Andreas Hofer
Othmar Seehauser
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fritto misto

Der Grint, der Grint

Dass zurzeit nicht mehr geimpft wird, liegt nicht an fehlender Aufklärung, nein. It’s the genes, stupid!
Kolumne von
Bild des Benutzers Alexandra Kienzl
Alexandra Kienzl07.07.2021
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Soso, die Impfungen gehen in Südtirol also nur schleppend voran, obwohl Delta lauert und auch der nächste Herbst bestimmt kommt, und da frage ich mich: Woran liegt‘s? Ist die Alu-Hut-Fraktion in der Bevölkerung derart stark vertreten, dass wir impftechnisch nicht mehr vom Fleck kommen? Nein, Verschwörungstheoretiker*innen stellen eine Minderheit, und denen ist sowieso nicht beizukommen. Sind es also die Zaghaften, Ängstlichen, die noch abwarten wollen, trotz des Risikos, das sie mit dem Gezauder eingehen? Nein, die werden nach und nach bekehrt durch immer mehr Informationen und Aufklärung und nicht zuletzt den Nachahmungseffekt: Keine*r will der*die Erste sein, aber wenn sich jetzt sogar die Tante Hilde mit ihrem Rheuma impfen lässt, dann kann’s so schlimm nicht sein. Auch die Terminmuffel, und derer scheint es weit mehr zu geben als vermutet, haben keine Ausreden mehr, seit die zwei Impfbusse emsig durchs Land kurven und immunisieren, wofür man sonst, welche Zumutung, „oagens in die Stodt“ kommen müsste.

Nachdem bereits Vergleiche mit der Option angestellt wurden, könnte man diesen Spin vom aufgezwungenen Leid weiterführen und in der Impfung aus dem Hinterhalt kulminieren lassen

Unser Problem liegt anderswo, nämlich im berüchtigten Tiroler Grint: Wenn ich bereits vollmundig vor Nachbar*innen, Freund*innen, Arbeitskolleg*innen verkündet habe, dass ich mir „dieses Gift“ ganz gewiss nicht spritzen lassen werde, wie komme ich wieder raus aus der Nummer, wenn ich jetzt doch nicht mehr so abgeneigt bin? Was, wenn mich Krankheitsfälle im Bekanntenkreis, das überraschend ausbleibende Massensterben der Geimpften, drohende Lockdowns im Herbst dazu bewogen haben, meine Meinung doch zu ändern, ich das aber unter keinen Umständen zugeben kann? Schließlich ist ein echter Tiroler ja kein Fahndl im Wind, und Dickköpfigkeit wird hierzulande immer noch gern mit Standhaftigkeit verwechselt. Es ist ein echtes Dilemma, denn kaum etwas fürchten Tiroler*innen so sehr wie den Gesichtsverlust durch unterstellten Wankelmut. Dabei wusste schon Oscar Wilde, dass Beständigkeit die letzte Zuflucht der Fantasielosen ist, aber „noi gente di montagna“ (Zitat Jannik Sinner) haben es ja weder besonders mit flamboyanten Homosexuellen noch mit Fantasie. Was tun also?

Squad
Impf-Squad: „I bin in der Friah augwocht und hon auf uanmol des Pflasterle oben kopp!

 

Eine Möglichkeit, die ich gern zur Verfügung stelle und dafür auch auf keine Urheberrechte beharre, besteht darin, den Sturschädeln die Flucht in die Opferrolle zu ermöglichen. Nachdem auf Facebook bereits Vergleiche mit der Option angestellt wurden („gespaltene Gesellschaft“, „verraten und verlassen“), könnte man diesen Spin vom aufgezwungenen Leid weiterführen und in der Impfung aus dem Hinterhalt kulminieren lassen. „I hon’s net gwellt, ober es isch passiert“ würde dem Grint erlauben, selbigen unversehrt zu lassen und doch Schutz vor Covid zu erlangen: The best of both worlds, sozusagen. Allerdings braucht es dazu ein paar Kniffe: Zum Einen muss die urban legend einer guerillaartigen Impf-Squad die Runde machen (dürfte auf einschlägigen Seiten in den sozialen Medien ein Leichtes sein), die ahnungslosen Bürger*innen in Apfelwiesen oder beim Wandern auflauert und den Impfstoff mittel Blasrohr flugs in den gluteus maximus pflanzt. „I hon gmuant a Brem‘, derweil wor’s a Hu**nsspritz!“ Alternativ könnte Kunde von nächtlichen camouflagierten Impf-Squads, die still und leise in Behausungen eindringen und unschuldig Schlummernde meuchelimpfen, verbreitet werden: „I bin in der Friah augwocht und hon auf uanmol des Pflasterle oben kopp!“ Da kann man dann die Zweitimpfung auch frisch machen. In Wahrheit meldet sich der insgeheim impfbereite Sturkopf natürlich bei einer eigens eingerichteten Hotline an, deren Nummer man bei der Sabes nur gegen das Codewort „Haspinger“ erfährt. Daraufhin erhält man diskreten Hausbesuch von als Zeuge Jehovas getarntem Impfpersonal, in der schwarzen Ledertasche befindet sich statt des „Wachtturms“ natürlich wahlweise Comirnaty, Vaxzevria, Janssen oder Moderna. Schnell, diskret, unauffällig, und den Nachbarn tischt man dann das Märchen vom Impf-Überfall auf.

Wie viele Sturköpfe könnte ein plötzlich fügsamer Josef Unterholzner bekehren, wenn er sich live in der „Tagesschau“ impfen ließe?

Wem dies zu umständlich ist, der lässt sich einfach regulär impfen, hofft, dass er oder sie dort nicht erkannt wird oder trägt dabei eine venezianische Maske, und verwendet nachher eine Ausrede, die die Sabes in einem eigens dafür kreiertem Büchlein zur Verfügung stellen könnte: „1001 Ausreden für geimpfte Grinter“. Besonders beliebt: „Die Kotz wor’s!“, „I bin beim Spazieren in a Spritz innigstolpert“, „die Frau hot’s heimlich in die Knedl innigetun“ oder, bei Männern eines bestimmten Alters: „Wegen dem Corona war mir gleich, ober des soll guat für die Potenz sein.“ Zur Inspiration einfach bei Schüler*innen nachfragen, Stichwort: „Hausaufgabe vergessen“, oder online recherchieren, welche Erklärungen in Krankenhäusern für untenrum zweckentfremdet eingeführte Gegenstände geliefert wurden.  

Last, but not least böte sich noch die medienwirksame Impfung eines bis dato exemplarischen VIP-Grints an, die anderen Grintern den Weg ebnen könnte. Wer „geat net, gib’s net“ zu seinem Lebensmotto erkoren hat, dem sollte es eigentlich ein Leichtes sein, auch einstellungstechnisch eine Wende um 180 Grad hinzulegen und vom spritzenfürchtigen Saulus zum impfwilligen Paulus zu werden. Wie viele Sturköpfe könnte ein plötzlich fügsamer Josef Unterholzner, seines Zeichens „Enzian“-Landtagsabgeordneter, bekehren, wenn er sich live in der „Tagesschau“ impfen ließe und dazu seinen Wahlspruch in die Kamera schreien würde, inklusive Daumen hoch? „Geat net, gib’s net“ würden seine Anhänger*innen achselzuckend mantramäßig murmeln und sich prompt einen Impftermin besorgen. Versüßen könnte man Unterholzner sein Umdenken mit der Aussicht darauf, einen Tag lang LH im Landtag spielen zu dürfen. Er dürfte auf dem LH-Sessel sitzen, LH-Reden halten, vielleicht sogar eine Pressekonferenz, die live auf Rai Südtirol übertragen wird, ein paar Verordnungen erlassen, die tags darauf wieder annulliert würden, und die Kolleg*innen im Landtag würden seine Wortbeiträge sogar mit begeistertem Applaus statt mit facepalm und Augenrollen quittieren. Einen läppischen Pieks gegen einen Tag Ruhm, einen Versuch wäre es wert. Man kann mir nicht vorwerfen, ich hätte mir keine Gedanken gemacht, über die Grinter unter uns.

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Kommentare

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 07.07.2021, 18:16

... etwas von Heinrich Heines “die Tiroler sind...” ist halt noch in uns ...

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Harry Dierstein 07.07.2021, 19:10

"Impfen ist ein Geschenk der Wissenschaft." hat Harald Lesch in einem bemerkenswerten ZDF-Video im Januar 2021 postuliert, das ich recht oft und sehr gerne angesehen habe.
https://youtu.be/Q7EaCkermmQ

Wenn die aktuellen hiesigen Zahlen wirklich stimmen sollten, dann ist die Impfbereitschaft bei den Einwohnern der „Autonomen Provinz Südtirol“ im Vergleich zum restlichen Italien absolut im Keller; sozusagen "allerletzter Platz".

Ein Kapitalisten-Prolet wie der Ex-Team-Köllensperger Josef Unterholzner ist sicherlich die völlig falsche "Persönlichkeit", um Vaccalandier aus Ulten oder Moos in die Impfzentren zu fördern, aber er zeigt doch immerhin das gesamte provinzielle Gesamt-Dilemma auf:

Der simple, provinzielle Geist von Andreas Hofer bzw. Joachim Haspinger, wonach man Angst habe müsse, dass eine Impfung "bayrisches Denken" einflöße, hat sich offenbar fast zwei Jahrhunderte bewahrt; oder warum feiert man überhaupt irgendwelche sinnlosen Gedenkfeiern für einen meist besoffenen Kulturprimitivling, dessen größte Leistung es war, ein paar Mal brüllend einen Hang herunterzurennen? Ist das wirklich das Selbstverständnis Südtirol?

Freue mich übrigens sehr, wenn es wirklich dazu kommen sollte, dass im Herbst ungeimpfte Lehrer daheimbleiben müssen und man stattdessen auf geimpftes Personal zurückgreift, was dann wohl endlich einmal dazu führen dürfte, dass dieses geimpfte Personal den Schülern fortschrittliches Denken beibringen könnte.
Manchmal braucht der Kulturkampf halt einfach nur einen langen Atem?

Bild des Benutzers So sehe ich das
So sehe ich das 07.07.2021, 19:23

Es liegt sicherlich nicht am oder im "Tiroler" Grint.
Ich vermute dass es an den Medien liegt.
Jeden Tag liest man was Neues in der Presse.
Wem soll/darf oder kann man noch glauben?
Die Presse fährt solch einen Slalomkurs dass sie sicher bei der nächsten WM in Cortina den 1. Platz machen würde.
N.B: die Impfung ist "noch" freiwillig !!!!!!

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Greta Karlegger 07.07.2021, 21:22

Bin geimpft, aber bin trotzdem für die Impffreiheit. Das ist ein Erbe der Aufklärung. Wer's versteht.
Diese Glosse ist auf einem flachen um Witzigkeit bemühten Influencer-Niveau: "Wenn, der Unterholzner live in der Tagesschau..., dann". Populistisch. Daneben!
Inhaltlich sowieso und sprachlich lahm.

Bild des Benutzers Stereo Typ
Stereo Typ 09.07.2021, 12:19

Danke, Greta. Selten so einen Humbug gelesen. Fritto misto scheint tatsächlich zum Influencerinnen-Kanal für die Impfung zu verkommen. Dazu alles sehr konstruiert und fantasielos. Glosse geht anders.

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Stefan Laner 12.07.2021, 05:39

Trollen funktioniert genau so, wie du es machst... Typisch Stereo... hör auf deinen Text daher zu keilen.

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Lollo Rosso 07.07.2021, 22:02

Danke, selten so gelacht und den Nagel wieder einmal auf den Kopf getroffen. Dem Herrn Dierstein möchte ich allerdings sagen, wir sind nicht alle so. Und Menschen dieses Schlages gibt es in Pieflandien sicherlich auch.

Bild des Benutzers Thomas Strobl
Thomas Strobl 07.07.2021, 23:08

"Jeden Tag liest man was Neues in der Presse" - deswegen spricht man ja auch von "News", nöt wohr...
Und dass die Medien synchron mit der "Wirklichkeit" Slalom fahren, wie Sie meinen, kann man ihnen eigentlich auch nicht vorwerfen. Die "Wirklichkeit" ist eben dynamisch. Deswegen haben wir auch "du gute alte Zeit" der Vergangenheit so lieb, die können wir uns schön einrahmen, weil sie so brav stillsteht. Das Nackenhaar sollte sich Ihnen aber bei den erleuchteten Experten für eh alles aus dem Internet sträuben, die Ihnen stets ganz genau verschwörerisch zuraunen können, wer und was die Welt im Innersten an der Kandare hält. Und für die ganz Begriffstützigen schieben sie dann noch gern ein komplizenhaftes "Follow the money" hinterher, zwinker zwinker, Sie verstehen doch, oder? Zwinker zwinker ZWINKER!!!

Bild des Benutzers Thomas Strobl
Thomas Strobl 07.07.2021, 23:09

War eigentlich als Antwort auf "So seh ich das" gedacht...

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Elisabeth Garber 08.07.2021, 09:28

Nebst uneingeschränktem Verständnis für Personen, die tatsächlich aus Ängstlichkeit oder Verunsicherung das Impfangebot nicht wahrnehmen, teile ich ebenso uneingeschränkt die Ansicht von "Influencerin" A. Kienzl.
@G. Karlegger Was die Aufklärung mit bewusster Impfverweigerung zu tun haben soll, ist mir ein Rätsel, strotzt doch ein erheblicher Teil von Impfverweigerern* nur so vor alternativlosen Kopfgeburten, vor überheblicher Bauernschläue und beklemmender Stammtisch-Lahmheit.
Der unmündige (nicht selten eitle) "Grint" ist leider Fakt.

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G. P. 08.07.2021, 11:29

"Schließlich ist ein echter Tiroler ja kein Fahndl im Wind, und Dickköpfigkeit wird hierzulande immer noch gern mit Standhaftigkeit verwechselt."
Hmmm, ich muss zugeben, ich bin doch kein echter Tiroler. Schade. Bei der Impfung bin ich (leider) schwach geworden … :-)

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Meister Haus 08.07.2021, 16:27

Ein Denkmal den Tamischen, den Sturschädeln, denen mit dem Grint und den Eiern - auch wenn es ein paar manchmal übertreiben (wo's gar nicht nötig wäre). Pamper gibt's eh schon viel zu viele. Das wusste schon Heinrich Heine vor 190 Jahren, als er den Tirolern Beschränktheit, Unterwürfigkeit und einen gänzlichen Mangel an Gefühl von der Würde der Persönlichkeit attestierte.

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Peter Gasser 08.07.2021, 16:46

Was für eine provinzielle Fehlinterpretation, wenn man einem der belesendsten Virologen, Karl Lauterbach, einerseits,

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/karl-lauterbach-als-corona-er...

oder aber den Philosophen Richard David Precht andererseits zu Corona liest:
“Von der Pflicht” von Richard David Precht, ISBN 978-3-442-31639-7, Goldmann-Verlag, 2021.

Auch die Lektüre des Essays “Vertrauen als politische Kategorie in Zeiten von Corona” von Christian Budnik könnte hilfreich sein.

Bild des Benutzers Greta Karlegger
Greta Karlegger 12.07.2021, 21:07

Das "Meisterhaus" hat in ein paar Zeilen mich mehr zum Schmunzeln gebracht, als dieser sprachlich verkrampfte, inhaltlich schräge und um Witzigkeit bemühte Artikel.

Bild des Benutzers Florian Hinteregger
Florian Hinteregger 09.07.2021, 13:27

Die Impfraten auf dem Staatsgebiet, in Österreich und Deutschland sind zwar etwas besser, der Unterschied ist aber nicht wirklich groß. Alles auf den Tiroler Grint zu schieben, ist an den Haaren herbei gezogen. Die Skepsis gegenüber Neuem ist in Südtirol sicher verbreitet: was der Bauer nicht kennt, spritzt er sich nicht gern! Was bei der sehr neuen Impftechnik irgendwie verständlich ist. Fritto misto verliert m.E. deutlich an Qualität. Schade

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 09.07.2021, 14:02

... es ist ziemlich fritto misto zu lesen, wie Impfgegner und Impfskeptiker so bar des Humors sind ...
... betrifft eine Glosse diese selbst, ist anscheinend gleich Schluss mit lustig: auch eine Erkenntnis von fritto misto...

Bild des Benutzers Florian Hinteregger
Florian Hinteregger 09.07.2021, 14:25

Ich für meinen Teil bin Impfbefürworter und doppelt geimpft. Bin bei der bedingten Zulassung allerdings skeptisch. Habe mich trotzdem dafür entschieden, kann aber diejenigen verstehen die derzeit verzichten. Anders als mancher Fanatiker hier im Forum.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 09.07.2021, 14:35

Ich habe hier im Forum keine Impffanatiker ausgemacht;
bin auch doppelt geimpft, freiwillig;
da die freiwillige “Verpflichtung” vielen aber keine Verpflichtung ist und sich diese aus der gemeinschaftlichen Solidarität einer liberalen Gesellschaft ent-pflichten, werden wir alle - auch die Geimpften - spätestens ab September, wohl aber schon früher - die Konsequenzen dieses - wiederum in meinen Augen - (Luxus-)Verhaltens zu tragen haben.

Es wird kommen, wie wir alle es vorbereiten.

Bild des Benutzers Lollo Rosso
Lollo Rosso 09.07.2021, 14:40

Die liberalen Herrschaften hier werden schön still sein, wenn im Herbst wieder gestorben wird, die Schulen zugehen etc. Jetzt ist leicht tönen.

Bild des Benutzers Stereo Typ
Stereo Typ 09.07.2021, 14:50

Freiheit ist auch immer die Freiheit der Andersdenkenden ...und liberal zu sein, war bis vor Kurzem noch kein Schimpfwort.

Bild des Benutzers Lollo Rosso
Lollo Rosso 09.07.2021, 14:53

Den Spruch von Kant kennen Sie? Empfehle ihn wärmstens.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 09.07.2021, 17:51

Die nicht so ganz liberalen Herrschaften können mir gerne erklären, wieso ich mich gegen eine Krankheit impfen lassen sollte, die ich durchgemacht habe und die bei mir mit Vitaminpräparaten und Salbeitee nach ein paar Tagen auskuriert war. Wobei ich ja trotz der erhaltenen Impfung doch noch andere Menschen anstecken könnte, die dann vielleicht einen nicht so leichten Verlauf haben könnten. Aus Solidarität? Oder zu meinem Selbstschutz? Wo allein die Wahrscheinlichkeit einer Zweitinfektion schon ziemlich gering ist, ganz zu schweigen von einer Zweitinfektion mit schwerem Verlauf.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 09.07.2021, 18:07

curare = heilen, oder doch erholen?
Haben Sie sich also mit Salbeitee von der Covid-19-Erkrankung erholt, oder haben Sie sich mit “Vitaminpräparaten und Salbeitee” geheilt?

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 09.07.2021, 18:17

Nach ein paar Tagen mit Vitaminbrause und Salbeitee war ich soweit wieder beschwerdefrei. Nach ein paar weiteren Tagen war der PCR dann auch "negativ", also gehe ich davon aus, dass ich "geheilt" bin. Können Sie mir jetzt sagen warum ich mich impfen lassen sollte?

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 09.07.2021, 18:30

Meine Frage war, ob zu verstehen ist, dass Sie sich mit Vitaminpräparaten und Salbeitee von Civid-19 “geheilt” haben, oder ob Sie einen leichten Verlauf hatten, und vorsichtshalber zur Stärkung neben viel Wasser auch Vitaminpräparate und Salbeitee zur Erholung getrunken haben.
Ich denke nicht, dass eine Impfung dringlich sei, wenn man ausreichend wirksame Antikörper aufgrund einer - glücklich leicht - überstandenen Infektion hat.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 09.07.2021, 19:03

OK, selbst wenn ich nun meine Antikörper messen ließe, und diese über dem Wert X liegen würden, der als ausreichend gilt, bzw. auch durch Impfung erreicht werden kann, läuft meine "Genesung" in wenigen Wochen aus, und um erneut den "Pass" zu bekommen, müsste ich mich dann impfen lassen, obwohl das nicht "dringlich" ist. Sie verstehen worauf ich hinaus will?

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 09.07.2021, 19:21

ok, dann sagen Sie mir, warum ich mich impfen lassen sollte.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 09.07.2021, 19:34

Sie verstehen wirklich nicht, wieso jemand der ohne Impfung anders behandelt wird, obwohl er gleich viele Antikörper hat wie jemand mit Impfung? Schade.

Bild des Benutzers Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 09.07.2021, 19:52

Sie sollten sich impfen lassen, um nicht als Multiplikator oder Brutstätte für SarsCov-2-Viren samt Varianten zu fungieren und/oder um einen schweren Verlauf auszuschliessen. Nicht zuletzt, um Kinder und Jugendliche zu entlasten, die (noch) kein Impfangebot kriegen.

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Felix Frei 09.07.2021, 21:53

Die Impfung schließt explizit NUR einen schweren Verlauf aus. Etwas anderes wurde niemals behauptet. Man kann weiter das Virus "aufklauben" ,daran erkranken (ggf. nur mehr leicht) ABER andere weiterhin anstecken. Die Infektionskette wird durch die Impfung nicht unterbrochen, es wird keine sterile Immunität erreicht, was wie gesagt auch niemals der Anspruch der Impfung war. Jetzt fragt sich der sture, aber keinesfalls dumme Tiroler "Grint", wieso er selber im besten Alter von sagen wir mal "mittelt 30" sich impfen lassen soll, wenn für ihn die Gefahr schwer zu erkranken gar nicht besteht und er sich gleich ansteckt und das Virus weitergibt wie die Geimpften.
Weiters fragt sich der Tiroler "Grint" warum er überhaupt dieses Risiko eingehen soll, wenn er selber nicht gefährdet ist, andere auch nicht schützt, andererseits aber ein gewisses Risiko eingeht. Schließlich hat der Tiroler "Grint" schon mitbekommen, dass die Impfstoffe überhaupt keine ordentliche Zulassung haben und ein Impfstoff sogar schon quasi aus dem Verkehr gezogen wurde.
Für die Tiroler "Grintinnen" gilt das umso mehr, denn da wissen die jungen Frauen erst recht nicht wie es so mit Fruchtbarkeit und Schwangerschaft aussieht, weil es dazu keine ausreichende Studienlage gibt.
Fazit: Der Impstoff schützt (nach heutiger Erkenntnis) die Risikogruppen vor einem schweren Verlauf und entlastet somit die Spitäler, die jungen Leute belasten die Spitäler eh nicht, da sie keinen schweren Verlauf zu erwarten haben und sonst auch keine Vorteile weder für sich noch für andere. Im Gegenteil, es gibt den Verdacht, dass die Mutationen eben WEGEN der Impfung auftreten da diese nur eine Teilimmunisierung gewährleistet was das Virus zum Mutieren anregt. Das lassen Beobachtungen aus Israel, Großbritannien und den Seychellen usw.(Länder mit hoher Durchimpfungsrate) vermuten, wie gesagt bisher nur VERMUTEN.

Bild des Benutzers Lollo Rosso
Lollo Rosso 09.07.2021, 22:09

Interessant, Sie sind Virologe? Immunologe? Falls nein werden Sie sicher verstehen, dass ich mich daran halte, was international anerkannte Experten sagen und nicht irgendein Hinz in einem Forum.

Bild des Benutzers Felix Frei
Felix Frei 10.07.2021, 13:15

Nein ich bin bloß ein "grintiges Bäurl von der Sunnenseitn", das sich erlaubt seine natürlich einfältige Sichtweise (wie könnte sie es nicht sein, wenn da Bäurl das grintige aus Passeier, Ulten, Sarn-oder Ahrntal kimmt) den Ausführungen einer Frau Kienzl entgegenstellen versucht. Aber wie gesagt, Hausverstand ist nicht jedermanns Sache. Da bleibt nur mehr zu hoffen, dass die ganzen Geimpften, die so überheblich auf die Ungeimpften herunterschauen, nie mehr einen (von Corona ausgelösten) Schnupfen kriegen. Denn das wäre eben die leichte Erkrankung, vor denen die Impfung eben nicht schützt, weil die durch Impfung gebildeten Antikörper im Blut schwimmen und dort aktiv werden falls es eben einmal zu einer Verkomplikation der Entzündung kommt. Die Viren treffen aber von außen kommend auf die Schleimhäute und verursachen dort ggf. Schnupen, Halsweh und "Rotzen". Und genau von dort werden sie auch an andere Leute abgegeben, Antikörper im Blut hin oder her. Also passt ja auf dass ihr keinen solchen Schnupfen mehr bekommt und untersteht euch andere anzustecken. Falls euch das gelingt, will ich nichts gesagt haben, sonst halt einmal auf sich selber schauen, dass man geschützt ist, und aufhören die ganze Welt retten zu wollen.

Bild des Benutzers Klemens Riegler
Klemens Riegler 13.07.2021, 21:23

Das was des Bauerle von der Sunnenseitn hier auf den Bildschirm gezaubert hat (speziell sein Fazit am Ende) entstammt auch nicht seinen Fantasien, sondern wird auch von "international anerkannten Experten" zumindest angenommen.
Wir können hier alle gscheit oder blöd argumentieren ... Recht hat niemand! Und wirklich wissen tun wir es ebensowenig wie alle Experten.
Kleiner Wink: https://science.sciencemag.org/content/early/2021/06/30/science.abi7994....

Bild des Benutzers Klemens Riegler
Klemens Riegler 13.07.2021, 22:21

? ... das war nur eine Antwort auf die Frage von Lollo Rosso, ob der Frei Felix (Bauerle von der Sunnseit) Virologe oder Immunologe ist. In diesem Sinn müssten wohl alle hier die Tasten ruhen lassen. L.G.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 10.07.2021, 00:55

@frei: für den gelernten Südtiroler ist das troppa carne al fuoco

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 10.07.2021, 07:20

Herr Thoma, stimmt nicht, die Ausführungen von Herrn Frei sind höchstens troppe cavolate al fuoco.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 10.07.2021, 07:18

Herr Frei Sie sind echt krass. Man kann Ihre Behauptungen auch 100 Mal widerlegen (was geschehen ist), Sie reiten immer auf dem selben Unfug herum. Sie sind der beste Beweis für die Stichhaltigkeit der Ausführungen von Alexandra Kienzl.

Bild des Benutzers Stefan S
Stefan S 11.07.2021, 10:24

Ich kann der These von Herr Frei durchaus positives abgewinnen.
Warum?
Vor 2 Wochen habe ich die durchaus für mich positiven Ergebnissen vom Check up bei meinem Hausarzt erhalten inkl. einem Corona Antikörpertest(negativ).
3 Tage später hätte ich meinen Impftermin beim Betriebsarzt gehabt.
Auf anraten meines Hausarztes habe ich diesen wieder storniert.
Begründungen waren sehr vielschichtig und absolut nachvollziehbar, gehöre keiner Risikogruppe an, Infektionsgefahr im Sommer bei uns sehr gering, keine Reisen ins nicht europäische Ausland oder Variantengebiet, nicht ausgereifte Impfstoffe, grundsätzlich sollte von einer Impfung in den Sommermonaten abgesehen werden da für den Körper stark belastend und grundsätzlich sieht er eine Imunierung durch Infektion für rundum gesunde Menschen nach jetzigen Kenntnisstand positiver gegenüber da der Schutz durch eigene Abwehrkräfte nachhaltiger ist als die derzeitig zugelassenen Impfstoffe. von ca. 100 Patienten habe er in etwa 1 mit starken Coronaverlauf wie auch 1 Patienten mit starken Impfreaktionen z. B. sehr hohes Fieber.
Er würde mir sehr empfehlen das ganze im Herbst wieder neu zu betrachten. Letztendlich hat mein Arzt sich mehr Zeit genommen mich über das Impfen aufzuklären als für meinen Check up.
Das ganze deckt sich auch mit meinen Wahrnehmungen der letzten Wochen wo in meinem näheren Umfeld vermehrt Bekannte mit lang anhaltenden Nebenwirkungen durch die Impfung zu kämpfen haben.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 11.07.2021, 11:04

Ich meinerseits kenne unter allen Bekannten niemanden, der “Nebenwirkungen” hatte. *Impfraktionen* ja, bei der ersten Impfung 1 Tag Armschmerzen, bei der zweiten Impfung ein Tag Fieber, das wars dann bei uns in der Familie, mehr habe ich auch von niemand anderem persönlich gehört.
Dass das Risiko der Infektion mit schwerem Verlauf und eventuell dauerhaften Gesundheitsschäden viel höher ist als das Risiko einer schweren Impfnebenwirkung ist doch gesichert, dass die natürliche Immunität geringer ist als jene durch Impfung, scheint auch gesichert.
Natürlich kann man zuwarten, mit dem Risiko, dass dafür dann alle - auch die Geimpften - wieder in einschränkende Maßnahmen oder in den Lockdown müssen.
Persönlich bin ich der Ansicht, dass uns genau dies erwarten wird, da die Impfrate einfach viel zu niedrig ist und bleibt, und mit Fussball, Reiselust und Tourismus die Delta-Variante durch Südtirol marschieren wird.
Es ist wie es ist.

Bild des Benutzers Stefan S
Stefan S 11.07.2021, 12:01

"Ich meinerseits kenne unter allen Bekannten niemanden, der “Nebenwirkungen” hatte. *Impfraktionen* ja, bei der ersten Impfung 1 Tag Armschmerzen, bei der zweiten Impfung ein Tag Fieber, das wars dann bei uns in der Familie, mehr habe ich auch von niemand anderem persönlich gehört."
Ihre wie auch meine Wahrnehmungen sind natürlich immer subjektiv.
"Dass das Risiko der Infektion mit schwerem Verlauf und eventuell dauerhaften Gesundheitsschäden viel höher ist als das Risiko einer schweren Impfnebenwirkung ist doch gesichert,"
Ja scheint so, wenn ich das jetzt auf mich persönlich beziehe ist das Risiko der Nebenwirkung für mich im Moment höher als eine Infektion mit schweren Verlauf zu bekommen. Außerdem ist die Hälfte der Immunität schon wieder verschwunden sollten im Herbst (und davon ist auszugehen) die Infektionszahlen wieder steigen.

"dass die natürliche Immunität geringer ist als jene durch Impfung, scheint auch gesichert."
Darüber gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse insbesondere im Zusammenhang mit den Varianten.
Und hier sehe ich auch einen Interessenkonflikt, die Pharma will jetzt Ihre Produkte viel und gewinnbringend verkaufen, da stört eine natürliche Imunität ungemein und steht bestimmt nicht oben auf der Studienagenda und die Politik steht auch schlecht da wenn man im Herbst auf den Unmengen von Impfdosen sitzen bleibt.

Bild des Benutzers Thomas Unterwinkler
Thomas Unterwinkler 11.07.2021, 13:34

Ihr Hausarzt hätte sie auch darüber aufklären sollen, dass Sie - ganz unabhängig von Alter und Vorerkrankungen - zu jenen 4 % der Bevölkerung zählen könnten, die aufgrund des Fehlens bestimmter Rezeptoren von Immunzellen das Risiko für einen schweren Verlauf haben.
https://science.orf.at/stories/3204913/

Bild des Benutzers Stefan S
Stefan S 12.07.2021, 15:57

1. Äußerst geringe Infektionsgefahr
2. 0,0 Anzeichen für Imunschwäche
3. Sind Sie Arzt oder woher nehmen Sie die Einschätzung für Ihre Empfehlung?

Bild des Benutzers Thomas Unterwinkler
Thomas Unterwinkler 12.07.2021, 22:01

1. Die Inzidenz und damit die Infektionsgefahr ist derzeit niedrig, aber das wird sich - leider - binnen einiger Wochen ändern (siehe z.B. Großbritannien und Portugal).
2. Der verlinkte Beitrag handelt nicht von einer Immunschwäche, sondern von einer bestimmten Genvariante. Es geht also um eine genetische Prädisposition (keine Vorerkrankung).
3. Ich bin kein Arzt, kann aber trotzdem die Auffassung vertreten, dass bei der Abwägung für oder gegen Impfung zu berücksichtigen ist, dass nicht nur ältere Menschen oder solche mit Vorerkrankungen einen schweren Verlauf haben können.

Bild des Benutzers Stefan S
Stefan S 13.07.2021, 13:13

Schlagartig ändert sich die Infektionslage nicht und ins besondere in Bezug auf die Delta Variante ist die Erkenntnislage noch äußerst dünn, da ist mehr hoffen als Wissen zum aktuellen Zeitpunkt.
Der verlinkte Artikel begründet aber den schweren Verlauf mit einer Imunschwäche und es geht daraus nicht hervor ob diese Imunschwäche neu entdeckt wurde und/oder schon bekannt ist aus anderen Forschungsgebiet.
Die Auffassung dürfen Sie gerne haben aber in diesem Fall vertraue ich lieber meinem Arzt der sowohl familiäre als auch gute fachliche Verbindungen mit der virologischen Abteilung der Uniklinik in Tübingen aufweisen kann. ;-)

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 12.07.2021, 22:50

“Frei hat Recht”: keine Vermutung, sondern eine Behauptung, doch ohne Begründung?
“Recht-haben” daher als Argument?
.
Ein Beispiel nur, wo ich vermute, widersprechen zu sollen:
“Der Impstoff schützt (nach heutiger Erkenntnis) die Risikogruppen vor einem schweren Verlauf”, so bei Frei: das ist vermutlich falsch, denn
a) nicht nur Risikogruppen können einen schweren Verlauf haben, und
b) die Impfung schützt auch jene, die nicht zu Risikogruppen gehören, vor einem schweren Verlauf.

Bild des Benutzers Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 13.07.2021, 08:32

Wahrscheinlich ist Frei geimpft, es wäre nicht neu, dass Geimpfte besonders "Gas geben". Bei denen lautet die Ausrede dann, dass es z.B. die Kinder waren, die auf Maske oder Impfung gedrängt hätten. Das gilt nicht nur für Bauern und Bäuerlein mit "Grint". Kurz, man ist und bleibt nach wie vor (der Impfung) überzeugt, dass der ganze Aufwand ein Corona- Virus nicht wert ist.

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Felix Frei 13.07.2021, 18:21

Frau Garber natürlich ist der Frei geimpft (meine Antwort auf diesbezügliche Fragen). Was die Corona Impfung betrifft wartet er aber lieber noch ab, weil er keinen Grund sieht, sich impfen zu lassen. Sollte es sich aber einmal ergeben, dass er die Notwendigkeit einer Impfung sieht, dann wartet er auf eine herkömmliche Impfung mit einer seit Jahrzehnten erprobten Impftechnik mit dem ganzen Virus als Totimpfstoff. Er sieht da für sich nämlich mehr Sicherheit und vor allem einen breiter aufgestellten Impfschutz, sofern er einen solchen überhaupt nötig hat was durch vorherige Tests erst zu schauen ist.
Soll im Herbst soweit sein. Natürlich muss auch diese Impfung genau angeschaut werden. Schauen wir mal welche EU Staaten diesmal geruhen den Bürgern eine Auswahl diesbezüglich anzubieten. Großbritannien soll schon eingekauft haben.

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Felix Frei 13.07.2021, 17:56

Herr Gasser ich habe nie behauptet dass nicht auch andere Leute abseits der Risikogruppen einen schweren Verlauf haben können, deshalb kann sich ja jeder der glaubt gefährdet zu sein, impfen lassen. Statistisch gesehen ist der schwere Verlauf abseits der (alterbedingten) Risikogruppen allerdings sehr gering.
Wogegen ich mich ausspreche, das habe ich schon mehrmals betont, ist das Durchimpfen der gesamten Bevölkerung ohne vorherige Tests auf bereits durchgemachte Infektionen, und vor allem der Druck der auf jene die sich nicht impfen lassen wollen, ausgeübt wird, da dies vor dem Hintergrund der fehlenden endgültigen Zulassung und vor allem der fehlenden sterilen Immunität, nicht gefordert werden kann.
Deshalb Herr Gasser, der Sie immer vehement die Solidarität einmahnen, passen Sie auf sich selbst auf, dass Sie ja keinen coronabedingten Schnupfen kriegen und andere anstecken.

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Peter Gasser 13.07.2021, 18:59

Sie schreiben gebetsmühlenartig immer wieder dasselbe, wissend um die fehlende Solidarität und schwerwiegende Ent-pflichtung dieser Einstellung. Würden alle so handeln, gäbe es erneut viele Kranke, viele Langzeitgeschädigte, viele Tote, erneute strenge Maßnahmen bis zum erneut möglichen Lockdown mit hohen wirtschaftlichen Schäden. Es sind jene, die sich impfen lassen, welche mitwirken, dies für uns alle zu verhindern.
Wenn wir alle, welche durch die Impfung Verantwortung zeigen, unsere Gesellschaft vor neuen Schäden an Gesundheit, Leben und Wirtschaft zu bewahren versuchen, können wir gerne auf die (Ihre) Ankündigung sich impfen zu lassen, wenn die Gefahr vorbei ist, verzichten.

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Elisabeth Garber 13.07.2021, 20:43

Extreme Impfgegner verbreiten, dass man spätestens nach der Auffrischungsimpfung das Zeitliche segnen wird. Hm...

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Ludwig Thoma 13.07.2021, 20:54

Das erklärt, wie effizient die denken. Dann lieber gleich an der Krankheit sterben :-)

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Lollo Rosso 09.07.2021, 20:20

Herr Gasser, verschwenden Sie nicht ihre Energie. Spätestens im Herbst haben wir eine Zweiklassengesellschaft, die Geimpften, die das öffentliche Leben genießen können und die Ungeimpften, die davon ausgeschlossen sind. Die sitzen zuhause und trinken Salbeitee. Mir soll es recht sein.

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Florian Hinteregger 09.07.2021, 20:44

Soviel zu den Fanatikern hier im Forum, denen die Spaltung der Gesellschaft aufgrund dieses Themas recht ist.

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Elisabeth Garber 09.07.2021, 21:17

Schon perfide, was da für Unterstellungen gemacht werden. MFG @ F. Hinteregger

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Manfred Klotz 10.07.2021, 07:31

Herr Hinteregger, die einzigen Fanatiker, nicht nur hier im Forum, sind jene Menschen, denen auch das Verbreiten von falschen Informationen nicht zu dumm ist, um einerseits Ihre ablehnende Haltung zu rechtfertigen und andererseits andere bei ihrer Entscheidung pro oder contra Impfung zu beeinflussen. So als ob es für die Minderheit - denn das sind die Impfgegner zum Glück - wichtig wäre, nicht allein im Boot zu sitzen.
Es wäre allen geholfen, wenn einfach jeder für sich entscheidet. Wenn Sie die ganze Diskussion über die letzten Monate verfolgen, gibt es von "Impffanatikern", wie Sie sie bezeichnen, keine proaktiven Äußerungen, sondern nur Reaktionen auf den abgrundtiefen Stumpfsinn, der von Impfgegnern verbreitet wird, der auch wirklich nicht unwidersprochen bleiben sollte. Die Debatte zeigt leider eine Schieflage, wo seitens der Impfgegner Veschwörungserzählungen oder Fakes (die sowieso immer von den gleichen kommen und eigentlich auch immer die gleichen sind) zumindest gleichwertig gehandelt werden, wie wissenschaftliche Fakten.

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Florian Hinteregger 10.07.2021, 09:46

Es gibt auch jene Fanatiker beiderseits, die darauf warten, dass die jeweils anderen einen Schaden erleiden. Manche Gegner reiben sich bei Impfschäden die Hände und die anderen bei schweren Verläufen oder einfach wenn die andere Gruppe ausgegrenzt wird. Derzeit sind diese Fanatiker noch eine Minderheit, hoffentlich bleibt es so.

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Elisabeth Garber 10.07.2021, 11:04

Ja stimmt, den Eindruck hat man speziell bei Impfgegnern.

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Manfred Klotz 10.07.2021, 11:30

Das prophezeihen von Schäden kommt fast ausschließlich aus der Impfgegnerecke. Mir persönlich hat man beispielsweise eine Lebenserwartung von höchstens 2 Jahren gegeben. Oder viel Glück gewünscht, weil ich es nach der Impfung brauchen werde.

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Elisabeth Garber 09.07.2021, 21:03

...die Salbeivariante. @Lollo Rosso
(Achtung Galgenhumor)

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Ludwig Thoma 10.07.2021, 10:25

@garber, ich weiß nicht, wieso Sie sich über Kranke/Genesene lustig machen. Empathie ist es jedenfalls nicht. Impfen hilft da wahrscheinlich auch nicht.

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Ludwig Thoma 09.07.2021, 21:40

OK, Sie können also alle nicht begründen, wieso Menschen mit körpereigenen Antikörpern anders behandelt werden als solche mit eingeimpften. Danke

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Manfred Klotz 10.07.2021, 11:31

Wenn Sie mich meinen, doch, ich habe eine Begründung angeführt.

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Ludwig Thoma 10.07.2021, 14:37

In Ihrer Begründung haben Sie einfach aus einer Erwägung eine Empfehlung gemacht. Ich hab selbst ein bisschen gesucht und bin auf folgendes gestoßen:
Eine Impfung für Genesene bringt nicht wirklich Vorteile, es sollten zuerst "die Anderen" geimpft werden.
https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.06.01.21258176v2.full.pdf
Bei der zu erwartenden Immunantwort allein auf serologische Tests von Antikörpern abzustellen greift zu kurz. Genesene bleiben über Monate immun
https://science.sciencemag.org/content/371/6529/eabf4063.full
Wahrscheinlich sogar über Jahre oder gar lebenslang
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34030176/

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Manfred Klotz 11.07.2021, 13:49

Herr Thoma, Sie biegen wohl gerne die Tatsachen, damit Sie zu Ihren Aussagen passen, oder?
Wissen Sie was "pre-print" und "not peer-revied" bedeutet? Nicht? Dann lassen Sie lieber die Finger von solchen Studien.
Wenn Sie hingegen die letzte verlinkte Studie genauer lesen, sofern Sie mit Englisch nicht auch die gleichen Probleme wie mit Deutsch haben, dort steht klar "Here we show that in convalescent individuals who had experienced mild SARS-CoV-2 infections (n = 77), levels of serum anti-SARS-CoV-2 spike protein (S) antibodies declined rapidly in the first 4 months after infection and then more gradually over the following 7 months", das bedeutet genau das Gegenteil von dem, was Sie herauslesen und wäre im Grunde ein Argument für die Empfehlung des RKI, eine Impfung in Betracht zu ziehen. Sie haben Ihre Frage damit also selbst beantwortet.

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Ludwig Thoma 11.07.2021, 14:23

Sie werfen mir genau das vor, was sie selbst tun. Jede/r kann die paar Zeilen zu Ende lesen anstatt einzelne Sätze zu zitieren.

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Manfred Klotz 13.07.2021, 07:25

@Thoma - Nein, ich widerlege Ihre Behauptung mit dem Kernsatz einer Studie, die Sie zur Untermauerung Ihrer Meinung verlinkt haben. Der einzig logische Schluss ist, dass Sie nicht verstanden haben, um was es geht.

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Felix Frei 11.07.2021, 18:09

Herr Klotz leider kommt es gar nicht so sehr auf die Antikörper an sondern, auf die T-Gedächtniszellen, die sich bei einer Infektion mit Corona Viren (auch anderen) gebildet haben und die bei Bedarf, also wenn das Virus wieder angreift die Antikörper wieder hochfahren. Genesene verfügen auch bei schwacher Erkrankung über solche Gedächtniszellen, die viele versch. Teile eines Virus identifizieren können. Das erklärt dass weit über 90 Prozent der Bevölkerung gar nicht oder nicht schwer an Covid erkrankt ist. Ganz ohne Impfung, dank der Funktion der Gedächtniszellen. Eine verantwortungsvolle Vorgangsweise wäre, die Bevölkerung aufzufordern bzw. es zu organisieren vor jeder Impfung sowohl den Anteil der Antikörper und vor auch jenen der T-und B- Gedächtniszellen im Blut messen zu lassen um gänzlich unnötige Impfungen zu vermeiden, da ja dann durch das Gedächtnis des Immunsystems das jahrelang bzw. lebenslang wirkt, zukünftige Infektionen vermieden werden. Das wäre halt die effiziente Vorgangsweise die man sich von einer effizienten Politik wünschen würde, anstatt quer durchs Gemüsebeet alle durchzuimpfen jung und alt gefährdet oder nicht, ob jemand es braucht oder nicht.
Lassen wir einen Fachmann zu Wort kommen.

https://www.youtube.com/watch?v=H6jeuk4uJGA&t=919s&ab_channel=RadioM%C3%...

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Peter Gasser 11.07.2021, 18:23

Das muss korrigiert werden: dieser youtuber ist wohl Arzt, aber weder Fachmann in Virologie noch Immunologie, der Schreiber könnte da ruhig besser recherchieren, bevor Falsches behauptet wird;
Paul Brandenburg ist erklärter Pandemiegegner und zur Zeit weder in Forschung noch Therapie tätig, sondern Unternehmer, der wegen des “Bagatellvirus” 2 oder 3 Testzentren betreibt.

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Felix Frei 11.07.2021, 18:53

Dann wird die Aussage über die Langzeitimmunität durch T-Gedächtniszellen natürlich nicht stimmen. Leider gibt es dazu aber Studien genug. Paul Brandenburg erklärt die Materie schlüssig und für den Laien verständlich. Nicht jeder der kritisch hinterfragt ist ein Dilettant.
Deshalb sollte man sich mit der AUSSAGE an sich beschäftigen und wennschon diese in Frage stellen.

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Manfred Klotz 13.07.2021, 07:29

Herr Frei, Sie haben geschrieben "Lassen wir einen Fachmann zu Wort kommen". Ist er aber nicht.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 11.07.2021, 20:46

Hallo Herr Gasser, was bitte ist ein "Pandemiegegner" und was ist schlecht daran? Gibt es auch Pandemiebefürworter, falls ja, was sind das für Leute?

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Peter Gasser 12.07.2021, 01:05

... sollte “Pandemieskeptiker” heissen, in der Eile falsch getippt.

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Manfred Klotz 13.07.2021, 07:40

Herr Frei, es ging aber dezidiert um die Antikörper. Dass T-Zellen in der Bekämpfung eines Virus eine wichtige Rollen spielen, ist mittlerweile wohl allen klar, war aber eben nicht Thema, sondern die Frage, weshalb man sich nach überstandener Krankheit impfen sollte. Die Antwort ist, weil eben die Antikörper eines Genesenen schnell verschwinden. Auch T-Zellen halten nebenbei nicht für immer.

Bild des Benutzers Felix Frei
Felix Frei 14.07.2021, 10:30

Herr Klotz, die Diskussion bzw. das Reduzieren des Themas auf die Antikörper ist nutzlos weil es zu kurz greift. Gerade das Vorhandensein der T-Zellen nach durchgemachter Erkrankung aktiviert die Antikörper erneut falls es eine erneute Virusattacken gibt, auch wenn sich die Antikörper nach bestimmter Zeit zurückgezogen haben, werden sie durch die T-Zellen reaktiviert. Durch diese Aktivierung werden auch Varianten des Virus erkannt und bekämpft. Wie Sie zur Aussage T-Zellen halten nicht für immer kommen, wird ihr Geheimnis bleiben. Lassen wir daher Forscher der Uni Innsbruck zu Wort kommen, deren Forschungsergebnisse sich mit denen weltweit decken:

https://www.i-med.ac.at/mypoint/news/749681.html

Außerdem ist es anders als Sie behaupten so, dass eine natürliche Infektion einen breiter aufgestellten Schutz bietet, da dort Immunität gegen viele versch. Merkmale des Virus gebildet werden und nicht nur gegen das Stachel-Protein. Genau gesagt hat man über 1400 Merkmale (Epitope) gefunden, die vom Immunsystem wiedererkannt werden.

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1931312821002389?...

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Peter Gasser 14.07.2021, 10:41

Sie vergessen ganz, was 2020 in Manaus geschehen ist... trotz einer überstandenen Infektion von etwa 70% der Bevölkerung kam eine weitere verheerende und noch stärkere Welle...
Es ist zur Zeit vor allem die empirische Erfahrung, welche vorrangig zählt:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121804/SARS-CoV-2-Rasche-Ausbreit...

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Manfred Klotz 11.07.2021, 13:54

Zur Studie aus Ihrem ersten Link noch eine Bemerkung. Die Studie geht offenbar auf eine Momentaufnahme vor Auftreten der Delta-Variante zurück. Abgesehen von der Tatsache, dass das Fazit darauf hinausläuft, dass angesichts der Gefahr zuerst die geimpft werden sollten, die noch keine Impfung hatten, nicht, dass Genesene nicht geimpft werden sollten. Es geht also um Prioritäten.

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Ludwig Thoma 10.07.2021, 08:02

@ lollo, das mag daran liegen, dass bei der Mehrzahl der Grint nur binär denken kann, also geimpft oder nicht. Dass es auch Genesene gibt verstehen viele offensichtlich nicht.

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Manfred Klotz 10.07.2021, 07:15

Herr Thoma, es existieren keine internationalen Schwellenwerte, die definieren, ab welchem Punkt man nicht mehr immun ist. Der verschiedene Schutz durch Antikörper von Genesenen und Geimpften hängt laut Studien mit den verschiedenen Antikörpern zusammen. Die durch die Impfung erzeugten Antikörper halten länger. Mit der Zeit scheinen Genese wieder mehr zur Verbreitung des Virus beizutragen. Christian Drosten stellte fest, dass IgA-Antikörper bei Genesenen schneller ihre Wirkung verlieren als IgG-Antikörper und damit ein geringerer Schleimhautschutz (die erste Barriere gegen das Virus) die Folge ist.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 10.07.2021, 07:04

Herr Thoma, weshalb Genesene wenigstens 1 Dosis Impfstoff in Erwägung ziehen sollten, brauchen Ihnen nicht die "liberalen Herrschaften" erklären, das hat die Wissenschaft bereits getan.
Das RKI beispielsweise empfiehlt: „Bei immungesunden Personen, die eine labordiagnostische gesicherte Sars-CoV-2-Infektion (PCR-bestätigt) durchgemacht haben, sollte eine einmalige Impfung frühestens 6 Monate nach Genesung erwogen werden.“ Also sollten sich auch Genesene nach dem halben Jahr impfen lassen, damit eine ausreichende Menge an Antikörpern im Blut aufrecht erhalten bleibt.
Wissenschaftlicher erklärt es folgende Studie:
https://stm.sciencemag.org/content/13/600/eabi9915

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Ludwig Thoma 10.07.2021, 07:52

Danke, das rki sagt also ich sollte eine Impfung "erwägen", was soviel heißt wie: "ins Auge fassen; prüfend abwägend überlegen, durchdenken;". Eine klare Empfehlung ist das jedenfalls nicht. Haben Sie auch noch eine Studie für andere Vakzine, oder besser, eine über Zweitinfektionen?

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Elisabeth Garber 10.07.2021, 11:03

Danke Herr Klotz für die Aufklärung, adressiert an die 'Multiplen', wir 'Binären' sind informiert genug.
Gute Unterhaltung noch @Thoma L. (Suchen sie sich doch anonymisierte Diskussionspartner*!)

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Ludwig Thoma 10.07.2021, 11:18

Sie sind auch noch stolz auf Ihr schwarz-weiß denken. Herrlich, danke für diese Aufheiterung.

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Manfred Klotz 10.07.2021, 11:27

Herr Thoma, wenn Sie glauben, Sie würden mit Haarspalterei Ihre These stärken, dann täuschen Sie sich. Was soll das RKI anders tun als von in Erwägung ziehen schreiben, wenn es keine Impfpflicht gibt? In Erwägung ziehen heißt, dass das RKI es empfiehlt, weil erwägen heißt "In Betracht ziehen".

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Ludwig Thoma 10.07.2021, 12:23

Schauen wir mal im Duden:
Erwägen: prüfend, abwägend überlegen, durchdenken; in Betracht ziehen.
Empfehlen: jemandem als vorteilhaft, geeignet, zuverlässig vorschlagen; jemandem raten, sich für jemanden, etwas zu entscheiden.
Das sind definitiv keine Synonyme.
Wieso man jetzt etwas ohne Pflicht nicht Empfehlen sollen könnte, sondern nur in Erwägung ziehen, weiß ich nicht.

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Manfred Klotz 11.07.2021, 13:36

Ach Sie erklären mir als Linguistiker die deutsche Sprache. Das nenne ich mal Risikofreudigkeit.

Noch ein Versuch, vielleicht klappt's ja dieses Mal: Wenn das RKI schreibt, man solle eine Impfung in Betracht ziehen, was ist das dann, wenn nicht eine Empfehlung?
Wie gesagt, wenn Sie einen Spaß dabei empfinden, sich als Sophist zu outen, meinetwegen. Besonders schlau wirken Sie dabei allerdings nicht.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 11.07.2021, 13:50

Lesen Sie nochmal aufmerksam die Bedeutung von erwägen und empfehlen laut Duden. Erklären Sie mir bitte auch noch mal, wieso das rki "nichts anderes tun kann als von in Erwägung ziehen schreiben" kann, wo es doch keine Impfpflicht gibt. Das rki könnte imho auch ohne Pflicht eine Empfehlung aussprechen.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 13.07.2021, 07:21

Das RKI spricht eben eine Empfehlung aus. Da können Sie sich noch so winden.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 13.07.2021, 08:37

Erklären Sie mir bitte den Zusammenhang mit der Pflicht?

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 14.07.2021, 07:11

Da reimen Sie sich wieder etwas zusammen. Ich habe Ihnen - offenbar erfolglos - versucht zu erklären, weshalb eine Empfehlung sich impfen zu lassen, das einzige ist was das RKI aussprechen kann, EBEN WEIL es keine Impfpflicht gibt. Bei einer Impfpflicht würde das RKI wahrscheinlich schreiben "Leute, ihr müsst euch impfen lassen".

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G. P. 11.07.2021, 20:50

Stop! "In Betracht ziehen" bedeutet noch lange nicht "empfehlen", geht in die Richtung "erwägen". Möchte das RKI die Impfung wirklich empfehlen, hätte es auch "empfehlen" geschrieben.

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 13.07.2021, 07:20

Das RKI schreibt, "man sollte in Erwägung" ziehen. Wenn jemand schreibt, man sollte eine Lösung usw. in Erwägung ziehen, dann regt er diese Lösung an. Ansonsten würde er überhaupt nichts schreiben, oder schreiben man sollte eine Lösung nicht in Erwägung ziehen (also davon Abstand nehmen). Auch wenn jemand eine Empfehlung abgibt, wird derjenige, an den sich die Empfehlung richtet, sich Gedanken machen, ob er der Empfehlung Taten folgen lässt, oder nicht. Eine Empfehlung ist ja keine Anordnung. Ersetzen Sie "in Erwägung ziehen" mit "in Betracht ziehen" (das ist ein Synonym) vielleicht verstehen Sie es dann besser. Ein weiteres Synonym von "In Erwägung ziehen" ist übrigens "einplanen". Da wird es noch deutlicher.
Sprache ist mein Beruf, G.P.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 13.07.2021, 19:27

Bei der Stiko und dem RKI scheint man unsere Diskussion verfolgt zu haben. :-) Von "erwogen werden" steht da nix mehr. Es wird jetzt "empfohlen", was ein Unterschied ist (siehe nochmal oben die reinkopierten Definitionen vom Duden).

Bild des Benutzers Manfred Klotz
Manfred Klotz 14.07.2021, 07:07

Herr Thoma, wenn ich an Ihre Adresse schreibe, Sie sollten in Erwägung ziehen sich in Sachen Semantik besser zu informieren, was ist das dann? Genau, eine Empfehlung. Sie befinden sich gerade in einer Sackgasse, da nützt es nichts, wenn Sie weiterhin versuchen geradeaus zu fahren.

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 14.07.2021, 20:54

Jemandem sagen er solle X in Erwägung ziehen, heißt soviel wie, er solle die Sache "prüfend, abwägend überlegen, durchdenken". In unserem Falle sollte sich der Genesene also gut überlegen, ob er sich impfen lassen soll oder nicht. In diesem Fall liegt keine Empfehlung für eine Impfung vor. Wird demjenigen X zu tun empfohlen, dann wird ihm das "als vorteilhaft, geeignet, zuverlässig vorgeschlagen". In unserem Falle, wird dem Genesenen also jetzt klar empfohlen, sich impfen zu lassen. (Ubi voluit, ibi dixit) Also ein ganz schöner Unterschied, wie ich meine. Ich nehme an, dass man das beim RKI ähnlich sieht, deshalb hat man dort eben die Textpassage ausgetauscht. Wären die beiden Begriffe Synonyme, hätte man den Text stehen lassen können.

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Stereo Typ 09.07.2021, 14:25

Finde das ganze Fritto-misto-Geschreibsel humorlos. An welchen Stellen sollte man denn bitte lachen? Was ist bitte ein Tiroler Grint? Dachte, da wären wir längst raus ...

Bild des Benutzers Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 09.07.2021, 17:20

Mir hat die Kolumne von Alexandra Kienzl sehr gut gefallen und ich habe mich auch bemüht, mit einem humorvollen Kommentar darauf zu antworte. Leider ist Humor, im Gegensatz zu rein boshaften Kommentaren, in der Salto-Redaktion nicht gefragt, so dass mein Kommentar nicht veröffentlicht wurde. Ich werde es überstehen, Salto tut sich aber mit dieser Zensur-Taktik selbst keinen Gefallen.

Bild des Benutzers Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 09.07.2021, 18:45

? Das glaub' ich jetzt nicht -

Bild des Benutzers Siegfried Freud
Siegfried Freud 11.07.2021, 09:47

Treffend analysiert, Frau Karlegger. Ich glaube ohnehin, dass die Autorin maßlos überschätzt wird.

Bild des Benutzers Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 11.07.2021, 10:46

Die Kienzl kann jetzt sicher kein Auge mehr zu tun..., nachdem einzelne Stuten & Gäule so freudig zugebissen haben. (Achtung Humor)

Bild des Benutzers Lollo Rosso
Lollo Rosso 11.07.2021, 17:50

Zwecks überschätzt, wurde Sie für den Nobelpreis vorgeschlagen oder was? Ich bin mit der Kienzl auch nicht immer einer Meinung, aber sie trifft oft genau ins Schwarze und kann schreiben wie kaum jemand anders hier. Da können sich die Meckerer von oben ein Beispiel nehmen, weil wenn man deren Beiträge liest, schauts traurig aus.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 11.07.2021, 10:53

oben steht:
“Ich *glaube* ohnehin, dass die Autorin maßlos überschätzt wird...”:
:
nun ist der *Glaube* etwas sehr Subjektives und teils Irrationales und hat bekanntlich mit Wissen und Fakten wenig zu tun...

Bild des Benutzers Mumelter Georg
Mumelter Georg 11.07.2021, 12:25

Aktuell ist es schwer abzusehen wo Südtirol gegen September gegenüber Regionen mit mehr Vertrauen oder mehr Bildung im Naturwissenschaftsbereich dastehen wird.
Eine Durchseuchung wird nach Ansicht der führenden Corona Forscher leider kommen (Virus wird endemisch, Immuneescape Varianten dominieren), auch wenn Geimpfte und Genesene in den ersten Monaten die Ansteckungsrate statistisch deutlich reduzieren.

Das heist dann dass jeder ohne Antikörper (immunnaiv) sich unweigerlich zwischen dem Risiko seiner Reaktion auf das replizierende SARS2 Virus in seinem Körper und dem Risiko seiner Reaktion auf den aus 4 wählbaren Impfstoffen entscheidet.

Schwierig wird eine gute Aufklärung Bevölkerung sein, damit die Wahl nicht nur freiwillig (wichtig) sondern auch fundiert (auch wichtig) erfolgt.

Bei aller wichtigen Freiwilligkeit dürften sich Impfgegner dann auf mächtig Gegenwind einstellen, sollten sie entgegen ihrer Überzeugung leider im Krankenhaus landen und die, durch die extrem hohen Hospitalisierungszahlen gebeutelte normale Patientenversorgung nochmal stören.

Bild des Benutzers Thomas Unterwinkler
Thomas Unterwinkler 11.07.2021, 13:52

Leider wird in der Kommunikation seitens der Politik viel zu wenig darauf hingewiesen, dass es nur zwei Optionen gibt: Immunisierung durch Impfung oder durch Infektion.
Anders ausgedrückt: Alle, die nicht geimpft oder genesen sind, werden sich früher oder später mit Sars-CoV-2 infizieren.
Eine Herdenimmunität wird es nicht geben.

Bild des Benutzers G. P.
G. P. 11.07.2021, 20:54

"Bei aller wichtigen Freiwilligkeit dürften sich Impfgegner dann auf mächtig Gegenwind einstellen, sollten sie entgegen ihrer Überzeugung leider im Krankenhaus landen und die, durch die extrem hohen Hospitalisierungszahlen gebeutelte normale Patientenversorgung nochmal stören."
Wir werden halt nie erfahren, ob der im Krankenhaus oder auf der Intensivstation gelandete geimpft oder nicht geimpft ist.

Bild des Benutzers Stefan Laner
Stefan Laner 12.07.2021, 05:43

Glück gehabt, dass ich grade vorbeigekommen bin, was?! Man kann mich auch direkt fragen wenn man was von mir will.

Bild des Benutzers Stefan Laner
Stefan Laner 12.07.2021, 05:35

Servus Andre,
jo es stimmt. I bin olm no ned giimpft, weil i nämlich schun amol a virale Pneumonie kop hon, und weil ba gewissen Vorerkronkungen au zi passn isch. Und wenne unbedingt in fremma Hosn inneschaugn willsch, noar tui lai, des wert dir schun gfolln.
Hosche woll nicht bessaris zi tian als bled zi schreibm. Woasch, i hon koan Problem domit, ehrlich zi sein, und wos isch mit dir? Widmesch mir glei an gonzn Artikl, weil du net her gian willsch um normal mit mir dribo zi reidn?
Woasch, iboleg amol wie des meglich isch, dass du ibohaupt so an Artikl schreibsch, wo i la a klando Untonehmer bin, der nix centriert. Wozu der gonze tam tam? La wegn oando Person, la wegn mir? I bin woll sehr geehrt, dass du meina Postings af STANDARD kennsch, obbo denk amol awian dribo noch.
By the way, i bin ba koando Organisation dobei, wie du onscheinend moansch, sondern i vosuich lai, mein Einzelunternehmer-Betreib no zi rettn, wos dovon ibrig isch. Und lei weil i zusätzlich no an medizinischen Beruf hon, mi auskenn und ned stille bin wenn man mir 9 Monate meinen Betrieb zuisperrt - wegn Corona - und man Spritzn wie Zuggolan onpreisn tuit und i mi noar deswegn auregn tui, muss man net deppat ibbo mi schreibm.
Wenn wenigschtns oando vo enk awian a Rückgrad hett. Obbo nix. Passt schun.
I stea wenigschtns mit mein richtign Nomen do und stea für des in, wos i die letschtn 12 Johre an medizinischen Fochwissn gilearng hon, liebe* Andra.
Obbo es tiat la weita die Leit unfixn und stille sein, olbm boll oans noch do Impfung kollabiert oddo stirb.
Wo i zi finn bin, woasche jo sicho, mogsch la amol an Termin ba mir ausmochn, noar kemmo dribo redn. Se war a Friednsangebot... tui wiee willsch, obbo sei wenigschtns Ehrlich dobei!

Bild des Benutzers Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 12.07.2021, 22:01

Mit solchen unleserlichen und unverständlichen Kommentare wird jede sinnvolle Diskussion abgewürgt.

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