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Digitale Inkompetenz

Warum salto kein echtes Onlinemedium ist

Ich schon öfter mal hingewiesen. Manchmal war es ärgerlich nur, aber der heutige Anlass zeigt, warum sich salto zu einem Handlanger demokratiezersetzender Kräfte macht
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Ich habe schon öfter darauf hingewiesen, dass salto kein richtiges Onlinemedium ist. Manchmal wegen schlechter Layoutentscheidungen, wie die Strukturierung des Kommentarbereichs, (der nachdem man mir mehrmals versichert hatte nicht zu ändern zu wollen, man meinen Vorschlag stillschweigend umgesetzt hatte). Auch der mangelnde Pflege der sog. salto community. Im Grund kann man zwar Artikel posten, aber zu einer community gehört eine gewisse Kommunikation, die in beide Richtung geht. Es wird nicht mitgeteilt, ob etwas aufgenommen wurde und ob was daraus wird. Selbst die Moderierung des Kommentarbereichs ist wenig konsequent und noch weniger kontinuierlich. Es fehlt eine Plattform in der öffentlich feedback aufgenommen wird. Man ist wenig einfallsreich, so könnte man zum Beispiel einmal zu einem Chat mit dem Chefredakteur einladen, oder sich was anderes einfallen lassen. Sich vieleicht von jemandem beraten lassen.

Ärgerlich ist wenn gewisse Dinge, die funktioniert haben grundlos und unangegündigt abgestellt wurden. Wie z.B. die Emailbenachrichtigung, wenn ein neuer Kommentar abgegeben wurde, zu einem Artikel bei den man selbst gepostet hatte. Das ist eine wichtige Funktion um eine Diskussion am laufen zu halten, indem man es einfach nicht mehr hat wird diese Diskussion schwerfälliger und mühsehliger. Das ist das beste Beispiel, um aufzuzeigen wie wenig Gespühr die salto-Readaktion hat, die Aufgaben und Erfordernisse eines interaktiven Onlinemediums zu verstehen und die Bedürfnisse von Benutzern solcher Medien zu verstehen. Dieses Medium wird sicher nicht von digital natives beschrieben.

Doch nun zum eigentlichen Anlass für diesen Artikel. Die letzten Tage wurde in den Medien, die wachsende Macht und Einfluss der sozialen Medien erörtert. Salto ist das anscheinend nicht ganz unbemerkt vorübergegengen, wie man am Bild des Tages sehen kann. Doch was vielen Lesern von salto und wahrscheinlcih von salto selbst nicht bewusst sein muss, ist dass soziale Medien wie facebook, die durch ihr Informationsgefälle und dem daraus enstehenden Machtkonzentration eine freie Zivilgesellschaft und funktionierende Demokratie gefährden, ihre Daten, nicht nur sammeln, wenn man sich auf deren Seiten befindet, sondern auch im ganzen Internet, dank der Likebutton und weitere embeded elements, die einen Nutzer, egal ob er sich in facebook und co. eingeschrieben hat tracken.

Das geht soweit, dass facebook genau weiss, wer welchen Artikel auf salto aufgerufen hat, wie z.B. wenn jemand den Artikel:"Antowrt auf Provokation" klickt:

Provokation
provokation.png, von public domain

 

Die Buttons nehmen Kontakt mit Facebook auf und laden die Graphiken von der Seite, damit weiss Facebook wo man sich gerade befindet. Seiten wie salto, die solche Elemente in ihrer Seite einbauen machen sich damit zum Handlanger für die totale Überwachung im Netz durch Konzerne. Wer sich zum Thema kritisch äußert, wie es gerne salto ab und zu macht, sollte da am besten bei sich selbst anfangen etwas dagegen zu tun.

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Commenti

Ritratto di Chris Mair

Hi,

stimme zu 99% ueberein.

Wenn ich einen Blick auf das "Network"-Tab in Chrome werfe, sehe ich aber keinen Traffic zu Facebook. Der "f" Link zeigt zwar zu Facebook, die Graphik wird aber vom Salto-Server geladen.

Google ist freilich eine andere Geschichte: damit ist die Seite stark verbandelt.

-- Chris

Ritratto di gorgias

Danke für die Info, ich habe das schon öfter beanstandet und nie eine klärende bzw korregierende Bemerkung von salto erhalten. Das belegt nochmals meine Aussage.

PS Jetzt musst du mir wohl zu 99,1% zustimmen. :-)

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