Corona
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Gesundheit | Politik

Pflicht zur Gesundheit

Wie weit darf sich der Staat einmischen? Perspektiven auf Maßnahmen der Pandemiebekämpfung - Essay
Un contributo della community di Max Elia03.10.2021
Ritratto di Max Elia
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 „Ich gehöre nicht dazu. Werde ich heute darauf angesprochen? Wie rechtfertige ich mich, fällt mir eine Ausrede ein? Zur Geburtstagsparty heute Abend will ich nicht. Ich bin nicht erwünscht. Sie sagen, ich gehöre nicht dazu, ich sei ein Verschwörer, ein Gefährder der allgemeinen Ordnung. Täglich werde ich gnadenlos einsortiert. Die Fronten sind verhärtet, auch wenn ich das nie wollte. Bald wird mir die Arbeitserlaubnis entzogen. Das Geld und die Zeit, mich dreimal die Woche freizukaufen, hab ich nicht und will ich nicht haben. Einen Ausweg gäbe es, ja, aber ich habe kein gutes Gefühl dabei und vorschreiben lassen will ich mir eigentlich auch nichts. Den Verschwörungstheorien, die herumschwirren, glaub ich nicht, aber je mehr der Druck auf mich steigt, desto misstrauischer werde ich und desto mehr krieg ich das Gefühl, an den Geschichten, die sie herumerzählen, könnte doch was Wahres dran sein.“

Was sich nach einer Erzählung aus einem dystopischen Roman anhört, ist, für einen nicht unerheblichen Teil unserer Gesellschaft, derzeit gelebte Realität. Das Einzige, was sie sich zuschulden kommen lassen haben, war, auf eine vielgepriesene und heilsbringende Methode, der Behandlung zu verzichten: der Impfung.

Auf der anderen Seite herrscht ein entgegengesetztes Narrativ. Menschen, die sukzessive ihre Freiheiten wiedererlangen, ins Theater, Fitnesscenter und Restaurant gehen, prahlen mit ihrem Status. Um jeden Zweifel so schnell, wie möglich, aus der Welt zu schaffen, posaunen sie es immer wieder in die Welt hinaus: „Ich, geimpft? Natürlich! Willst du meinen Green-Pass sehen? Nein? Ich zeig ihn dir trotzdem, schau!“
Es sind dies die Helden unserer Gesellschaft, die in selbstloser Opferbereitschaft die Impfung über sich ergehen lassen haben. Eigeninteresse war selbstverständlich keines im Spiel. Man macht es ausschließlich für die Alten, für die Schwächsten.

Dies sind zwei, wenn auch überspitzte, Perspektiven auf eine gespaltene Gesellschaft, nicht nur weltanschaulich, sondern real. Gespalten in Menschen mit QR-Code und Menschen ohne.

Eines vorweg: Impfen ist wichtig! Der Autor dieser Zeilen ist selbst geimpft und möchte an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass alle zugelassenen Corona-Impfstoffe wirksam gegen schwere Verläufe von COVID-19 schützen. Sie wurden nach allen wissenschaftlichen Standards geprüft und durchliefen alle rechtlichen Hürden erfolgreich. Wer nicht will, dass er*sie bei einer COVID-19 Infektion, mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 10% im Krankenhaus landet, dann mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 14% Intensivmedizinisch behandelt werden muss und anschließend mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 34% stirbt (Quelle: RKI, Abschnitt 12), aber auch bei leichten oder symptomarmen Krankheitsverläufen, an noch nicht klar erforschten, aber häufig berichteten Langzeitfolgen, wie „Müdigkeit, Erschöpfung und eingeschränkte Belastbarkeit, Kurzatmigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen, Muskelschwäche und -schmerzen sowie psychische Probleme wie depressive Symptome und Ängstlichkeit“ (Quelle: RKI, Abschnitt 9) leiden will, sollte sich unbedingt und schnellstmöglich gegen das Corona-Virus impfen lassen.

Wir befinden uns also, wie beschrieben, in einer ausgesprochen verzwickten Situation. Doch was nun, was ist das Ziel?

Herdenimmunität! Ohne die Impfverweigerer gäbe es das Virus nicht mehr und alles wäre vorbei. Also muss man sie zum Impfen zwingen.
Nein, so einfach ist das leider nicht. Die Gefahr das Virus zu verbreiten, ist zwar bei Ungeimpften um ein Vielfaches höher als bei Geimpften, aber mittlerweile wissen wir, mit ziemlicher Gewissheit, dass wir SARS-CoV-2, so schnell nicht mehr loswerden. Die Pandemie, also der Zustand einer „neuen, aber zeitlich begrenzten [...] starken Ausbreitung einer Infektionskrankheit“, entwickelt sich langsam aber sicher zur Endemie, also dem „Zustand, bei dem ein Erreger dauerhaft zirkuliert und es lokal immer wieder zu Krankheitsausbrüchen kommt“ (Quelle: Drosten sieht Wandel von Pandemie zu Endemie). Das heißt konkret, dass auch Geimpfte, im Laufe ihres Lebens, alle paar Jahre wieder mal Viren, des SARS-CoV-2-Stamms begegnen werden, sich infizieren und ihre Immunität dadurch wieder erneuern und weiter ausbauen. Die Meisten werden davon wenig bis gar nichts mitbekommen, weil das Immunsystem das Virus bereits kennt und gut bekämpfen kann (Quelle: Das Coronavirus-Update von NDR Info). Die Entscheidung sich impfen zu lassen ist also nicht eine Entscheidung zwischen, „werde ich an COVID-19 erkranken oder nicht“, sondern diejenige, ob ich „meinen Körper vor meinem ersten Kontakt mit dem Virus darauf vorbereite, ihn warne und trainiere, oder nicht. Diese Entscheidung haben die meisten Personen unserer Gesellschaft bereits getroffen. Daran wird sich, auch mit allen Überzeugungsbemühungen und Werbekampagnen, nicht mehr allzu viel ändern lassen. Sollten wir stattdessen also einfach alle Maßnahmen fallen lassen und können mit reinem Gewissen, Vollgas in die nächste Welle reiten?

Nein, so wird das leider auch nichts. Die aktuellen Fallzahlen und Krankenhauseinweisungen zeigen, dass wir den Sprung zur Endemie noch nicht geschafft haben. Nach wie vor gilt es, eine Überlastung des Gesundheitssystems unbedingt zu vermeiden. Man darf das Risiko zu hoher Inzidenzen und damit das Risiko, dass nicht allen Menschen eine ausreichende gesundheitliche Versorgung zuteil kommt, auf keinen Fall eingehen. Dass Orte, in denen viele Menschen auf engem Raum zusammen kommen, den Green-Pass verlangen oder Ungeimpfte ganz außen vor lassen, um einen explosionsartigen Anstieg der Infektionen zu vermeiden, ist damit gerechtfertigt.

Worüber aber diskutiert werden muss, ist ob vor allem die jetzt beschlossene Ausweitung der Zerftifikatspflicht auf die gesamte Arbeitswelt, angemessen und zielführend ist, wenn man doch weiß, dass zumindest bisher, ein Großteil der Infektionen im privaten Umfeld stattfanden. Jemandem das Recht seiner*ihrer Arbeit nachzugehen, seiner*ihrer Lebensgrundlage, zu verweigern, nur weil er*sie anders denkt, ist höchst problematisch und kaum zumutbar. Heute, in einer Gesellschaft, in der mehr als 80%, der über 60-jährigen geimpft sind, stellt ein COVID-19 Infizierter nicht mehr annähernd dasselbe Risiko dar, wie noch im Februar. Außer eben für Ungeimpfte. Die sind das jetzt ja aber wirklich auch freiwillig.

Bisher war die Gesundheit eines Menschen doch immer Privatsache, oder?

Ein Ungeimpfter geht aus eigenem Entschluss ein höheres Risiko ein, wegen Corona auf der Intensivstation zu landen, genauso wie eine Raucherin das Risiko in Kauf nimmt, an Lungenkrebs zu erkranken. Beide werden sich im Nachhinein zwar fragen, warum sie es so weit kommen haben lassen, aber die Schuld dafür tragen sie alleine.

Haben wir in einer Demokratie nicht auch ein Recht darauf, uns selbst zu schaden?

Klar, man schadet durch seine Nicht-Impfung indirekt auch allen anderen, weil die Kosten, für eine eventuell notwendige Behandlung, die Allgemeinheit tragen muss. Man könnte durchaus darüber diskutieren, ob Menschen, die sich aus Gleichgültigkeit, Dummheit, oder welchen Gründen auch immer, selbst schaden, die Kosten für eine Behandlung im Krankenhaus selbst übernehmen sollten. Aber müsste man das dann nicht genauso auch bei Rauchern tun? Was wäre dann mit Menschen, die oft und gerne Fast Food essen? Was machen wir mit Extremsportlern, die sich, aufgrund der Gefahren, in die sie sich freiwillig begeben, verletzen? Wo zieht man hier die Grenze? Sie sehen schon, wo das Ganze hinführt.

In unserem Staat hat jede*r das Recht auf Leben, auf ein Intensivbett, wenn er*sie es braucht, egal warum es dazu kommt und das ist gut so.

Bei den bisherigen Corona-Maßnahmen war die Situation noch eine völlig andere. Viele Menschen, die sich unbedingt schützen lassen wollten, hatten noch nicht Möglichkeit dazu. Hier ging das Recht auf Gesundheit eindeutig vor und alle mussten die Einschränkungen mittragen.
Jetzt aber bleiben wir, nach einem weitgehend erfolgreichen Impfmarathon, kurz vor der Ziellinie, dem lang ersehnten Sprung von der Pandemie zur Endemie, einfach stehen. Die Fallzahlen steigen wieder und es wird weitere, vermeidbare, schwere COVID-Infektionen und Todesfälle geben, leider. Aber berechtigt uns das dazu, die Leidtragenden abzustempeln, sie zu benachteiligen, ihnen grundlegende Menschenrechte, wie das Recht auf Arbeit, auf einmal abzusprechen und ihnen eine Pflicht auf Gesundheit vorzuschreiben?
Und was ist mit den Genesenen? Müssen wir sie wirklich zwingen, wenn sie nach eigenem Ermessen befinden, eine für sich persönlich ausreichende Immunität, auch 6 Monate nach der Infektion, zu besitzen, sich impfen zu lassen, nur weil es von der Wissenschaft empfohlen wird?

Wir sollten aufhören, Menschen in zwei Kategorien einzuteilen und Nicht-Geimpfte zu diskriminieren, weder juristisch, noch zwischenmenschlich. Einfach so, Menschen an den Rand der Gesellschaft zu drücken, ist ungemein gefährlich. Was macht das mit jemandem, wenn er oder sie täglich direkt konfrontiert und bloßgestellt wird? Bei einigen wird das Vertrauen in die demokratischen Prozesse unseres Rechtsstaates, bereits jetzt schon, so nachhaltig zerrüttet sein, dass man sie kaum mehr vom Gegenteil überzeugen kann. Wir können die Bühne, der Nicht-Geimpften (jeder Dritte in Südtirol!!) doch nicht ernsthaft den Schwurblerkönig*innen unseres Landes, von denen wir leider reichlich haben, überlassen. Gewiss wird sich bei den nächsten Wahlen, irgendein*e rechts-konservative*r Mist-Erzähler*in finden, der*die genau die Sorgen, dieser Menschen ansprechen wird. Die Sorgen, der Ausgegrenzten, die, die nicht bei jeder dahergelaufenen Mode mitmachen, die, die an Altbewährtem festhalten. Der Schaden, den solche Menschen in der Politik anrichten, ist, für eine progressive Gesellschaft in einer sich ständig ändernden Welt, enorm.

Es ist also langsam an der Zeit, mildere Töne anzuschlagen. Corona wird nicht mehr verschwinden, auch mit einer 100-prozentigen Impfquote nicht. Jede*r kann einen Beitrag dazu leisten in seinem*ihrem Umfeld zu sachlichen Diskussionen über die Vorteile der Impfung anzuregen, aber wir sollten aufhören, ständig von oben herab mit dem Finger auf andere zu zeigen. Ungeimpfte Menschen sind nicht automatisch schlechter, weil ihnen die Risiken einer Impfung zu groß vorkommen und Geimpfte sind nicht automatisch besser, nur weil sie sich, vor allem aus Eigeninteresse, schützen.
Die Politik sei dazu angehalten, Maßnahmen zu erlassen, die das Schlimmste, also eine erneute Überlastung des Gesundheitssystems, verhindern, aber trotz allem auf deren Verhältnismäßigkeit zu achten und gewisse Grundrechte, wie jenes auf Arbeit zu respektieren.

Disclaimer: Um den Umfang dieses Artikels nicht zu sprengen, wurde auf die Problematik, dass es für Kinder unter 12 Jahren noch kein Impfangebot gibt, nicht eingegangen.

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Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 4 Ottobre, 2021 - 17:57

Max Elia, man muss ihnen zu Ehre halten, dass Sie alle für und wider gegeneinander abwägen. Bis 2/3 Ihres Beitrages dachte ich mir, ich verstehe nicht, dass Sie nicht zum Schuss kommen, den einfacher Weg zu gehen und sich impfen lassen. Dann wären Sie nicht mehr an den Rand gedrängt, wären zu X % geschützt, müssten nicht mehr drei mal die Woche testen oder riskierten nicht mehr die Arbeit zu verlieren. Außerdem
würde das Risiko eines erneuten Lockdows verringert (oder andere unsympathische Maßnahmen);
riskieren Sie nicht, im Falle ein Infektion auch andere zu gefährden und mit den Virus auszubreiten;
würden Sie auch dazu beitragen, dass in Zukunft nicht mehr so viel Geld für Tests und Impfungen ausgegeben werden muss.
Sicher ist Ihre Gesundheit Ihre Privatsache, so lange es sich nicht um eine Infektionskrankheit handelt. In diesem Falle muss der Staat alles tun, um die Menschen so gut als möglich zu schützen. Sie - und Ihresgleichen - können an dieser sozialen Aufgabe teilnehmen; vielleicht ist es aus ethischer Sicht sogar Ihre Pflicht!

Ritratto di G. P.
G. P. 4 Ottobre, 2021 - 19:42

Übrigens, der Autor schreibt: "Der Autor dieser Zeilen ist selbst geimpft ..."

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 4 Ottobre, 2021 - 19:58

Sie haben Recht, das hatte ich überlesen. Es passt aber nicht zu seiner Argumentation. Der Autor wird es mir erklären.

Ritratto di Manfred Gasser
Manfred Gasser 4 Ottobre, 2021 - 20:17

Warum sollte das nicht passen? Ich bin selbst auch geimpft, und möchte dem Schreiber zu 99% zustimmen. Man kann als Geimpfter den "anderen" ihren freien Willen lassen, auch ganz ohne Argumente.

Ritratto di Max Elia
Max Elia 4 Ottobre, 2021 - 21:55

Sepp Bacher, ich gebe Ihnen Recht, auch ich würde mir eine Impfquote von über 95% wünschen, viele Kosten und viel Leid würden uns erspart bleiben. Wie beschrieben wird die Infektionskrankheit COVID-19 endemisch (auch Geimpfte reinfizieren sich und können teils schwere Verläufe haben). Eine von Ihnen angesprochene (ethische) Impfpflicht, ergibt höchstens bei Infektionskrankheiten, die man ausrotten kann, Sinn.
Wer sich vor seiner ersten Infektion nicht schützen lassen will, hat m.E. auch das Recht dazu. Der Druck, der auf diese Menschen aufgebaut wird (z.T. wie gerade von Ihnen), ist aber kaum mehr zumutbar.

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 5 Ottobre, 2021 - 07:03

Bezüglich der ethischen Verpflichtung, die, Ihrer Betrachtung nach, nur dann angemessen wäre, wenn sich die Infektionskrankheit ausrotten ließe, erlaube ich mir Ihnen zu widersprechen. Ethisch und auch medizinisch besteht sie auf jeden Fall, aus juristischer Sicht ist die Angelegenheit delikat.
Es ist für den Infektionsverlauf ein großer Unterschied, ob in einer Gesellschaft 60% oder 90% Menschen geimpft sind. Je höher der Prozentsatz, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass man sich einem Zustand nähert, der dem Ausrotten entspricht. Sie sehen das ja bei den herkömmlichen Kinderkrankheiten. Dort besteht Impfpflicht, obwohl besagte Kinderkrankheiten auch nicht ausgerottet sind (wie man beispielsweise an immer wieder aufflackernden Masern-Infektionen erkennt).
Sicher hat bislang jeder das Recht, die Impfung zu verweigern und ich hoffe, dass das so bleibt auch wenn ich der Einstellung selbst nichts Positives abgewinnen kann. Allerdings müssen diese Menschen dann auch in Kauf nehmen, dass ihre Freiheit nicht gleichwertig ist, wie die Freiheit der anderen. Wer das als Druck empfindet, möchte für sich Privilegien, nicht gleiche Rechte und das ist auch eine Frage der Ethik.

Ritratto di Max Elia
Max Elia 5 Ottobre, 2021 - 16:14

Ihr Vergleich hinkt leider. Die Masern-Impfung ist ein Lebendimpfstoff und schützt lebenslänglich (zu 98%) vor Infektion. Mit einer Impf-Quote von über 95% würde das Masern-Virus tatsächlich für immer verschwinden. Es ist dies auch das ausgesprochene Ziel der WHO.
Von einem solchen Ziel kann bei Corona nicht die Rede sein (Mutationen, abnehmende Immunität, Reinfektionen). Eine höhere Corona-Impfquote kann eine Durchseuchung verlangsamen, aber nicht verhindern (siehe Portugal).

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 5 Ottobre, 2021 - 18:52

Viren sind keine Lebewesen, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel haben (sie können daher sich nicht aus eigener Kraft bewegen, vermehren oder Informationen erfassen/ verarbeiten). Selbst in die Wirtszellen kommen sie daher nur mithilfe der Wirtszellen. Begriffe wie Lebendimpfstoffe oder Totimpfstoffe sind daher bei Viren unpassend und nur auf bakterielle Erreger anwendbar.
Eine möglichst hohe Impfquote verhindert ein exponentielles Wachstum der eingetretenen Infektionen (wechselseitige Ansteckungen zwischen Arbeitsplatz, Familie und Freizeitbereich) und damit eine Überlastung des Gesundheitswesens, wie Sie selbst richtig bemerkt haben. Sie ermöglicht im Gegenteil eine sukzessive Senkung der Neuinfektionen, weil ausgeatmete Viren immer seltener von jemandem eingeatmet oder gar vermehrt werden

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 6 Ottobre, 2021 - 07:32

Herr Elia, wie Sie bereits an der Antwort von Herrn Lechner erkennen können, ist Ihre Einschätzung falsch.

Ritratto di Max Elia
Max Elia 6 Ottobre, 2021 - 13:03

Inwiefern? Dass Viren keine Lebewesen sind, ändert nichts daran, dass man die Impfung gegen das Masern-Virus gemeinhin als Lebendimpfstoff bezeichnet (auch wenn es, wie von Herrn Lechner bemerkt, streng genommen nicht korrekt ist). Es geht hierbei um die Art der Wirkung.
Ein seltenes Aufflackern des Masern-Virus ist auf Impflücken zurückzuführen. Bei Corona trifft es, wie bereits erwähnt, auch Geimpfte, wenn auch meist glimpflich.
Die Dynamik und Geschwindigkeit der Verbreitung wäre mit höherer Impfquote eine andere, da haben Sie Recht. Glaubt man den meisten Virologen, so ist eine Ausrottung von COVID-19 aber wohl eher utopisch.

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 9 Ottobre, 2021 - 08:39

Ich habe von einem Zustand geschrieben, der dem Ausrottung entspricht, also einer äußerst geringer Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Virus erneut in dieser Form verbreitet.

Ritratto di Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 4 Ottobre, 2021 - 20:02

Ja dann...ist das hoffentlich das letzte Essay über die Kernspaltung.

Ritratto di Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 4 Ottobre, 2021 - 20:13

*der letzte Essay

Ritratto di Stereo Typ
Stereo Typ 5 Ottobre, 2021 - 21:28

Warum sollte das der letzte Essay dazu gewesen sein? Die Spaltung der Gesellschaft ist doch offensichtlich.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 5 Ottobre, 2021 - 21:35

Ich hab zum Fenster raus gesehen, war in einer Bar und bin durch die Stadt gegangen: nirgends sah ich “die Spaltung der Gesellschaft”.
Einige wenige wollen einige Regeln zum Wohle der Gesellschaft nicht mittragen, sie dürfen aber mit kleinen Einschränkungen in der Gesellschaft verbleiben.
Ohne die Geimpften wären wir bereits wieder mitten im Lockdown, die Geimpften retten somit Freiheit & Wirtschaft aller, auch der Ungeimpften.
Ein bißchen Lob dafür? Wär halt schön...

Ritratto di Manfred Gasser
Manfred Gasser 5 Ottobre, 2021 - 22:15

Ich sag mal so Herr Gasser, sobald Sie die Spaltung auf der Straße, in der Bar, oder aus Ihrem Fenster erkennen, sind wir im Bürgerkrieg. Aber anzuzweifeln, dass es diese Spaltung gibt, finde ich ziemlich naiv. Sogar mich, als Risikopatient früh geimpft, zieht es immer mehr auf die "dunkle" Seite, da ich die Greenpass-Pflicht, mehr oder weniger ein Arbeitsverbot für Nichtgeimpfte, für alle Arbeiter einfach für nicht gerechtfertigt halte, während andere Länder alles öffnen.
Und nochwas, ich erwarte mir kein Lob von niemanden, für eine Entscheidung, die ich noch frei treffen konnte, was jetzt fast unmöglich gemacht wird.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 5 Ottobre, 2021 - 22:43

“Bürgerkrieg”, Sie meinen, dass die, die sich entpflichten, nun auch nach den Waffen greifen? (In Deutschland ist dies bereits geschehen - ein toter Student, einfach erschossen).
.
Preisfrage: sind etwa 90% der Hospitalisierten und 90% der Intensivpatienten im September 2021 Geimpfte oder Ungeimpfte?
Was sagt Ihnen, rein sachbezogen, die Antwort?

Ritratto di Manfred Gasser
Manfred Gasser 5 Ottobre, 2021 - 23:10

Die Antwort sagt mir, dass Ungeimpfte sich der grösseren Gefahr aussetzen als Geimpfte, da das Risiko einer schweren Erkrankung viel grösser ist. Aber kann ich andere dazu verpflichten, sich keiner Gefahr auszusetzen? Und gibt mir das das Recht, die Impfverweigerer aus unserer Gesellschaft praktisch auszusperren? Ich finde es in der jetzigen Situation einfach nicht angemessen. Und wenn Sie mir jetzt vorhalten, dass die jetzige Situation nur dank der Impfwilligen erreicht wurde, gebe ich Ihnen recht, dank Ihnen, dank mir, und dank Millionen Anderer haben wir Corona im Griff, und wir sollten darüber froh und glücklich sein. Und wenn morgen wieder ein Ungeimpfter auf der ITS landet, hat der sich das einfach so ausgesucht, und wir haben das zu respektieren, solange nicht die allgemeine Gesundheitsversorgung darunter leidet.

Ritratto di Felix Frei
Felix Frei 6 Ottobre, 2021 - 13:41

Herr Peter Gasser Sie fühlen sich auf der moralisch "richtigen" Seite, ich gönne es Ihnen, leider entspricht Ihr selbstgefälliges Schulterklopfen nicht der Realität. Sie glauben durch Ihre Impfung zum baldigen Ende der Pandemie beigetragen zu haben. Das haben Sie nicht, das machen nämlich die Ungeimpften indem sie sich früher oder später infizieren und dadurch zu einer DAUERHAFTEN Immunität in der Bevölkerung beitragen. Dazu zählen auch jene die bald wieder als ungeimpft gelten und sich nicht nachimpfen werden. Geimpfte deren Impfschutz wie es ausschaut zeitlich begrenzt ist brauchen immer wieder einen "Schuss" was den Staat beträchtliches Geld kostet. Das ist solange legitim solange es sich um Risikogruppen handelt, die einen Schutz brauchen. Andere die die Impfung nur deshalb vornehmen lassen um Bequemlichkeiten, Freizeitmöglichkeiten (auch nur zeitlich begrenzt) zu erkaufen, oder die vom Staat genötigt werden, können keinen moralischen Anspruch erheben, denn wie gesagt das Narrativ der Herdenimmunität erfolgt längerfristig nur durch natürliche Infektion. Welcher Personengruppe wennschon längerfristig Dank gebührt, sehen wir nun. Wozu Sie vielleicht beigetragen haben ist POLITISCH motivierte Maßnahmen beenden zu helfen, die es nie gebraucht hätte, die ohne positive Erfahrungswerte eingeführt wurden und die zu enormen Schäden geführt haben. Das politische Narrativ: Massenimpfung- Beendigung der Maßnahmen führt vielleicht zu einem politisch nicht aber medizinisch relevantem Ergebnis. Sie helfen mit einen Gesichtsverlust der Politik angesichts der überzogenen Maßnahmen zu vermeiden. Eine österreichische Kinderärztin bringt es auf den Punkt: "Ich impfe nur bei medizinischer Indizierung, nicht gegen politische Maßnahmen."
Was die Überlastung des Gesundheitssystems anbelangt, so werden von den verantwortlichen die Hausaufgaben zu machen sein. Da muss halt aufgebaut anstatt ständig abgebaut werden, Südtiroler Jungärzte und Krankenschwestern sind aus dem Ausland durch gute Bedingungen anzulocken und nicht zu vergraulen und hinauszuwerfen. Denn das wird nicht der letzte Virus und die letzte Krise gewesen sein. Übrigens die einzigen Triagen die es gegeben hat waren in den Kinderpsychiatrien z.B. in Wien (ausgelöst durch die Corona- Maßnahmen).
Wenn Sie die prekäre Entwicklung in der Gesellschaft nicht sehen wollen, so liegen Sie voll im Trend. Elefanten im Raum werden nicht gesehen, das ist ein psychologisches Phänomen, beobachtet und beschrieben schon von H.C. Andersen 1837 (Der Kaiser ist nackt).
Und noch was zur Richtigstellung. Die Coronaviren gehören nun mal zur Familie der Erkältungsviren wie andere Arten von Grippeviren, was nicht heißt, dass sie nicht unterschiedlich schwere Erkrankungen verursachen können, was auch nie jemand behauptet hat. Sie verhalten sich aber ähnlich was Übertragbarkeit und Art der Symptome (unterschiedlich schwer) anbelangt und auch was Impferfolge betrifft. Im Gegensatz dazu andere Arten von Viren z.B. Masern-oder Pockenviren.

https://www.gelomyrtol-forte.de/ratgeber/erkaeltungsviren

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 6 Ottobre, 2021 - 17:56

mein Gott, hier zitiert ein anonymer anonyme und verteilt mit Behauptungen sein Credo - lese wer will.
Aber:
“Die Coronaviren gehören nun mal zur Familie der Erkältungsviren wie andere Arten von Grippeviren...” - der homo (sapiens) gehört nun mal zu Familie der Menschenaffen: deshalb ist er nach dieser Logik hier also ein Gorilla.

https://www.salto.bz/de/comment/97349#comment-97349

Ritratto di Felix Frei
Felix Frei 5 Ottobre, 2021 - 20:35

Werter Herr Elia, in Ihrem Artikel versuchen Sie sich dem z.Z. allgegenwärtigen Thema Corona auf ausgewogene Weise zu nähern, was auch gut gelungen ist. Dies trifft mMn aber auf das Thema Impfung nur zum Teil zu. Die zur Zeit in der Eu zugelassenen Impfungen sind nicht gut erforscht, man weiß wenig über die Wirkung und über Langzeitfolgen und sie haben nur eine vorläufige Zulassung die für äußerste Notfälle gedacht war und nicht um die ganze Bevölkerung durchzuimpfen was eh nur sinnvoll ist wenn die Aussicht besteht das Virus zu eliminieren was nur bei Erregern die sich nicht verändern und nur bei Menschen vorkommen zu erreichen ist, nicht aber bei Grippeviren. Wie Sie richtig sagen wird der Virus bleiben und endemisch werden. Dazu ist aber das Impfen von Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen usw. geradezu kontraproduktiv, da nur eine natürliche Infektion dazu beitragen kann dass eine langfristige Immunität in der Bevölkerung aufgebaut wird und Virus endemisch wird, diese Gruppen sich früher oder später eben trotzdem infizieren, die Impfung also umsonst ist und den Weg zur Endemie verzögert. Dies auch weil gerade an der Wirksamkeit der Impfung vor allem längerfristig immer mehr Zweifel auftauchen wie selbst das Paul Ehrlich Institut sagt, das noch im März behauptete Covid 19 Impfstoffe schützen vor Infektion, Anfang September nur noch vor schwerem Verlauf und aktuell bloß noch "indiziert als Vorbeugung der durch das Sars Cov2 Virus verursachten Cocid 19 Erkrankung" was nichts Genaues über eine Wirksamkeit aussagt. Dazu passend auch folgende neu erschienene Studie.

https://link.springer.com/article/10.1007/s10654-021-00808-7

Was aber der größte Skandal ist, wie die Politik mit diesem Thema umgegangen ist. Hat es bis jetzt bei anderen Grippewellen nur medizinische Interventionen gegeben so hat sich diesmal die Politik im Übereifer und obwohl relativ bald klar war dass es sich eben nicht um eine Gefahr für die gesamte Menschheit handelt, derart drastische Maßnahmen ergriffen die totalitären Staaten aber nicht Demokratien würdig sind, und wo weder eine Nutzen- Schaden Rechnung vorgenommen wurde noch überhaupt vorher ein allgemeiner Nutzen belegt war. Die Schäden sehen wir bei den Schwächsten der Gesellschaft bei uns und weltweit. Aber dem nicht genug, die politische Einmischung geht weiter und ist in keinster Weise plausibel. So gibt es Staaten die alle Maßnahmen beenden und solche die ständig neue Schikanen erfinden und dies kann nicht mit der Durchimpfungsrate belegt werden, die sich nur gering unterscheidet und keineswegs derart konträre Maßnahmen erfordern würde.
Der Zustand in der Gesellschaft ist katastrophal, da werden Menschen geradezu gegeneinander aufgehetzt, sinnbefreite Debatten wie der freie Zugang zu medizinischer Versorgung für alle geführt und ohne Not das Recht auf Arbeit gegen das Recht keine medizinischen Eingriffe vornehmen zu müssen gegeneinander ausgespielt, die Menschen zur Impfung geradezu gezwungen, auch weil Alternativen z.T. fehlen, nicht zugänglich und kostenpflichtig sind. Wenn das die freie Gesellschaft mit offenem Diskurs und freier Entscheidung des Einzelnen ist die seit der Aufklärung als Ideal gepriesen wurde, dann können wir uns nur mehr an den Kopf fassen.
Folgender überaus lesenswerter Artikel bringt es auf den Punkt:

https://dasgoetheanum.com/technokratisches-gegen-humanistisches-menschen...

Das ganze Thema gehört ordentlich aufgearbeitet, ein offener Diskurs geführt und es müssen auch Konsequenzen für die Verwerfungen die in der Gesellschaft stattgefunden haben, gezogen werden. Eine Reihe deutscher Künstler hat es versucht:

https://www.allesaufdentisch.tv/index.html#videostart

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 6 Ottobre, 2021 - 07:33

Herr Frei, nicht schon wieder immer die gleichen Flaschmeldungen. Kohärent zu sein ist nicht immer positiv.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 6 Ottobre, 2021 - 08:30

Diese - inzwischen - Lüge im Kommentar, Covid-19 wäre ein “Grippevirus”, entlarvt den Schreiber ein ums andere Mal.
Die Coronapandemie als “Grippewelle” zu bezeichnen, ist eine weitere bewusst gesetzte Lüge.
Übel, dieses Verhalten, meiner Ansicht nach.
Missbrauch der Anonymität, um Fake News zu verbreiten und der Gesellschaft zu schaden.
Oder einfach nur anonyme Provokation als leicht-fertiges Entertainment?
.
(p.s. in keinem der verlinkten Beiträge wird Covod-19 als “Grippe” und die Corona-Pandemie als “Grippewelle” bezeichnet. Die verlinkten Beiträge, von denen der Kommentator teilweise abschreibt, und diese dann anonym & irreführend mit seiner Lüge verknüpft, reden vom Gegenteil.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 6 Ottobre, 2021 - 10:11

Von wo sollten Langzeitfolgen kommen? Die Impfung führt zur Abwehrbereitschaft des Immunsystems gegen die Proteine, die zum Andocken des Virus an den Rezeptoren der Zellen führen. Dann werden die Inhaltsstoffe der Impfung biologisch abgebaut wie die entsprechenden Nahrungskomponenten, spätestens nach zwei Wochen ist von ihnen chemisch nichts mehr nachweisbar.
Langzeitfolgen sind nur bei nicht abbaubaren Schadstoffen (etwa Schwermetallgifte wie Blei, Cadmium, Quecksilber), radioaktiven Substanzen, Parasitenbefall oder bei andauernder Schädigung (etwa Fehlernährung) zu befürchten.

Ritratto di Felix Frei
Felix Frei 6 Ottobre, 2021 - 17:42

Das Problem sind die Autoimmunreaktionen und die Befürchtung es könnte zu bleibenden Autoimmunerkrankungen kommen. Dies deshalb weil mit der neuartigen Impfung der menschliche Körper angeregt wird das Spike Protein selbst herzustellen und an der Zelloberfläche zu präsentieren worauf das Immunsystem die (nur zum Schein infizierte) Zelle zerstört. Das Immunsystem wird getäuscht indem es einen "Feind" angreift der nicht von außen kommt sondern vom Körper selbst produziert wird. Tatsächlich sind bei den unmittelbaren Nebenwirkungen ein großer Teil Autoimmunreaktionen, die diesem Phänomen zugeschrieben werden. Während herkömmliche Impfungen eine Infektion imitieren ist diese Impfung anders gelagert und mMn gegen die Natur des Menschen gerichtet. Ob der Mensch dies wegsteckt werden wir sehen.

Ritratto di Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 6 Ottobre, 2021 - 19:06

Herr Frei führt immer dieselben Monologe, wenn es um Corona geht. Eine Zumutung ist die schiere Länge vieler Kommentare.
NB: Wenn Prof. Gänsbacher so viel reden würde..., hörte ihm schon längst niemand mehr zu. Für mich sind die donnerstäglichen Gespräche mit " Gänsi" nach wie vor Pflichtprogramm und Sternstunden.

Ritratto di Stereo Typ
Stereo Typ 7 Ottobre, 2021 - 11:09

Ich bin froh, dass Herr Frei seine Gedanken ausführt. Es sind keine Monologe, er hat als Adressaten ja die Salto-Leserschaft. Es sind genau die Bedenken, die Impfskeptiker*innen haben, und Herr Frei nennt sie beim Namen. Danke.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 7 Ottobre, 2021 - 12:07

Sie haben auch gelesen, dass dieser Anonyme (diesen “Herrn Frei” gibt es als solchen nicht) Covod-19 als “Grippe” bezeichnet und die Coronapandemie als “Grippewelle”?

Aber natürlich gibt es auch für solche Lügen Zustimmung, das hält unsere Gesellschaft aus.

https://www.salto.bz/de/comment/97349#comment-97349

(Neben vielen vielen weiteren falschen Behauptungen und Halbwahrheiten, und verbalen Aggressionen gegenüber jedem Diskussionsteilnehmer, der seine Behauptungen und seine diktatorische Grundeinstellung nicht teilt).

Seit Trump & Putin ist öffentliches Lügen vermehrt salonfähig geworden, und - sic - bekommt auch Zustimmung.

ps: aber man weiß ja auch nie, ob hinter diesen einander und sich selbst bestätigenden Anonymen nicht auch gelegentlich ein- und dieselbe Person steckt.

Ritratto di Stereo Typ
Stereo Typ 7 Ottobre, 2021 - 14:04

Das habe ich nicht gelesen, muss ich zugeben. Ich beziehe mich ausschliesslich auf den letzten Kommentar von "Felix Frei" zu diesem Artikel, und den finde ich vernünftig.
Ob "Felix Frei" erfunden ist oder nicht, ist mir relativ egal. Die mutigen Kommentare auf Salto kommen jedenfalls nicht ausschließlich von Personen, die mit ihrem Klarnamen unterschreiben.

Ritratto di Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 7 Ottobre, 2021 - 18:42

@ Gasser, wenn man soviele Kommentare wie Sie schriebe, müsste man sich glatt überlegen ein Team aufzubauen. (Dass ich und F.Frei die selbe Person sind, hatten Sie ja schon mal empirisch festgestellt).

Ritratto di Felix Frei
Felix Frei 7 Ottobre, 2021 - 22:11

Herr Peter Gasser, also ich kann nichts dafür dass Coronaviren, Influenzaviren, Rhinoviren und andere alle derselben Virenfamilie angehören und dass es sich halt diesmal um eine Coronagrippewelle handelt anstatt wie in anderen Jahren einer Influenzagrippewelle oder einer Grippewelle wo andere Viren dominant sind. Das hat die Natur so eingerichtet. Dass diese Grippewellen unterschiedlich schwer verlaufen hat nie jemand bestritten. Ihnen ist das aus unerfindlichen Gründen ein Stein des Anstoßes oder Sie verstehen es nicht besser. Im letzteren Fall ist leider nichts zu machen.
Da wäre noch was. An anderer Stelle schrieben Sie:
"Einige wenige wollen einige Regeln zum Wohle der Gesellschaft nicht mittragen, sie dürfen aber mit kleinen Einschränkungen in der Gesellschaft verbleiben."
Zu diesem Statement Sei Ihnen gesagt, dass es diese "einigen wenigen" sein werden die diese absurden nicht medizinisch begründbaren, rein auf politischem Kalkül fußenden, erpresserischen Maßnahmen (die jeder der halbwegs bei Verstand ist ) mit Händen greifen kann, zu Fall bringen wird. Und zwar sind es jene die nicht mitmachen, die sich nicht erpressen und schikanieren lassen. Es sind jene die friedlich aber konsequent Widerstand leisten. Das war in der Geschichte immer schon so. Und da gibt es die anderen, die jede noch so dumme und absurde Maßnahme ohne zu hinterfragen eiligst ja schon vorauseilend umsetzen und noch stolz darauf sind. Deshalb Herr Gasser belasten Sie ja nicht das Sanitätswesen indem Sie in Ihrer Freizeit Ausflüge mit dem Auto machen, Sie könnten ja selbst-oder fremdverschuldet einen Unfall bauen und auf der Intensivstation landen. Also diese Regel(um bei Ihren Worten zu bleiben) sollten Sie schon einhalten. Es ist nämlich genau dasselbe was Sie von anderen verlangen, nämlich etwas dafür zu tun um zu vermeiden dass das Sanitätssystem belastet wird. Ob es dies oder etwas anderes ist spielt keine Rolle, Hauptsache die Intensivbetten bleiben leer. Ich hoffe man versteht den Vergleich. Dann dürfen auch Sie "mit kleinen Einschränkungen in der Gesellschaft bleiben".

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 7 Ottobre, 2021 - 22:32

Sie “lügen” immer weiter: es gibt keine “Coronagrippe”.
Das ist ein Fake eines Anonymen. Weiter benutzen Sie die Anonymität, um Fake News zu verbreiten und der Gesellschaft zu schaden.
Schade, dass Salto dies wiederholt zulässt.
Sie zeigen, dass Sie weder etwas von Naturwissenschaft, noch von Biologie erfassen können.
Was im 1. Absatz geschrieben steht, ist fachlich blanker Unfug.
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“Da wäre nochwas”, ja, oben steht: “Es sind jene die friedlich aber konsequent Widerstand leisten”: am Landhaus in Bozen hieß das “Fock, kimm ausser”, in Deutschland wurde ein Student erschossen, weil er höflich darauf hinwies, die Maske aufzusetzen.
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Friedlich sind jene, welche sich impfen lassen. In Deutschland hat eine Erhebung gezeigt, dass inzwischen der Hauptgrund, die Impfung zu verweigern - Trotz ist.

Ritratto di Felix Frei
Felix Frei 8 Ottobre, 2021 - 19:12

Herr Peter Gasser, Sie wissen hoffentlich selbst, dass mit friedlich und konsequent Widerstand leisten NICHT Aktionen die Sie nennen, gemeint sein können. Aber auch nicht bloß sich einfach "friedlich" impfen lassen, denn es soll Leute geben, die gerne eine logische Begründung für das was sie tun haben wollen und wenn diese ausbleibt, es halt unterlassen. Jetzt kann mir keiner schlüssig erklären was an der Durchimpfungskampagne quer durchs Gemüsebeet logisch und sinnvoll sein soll. Durch die biologische Beschaffenheit der Coronaviren ( das G-Wort traue ich mich nicht mehr zu sagen, weil ich sonst ein Triumvirat mit Trump und Putin bilden muss) ist ein Durchimpfen sinnlos, weil keine Chance besteht sie zu eliminieren (Mutationen usw.). Anders bei Masern und Pocken. Deshalb sind zu dem Zeitpunkt wo für alle eine Impfmöglichkeit besteht, ALLE Maßnahmen aufzuheben, da die Verantwortung nun beim Einzelnen liegt wie in allen anderen Lebenslagen auch. Auch das Gesundheitssystem wird, wenn man logisch denkt durch die hohe Impfungsrate der Risikogruppen keine Überlastung mehr erfahren (vorausgesetzt die Impfung wirkt). Wozu die Politik zum jetzigen Zeitpunkt hergeht und der arbeitenden Bevölkerung ständig neue Schikanen auferlegt um sie zur Impfung zu drängen versteht vor diesem Hintergrund niemand. Medizinisch gesehen ist jede Intervention in den Körper gut zu überlegen und zu begründen und in ärztlicher Verantwortung im Einzelfall so oder anders zu entscheiden. Aber hier wird die Impfung instrumentalisiert um fragwürdige politische Ziele zu erreichen, die mit Gesundheit derjenigen bei denen Eingriffe gemacht werden nicht logisch zu begründen sind. Zuerst schikaniert man die jungen Erwachsenen, dann die Jugendlichen dann die Kinder bis sie aufgeben weil kein normales Leben mehr möglich ist und sie sich schließlich ohne medizinische Notwendigkeit impfen lassen.
Dazu noch die ganzen anderen Ungereimtheiten. Antikörper werden bei Geimpften nicht erhoben, es wird nicht untersucht ob und wie lange der Impfschutz vorhält, bei jenen die ihn nachweisen können aber halt keinen PCR- Test haben, gelten Antikörper nichts. Genesene mit jeder Menge Antikörper sollen unbedingt nochmals geimpft werden usw. Im Winter soll die 3-Regel bei einem Freiluftsport gelten, in der Gondel ist sie Voraussetzung, bei vollen Zügen z.B. bei der rush hour aber nicht, usw. usf. Alles nicht schlüssig.
Dazu kommen noch die rechtlichen Aspekte. In Bayern hat ein Gericht die Ausgangssperren für verfassungswidrig erklärt. Das verfassungswidrige Einsperren der ganzen Bevölkerung müsste eigentlich ein Rücktrittsgrund für die Verantwortlichen sein. Fehlanzeige. Bei uns hört man ohnehin nichts dergleichen. Was die derzeitigen Maßnahmen 2G, 3G, indirekter Impfzwang anbelangt gibt es zumindest in Deutschland ein Rechtsgutachten von Prof. Dr. Dieter Murswiek das eine klare Sprache spricht. Es beinhaltet 100 Seiten. Hier eine Zusammenfassung:

https://impfentscheidung.online/wp-content/uploads/2021/10/Kurzzusammenf...

Viel mehr ist dazu nicht zu sagen.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 9 Ottobre, 2021 - 01:14

“Viel mehr ist dazu nicht zu sagen”:

hoffentlich!

Ritratto di Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 7 Ottobre, 2021 - 14:00

Die Monologe von Frei sind dieselbe Zumutung wie der Inhalt/Ton gewisser Anrufer (Laien u./o. Fanatiker*) im Rai Sender BZ, die dem Fachmann, Prof. Gänsbacher, und Hörern* extrem komplexe Systeme aus dem Bereich Forschung & Medizin erklären ( wollen). Und zwar mit kategorischem Imperativ, auf typischem Stammtischniveau und unfähig und/oder unwillig den Ausführungen des Fachmannes zu folgen.
PS: Ich wäre z.B. kategorisch für die Impfpflicht für 40+. Für diese meine Meinung wünsche ich mir dieselbe Akzeptanz wie für anonyme Impfskeptiker, die hier regelmässig ihren Senf abgeben, indem sie Long Covid und andere Erkennntnisse ( z.B. die erstrebenswerte Impfquote von 85%) ignorieren. @Stereo Typ

Ritratto di Stereo Typ
Stereo Typ 7 Ottobre, 2021 - 14:09

Ja, das mag sein. Es gibt natürlich Experten wie Herrn Gänsbacher, keine Frage. Leider kann auch er wohl nicht hundertprozentig sagen, welche Langzeitwirkung die Impfung haben wird (vor allem wenn wir sie mehrmals machen müssen, wie es derzeit aussieht). Und da gibt es halt viele Menschen, die zweifeln oder schlicht Angst vor dem Piks haben.
Ich akzeptiere Ihre Meinung voll und ganz, Sie aber nicht die der anderen ("anonyme Impfskeptiker", "ihren Senf abgeben", "Erkenntnisse ignorieren" ...).

Ritratto di Christian I
Christian I 7 Ottobre, 2021 - 16:47

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0168170221001738
"Note added in revision" wo, unter anderem, folgendes steht: "... The human population presently partakes in the exposure to foreign DNA in a huge experiment. After the completion of worldwide vaccinations, a post-vaccination sentinel program should be set up to monitor the exacerbation of unexpected, possibly novel, human ailments in vaccinated individuals..." Manche Experten denken halt auch an mögliche Langzeitwirkungen.

Ritratto di Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 7 Ottobre, 2021 - 14:50

Stereo Typen übersehe ich oft und gern.
Jeder* nach seiner* Fa­çon...:-)

Ritratto di Stereo Typ
Stereo Typ 7 Ottobre, 2021 - 17:50

Schön, sich auf der sicheren und richtigen Seite zu wissen, Frau Garber. Um dieses Gefühl beneide ich Sie.

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