Gatterer, Doris
Privat
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Impfung

„Ehrabschneidende Falschaussagen“

Die Präsidentin der Südtiroler Gesellschaft für Allgemeinmedizin (SÜGAM), Doris Gatterer, zum Artikel „Der Ärztesstreit“ und die Äußerungen der Südtiroler Ärztekammer.
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Kommentare

Bild des Benutzers Werner Alessandri
Werner Alessandri 10.05.2021, 09:26

Respekt!
Themen mit solch einer gewaltigen Auswirkung auf die gesamte Bevölkerung wie eine Massenimpfung MÜSSEN meiner Meinung nach transparent und (ergebnis)offen diskutiert werden. Wenn das nicht stattfindet bzw. stattfinden darf, sind Zweifel und Skepsis vorprogrammiert.

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Manfred Klotz 10.05.2021, 09:47

Die Massenimpfung findet deshalb statt, weil die große Mehrheit der Bevölkerung dieser präventiven Maßnahme offensichtlich positiv gegenübersteht. Unterstreichen wir vor allem FREIWILLIG.
Offen diskutiert wird über das Thema übrigens schon seit Monaten, wenn jetzt noch Zweifel bestehen, darf man an der Zweiflern zweifeln. Da ich davon ausgehe, dass die große Mehrheit, die sich zur Impfung entschlossen hat, nicht aus Ignoranten besteht, was darauf hinweist, dass der Zweifel nicht so weit verbreitet ist, gehe ich davon aus, dass der Zweifel wohl eher ein Justamentstandpunkt ist.

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G. P. 10.05.2021, 11:40

Herr Klotz, das Wort FREIWILLIG würde ich nicht so leichtfertig in den Mund nehmen. Wenn man sich die Umstände ansieht, dann handelt es sich eher um ein "freiwillig gezwungen".

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Manfred Klotz 10.05.2021, 11:56

Da es keine Impfpflicht für die Bevölkerung gibt, ist die Entscheidung sich impfen zu lassen freiwillig. Das können Sie drehen und wenden wie Sie wollen.

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G. P. 10.05.2021, 15:02

"Hugh"! Der Regierungssprecher hat gesprochen …

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Manfred Klotz 10.05.2021, 17:05

Ihr Sarkasmus fällt ins Leere. Erklären Sie besser, weshalb Sie von einem Impfzwang sprechen. Aber diese Argumentation bleiben Sie schuldig.

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Werner Alessandri 10.05.2021, 10:06

Überschrift des ursprünglichen salto-Artikels:
"Der Ärztestreit
Die Südtiroler Gesellschaft für Allgemeinmedizin (SÜGAM) hat sich gegen den Impfzwang für das Gesundheitspersonal ausgesprochen. Die Ärztekammer ist empört. "
Herr Klotz, können Sie mir bitte die Vereinbarkeit von Impfzwag und 'FREIWILLIG' erläutern?
Laut 'Dolomiten' von heute (10.05.2021) haben sich 3.926 Sanitätsbedienstete, die diesem Impfzwang unterworfen sind, noch nicht impfen lassen. Menschen, die die Gefahren der Krankheit sehr wohl kennen und deshalb sicher nicht unterschätzen.
Sie dürfen natürlich gerne an diesen 'Zweiflern zweifeln', ich tue das nicht.
Solange die Impfung wirklich für alle freiwillig bleibt und nach einem gründlichen Impfgespräch mit Erklärung der Vor- und Nachteile erfolgt, ist nichts dagegen einzuwenden.
Das ist aber nun mal beim Sanitätspersonal definitiv nicht der Fall und ich habe auch Zweifel, dass es beim Rest der Bevölkerung noch lange so bleibt.
Aber Sie dürfen meine Zweifel in diese Richtung gerne zerstreuen.

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Manfred Klotz 10.05.2021, 11:59

Ich zitiere aus Ihrem ersten Kommentar "Themen mit solch einer gewaltigen Auswirkung auf die gesamte Bevölkerung wie eine Massenimpfung..." Sie sprechen hier also die gesamte Bevölkerung an, darauf habe ich Bezug genommen, nicht auf den Artikel "Ärztestreit".
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Impfung der Bevölkerung nicht zwingend ist, daher ist sie freiwillig.

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Felix Frei 10.05.2021, 13:20

Ärzte, Pfleger, Apotheker und bestimmt noch andere Berufsgruppen gehören doch wohl auch zur "Bevölkerung". Und wenn "Bevölkerungsgruppen" die mit der Materie besser vertraut sind als andere sich dieser Impfung gegenüber kritisch äußern, dann ist das ernst zu nehmen. Was aber auch Laien wissen und was unbestritten ist, ist die Tatsache dass diese Impfung noch nicht alle vorgeschriebenen präklinischen und klinischen Phasen durchlaufen hat, was erst in eine paar Jahren der Fall sein wird und TROTZDEM für Massenimpfungen freigegeben wurde, was bisher noch nie vorgekommen ist und dass es sich zudem um eine neuartige genbasierte Impfung handelt, die ebenfalls noch nie an Menschen massenhaft verimpft wurde. Das sind Fakten. Jetzt gibt es Leute denen das egal ist und andere die der Sache skeptisch gegenüberstehen. Beide Ansichten sind legitim. Daraus aber jetzt einen europaweit einzigartigen Impfzwang für gewisse Berufsgruppen abzuleiten, denen sicherlich bald andere folgen werden, ist vor diesem Hintergrund unethisch.
Gänzlich freiwillig ist die Impfung nur für Pensionisten, die regelmäßig ihre Rente überwiesen bekommen und sich weder um Lockdowns mit Arbeitsplatzverlust noch um Impfungen scheren müssen.

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Manfred Klotz 10.05.2021, 17:11

Ziemlicher Blödsinn. Wir haben alle verstanden, dass Sie Impfgegner sind, das steht Ihnen frei und niemand zwingt Sie sich impfen zu lassen (außer Sie arbeiten im Gesundheitswesen und da auch nicht zu 100%), aber bleiben Sie bei der Wahrheit. Sie machen sich lächerlich.

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Werner Alessandri 10.05.2021, 13:37

Das Sanitätspersonal und das Pflegepersonal in den Seniorenheimen gehört Ihrer Meinung nach also nicht zur Bevölkerung? Für mich schon. Genau jene, die vor einem Jahr noch als Helden gefeiert wurden und die entscheidend zur Bewältigung der Situation beigetragen haben, werden jetzt vor vollendete Tatsachen gestellt. Friss oder stirb. Das finde ich persönlich mehr als bedenklich. Und nimmt mir sehr viel von dem Vertrauen, dass es bei dieser Bevölkerungsgruppe bleibt...
Aber wie gesagt, Sie können meine Bedenken gerne zerstreuen.

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Manfred Klotz 10.05.2021, 17:09

Es geht nicht darum ob sie zur Bevölkerung gehören, Sie sprechen aber undifferenziert von "gesamter Bevölkerung". Die Beschäftigten im Gesundheitsbereich, die von der Pflicht betroffen sind, machen rund 1,5% der Bevölkerung aus.

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Oskar Egger 10.05.2021, 15:05

Man muss ja nicht manipulieren: die Information um die Impfung ist sehr einseitig, die Nebenwirkungen werden z.T. vertuscht, auch hier bei uns, also ist der Bürger schon in diesem Sinne nicht frei, wenn er wenig Zeit hat. Außerdem wird er zumindest durch Erschöpfung gezwungen: kein normaler Mensch hält es durch, sich jeden 3. Tag testen zu lassen, wenn er so aufgepasst hat, dass er gesund geblieben ist. Die Menschen sind verunsichert, terrorisiert, traumatisiert und müde. das ist Tortur, Freiheit hat da keinen Platz mehr.

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Felix Frei 10.05.2021, 15:33

Genauso sehe ich es auch. Der nächste Schritt wird sein die Testungen kostenpflichtig zu machen mit dem Hinweis dass man sich ja impfen könne um weiterhin arbeiten oder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Aber nein, gezwungen wird natürlich niemand!!!
Jetzt gibt es Menschen denen das alles zu mühsam ist und die sich diesem Diktat der Einfachheit halber einfach unterwerfen. Andere werden sich niemals zu etwas zwingen lassen von dem sie nicht überzeugt sind und werden vorläufig halt Nachteile in Kauf nehmen. Längerfristig werden diese Leute sich aber zusammenschließen und bestimmte Dinge halt außerhalb des "Systems" organisieren und so in eine eine Art Parallelgesellschaft abgedrängt werden. Welche Auswirkungen das für die Spaltung der Gesellschaft bedeutet, das ist den Verantwortlichen wahrscheinlich noch nicht klar geworden. Noch rechnen sie mit einer Minderheit, auf die es nicht ankommt.

Bild des Benutzers Marta Treibenreif
Marta Treibenreif 10.05.2021, 16:11

Der Deutsche Ethikrat hat bereits 2019 (somit nicht einmal unter dem Druck der Pandemie) zum Thema impfen sich gegen eine allgemeine Impfpflicht, aber für eine Impfpflicht für Ärzte ausgesprochen. Soviel zur ethischen Diskussion! Der Ethikrat betonte seinerzeit, dass Impfen keine Privatsache ist und das aus guten Gründen, wie ich meine.

Bild des Benutzers Werner Alessandri
Werner Alessandri 10.05.2021, 16:36

Da (https://www.ethikrat.org/publikationen/publikationsdetail/?tx_wwt3shop_d...) wird aber als Beispiel die Masernimpfung hergenommen.
Wir sollten hier nicht traditionelle Impfstoffe, welche alle Zulassungsprozesse vollständig durchlaufen haben und für die es, was Nebenwirkungen betrifft, langjährige Erfahrungswerte gibt, mit erstmalig eingesetzten mRNA-Impfstoffen mit Notfallzulassung gleichsetzen.
Gerade wenn es um Freiwilligkeit oder Pflicht geht, spielt das meiner Meinung nach in diesem Fall eine / die entscheidende Rolle.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 22.05.2021, 07:27

Es handelt sich nicht um eine Notfallzulassung, sondern um eine bedingte Zulassung. Das sind zwei paar Schuhe. Bevor Sie irgendwelche Behauptungen aufstellen, sollten Sie sich besser informieren. Immer.

Bild des Benutzers Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 22.05.2021, 09:39

Das nimmt man im Gegenlager nicht so genau...@Klotz M.
@Frei F. Horst geht's übrigens gut. Die Wissenschaft hat nie behauptet, dass man sich mit Impfung nicht mehr anstecken kann oder nicht mehr infektiös ist. Leider. Es ging/geht um die Vermeidung schwerer Verläufe mit KH-Aufenthalt. Seehofer ist immer noch in Quarantäne und führt von dort seine Amtsgeschäfte, vielleicht trinkt er sogar ein Bier. Immerhin ist das Oktoberfest längst abgesagt, das wird schon seinen Grund haben. Glauben's nicht? Ihre Meldung zu Seehofers Infektion trotz 1 Impfung war/ist also manipulativ. Oder waren/sind sie nur nicht genau informiert?)

Bild des Benutzers Felix Frei
Felix Frei 10.05.2021, 16:44

Also bezog sich der deutsche Ethikrat im Jahr 2019 auf reguläre, nicht vorläufig zugelassene (alle Corona Impfstoffe), die vorgeschriebenen klinischen Phasen durchlaufenen, also der Vorschrift nach getesteten Impfstoffe. So viel zur ethischen Diskussion.

Bild des Benutzers Stefan S
Stefan S 10.05.2021, 17:00

"für eine Impfpflicht für Ärzte ausgesprochen"
Ich gehe mal davon aus das die über 3000 nicht geimpften der Sanität keine Ärzte sind bzw. nur ein sehr sehr kleiner einstelliger Prozentsatz.

Bild des Benutzers gorgias
gorgias 10.05.2021, 16:37

>Als rein wissenschaftliche Gesellschaft, die landesweit ECM- akkreditierte Fortbildungen organisiert und sich nachweislich weder gewerkschaftlich noch politisch betätigt<

In dem man sich gegen eine Impfpflicht für Sanitätspersonal ausspricht wird man politisch tätig, denn es ist keine rein wissenschaftliche Frage, wenn man Stellung um die die Interesen zweier asymetrisch gegenübergestellten Gruppen stellung nimmt. Hier betreibt man eine Güterabwegung die in ihrem Wesen nicht wissenschaftlich ist.

Man kann der Komplexität eines solchen Sachverhalts nur durch einen Ethikrat gerecht werden, in dem die Wissenschaft, höchstens einen Hilfsdienst leistet, der dann nach ethischen, sittlichen, moralischen und auch religiösen Erwägungen eine Empfehlung aussprechen kann.

Ein Ethikrat, soweit er in seiner Tätigkeit unabhängig handelt, bleibt ein politisch eingesetztes Gremium und arbeitet der Politik zu, der dann zusteht eine Entscheidung zu treffen.

Der Artikel zeigt in wesentilchen Punkten erstaunich viel Naivität und Unbedarftheit, darüber können einige gerechtfertigte Erwiderungen nicht hinwegtäuschen.

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