Kulturelemente
Kulturelemente [Wirsching/Laner]
Advertisement
Advertisement
Salto weekend

Tschanont, Lawod und Pummaduerz

Historische, sprachliche und wirtschaftliche Berührungspunkte zwischen dem Vinschgau und dem Engadin. Ein Kulturelemente-Gastbeitrag von Johannes Ortner
Advertisement

Support Salto!

Ogni abbonamento è un sostegno a un giornalismo indipendente e critico e un aiuto per garantire lunga vita a salto.bz.

Salto Plus

Liebe/r Leser/in,

dieser Artikel befindet sich im salto.archiv!

Abonniere salto.bz und erhalte den vollen Zugang auf etablierten kritischen Journalismus.

Wir arbeiten hart für eine informierte Gesellschaft und müssen diese Leistung finanziell stemmen. Unsere redaktionellen Inhalte wollen wir noch mehr wertschätzen und führen einen neuen Salto-Standard ein.

Redaktionelle Artikel wandern einen Monat nach Veröffentlichung ins salto.archiv. Seit 1.1.2019 ist das Archiv nur mehr unseren Abonnenten zugänglich.

Wir hoffen auf dein Verständnis
Salto.bz

Abo holen

Bereits abonniert? Einfach einloggen!

Advertisement

Weitere Artikel zum Thema...

Titelbild
Kulturelemente
jodeln_s_28.jpg
Kulturelemente
ke153.jpg
Kulturelemente
Advertisement
Ritratto di Sebastian Felderer
Sebastian Felderer 5 Aprile, 2021 - 10:00

Ich finde den Beitrag von Johanne Ortner äußerst interessant. Als gebürtiger Obervinschger und lange Jahre Mitglied im Münstertal beim dortigen Philatelisten-Verein, sind mir noch viele Begriffe geläufig. Nach meiner Erfahrung werden aber sehr viele Wörter im Oberland anders ausgesprochen, als sie hier im Beitrag angeführt sind. Für Radont sagen wir im Oberland "Ounawont" zum Beispiel.
Ich darf auch auf ein schönes Werk von + Franz Angerer, Grundschullehrer in St. Valentin hinweisen, das zu diesem Thema im Provinz Verlag im Jahre 2003 erschienen ist: "Rätoromanische Namensgebung in St.Valentin auf der Haide".
Dort ist auch die Flurbezeichnung "Filiaunes" angeführt und mit föglia, staudenreicher Wald, aunes , ein wasserführendes Tälchen erklärt.
Nicht zu vergessen ist im Oberland auch der Einfluss und die sprachliche Vermischung mit dem oberen Inntal mit dem Gerichtsbezirk Nauders, dessen Grenze auf der Malser Heide mit dem Hohen Kreuz gekennzeichnet ist.

Ritratto di Dietmar Holzner
Dietmar Holzner 5 Aprile, 2021 - 11:15

Ounewont ist eher die Bezeichnung für ein steile, fast oder gänzlich unzugängliche, ja absturzgefährliche Fläche (oder eben "Wond").

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 5 Aprile, 2021 - 11:53

Ohnewond war/ist bei uns im Passeier, wo ich her komme, der Wiesenstreifen am unter Ende des steilen Ackers.

Ritratto di Sebastian Felderer
Sebastian Felderer 5 Aprile, 2021 - 16:37

Ich weiß nicht, warum Sie mir solche Begriffe streitig machen, Herr Holzner, mit denen ich aufgewachsen bin? Es ist genau so, wie es nun Johannes Ortner erklärt hat. Es ist der Ackerrand, den es brauchte, um nicht das benachbarte Feld zu betreten, dies bei allen Ackerarbeiten. Er wurde beweidet oder gemäht.

Ritratto di Pafeiler Matthias
Pafeiler Matthias 5 Aprile, 2021 - 17:43

Hauptsächlich wurden sie von den Frauen gegratscht. Daher auch das sprichwörtliche Rodonnen ohgratschn, welches heute hauptsächlich in dieser Wortfolge verwendet wird.

Ritratto di Dietmar Holzner
Dietmar Holzner 6 Aprile, 2021 - 19:33

Das sollte kein streitig machen sein. Ich dachte nur nicht, dass dieser so spezielle Begriff auch bzw. offensichtlich vorwiegend eine andere Bedeutung als die von mir beschriebene (und erfahrene) haben könnte. Mea culpa.

Ritratto di Johannes Ortner
Johannes Ortner 5 Aprile, 2021 - 12:47

In der Tat, im Vinschger Oberland sind auch Ommat (Anmahd) oder Ounawont gebräuchlich. Zumindest in den Flurnamen kommen auch die Radonten vor: Pfoffaradont bei St. Jakob/Söles in Glurns. Die Anewand ist der Ackerrand, wo der Pflug gewendet wurde; er ist mit Gras bewachsen und diente gleichzeitig als Weide. Im Eisacktal befindet sich ein "Stuef" (Stufe) zwischen den Ackerparzellen. Althochdeutsch anawenti; ana = an, bei, zu sowie wenti = wenden.

Advertisement
Advertisement
Advertisement