simon feichter
Simon Feichter
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salto Gespräch

„Wir sind Sklaven unserer Gefühle“

Über den Werdegang eines jungen Pusterers zum buddhistischen Mönch, sein Leben im Kloster unter der burmesischen Militärjunta und eine andere Perspektive auf das Leben.
Von
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Julian Mayr06.06.2021
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Kommentare

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 06.06.2021, 09:58

... am Morgen gelesen, im Garten, regennass, noch den Duft eines alten Barolos von gestern abend in der Nase ... „das geht nur, wenn der Geist frei von jeglichem Verlangen ist“...
Dank‘ für dies „andere“ Interview, für den Spiegel der zwei Welten in unserer Brust.

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gorgias 06.06.2021, 14:13

>Im Christentum gibt es das eine irdische Leben, wenn du jetzt mit Mitte 20 nicht feiern gehst und reist, dann hast du deine Zwanziger vergeudet.<

Tut mir leid aber der Herr hat vom Christentum nicht viel verstanden.

Laut Christentum ist dieses Leben eine Prüfung. Das eigentliche Leben fängt danach an. Was soll man hier verpassen, wenn es ums eigentliche Leben geht?

Hier flieht jemand, der einen hedonistischen Lebensstil fröhnt in eine wildfremde Kultur, weil er sonst nicht weiß wie er da raus kann.

Verzichten wir bitte auf romantische Verklärung.

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Peter Gasser 06.06.2021, 14:26

Wenn man verbindend liest, geht es in diesem letzten Absatz um die Unterscheidung, dass es im Christentum „das eine irdische Leben“ gibt, während „im Buddhismus heißt, dass wir unzählige Leben haben und schon hatten“.
Dadurch läuft der Kommentar völlig ins Leere.
Persönlich finde ich im ganzen Interview keine „romantische Verklärung“, eher das Gegenteil davon, alles hart geerdet.

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gorgias 06.06.2021, 18:51

Genau diesen Teil zitiere ich doch. Lesen Sie doch mal den Kommentar genauer. (Oder verbindlich?)

Und wer so einen Vergleich aufstellt oder dem zustimmt, hat vom Christentum wenig verstanden.

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Frank Blumtritt 06.06.2021, 15:40

@gorgias .. vielleicht sollten Sie sorgfältiger lesen bevor Sie abschätzende Kommentare verschießen: der Autor schreibt klar und deutlich, dass er das Christentum nicht verstanden hat und - im Gegensatz zu Ihnen - ist er nüchtern und wertfrei. Er berichtet einfach und authentisch über sich selbst (probieren Sie das Mal, ist gar nicht einfach..). Und wo Sie da Romantik sehen, ist mir völlig rätselhaft.

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gorgias 06.06.2021, 18:52

>der Autor schreibt klar und deutlich, dass er das Christentum nicht verstanden hat<

Dann sollte er besser dazu schweigen.

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Nadine Laqua 06.06.2021, 17:06

Ein weitgehend friedliches, im gesellschaftlichen Zusammenhang aber nutzlos scheinendes Leben. Meditieren, Almosen sammeln, reden.... was könnten all diese Männer doch Gutes bewirken mit rechtschaffener Arbeit.

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Peter Gasser 06.06.2021, 17:32

... kein Leben ist „nutzlos“.
Leben ist Leben, und rechtfertigt sich durch leben.

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Manfred Gasser 07.06.2021, 08:45

Würden doch nur viel mehr Menschen ein so "nutzlos scheinendes Leben" leben, und durch ihr Tun, oder besser Nicht-Tun, Gutes bewirken.

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Martin Federspieler 06.06.2021, 18:57

Sehr interessantes Gespräch, Hut ab, Simon. Da sucht einer mit aller Konsequenz seinen Weg. Was aber ist schlecht an Gefühlen? Ich finde, ob ein Leben oder tausend, ohne Gefühle wären alle sinnlos.

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Jan Matia Prinoth 16.06.2021, 20:41

Danke für dieses interessante Thema bzw. Interview und Hut ab vor Simon Feichter und den harten, aber wertvollen und weisen Weg, den er eingeschlagen hat. Sicherlich ist man (Anfangs) von großen Idealen und Hoffnungen beseelt, was einem auch die notwendige Motivation gibt um einen solchen (Lebens-)weg einzuschlagen; das lange, harte, entbehrliche "Tagesgeschäft" stellt einem dann aber vor großen Herausforderungen, vor allem in der ersten Zeit, nehme ich mal an. Simon's Schilderungen finde ich authentisch, ehrlich und nüchtern - so schneidet er beispielsweise auch das Thema des Umgangs mit der eigenen Sexualität an, wenn man sich zur Enthalsamkeit verpflichtet hat. Was den "Nutzen" eines "solchen Lebens" angeht, so glaube ich, dass wenn sich ein Mensch länger und ernsthaft mit dem eigenen Inneren beschäftigt - mit dem plappernden, sprunghaften Verstand, den Gefühlswellen, dem Aufflackern und Abflauen der Wünsche, den inneren Bildern, usw. - sowie dann langsam, mit der Zeit, auch nur ansatzweise Bewusstseinszustände von tieferem Frieden, Stille und Verbundenheit mit einem höheren "Etwas" wahrzunehmen beginnt, er durchaus, mit wachsender Erfahrung und innerer Entwicklung, "von Nutzen" für Andere und für die Gesellschaft sein kann - durch ein gutes Wort, einen weisen Ratschlag, eine Segnung, etwa; ein "Nutzen", der freilich nicht in Form eines Beitrages zum Bruttoinlandsprodukt oder durch ein "reales" Produkt oder einen konkreten Dienst zum Ausdruck kommt, aber dennoch "real" ist und real wirken kann - genauso wie etwa auch andererseits ein böses Wort oder eine vergiftete Athmosphäre "real" auf Menschen einwirken kann.
Atma Namastè, Simon, Alles Gute auf deinem Weg!

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