erst, wenn man schon symtome hat ist.
deine behauptung zu den "testverweigerer" ist auch schlichtweg falsch, die sind nicht wirklich ein problem. (warum dieses falsche fingerpointing?) ganz im gegenteil: das problem sind die, die zum testen gehen, sich dann 100% sicher fühlen und 48 std lang die sau raus lassen.
auch deine Behauptungen zu den lollipoptests sind unsinn. das sind ebenso antigentests mit sämtlichen nachteilen. die werden nicht angeboten, weil sie teurer sind. (hast du das in deinem link nicht gesehen?)
das einzige, was in ö testmäßig halbwegs funktioniert und sinn macht sind die gurgeltests (pcr) an den wiener schulen.

Bild des Benutzers Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 23.04.2021, 16:33

Aha. Wenig überzeugend ihre Duz-Schulmeisterei. Problematisches Stammtischniveau nebenbei - aber das dürfte gewollt sein.

Bild des Benutzers Brenner Flo
Brenner Flo 26.04.2021, 09:15

Aha. inhaltlich können SIE offensichtlich nichts beitragen. Aber für einen sinnlosen Angriff reicht bald amal. ;)

Bild des Benutzers Thomas Unterwinkler
Thomas Unterwinkler 23.04.2021, 19:12

Ich seh schon, da hab ich's mit einem echten Experten zu tun!
Die von Herrn Hofer zitierte Metastudie zeigt auf, dass die Antigentests bei symptomlosen Personen sechs von zehn Infizierten erkennen. Das ist kein überragender Wert, aber es ist halt doch besser, wenn die sechs aus dem Verkehr gezogen werden als wenn nicht - zumal sie ansonsten mit der jetzt vorherrschenden britischen Variante einen Großteil ihres engen privaten und beruflichen Umfeldes anstecken würden.
Und natürlich sind die Testverweigerer ein Problem - richtet sich ja nicht gegen Sie persönlich (als Testverweigerer?), sondern eben an die 30 % in der Bevölkerung.
In Wien kann jede/r zweimal die Woche kostenlos einen PCR-Gurgeltest machen. Würden das alle Wienerinnen und Wiener machen, wäre die Pandemie binnen weniger Wochen völlig unter Kontrolle und es würde nur mehr wenig Gefahr von ihr ausgehen. Ein Blick zum Profifußball reicht: Dort werden alle Beteiligten (die wohlgemerkt einen Kontaktsport ausüben) zwei- bis dreimal pro Woche PCR-getestet, wodurch das Infektionsgeschehen bestens unter Kontrolle ist.
Zu den Lollipoptests: Ja, die sind ca. 30 % teurer als die Nasenflügeltests. So what? Ein Sanitätsbetrieb, der 150.000 € für irgendwelche Corona-Schnüffelhunde ausgibt, kann sich das locker leisten, zumal es am Geld fürs Testen nie gefehlt hat und das alles jedenfalls billiger als ein Lockdown ist.

Bild des Benutzers Felix Frei
Felix Frei 26.04.2021, 08:08

Die Antigentest und auch der PCR-Test wurden nicht dafür konzipiert um Infektionen bei Symptomlosen vorzeitig zu entdecken, sondern um bei Menschen mit Symptomen herauszufinden ob die Symptome durch Coronaviren entstanden sind oder eben einen anderen Ursprung haben. Zudem sind die Anzahl der Zyklen die bei PCR-Tests gemacht werden nicht normiert. So können bei genügend Zyklen inaktive längst abgestorbene Virentrümmer entdeckt werden und wenn man Pech hat kommt man samt Angehörigen( die selbst negativ sind) in Quarantäne. Aber nachdem man eh schon so vielen die Arbeit genommen hat ist das auch noch egal. Und mit den Grundschülern OHNE SYMPTOME die zweimal pro Woche getestet werden und DAZU noch den ganzen Vormittag Masken tragen müssen, da kann man es auch machen. Mit Hilfe der Lehrer die anstatt sich um ihre Arbeit zu kümmern willige Erfüllungsgehilfen dieses System werden, geht das leicht (ansonsten wäre es nicht durchführbar). Summa summarum: Diese Tests funktionieren nur bei Menschen mit SYMPTOMEN, die in Verdacht stehen, dass die Symptome durch Coronaviren entstanden sind.
Über so viel Unsinn ja Dummheit kann man nur den Kopf schütteln.

Bild des Benutzers Salto Community Management
Salto Community Management 26.04.2021, 09:36

Dieser Kommentar wurde entfernt. Sehen Sie von persönlichen Angriffen ab und bleiben Sie in der Diskussion sachlich.

Bild des Benutzers Stefan Laner
Stefan Laner 25.04.2021, 17:02

Zu diesem Thema möchte ich auf die österreichische Seite der WKO verweisen unter der Rubrik Landesinnung für Masseure, Kosmetiker, Friseure und Fußpfleger, zuweilen auch als körpernahe Dienstleister bezeichnet. Da steht das alles genau beschrieben. Physiotherapie und Heilmassagen als medizinische Leistungen unterliegen nicht der Gewerbeordnung sondern sind freie Berufe und deshalb gelten dort anderen Regulatorien.

Bild des Benutzers Stefan Laner
Stefan Laner 25.04.2021, 16:35

Ich möchte nur nebenher etwas anmerken.
Mir ist aufgefallen, dass meistens über Informationen diskutiert wird und Quellen genannt werden, die auf Plattformen der Pressemedien oder Magazine oder dergleichen gelesen wurden.
Ich nenne das das "Stille Post - Prizip" oder "Informationen aus 2. Hand".
Wer einen genaueren Einblick in Forschungen oder Zukunftspläne haben möchte, kann diesen Umweg über die Medien einfach abkürzen und auf den Internetseiten der Unternehmen selbst die für jeden individuell wichtigen Informationen direkt nachlesen. Sprich, alle Konzerne und Firmen und Unternehmen und Gesundheitsträger haben sämtliche Informationen und Konzepte ausführlich in ihrem Portfolio beschrieben, denn sie bieten die benötigten Produkte oder Dinstleistungen an. Das nennt sich z.B. Produktverkauf, und natürlich hat das zu verkaufende Produkt auch eine Beschreibung dabei, wie bei einem gekauften Staubsauger.
Es gibt sicher viele Konsumenten, die lesen sich nie einen Beipackzettel oder die Betriebsanleitung durch sondern lassen sich eben lieber vom Produktvertreter schnell das Notwendigste erklären oder auch gar nicht. Oft wissen wir ja wie etwas funktioniert weil wir das Teil ja sowieso genauso verwenden wie beim Vorherigen auch... die Gewohnheit eben. Jeder wie er mag, und meist hat automatisch der Hersteller an Blödsinn gebastelt wenn das Gerät aus "unerklärlichen" Gründen den Geist aufgibt oder plötzlich auseinander fällt.
Wer Lust hat, der kann auch mal die Krankheit Cor Pulmonale recherchieren und gleichzeitig an unser "Zottengewebe" denken. Womöglich fällt einem da was auf.
Vergesst nicht, einmal das personalisierte Telemedizinprojekt, die Optimierungsprozesse im Gesundheitswesen und die Projekte der roten Biotechnologiefirmen zu lesen, aber wie gesagt, bitte auf den Originalseiten der zuständigen Ministerien und börsennotierten Firmen/Unternehmen/Konzerne.
So, das wars schon, danke der Aufmerksamkeit.

Bild des Benutzers Martin Federspieler
Martin Federspieler 01.05.2021, 06:21

Die notorischen Skeptiker, Nörgler und Zweifler werde bei ihren Fehleinschätzungen bleiben, auch wenn die Praxis diese längst widerlegt hat. Habe selbst die Erfahrung gemacht, dass die Tests funktionieren, 100% gibt es nicht - das ist schon klar. Ohne Schultests wird es keinen geregelten Schulbetrieb geben, solange die Schüler nicht geimpdt sind, wo wir schon beim nächsten Reizthema sind.... für alle die, welche zum xten Mal beweisen wollen, dass man an Dummheit auch draufgehen kann.

Bild des Benutzers Meister Haus
Meister Haus 01.05.2021, 10:30

Den "notorischen Skeptikern, Nörglern und Zweiflern" und allen Tamischen und all jenen, die riskieren, "an Dummheit draufzugehen" sollten wir täglich eine Dankesmesse lesen lassen. Sie sind es, die uns retten werden - sofern wir noch zu retten sind. So war es immer schon.

Bild des Benutzers Martin Federspieler
Martin Federspieler 01.05.2021, 13:54

Nur: wie bitte soll diese Rettung konkret ablaufen? Da wartet man vergebens auf klare Ansagen von denen in den höheren Sphären.

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Daniel Hofer 01.05.2021, 14:53

Ich als Autor dieses Artikels sehe mich nicht in höheren Sphären, sondern glaube einigermaßen mit den Füßen auf dem Boden zu sein. Niemand hat ein Allheilmittel, das ist klar. Wenn ich allerdings sehe, dass viele namhafte Experten von den Massentests abraten, frage ich mich schon, warum die Landesregierung alleine in den Schulen ca. 1 Million Euro PRO WOCHE dafür ausgibt und andererseits kein Geld mehr für den Bücherscheck hat. Das in einer Zeit, wo das soziale Gefälle beim Bildungszugang aufgrund des vielen Fernunterrichts deutlich zugenommen hat. Da könnte man doch das Steuergeld wesentlich sinnvoller einsetzen und einen kleinen Beitrag zur Rettung leisten.

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Martin Federspieler 01.05.2021, 21:13

Dank der Massentests kann die Klasse meiner Tochter Schule in Präsenz genießen. Ansonsten wär wahrscheinlich in kurzer Zeit die ganze Schule wieder in Fernunterricht. Da Hilft grad den sog. bildungsfernen Bev.Teilen der Bücherschek an Schofkas. Experten gibst für alles und das Gegenteil von allem. V.a. viele selbst ernannte.

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Elisabeth Garber 02.05.2021, 10:44

Ja die tummeln sich auf salto.bz, weil sie sonst ihre Meinung nicht sagen dürfen (angeblich). Dabei sagen die Selbst-Ernannten bei jeder Gelegenheit ihren "Lettn". Kürzlich meinte einer, ich müsse nur logisch denken: wenn in einem Stall von 100 Kühen 2 krank seien, könne man nicht alle 100 umbringen. Die hohe Logik endete mit einem Krebstoten, dessen Namen 'man' unter die Covidtoten 'gemischt' hatte. Mit/an war kein Thema, sondern einzig die verlogene Politik/LR. Prof. Gänsbacher kompetent? Fehlanzeige, nein, einer der bestgehassten Puhmänner. Der Schafkäse geht weiter: Eine Bekannte (Impf- und Testgegnerin) meiner Mutter ist überzeugt, dass das indische Drama reinste 'Fotomontage' ist. Sie verweist auf ihren Laptop..., aus dem sie die einzig wahren Infos ("der do, sog di Wohret") bezieht. War da der PC gemeint oder ein Mensch im PC? Das war mir nicht klar - eh' wurscht. Für die Quersager* (manche 2 Mal geimpft, ganz nebenbei) sind alle anderen (wir) saublöd, egal welche Infos wir als real und/oder notwendig erachten - von Zahlen, übers Testen bis hin zu Impfen und AHAL-Regeln.

Die Tests an den Schulen, wenn auch nicht voll valide, sind gut, nein, sehr gut m.M.n.. Das Testergebnis können die Jugendlichen auch als "Impfpass" verwenden. Perfekt und höchste Zeit!

Der Rest ist m.M.n. reinster und ungeniessbarer "Schofkas" (frei nach M. Federspiel).

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Stefan S 02.05.2021, 12:02

Mir sind Bendenkenträger olm lieber als a Schofherde an "Ja" Sager und selbsternannte Experten gibt es ja hüben wie drüben :-)
Gehört wohl auch in die Kategorie der Pandemiemüdigkeit das 7-8 stellige Summen keinen mehr vom Stuhl reißen und man wähnt sich eh bei den Guten was brauchst da noch objektive Argumente.

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Daniel Hofer 02.05.2021, 12:29

Wenn sie davon überzeugt sind, dass die Massentests sehr gut sind, dann können sie sicher auch die entsprechenden fachlichen Erkenntnisse, Studien usw. hier erwähnen. Oder handelt sich nur um ihr persönliches Gefühl? Was die Schulen angeht, möchte ich noch die ital. Metastudie mit den Daten von über 7 Millionen Personen, welche im März veröffentlicht wurde, zitieren. Die Schulen sind der sicherste Ort und es gibt keinen Zusammenhang zwischen Schulöffnung bzw. -schließung und der Inzidenz in der Bevölkerung.
https://www.corriere.it/politica/21_marzo_22/scuola-ricerca-dati-73-mili...

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Elisabeth Garber 02.05.2021, 15:37

Im Falle von SarsCov2 bin ich nie nach Bauchgefühl gegangen - immer nach inter-national anerkannten Viro- oder Epidemiologen*, die sich (logisch) an international anerkannte Studien hielten/halten. Sie hatten (leider) immer noch recht: Masken - Testen - Impfen - AHAL - Vorsicht etc. etc. Vieles muss noch erforscht werden - die Studien laufen...
NB: Ihnen oder anderen selbsternannten Besserwissern* mit Spezialität z.B. "Validität von Schnelltests" muss ich nichts beweisen.

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Florian Hinteregger 02.05.2021, 16:06

Herr Hofer, ihren Versuch einer sachlichen Diskussion in Ehren. Auch ihre bisherigen Artikel sind sehr lobenswert. Sie werden bei Frau Garber allerdings damit nicht weit kommen. Sie ist eher der künstlerische Typ, liked wiederholt die gleichen Artikel, kommentiert unsachlich, gerne auch, wie soeben, diffamierend und schreibt ab und zu ein wirres Gedicht. Dafür wendet sie wirklich viel Zeit auf, hat aber nichts übrig für sachliche, faktenbezogene Diskussionen.

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Martin Federspieler 03.05.2021, 08:32

Herr Hofer, die beste aller Studien bezüglich Validität der Nasentests an den Schulen läuft ja gerade. Schauen wir, wer am Ende besser aussteigt: Restitalien mit offenen Schulen ohne den Tests oder Südtirol mit offenen Schulen mit den Tests. Bin für jede Wette offen.
Das Teststabele in der Nase ein/zwei mal die Woche werden unsere Kinder schon aushalten, wenn nicht können sie sich mit ärztlichem Attest von der Testpflicht befreien lassen.
Mit Leuten, die jede Initiative zur Eindämmung/Vorbeugung der bzw. gegen die Pandemie von vornherein (aus höherer Eingebung) ablehnen, ist jede Diskussion vergebene Mühe. Und am Ende - wenn wir irgendwie aus der Scheiße heraus kommen sollten - werden sie in ihrer Überzeugung bestärkt sein, die Welt wieder mal gerettet zu haben.
Schon interessant, wie leicht die Krone der Schöpfung - das menschliche Hirn - manipuliert werden kann.

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Christian I 03.05.2021, 11:52

"Schon interessant, wie leicht die Krone der Schöpfung - das menschliche Hirn - manipuliert werden kann."
Meinen Sie damit, diejenige, die glauben, dass man ohne Test nicht die Schulen öffnen kann, oder diejenige, die glauben, dass diese Tests verschwendetes Geld sind?
;-)

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Martin Federspieler 03.05.2021, 14:14

Diejenigen, die an ihren Theorien festhalten, auch wenn sie mit den Fakten nicht standhalten (z.B. wie kann jemand seinen Angehörigen älterer Generation von der Covid-Impfung abraten, bei einer Sterblichkeit von ca. 1 zu 10 bei den über 80-Jährigen und bei millionenfachem Nachweis, dass die Impfung vor schwerer Erkrankung schützt - nüchtern betrachtet ist das kriminell).
Bei den Schulen öffnen geht's nicht ums Glauben, sondern um den Versuch so zu öffnen, dass man nicht nach einem Monat wieder alles schließen muss.
Auch hier werden in wenigen Wochen die Fakten sprechen.

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Mumelter Georg 03.05.2021, 15:46

Das Thema Einfluss Schule/KiTa mit Maßnahmen wie Testung auf die Verbreitung R(t) muss nüchterner betrachtet werden und verdient keinen Glaubenskrieg.
- Die Viruslast von Kindern ist gleich hoch
- Die Inzidenz von Kindern ist, spätestens mit B.1.1.7 leider auch genauso hoch wie bei Erwachsenen, aktuell in vielen Regionen mit am höchsten (siehe z.B. LGL Bayern Corona)
- Der Anteil der Schulen am R-Wert scheint weltweit unterschiedlichst bewertet zu werden, es gibt sowohl Massenausbrüche als auch relativ geringen Einfluss in der Breite.
- Grundsätzlich wird die Testung von festen Clustern auch mit den defizitären Schnelltests von vielen Epidemiologen-Virologen deutlich befürwortet weil sie für das Individuum zwar unzuverlässig sind, aber ein Cluster aufdecken. Besser wäre PCR. Lüften und Abstand können nicht ersetzt werden.

Sehe keine große inhaltliche Kontroverse hier bei den wissenschaftlich interessierten /gebildeten Schreibern (Emojis not available)

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Stefan S 03.05.2021, 20:11

Aktuelle Einschätzung... "Das RKI schätzt, dass Kinder wahrscheinlich eine niedrigere Viruslast haben als Erwachsene und dass diese auch von älteren zu jüngeren Kindern abnimmt". Für die These, dass Kinder "Virenschleudern" seien und mehr Menschen anstecken als Erwachsene, gibt es bislang keine Belege - auch nicht mit Blick auf die neue Variante B.1.1.7."
Bedeutet, nicht so richtig was Sie da so suggerieren wollen

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Mumelter Georg 04.05.2021, 12:59

Hallo Stefan S.
Stimmt - im gleichen Atemzug nennt das RKI zwar weitere Studien die wieder das Gegenteil zeigen. Die eine niederl. Studie zeigt das aber aber. Dazu muss man sagen - sie stellt allgemein einen Unterschied im über die gesamten Altersgruppen bis ins hohe Alter aus und beschreibt dass sie es beeinflusst sein kann von der Regel in den NL bis 1.12.20 dass nur mit Symptomen getestet wurde, was wiederum bzgl. Anteil an Gesamtinfizierten umgekehrt zum Alter korreliert. Dies wiederum könnte Einfluss auf die mittleren Viruslasten haben.
https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.01.15.21249691v2

Aber es stimmt meine erst Aussage ist zu hart formuliert.
Schulkinder haben wahrscheinlich ähnliche Viruslasten wie junge Erwachsene die ein Weitergeben des Virus ähnlich gut ermöglichen.

Das RKI deutet in jedem Tagesreport darauf hin dass ein besonderes Augenmerk auf KiTa und Schule gelegt werden soll:

"Die anhaltende Viruszirkulation
in der Bevölkerung (Community Transmission) mit zahlreichen Ausbrüchen in Privathaushalten, Kitas
und zunehmend auch in Schulen sowie dem beruflichen Umfeld erfordert die konsequente Umsetzung
kontaktreduzierender Maßnahmen und Schutzmaßnahmen[...]"

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsb...

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Stefan S 04.05.2021, 19:09

Um mal wieder den "blöden" Fußball als Zeitschiene zu gebrauchen, wir befinden uns immer noch in den Anfangsminuten der ersten Halbzeit was die Pandemie betrifft und die Wissenschaft ist jetzt vielleicht in der Mitte der ersten Halbzeit angekommen.
Wenn man den renommierten Wissenschaftlern genau zuhört dann verwenden diese zur Zeit gerne die Worte Wahrscheinlich, Tendenz, Schätzungen aber keiner spricht von gesicherten Erkenntnissen oder Belegen. Diese werden wir erst in 2 bis 3 Jahren bekommen.
Aktuell, und das ist eines der wenigen positiven Erkenntnisse, sind Jugendliche und vor allem Kinder, was den Krankheitsverlauf betrifft, am wenigsten betroffen. M. E. wäre es jetzt effektiver das Betreuungpersonal von Kindern und Jugendlichen zu impfen und einen Präsenzwechseluntericht anzubieten. Die Test für die Schulen würde ich aussetzen bzw. den Testzentren auf freiwilliger Basis übertragen.

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Mumelter Georg 04.05.2021, 19:29

Ja das sehe ich auch so, da wird noch einiges aufgearbeitet werden.
Nebenbei: Auch ev. bzgl. Konsequenzen für Politiker die hohe Inzidenzen trotz Warnungen zuließen.
War bei anderen Katastrophen auch so.

Präsenzwechselunterricht wird sinnvoll sein. Tests an Schulen würde ich keinesfalls aussetzen da sie selbst mit Antigen in der schieren Masse Cluster aufdecken, die eben bei Kindern/Jugendlichen oft asymptomatisch sind. PCR Spuck Tests, ev. auch als Reihentest wäre besser so weit man das versteht.
Bzgl. Impfen finde ich, dass das Betreuungspersonal die ethische Pflicht hat sich zu impfen wenn es so regelmäßig in Kontakt mit Menschenmengen ist und Spreader sein kann. Kann man anderer Meinung sein. Dann halt konsequent AHA-L, Dauer Maske im Unterricht.
Bei uns im KiGa verweigern einige das Impfangebot seit vielen Wochen. Schade :(

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Stefan S 06.05.2021, 16:26

Die Antigentest für Schulen sehe deswegen kritisch weil diese erst bei einer höheren Virenlast zuverlässiger anschlagen, also meist zu spät um weitere Ansteckung zu vermeiden, mittlerweile gibt es Lollipoptest auf PCR Basis welche man erst im Pool (20-30 Schüler) anwendet und erst bei positiven Befund den Pool im Einzelverfahren testet.
Um ein vielfaches günstiger und effektiver in Bezug auf Unterbrechung der Infektionskette.

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Mumelter Georg 12.05.2021, 18:06

Bin absolut derselben Meinung.
Bei uns im KiGa gibt es auf freiwilliger Basis PCR Spucktests.
Das Problem liegt hier leider im "freiwillig". Ein Teil der (Helikopter-) Eltern verweigert und regt sich auf wenn das KiGa-Personal auch nur das Wort Corona in den Mund nimmt, was deren Meinung nach Kinder lebenslang psychisch schädigen würde...
Der andere Teil ist Feuer und Flamme und hilft bei der Logistik der Tests mit.

Naja was will man von einer bzgl. Egoismus sehr diversen Gesellschaft auch erwarten... wenn alle konsequent an einem Strang gezogen hätten, wär Corona längst vorbei.

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Mumelter Georg 12.05.2021, 18:08

Wobei ich es von den Experten als erwiesen sehe dass Antigentests im Cluster - Erklärung oben - besser und sinnvoll sind als keine Tests.

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