Digitalisierung: moneta elettronica
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Kommentar

Der schwere Weg von "Italy" zu "E-taly"

Die Regierung will das Bezahlsystem und die Bürokratie Italiens endlich digitalisieren. Dabei könnten wir viel von Estland, dem Vorreiter Europas, lernen.
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Ritratto di Massimo Mollica
Massimo Mollica 3 Ottobre, 2019 - 10:43

Bellissimo articolo e bellissime considerazioni. Io credo che il cambiamento debba partire dal nostro Sudtirolo! Visto che siamo una provincia autonoma. E quindi dalle istituzioni locali e come vengano gestite le pratiche. E la mia "ricetta" mi sono permesso di spiegarla in questo articolo: https://www.salto.bz/it/article/24012016/il-cloud-eliminera-la-burocrazia-0 di quasi 3 anni fa! Se partissimo noi poi credo che tutto sarebbe in discesa.

Ritratto di gorgias
gorgias 3 Ottobre, 2019 - 11:02

In Italien gibt es PEC Mail, spid und digitale Unterschrift. Obwohl gesetzlich geregelt handelt es sich um Dienste die von privaten zur Verfügung gestellt werden und bezahlt werden müssen anstatt sie der Staat jedem Bürger selbstverständlich zur Verfügung stellt. Nebenbei handelt es sich um Insellösungen die nicht wirklich ineinander greifen. So wäre eine carta unica wohl die Grundlage für ein gesamtheitliches System. Mal sehen wie lange es dauert.

Ritratto di Do Riada
Do Riada 3 Ottobre, 2019 - 12:22

wiso bisch et in eschtlond bliben wens sem sofl supa isch?

Netiquette §S1 - Care for Styling

Netiquette §V1 - Add Value

Ritratto di gorgias
gorgias 3 Ottobre, 2019 - 16:43

Wies scheint der Kommentar nach der SCM Intervention als Antwort auf meinem Kommentar auf? Der Kommentar ist doch an die Autorin des Artikels gerichtet

Ritratto di Michl T.
Michl T. 3 Ottobre, 2019 - 17:51

weil ihr daran gelegen ist, dass die Dinge hier besser werden.
wenn alle deiner Denke folgen würden, gäbe es keinen Fortschritt.
warum gibst du ungefragt Empfehlungen zum Wohnort deiner Mitmenschen ab?

Ritratto di 19 amet
19 amet 3 Ottobre, 2019 - 20:07

Den IQ dieses Do Riada sieht man daran, dass er nicht einmal in der Lage ist ein korrektes Deutsch zu verwenden.

Netiquette §V1 - Add Value

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 3 Ottobre, 2019 - 22:47

"Kaum betrete ich die erste italienische Bar, um mich endlich von genießbarem Kaffeeduft umgeben zu können" - das empfinde ich als vollkommen ungerechtfertigte Kritik am Kaffee in Estland. Ich habe in Estland ausgezeichneten Kaffee getrunken und immer bar bezahlt, ohne dass es deswegen Probleme gab. Probleme gibt es hingegen bei uns, weil einmal die Bancomatkarte ihren Geist aufgegeben hat, ein anderes Mal das POS-Gerät nicht funktioniert. Da ist man froh, wenn man mit Bargeld zahlen kann, was schneller und einfacher geht.

Ritratto di Barbara Gutmann
Barbara Gutmann 4 Ottobre, 2019 - 12:40

Am 23. Oktober geht es bei der Tagung in der Eurac"Fit for digital. Ist die öffentliche Verwaltung bereit für die digitale Transformation?" genau um dieses Thema! Anmeldungen sind über diesen Link möglich (der Eintritt ist frei): www.siag.it/de/fit-for-digital

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 4 Ottobre, 2019 - 18:42

Warum muss die wiederholte Betonung auf Italien gemacht werden, wie "In Italien sind wir noch weit von elektronischer Bezahlung entfernt...". Ich hätte nicht gemerkt, dass Österreich, Deutschland, die Schweiz und wahrscheinlich noch mehrere Länder in mittleren Europa diesbezüglich weiter sind!
Ich bin froh, wenn es so ist: Warum sollen solche Lösungen allen übergestülpt werden. Es soll beides geben!

Ritratto di gorgias
gorgias 5 Ottobre, 2019 - 13:16

>Warum muss die wiederholte Betonung auf Italien gemacht werden<

Weil wir in Italien leben und der Vergleich zwischen Estland und Italien gemacht wird

Warum sollte uns mit anderen Ländern, die es auch nicht besonders gut auf die Reihe bringen vergleichen? Damit wir uns besser fühlen?

Ritratto di Michael Bockhorni
Michael Bockhorni 5 Ottobre, 2019 - 16:40

also ich wäre froh, wenn Südtirol auf dem Online / e-government Niveau von Österreich wäre. Ich bin ja gerade heute wieder am Online Banking gescheitert, da trotz App und Telefon nicht der richtige Code zu bekommen ist oder die SMS erst bei zweiten oder dritten Versuch eintrudelt. Und ist mensch dann auf der Online Seite gibt es ein unübersichtliches Menü mit endlos vielen Funktionen, aber nicht die, die man häufig braucht wie z.B. einen Betrag eines Dauerauftrag zu ändern.

Ritratto di G. P.
G. P. 4 Ottobre, 2019 - 21:14

Bargeld ist ein Stückchen Freiheit. Ist es erst mal abgeschafft, ist der Weg zur totalen Überwachung und maximalen Kontrolle durch den Staat - aber nicht nur durch den Staat - endgültig und unwiderruflich geebnet. Wo dann so viel Transparenz herrscht, ist es auch ein Leichtes, "Gegner" mundtot zu machen.
Im Moment vielleicht etwas weit hergeholt, in Zukunft aber durchaus denkbar:
- "Sie betätigen sich in einer politisch nicht genehmen Partei? Wenn Sie nicht aufhören, sperren wir Ihre Konten."
- "Sie weigern sich als Arbeitsloser, unser Jobangebot anzunehmen? Sehen Sie zu, wie Sie Ihre Miete und Ihre Lebensmittel bezahlen."
- "Sie waren auf dieser nicht genehmigten Demo? Bis zur Klärung des Sachverhalts werden ihre Gelder eingefroren."
Auf diese Weise kann eine Regierung jedes nicht genehme Verhalten beenden. Wer vor dem wirtschaftlichen Tod steht, überlegt es sich dreimal, ob er etwas gegen den Staat sagt.
Aber nicht nur vom Staat droht Gefahr:
- "Sie trinken jeden Tag zwei Bier und rauchen ein Päckchen Zigaretten? Suchen Sie sich bitte eine andere Lebens- und Krankenversicherung ... sofern Sie überhaupt eine finden."
- "Sie kauften im letzten Jahr mehrmals Psychopharmaka in der Apotheke? Tut uns Leid, den Job erhält der Mitbewerber."
Habe kein gutes Gefühl dabei ...

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 4 Ottobre, 2019 - 21:18

... ich auch nicht.
Aber das wird die Welt von morgen....

Ritratto di gorgias
gorgias 5 Ottobre, 2019 - 13:34

Ihre technische Dystopie zeigt auf, dass Sie politischer Gestaltung wenig Gewicht geben. Wenn man Ihnen Ihr Konto sperrt, den Strom abschaltet und das Wasser abdreht kommen Sie auch nicht mehr weit und dafür braucht man nicht einmal das Bargeld abschaffen. Warum das nicht passiert ist weil es das politische System nicht zulässt. Und dieses gilt zu bewahren und zu stärken.
Und um herauszufinden welche rezeptpflichtigen Medikamente Sie in der Apotheke kaufen, ist der Staat nicht darauf angewiesen dass Sie mit Bankomat zahlen.

Technisch ist schon so vieles möglich. Setzen Sie sich besser doch mal mit der Schufa und dem chinesischen Sozialkreditsystem auseinander und sie werden feststellen, dass Bargeld nicht weiter ist, als ein kleiner Fetisch, der Ihnen Freiheit und Anonymität suggeriert.

Ritratto di Ralph Kunze
Ralph Kunze 5 Ottobre, 2019 - 09:10

Die Kehrseite der Medaille kennt das Mädel nicht. Kann sie auch nicht.
Schön langsam beugen wir uns der totalen Kontrolle, wir werden(und sind es zum Teil schon) der gläserne Mensch. Das nennt man Freiheitsberaubung. Muster davon gab und gibt es: DDR , UDSSR, China...
Die verdeckten Weltherrscher(Finanz) und deren Handlanger (EU ind Co.)zwingen uns in einen gläsernen Käfig. Selbsternannte Moralisten helfen tatkräftig mit, ohne auch nur einen Funken Ahnung dabei zu haben wo das alles endet.

Ritratto di Julia Tappeiner
Julia Tappeiner 5 Ottobre, 2019 - 10:05

Sehr geehrter Herr Kunze,

Ihre Bedenken (und auch die Bedenken der anderen Kommentatoren) kann ich gut nachvollziehen, und sie sind berechtigt. Ich habe die "Contras" in dem Kommentar bewusst weggelassen aus Platzgründen und weil es inhaltlich nicht darum ging...

Nichtsdestotrotz denke ich oft darüber nach, wie die Digitalisierung unsere Gesellschaft verändern wird, und blicke, genauso wie Sie, mit einer gewissen Sorge in die Zukunft (Ja, auch ich habe Orwell's 1984 gelesen). Entgegen Ihrer etwas abschätzigen Meinung zu meiner Generation (siehe "das Mädel"), kann ich Ihnen sagen, dass wir "jungen Leute" uns sehr wohl über die "Kehrseiten" der Digitalisierung im klaren sind und uns damit auseinandersetzen.

Was meine, von Ihrer Generation unterscheidet, wage ich hier mal zu behaupten, ist lediglich der Lösungsansatz, vielleicht stimmen Sie mir zu? Ich finde, eine pauschale Verteufelung und Aufruf zu Ent-digitalisierung bringt zu nichts. Digitaler Fortschritt ist nicht aufzuhalten, denn die Welt entwickelt sich weiter, man kann nicht zurück. Man kann aber Mechanismen einführen, die die Gesellschaft für diese neuen Technologien wappnen und das Individuum schützen (e.g. Digitale Rechte, Aufklärung der Jugend im Umgang mit Internet usw.).

Entgegen dem Vorwurf der "Naivität" der jetzt folgen könnte, würde ich mit dem Vorwurf der "Verschwörungstheorie" antworten. Also Fakt ist, wir wissen nicht, wie die Zukunft aussehen wird und welche Herausforderungen auf uns zukommen werden. Durch soziale Medien und Internet allgemein haben wir uns sowieso schon verletzlich gemacht, was Daten angeht... Anstatt aber den Vorteilen der Digitalisierung jegliche Berechtigung abzusprechen, könnten wir uns konstruktiv-kritisch damit auseinandersetzen, uns so gut es geht darauf vorbereiten, und unsere digitalen Rechte schützen, ohne in Panik über die Ungewissheit der Zukunft und des Fortschritts zu verfallen

Ritratto di Ralph Kunze
Ralph Kunze 5 Ottobre, 2019 - 12:49

Ich stimme ihren Ausführungen großteils zu. Die Bezeichnung "Mädel" ist meines Wissens jedoch alles andere als abschätzig, oder sieht das die futuristische Generation so?

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 5 Ottobre, 2019 - 12:54

Versuchen Sie mal, einen hier mitschreibenden oder -diskutierenden Anfang- oder Mittzwanziger männlichen Geschlechtes als Bub oder gar „Biabl“ zu bezeichnen...

Ritratto di Julia Tappeiner
Julia Tappeiner 5 Ottobre, 2019 - 14:19

Danke für den Vergleich, Herr Gasser, darauf wollte ich hinaus. An Herrn Kunze: Ich weiß, dass bestimmte Ansprachen oft unbewusst und nicht mit schlechten Absichten gemacht werden. Etwa als mein männlicher Chef mich einst als "die neue hübsche Praktikantin" vorstellte, was er sicherlich nett meinte, für mich aber auf unangenehme Weise den Fokus auf mein Äußeres lege, wo es doch im Job auf meine Fähigkeiten ankommt. Deshalb weise ich immer gerne freundlich darauf hin, dass es, ja, abschätzig klingt, "Mädel" genannt zu werden oder sonstige Anspielungen auf Äußerlichkeiten, in einem Kontext, der entweder beruflich ist oder in dem über Inhaltliches diskutiert wird. "Mädel" ist also nicht abschätzig per se, in diesem Kontext allerdings unangebracht

Ritratto di Ralph Kunze
Ralph Kunze 5 Ottobre, 2019 - 22:35

echt ein riesenproblem das ganze. da rückt das thema selbst schnell in den hintergrund. haint drleid koane(r) mer eppes. jedes wort auf die waagschale. gehts uns allen gut wenn das die probleme des daseins sind...

Ritratto di Ralph Kunze
Ralph Kunze 5 Ottobre, 2019 - 22:45

herr gasser: zu einer anfangszwanzigerin darf man nicht mädel sagen?? meinen sie das im ernst? darf man fräulein sagen?
machen sie doch eine liste, welche wörter sie nicht wollen oder lassen sie sie aus dem duden streichen.das Wort Volk und rechts ist für viele auch untragbar. also besser nie mehr rechts abbiegen sondern nur links

Ritratto di Klemens Riegler
Klemens Riegler 5 Ottobre, 2019 - 12:08

Man muss dazu sagen, dass Estland "davor" Entwicklungsland war und die Chance genutzt hat von Null anzufangen. Und Estland hatte mit grade mal etwas mehr als doppelt so vielen Einwohnern wie Südtirol andere Voraussetzungen den "Reset" durchaus perfekt durchzuziehen. Auch ich würde gerne mit meinem Fingerabdruck am Smartphone meine vom Staat hergerichtete Steuererklärung abgeben. Auch ich würde gerne am Smartphone eine Mitteilung erhalten, wenn jemand meine digitale Krankenakte öffnet. Ich würde sogar gerne sehen was da alles über mich drin steht. Das darf in Estland eben im Prinzip fast jeder, nur werde ich darüber informiert und kann dagegen Beschwerde einlegen. Und der unerlaubte Zugriff wird geahndet. Die andere Seite der Medaille wurde hier auch schon beschrieben ... gläserne Mensch ... totale Kontrolle ... und eigentlich eine komplette Einschränkung der persönlichen Freiheit wie wir sie in einem freiem Land gewohnt sind. Die Esten haben sich damit vielleicht etwas leichter getan. Hatten eine andere Vergangenheit!
Und nun zu Italien;
- Auch wenn es lächerlich klingt, aber Italien ist in Sachen Digitalisierung anderen Europäischen Ländern schon jetzt voraus.
- Bestes Beispiel ist die Elektronische Rechnung. Hier spielen wir Versuchskaninchen, und es funkt halbwegs zufriedenstellend.
- Unsere Bankkonten sind längst nicht mehr privat. Der Fiskus hat vollen Zugriff darauf. Und längst durchforsten Computer unsere Konten nach Auffälligkeiten, die irgendwas erahnen lassen.
- Google, Facebook & Co. haben sich ebenso bereit erklärt - zumindest bei Verdacht - mit den jeweiligen Staatsbehörden zusammen zu arbeiten.
Wir sind somit bereits jetzt ziemlich "gläsern" und im wahrsten Sinne des Wortes durchschaubar.
Das Bargeld wir trotzdem vielleicht irgendwann verschwinden, auch wenn ich meinen Espresso, mein Paktl Tschigg, mein Bierl und - warum nicht - mein Schnitzel beim Egger-Metzger oder die Bremsbacken von meinem Radl lieber in Bar zahlen wurde.
Und eins ist ganz sicher, wenn das Bargeld weg kommt, werden andere Zahlungsmittel (Bitcoin & Co. & was dann noch kommt) dieses ersetzten. Die Schattenwirtschaft hat sich weltweit schon längst darauf vorbereitet und ist damit den Staaten schon wieder voraus. Übrigens auch in Estland ... wo derartiges im Ostland abgewickelt wird.

Ritratto di pérvasion
pérvasion 6 Ottobre, 2019 - 00:32

»Auch wenn es lächerlich klingt, aber Italien ist in Sachen Digitalisierung anderen Europäischen Ländern schon jetzt voraus.«

Ja, genau genommen ist Italien laut DESI-Index (Digital Economy and Society Index der EU) 2019 beim Thema »Digital Public Services« auf Platz 18 von 28, im Gesamtranking sogar auf Platz 24 von 28. Quasi ein Vorreiter.

Ritratto di Michael P.
Michael P. 9 Ottobre, 2019 - 09:54

Liebe Autorin, welcher Jetlag bitte?? Oder fliegen Sie über die USA nach Italien zurück? Abgesehen davon, lassen Ihre Aussagen (teilweise) darauf schließen, dass Sie wenig bis gar keine Ahnung haben, wie es in der Realwirtschaft, zumindest am POS wirklich läuft. Bargeldlos? Ja gerne. Probleme mit Netzwerk, dem Gerät selbst oder der Zuleitung, die ein Bagger bei Grabungsarbeiten restlos zerstört hat, darf es dann aber nicht mehr geben. Sie persönlich können dann ja auf einen Kaffee verzichten - interessiert wahrscheinlich keinen - aber der Barbetreiber muss trotz Umsatzausfall seine Angestellten pünktlich bezahlen, Miete für sein Lokal, die Nebenspesen, darunter die Bereitstellungsgebühr für die Geräte, den Netzwerktechniker, DSL-Anschluss, Strom, Wasser, Abwasser und nicht zu vergessen die Dienstleister für Lohnabrechnung und Steuerberatung. Die verärgerten Kunden darf er an der Kasse beruhigen bzw. vertrösten, er will ja dass sie wiederkommen. Aber Vorsicht: den Kaffee darf er ihnen nicht schenken, das wäre dann Steuerhinterziehung und würde bei entsprechender Kontrolle (fehlender scontrino) zur Anzeige mit empfindlichen Strafen bis hin zur Schließung führen). Zum Stichwort "bei mit Karte bezahlten Produkten könnte sich die Mehrwertsteuer verringern..." Ich kann mich noch gut erinnern, wie Banken vor gut 25 Jahren die Bankomat-Geräte schmackhaft gemacht haben, alles war gratis, das Gerät sowieso und man musste auch keine Provisionen bezahlen. Hat sich bekanntlich geändert, und nicht wirklich zum Vorteil der Händler, Gastronomen oder letztendlich für den Konsumenten. Das interessiert jetzt wahrscheinlich auch keinen mehr. Den Barista, der für einen Kaffee im Schnitt 1 Euro bekommt, dann wohl eher. Die einzigen, die diese Entwicklung freut sind die Banken (da sie sehr gut daran verdienen) und natürlich der Staat, denn der weiss dann ganz genau, wer wo wann wie viel Kaffee getrunken hat. Big data, sehr nützlich bei manchen Dingen.
Aber nun mal zur Digitalisierung. Der Vergleich mit Estland hinkt ja gewaltig. Erstens mal (so übern Daumen) 50mal kleiner, zweitens alles von der EU bezahlt. Und dort ist auch nicht alles Gold was glänzt - eine Unternehmerin hat mir letztens ihre Erfahrungen geschildert. Aber wie auch immer - ich will keine Bürgerkarte, die gleichzeitig Bankomatkarte ist, oder zumindest will ich das selbst entscheiden können. Und ich will bar bezahlen. Überall, wann und wo ich es will. Von der heutigen Generation hat man den Eindruck, dass sie Entscheidungen gar nicht mehr selbst treffen will, beobachtet man, wie unglaublich viele von ihnen mit Blick in ihr smartphone, chattend statt sprechend, (oft auch anderen hinterher) durch die Welt taumeln. Eine Herde (Schafe?), die alles gut findet, Hauptsache chillen und ja nicht zu mühsam... und der Kaffee muss natürlich passen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber subjektiv gesehen, sind die in der deutlichen Minderheit.
Und last but not least: im Wald beim Schwammerl suchen braucht man nun wirklich kein Wifi, oder muss die heutige Generation erstmal googlen, was man im Wald alles machen bzw. welches Schwammerl man gefahrenlos essen kann?

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