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Positive Diskriminierung?

Die Berliner Tageszeitung "taz" hat eine Stellenausschreibung gesetzt, wo Sie ausdrücklich nach einer Frau mit Migrationshintergrund suchte. Ein aus der Ukraine stammender Mann hat vor dem Arbeitsgericht wegen Diskriminierung geklagt und rechtbekommen.
Community-Beitrag von gorgias06.06.2014
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Der Kampf für Gleicheit hat in seiner Geschichte auch seine Blüten getrieben, so entstand aus der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung auch die Black Panter Party die unter anderem auch dem 'black nationalism' und der 'black supremacy' folgte, was im Grunde auch nichts weiter als eine Rassendiskriminierung ist. Nur anders formuliert, man ist nicht mehr gegen jemand oder etwas sondern für etwas.

Das aber so etwas im Grunde nur das Selbe von einem andern Blickwinkel ist, musste nun auch die linke Tageszeitung 'taz' feststellen, als Sie eine nach Geschlecht und Herkunft diskriminierende Stellenausschreibung publizierte. Schade dass manche Weltverbesserer am Ende in ihrem Eifer zu dem werden was sie bekämpfen.

In Deutschland und Italien war nach dem Ende des II. Weltkriegs eine Stunde großer Männer und Frauen, die durch die Setzung einer neuen Verfassung den Grundstein für bessere Gesellschaft gesetzt haben. Hier kann man in aller Klarheit und Einfachheit die Grundprinzipe unserer Gesellschaftsordnung nachlesen:

Deutsches Grundgesetz Art. 3 Abs. 3

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Costituzione italiana art. 3 comma 1

Tutti i cittadini hanno pari dignità sociale e sono eguali davanti alla legge, senza distinzione di sesso, di razza, di lingua, di religione, di opinioni politiche, di condizioni personali e sociali.

 

 

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/stellenanzeige-nur-fuer-frauen-taz-darf-maenner-nicht-diskriminieren-a-973838.html

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Kommentare

Bild des Benutzers Stephan Kerschbaumer
Stephan Kerschbaumer 06.06.2014, 17:03
Der Vollständigkeit halber sollte der 3. Artikel der italienischen Verfassung komplett wiedergegeben werden. _______________________________ Art. 3/1 (principio di eguaglianza formale) Tutti i cittadini hanno pari dignità sociale e sono eguali davanti alla legge, senza distinzione di sesso, di razza, di lingua, di religione, di opinioni politiche, di condizioni personali e sociali. Art. 3/2 (principio di eguaglianza sostanziale) È compito della Repubblica rimuovere gli ostacoli di ordine economico e sociale, che, limitando di fatto la libertà e l'eguaglianza dei cittadini, impediscono il pieno sviluppo della persona umana e l'effettiva partecipazione di tutti i lavoratori all'organizzazione politica, economica e sociale del Paese. _______________________________ Schon den "großen" Männern und (wenig zahlreichen) Frauen der verfassunggebenden Versammlung war der Unterschied zwischen formeller und substantieller Gleichberechtigung bekannt, wobei, zeitweise und unter gegeben Umständen, die formelle Gleichberechtigung zugunsten der substantiellen außer Kraft gesetzt werden darf. Dementsprechend ist die positive Diskriminierung sogar verfassungskonform.
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gorgias 06.06.2014, 18:28
Danke für den Hinweiss. Ich habe hier nur den ersten Absatz zitiert und die Angabe im Artikel korrekgiert. Was dem zweiten Absatz angeht, so steht "rimuovere gli ostacoli sociali e economici" und nicht "inserire elementi discrimitatori per tempo determinato per compiere un fine di parità proporzionale di rappresentanza in tutti gli strati e ambiti sociali" Aus den Zahlen kann man nicht notwendigerweise herauslesen dass Frauen gesellschaftlich diskrimineirt werden bestimmte Stellen nicht zu bekommen. Werden Frauen diskriminiert, dass es keine oder kaum Bauarbeiterin, Straßenreinigerin oder Müllfrau (wenn jemand dieses Wort das erste Mal hört weiss er wahrscheinlich nicht einmal wass gemeint ist und meint damit eine Obdachlose) gibt? Männer machen immer noch die dreckigsten und gefährlichsten Jobs. Werden diese etwa diskriminiert? Gibt es nicht genug Organisationen und Projekte die diese soziale Diskriminierung entgegen stehen? Gibt es nicht Frauenförderung, Mädchenförderung (girls day) Gleichstellungsbeauftragte und Beiräte zu Chancengleichheit, Frauenmuseen, Beratungsstellen für Frauen, Frauenhäuser usw. Kann es nicht auch sein dass Frauen nicht Karriere anstreben und bestimmte Berufe aus persönlicher Präferenz nicht anstreben. So ist es auch kein Wunder dass in den Schulen Mangel an Lehrern für Mathematik und naturwissenschaftliche Fächer wo Frauen die Überzahl sind. Wurde diesen das in der Berufsberatung (die Überwiegend von Frauen geleitet wird) systematisch ausgeredet? Technisch und naturwissenschaftlich Ausgebildete Fachkräfte sind Mangelware und dafür gibt es eine Schwemme an Germanistinnen und Psychologinnen. Und diese wundern sich dann dass sie weniger verdienen? Es gib auch Eigenverantwortung und für Einstellungen und mentale Hürden ist das Individuum vorrangig selbst noch verantwortlich.
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