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Landtag

Wek mit dem Dialekt?

Alessandro Urzì fordert, den Dialekt aus Ämtern und Institutionen zu verbannen – um den Nicht-Muttersprachlern die Verwendung der deutschen Sprache zu erleichtern.
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Ritratto di rotaderga
rotaderga 7 Marzo, 2019 - 10:12

Menschensollen denken, reden und handeln wie ihre Volksvertreter, gelle Urzi. Iz tats no , oschpele.

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 7 Marzo, 2019 - 10:25

Im redaktionellen Text heißt es u. a. "..in der öffentlichen Verwaltung und in den Institutionen..." im Beschlussantrag hingegen "...all jene, die öffentliche Einrichtungen vertreten, bei Konferenzen, Veranstaltungen verschiedenster Art, Vorstellungen, Einweihungen und Pressekonferenzen bzw. bei allen öffentlichen institutionellen Anlässen, die offiziellen Landessprachen in ihren Standardformen zu verwenden ...".
Ich denke bei Zweiterem wird es eh schon ziemlich so gehandhabt. Mich würde aber der Vorschlag bzl. Ersterem in diesem Sinne interessieren, dass die Beamten in der Kundenkommunikation den italienischen Klienten anbieten, mit ihnen in Standard-Deutsch (Schuldeutsch) zu sprechen. Wichtig wäre dabei, langsam und deutlich zu sprechen. Manche nehmen dieses Angebot auch an. Ebenso sollten deutsche "Kunden" die italienischen Beamten auffordern Standard-Deutsch zu sprechen.
Außerdem müssten die Verwaltungen dem Personal entsprechende Weiterbildungen und Sprach-Choachings anbieten!

△rtim ୍℘୍stロ 7 Marzo, 2019 - 10:30

ROMANI ITE DOMUM

Ritratto di Harry Dierstein
Harry Dierstein 7 Marzo, 2019 - 10:43

Es mag vielleicht vordergründig eine plumpe Provokation von Urzì sein, aber man muss ihm zugestehen, dass er in jedem seiner Punkte leider recht hat!

Wenn die Südtiroler Einheimischen es nicht schaffen, die deutsche Standardsprache auch für Auswärtige und Ausländer verständlich anzuwenden, dann wird diese früher oder später irgendwann hier verschwinden und langfristig bedauerlicherweise durch die italienische Standard(!)-Sprache ersetzt werden.
Dies wäre wahrlich sehr schade und es ist de facto unverständlich, weshalb sich so viele Angehörige der "österreichischen Minderheit" zwar einerseits der deutschen Sprachgruppe zurechnen, ihre Muttersprache aber andererseits völlig verwahrlosen lassen und ihr Heil vorwiegend im Dialekt suchen.

Ritratto di Ralph Kunze
Ralph Kunze 7 Marzo, 2019 - 10:53

herr Urzi sollte dann wenigsten als beispiel vorangehen, sein (hoch)deutsch ist nämlich grottenschlecht!
als hochbezahlter berufspolitiker in einem dreisprachigem land wäre das nicht zuviel verlangt!

Ritratto di Harry Dierstein
Harry Dierstein 7 Marzo, 2019 - 11:06

Bei wem im Landtag soll Alessandro Urzì denn am besten Hochdeutsch lernen?
Ulli Mair, Myriam Atz Tammerle oder besser bei Franz Locher?

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 7 Marzo, 2019 - 13:47

Meiner Wahrnehmung nach ist er noch der Beste unter den italienischen Politikern! Sicher spricht er nicht so gut wie Francesco Palermo.

Ritratto di Alfonse Zanardi
Alfonse Zanardi 7 Marzo, 2019 - 12:00

Zio Feign.

Ritratto di Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 7 Marzo, 2019 - 12:05

Das ist doch doch auch in alter Hut. Urzì inventati qualcosa di nuovo!

Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 7 Marzo, 2019 - 12:37

Ich finde die Idee nicht schlecht. Man könnte aber ein Tauschgeschäft machen: Die deutschsprachigen, öffentlichen Angestellten im Amt, und auch die bezahlten PolitikerInnen bei offiziellen Anlässen, sprechen Hochdeutsch; dafür sprechen die italienischen Beamten von Polizei, Carabinieri, Sanität, Eisenbahn usw. mit deutschsprachigen BürgerInnen Deutsch. Standarddeutsch
eventuell. Im Übrigen finde ich, dass Herr Urzí einer der besten Deutschsprecher unter den italienischen PolitikerInnen ist. Ehre, wem Ehre gebührt! :-)

Ritratto di Heinrich Zanon
Heinrich Zanon 7 Marzo, 2019 - 12:42

Dem Anliegen des Abgeordneten Urzì kann nur zugestimmt werden.
Der zunehmende Gebrauch des Dialekts auch bei Anlässen, welche die Verwendung der Standardsprache nehelegen müssten und erfordern würden, ist ein Armutszeugnis für uns Südtiroler. Er ist insbesondere ein Affront für wohlmeinende italienische Mitbürger, die gerne Deutsch sprechen würden und ihr Deutsch verbessern möchten.
Wenn sich die hiesigen Italiener als in Südtirol heimisch empfinden können sollen und wenn sie sich als unserer Autonomie verpflichtet fühlen sollen, muss ihnen das vor allem auch in sprachlicher Hinsicht leicht gemacht werden: durch ein ihnen gegenüber uneingeschränktes Kommunizieren in der deutschen Standardsprache.

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 7 Marzo, 2019 - 13:34

... habe immer mehr den Eindruck, dass viele Südtiroler Dialekt sprechen und schreiben, denn dort kann man keinen "Fehler" machen. Ich sage oder schreibe "...dr Butter" so kann und darf mich niemand kritisieren und auch Fallfehler spielen keine Rolle mehr. Eine traurige Feststellung, aber die vermittelte Sprachkompetenz in den Schulen scheint nicht optimal zu sein und so bleibt nur die Flucht in den Dialekt. (Sollten sich in meinem Beitrag Fehler eingeschlichen haben, bitte ich um Korrektur!)

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 8 Marzo, 2019 - 10:33

Den in genanntem Interview gemachten Aussagen und Ratschlägen kann man nur zustimmen. Das Thema hier ist aber, auch für gewillt-deutschsprechende bzw.-verstehende Italiener verständlich zu sein. Und da wäre nochmal zu trennen zwischen Reden bei Anlässen oder im Radio und Fernsehen bzw. angewandte Sprache im Kundenkontakt bei öffentlichen Verwaltungen und Diensten.
Was die Verständlichkeit von Sportlern betrifft folgendes: Ich sehe viel Skiübertragungen des Schweizer Fernsehens. Der Kommentator spricht Standard-Deutsch und der Experte irgend eine Variante des Schweizer-Deutsch, das man dann so langsam auch versteht -besonders jene der Zentral- und Ostschweiz. Letztlich war aber einer aus dem Vallis, der kaum verständlich war. Z.B Ramon Zehnhäusern, der auch aus dem Vallis kommt, spricht bei Interviews ein allgemein verständliches Schweizerdeutsch. Letztlich aber nach Sieg und außer Atmen, sprach er wie im der Schnabel gewachsen ist, dann wurde er nicht nur für mich, sondern auch für Schweizer Städter, unverständlich. Und da liegt auch das Problem z. B. von Paris und Innerhofer - sie sollten, wenn sie wieder bei ruhigem Atem sind, ein allgemein verständliches Südtirolisch reden und Paris sollte vielleicht versuchen, deutlicher zu sprechen!

Ritratto di Luis Durni
Luis Durni 7 Marzo, 2019 - 14:39

sidtirolerisch ist keine geschriebene sprache und kann somit nur gesprochen erhalten bleiben. ich glaube wir wollen das.
beispiele sind unsere nachbarn: ladinisch ( gibt es ein ladinischrechtschreibwoerterbuch?). und auch der westliche nachbar: schwitzerdütsch: eine gesprochene sprache, keine einheitlichen ausdrucksweisen ( siehe schweizer fernsehen: lokalnachrichten in der dialektform des jeweiligen moderator). traut sich das der RAIsidtirol?

Ritratto di Alfonse Zanardi
Alfonse Zanardi 7 Marzo, 2019 - 15:00

Sig i a so Landesluis.

Gesprochen finde ich die Sprache äusserst unterhaltsam, wenn sie geschrieben wird (z.B. SMS, WhatsApp) finde ich das ziemlich unschön. Im Durchschnitt sind die Deutschkenntnisse der "deutschen" Bevölkerung m.M. recht mäßig.

Ritratto di Oliver H. (gesperrt)
Oliver H. (gesperrt) 7 Marzo, 2019 - 15:48

Urzi will sensibilisieren. Daran ist nichts auszusetzen. Die Rechtsparteien werden das wohl wieder zu Unrecht als geplantes "Verbot" des Dialektes aufbauschen.

Entscheidend ist meiner Meinung nach die Anpassung an den Klienten. Wenn ein Beamter oder ein Arzt mit einem Klienten/Patienten im wildesten Dialekt spricht und das für beide passt, ist dagegen nichts einzuwenden. Entscheidend ist, dass der Beamte oder Arzt auch im Stande ist, in Standardsprache zu kommunizieren.

In Schulen wird meines Wissens und meiner Erfahrung nach Standardsprache verwendet.

Ich lebe und arbeite seit inzwischen über 10 Jahren in der Steiermark und hier ist es üblich sowohl in der Schule als auch bei der Arbeit Dialekt zu sprechen. Das war für mich anfangs befremdlich, inzwischen bin ich es aber gewohnt.

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 11 Marzo, 2019 - 21:58

Ich verstehe nicht, wen Oliver H. hier mit den "Rechtsparteien" meint. Schließlich ist Urzì wohl Vertreter einer Rechtspartei, und der Vorschlag kommt ja von ihm. Ausnahmsweise hat er einmal einen vernünftigen Vorschlag gemacht, dem man nur zustimmen kann, ganz gleich ob man links oder rechts ist. Sprache ist Kultur. .

Ritratto di rotaderga
rotaderga 7 Marzo, 2019 - 18:26

Wenn man mi net versteat nor soll menns lossn odr mei Sproch learnen. I honn a miasn Deitsch, Italienisch, Englisch, Latainisch , Sarnerisch und Boarisch learnen und sogor a Beiznerisch. Iaz mog i nimmer und red und schreib wia i will. So, kapiert, ha?

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 7 Marzo, 2019 - 19:12

"Beiznerisch" konn ih ah nit; ih konn ah nit Grednerisch oder Badiotisch. Derfir verstea ih Schwizer-Ditsch. Obr kompliziert ischs schun, odr?

Ritratto di gorgias
gorgias 7 Marzo, 2019 - 19:47

Udo Jürgens sagte einmal in einer Sendung, dass es ein Armutszeugnis sei, wenn man nicht die Hochsprache der eigenen Muttersprache beherrsche.
Urzi hat hier den Finger in die Wunde gelegt. Denn wieviele Südtiroler beherrschen des Sprachrythmus des Hochdeutschen nicht und deren Ausdrucksweise ist mit Dialektbrocken durchsetzt?

Mit der Forderung des Müssen legt Urzi den Finger in die Wunde des Nicht Können.

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