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Bild des Benutzers Georg Schedereit

Georg Schedereit aus Meran/Südtirol/Italien, ist 1949 in Venedig geboren, und promovierte 1974 in Salzburg zum Dr.phil. in Politikwissenschaft. Der dt.-ital. Doppelstaatsbürger hat auch Hochschulabschlüsse in Konfliktmediation (Bologna/Bozen 2010) und Unternehmensführung (Innsbruck 1994). Neben seiner Muttersprache Deutsch und der Zweitsprache Italienisch spricht er fließend Englisch und Französisch.
Er ist Rundfunkjournalist, in den Siebziger Jahren beim Deutschen Dienst der BBC in London, seitdem für den deutschsprachigen Sender Bozen der RAI (Radiotelevisione Italiana in Südtirol, früher als Redakteur, heute als Freiberufler, z.B. mit seinem Live-Pressespiegel von 7:45-8:00 Uhr montags und an anderen Tagen zu hören unter http://www.raibz.rai.it/streaming_radio.php).
Daneben ist er in Südtirol als Moderator, Kommentator und als Referent für Medienkunde und politische Bildung bekannt. Neun Folgen seiner Radiosendereihe „Das politische Bildungscafé“ sind downloadbar unter http://www.schule.suedtirol.it/pi/faecher/das_politische_bildungscafe.htm)
Seine inhaltlichen Hauptinteressen und –sorgen gelten der Entwicklung Italiens (über dessen Politikersprache er dissertiert hat, und die er jahrzehntelang vor allem im öffentlich-rechtlichen Sender Bozen der RAI, im Wiener „Standard“ und in der „Tiroler Tageszeitung“ kommentiert hat), und letzthin vor allem populistischen Phänomenen sowie zeitgeschichtlichen Vergleichen wie zwischen dem italienischen Faschismus und dem deutschen Nationalsozialismus. Der Blog www.faschistensindimmerdieanderen.wordpress.com ist ein Produkt seiner Press Fellowship 2012 am Wolfson College der Universität Cambridge.
Dort referierte er zuletzt im Mai 2013 über Silvio Berlusconi and Beppe Grillo: „BerlusconItaly’s Immor(t)ality. On the secret of the persisting popularity of two charismatic clowns“ . Audio downloadbar unter http://www.sms.cam.ac.uk/media/1477470
Bei der 3-Länder-Tagung der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW), der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGPW) und der Schweizerischen Vereinigung für Politische Wissenschaft (SVPW) am 20./21.September 2013 referierte er einerseits über „Deutsch-italienische Affinitäten aus der Sicht englischsprachiger Fascist Studies“ und andererseits „Zur Langlebigkeit des Phänomens Berlusconi“ . Letzteres ist Gegenstand seines neuen Blogs: www.berluscontext.wordpress.com). Georg Schedereit ist u.a. Mitglied der Südtiroler Gesellschaft für Politikwissenschaft.

Politik | Georg Schedereit kommentiert BerlusconItalien

Ende der Ära Berlusconi? Altroché!

Silvio Berlusconi ist nicht mehr Senator. Na und? Beppe Grillo und Matteo Renzi sind es auch nicht, und trotzdem ist mit ihnen zu rechnen. Mit Berlusconi natürlich erst recht, mit der Macht seines Mammons, seiner Medien und seines „Martyriums“, wie er es darstellt: eine „Hinrichtung“, ein „Staatsstreich“ sei sein Rauswurf aus dem Parlament. Jetzt konnte selbst er das nicht mehr länger hinauszögern: die letztlich überhaupt nicht sensationelle, sondern ganz banale Umsetzung des auch von ihm selbst verabschiedeten Gesetzes, wonach letztinstanzlich Verurteilte im Parlament nichts mehr zu suchen haben.
29.11.2013

Chronik | Aus dem Blog BERLUSCONTEXT von Georg Schedereit

Führung ja, Personenkult nein

Zum gefühlten 19.Mal seit 1994 wird jetzt wieder allenthalben behauptet, Berlusconi sei politisch nun wirklich endgültig tot. Ich glaube das erst dann, wenn es ihm nicht mehr gelingt, Anhänger, Gegner und Medien so zu hypnotisieren, dass fast alles im öffentlichen Diskurs Italiens zu einer Art Referendum pro und kontra Berlusconi pervertiert wird. Wie konnte das passieren, und was bedeutet das für unsere Zukunft? Sergio Fabbrini leitet die School of Government an der Universität LUISS in Rom und hat dort den Jean-Monnet-Lehrstuhls für europäische Institutionenlehre und Politik inne. Er lehrt außerdem vergleichende Politikwissenschaft in Berkeley, war auch in Oxford, am Europäischen Hochschulinstitut Florenz, in Harvard tätig. An der Universität Trient hat er die School for International Studies aufgebaut.
13.10.2013

Chronik | aus dem Blog BERLUSCONTEXT

Berlusconis Emotionsführerschaft

Berlusconi hin, Berlusconi her. Heute genauso virtuos wie jeden Tag seit bald zwanzig Jahren gelingt es der Person, die länger als alle anderen Italiens Regierungs- bzw. Oppositionschef war, vor allem von sich reden zu machen statt von Italiens Problemen (die auch deshalb immer schwerer lösbarer erscheinen). Was ist das "Misserfolgsgeheimnis" dieses Phänomens? Mauro Calise ist der erste italienische Politikwissenschafter, mit dem ich mich dazu auseinandergesetzt habe. Mauro Calise ist Professor der Politikwissenschaften an der Universität Neapel, und hat auch in Paris sowie an der Cornell University gelehrt; an der Universität Chikago ist er Co-Autor von „Hyperpolitics, an interactive dictionary of political science“; er war Vizepräsident der International Political Science Association (IPSA) und Vorsitzender der italienischen Gesellschaft für Politikwissenschaften. Er betrachtet den Berlusconismus als die Speerspitze des Phänomens der Personalisierung, der „Verkörperlichung“ der Politik, als ihr „Fleischwerden“.
02.10.2013

Chronik | Zur Langlebigkeit eines Phänomens

BERLUSCONISMUS ist ernstzunehmen

Im Blog BERLUSCONTEXT geht es um jene politische Frage, die jeder italienischer Staatsbürger von interessierten Ausländern seit Jahren am häufigsten gestellt bekommt, jene zur einzigartigen Langlebigkeit des populistischen Phänomens Berlusconi: Was denkt ihr euch eigentlich dabei, so einen so oft zu wählen, und ihm auch jetzt noch, nach seiner x-ten, diesmal letztinstanzlichen gerichtlichen Verurteilung die Stange zu halten? So salopp, wie diese Frage oft gestellt wird, ist sie natürlich nicht zu beantworten. Von Nicht-Italienern ist dazu viel Lehrreiches geschrieben worden, auch viel Belehrendes. Was dabei oft übersehen wird: Nicht nur die Mehrheit der italienischen Wählerschaft, sondern erst recht die italienische Sozialwissenschaft hat sich von Anfang an durchaus kritisch und tiefschürfend mit dem Phänomen des Berlusconismus auseinandergesetzt. Nur werden diese Stimmen oft zu wenig wahrgenommen. Das soll hier nachgeholt werden.
30.09.2013

Chronik | Italienische Forschungsergebnisse

BERLUSCONTEXT: Zur Langlebigkeit des Phänomens Berlusconi

Im europäischen Zusammenhang kann man über die Krise der Demokratie in Italien nicht einfach nur den Kopf schütteln. Sie ist ernstzunehmen, weil wir alle wirtschaftlich, aber auch historisch zusammenhängen: Nationalpopulistischer Personenkult, wie ihn Italien in anderer Form schon einmal zwanzig Jahre lang vorexerziert hat, kann verheerend ansteckend sein - wie wir am Rande des deutschen Sprachraums am besten wissen bzw lernen (sollten). Damit hat sich (m)ein anderer Blog beschäftigt: www.faschistensindimmerdieanderen.wordpress.com. Wie jener, so bemüht sich nun auch der soeben eröffnete Blog (www.berluscontext.wordpress.com) um ein möglichst vorurteilsloses Verstehen des Untersuchungsobjekts sine ira et studio.
24.09.2013

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