Andreas Fabi: "Der Haken ist, dass wir seit Jahren herumkrebsen. "

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Sanität

„In drei Jahren“

Der scheidende Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes Andreas Fabi über MEDarchiver, die gescheiterte Informatisierung und die Anstellung seiner Tochter.
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Ritratto di Burkhard Wermter
Burkhard Wermter 7 Maggio, 2015 - 15:19
Krankenhausiformationssysteme auf bzw. umzubauen, ist in der Tag sehr aufwendig. Da nun scheinbar bei der Informatik des SB Suedtirol ein organisierter Neustart stattfinden soll, waere es doch einmal sinnvoll, das Informatiksystem des SB Trentino im Rahmen einer Euregio Tirol-Kooperation anzusehen und Synergie-Effekte auszuloten. Alleine der territoriale Bereich der Trentiner Sanintaetsinformatik ist beeindruckend. Patientinnen und Patienten, sowie Basis-/Basikinderaerztinnen und Aerzte koennen in die jeweiligen Krankenhausentlassungsbriefe, in Befunde von Spezialambulanzen, Erste Hile und Labor, wie auch von weiteren Untersuchungen online einsehen. Elektronische Rezepte gibt es sowieso. Neben einer besseren Informationsdienstleistung wird allen Beteiligten viel Geld und Zeit gespart. Warum nicht ein ein gemeinsames Treninter-Suedtiroler Informatiksystem der Sanitaetsbetriebe investieren. Es wird fuer alle guenstiger, wenn man die Entwicklungskosten teilt. Leben wir doch einmal auch Euregio Tirol !
Ritratto di Maximilian Benedikter
Maximilian Benedikter 7 Maggio, 2015 - 22:04
Sehr gute Idee. Die Trentiner haben ausgezeichnet gearbeitet.
Ritratto di Burkhard Wermter
Burkhard Wermter 7 Maggio, 2015 - 15:19
Krankenhausiformationssysteme auf bzw. umzubauen, ist in der Tag sehr aufwendig. Da nun scheinbar bei der Informatik des SB Suedtirol ein organisierter Neustart stattfinden soll, waere es doch einmal sinnvoll, das Informatiksystem des SB Trentino im Rahmen einer Euregio Tirol-Kooperation anzusehen und Synergie-Effekte auszuloten. Alleine der territoriale Bereich der Trentiner Sanintaetsinformatik ist beeindruckend. Patientinnen und Patienten, sowie Basis-/Basikinderaerztinnen und Aerzte koennen in die jeweiligen Krankenhausentlassungsbriefe, in Befunde von Spezialambulanzen, Erste Hile und Labor, wie auch von weiteren Untersuchungen online einsehen. Elektronische Rezepte gibt es sowieso. Neben einer besseren Informationsdienstleistung wird allen Beteiligten viel Geld und Zeit gespart. Warum nicht ein ein gemeinsames Treninter-Suedtiroler Informatiksystem der Sanitaetsbetriebe investieren. Es wird fuer alle guenstiger, wenn man die Entwicklungskosten teilt. Leben wir doch einmal auch Euregio Tirol !
Ritratto di Heinrich Tischler
Heinrich Tischler 7 Maggio, 2015 - 15:43
2004 wurde der Beschluss für ein gemeinsames Krankenhausinformatiksystem gefällt, jetzt haben wir 2015! Jetzt höre ich erstmals offiziell von einem Verantwortlichen , dass das System nicht funktioniert und ausgetauscht werden muss. Ich habe schon vor vielen Jahren als aktiver Primar, zusammen mit anderen Arztkollegen, darauf hingewiesen, dass es hier, verzeiht den Ausdruck, eugenischer Maßnahmen bedarf (Eliminierung des Medarchiver) um das KIS zum Funktionieren zu bringen, so umständlich, langsam und benutzerunfreundlich war der Medarchiver. Vertröstungen bzw. Ignorieren war der Fall, zudem gab es den mächtigen Ressortdirektor, der ein Informatiker ist, all diese Leute waren im Verwaltungsrat der SAIM und und und . Ich verweise noch einmal auf meinen Kommentar beim Artikel "Stich ins Wespennest" mit Videohinweis. (Ich habe gesehen, dass dieses Video nach dem Kommentar etwa 80 mal angeklickt worden ist). Bravo Herr Franceschini und Herr Köllensperger, weiter so!
Ritratto di Martin Ogriseg
Martin Ogriseg 7 Maggio, 2015 - 17:50
Als Insider der Situation müssen einige Aussagen von Dr. Fabi doch in das rechte Licht gerückt werden: 1) Wenn die „Ausweitung von Bruneck nach Brixen“ schon 3 Jahre gedauert hat, so lag das auch daran, dass für diese Ausweitung kaum Ressourcen zur Verfügung gestellt wurden. Im Grunde hing diese Ausweitung an 1-2 EDV-Mitarbeitern, die zusätzlich mit einer Reihe von Aufträgen eingedeckt wurden, sodass sie sich fast nur „nebenher“ (und nicht hauptberuflich) mit der Ausweitung nach Brixen beschäftigen konnten. 2) Das in Bruneck entwickelte System mit dem Namen iKIS (= internes Krankenhaus-Informations-System) wurde von den eigenen EDV-Mitarbeitern in ihrer Arbeitszeit entwickelt. Wenn es also in Bruneck und Brixen heute ein funktionierendes System gibt (im Gegensatz zu Bozen und Meran), so sei hier auch daran erinnert, dass dieses System den Betrieb praktisch „nichts“ zusätzlich gekostet hat (außer natürlich die Arbeitszeit der Mitarbeiter, die ohnehin ein Anstellungsverhältnis haben und die auch bezahlt hätten werden müssen, wenn ein valides System angekauft und eingeführt worden wäre). 3) Die Strategie, die Informatisierung der Krankenhäuser einer auswärtigen Firma (mit Gewinnabsichten) zu übergeben, ist insofern falsch, als dass man sich dadurch auf Gedeih und Verderb dieser Firma ausliefert, die bis heute noch kein zeitgemäßes funktionierendes System vorweisen kann und das erst noch entwickelt werden müsste (auf unsere Kosten!). Für jede einzelne Fehlfunktion bzw. für jede eventuell gewünschte/notwendige Zusatzfunktion muss eine "Chiamata" an die Firma ergehen und dann auch bezahlt werden! In der Vergangenheit hat diese Strategie zum aktuellen KIS-GAU geführt, den wir heute ausbaden müssen und der uns mindestens 2 Millionen Euro gekostet hat. Es ist unverständlich, warum man aus den Fehlern aus der Vergangenheit nicht zu lernen bereit ist.
Ritratto di Heinrich Tischler
Heinrich Tischler 7 Maggio, 2015 - 20:47
Zum iKIS kann ich auch etwas sagen. Das Departement für Rehabilitation wollte unbedingt ein gemeinsames Informatiksystem, damit wir Pateintenflüsse und andere Daten vergleichen könnten. Anfangsposition 2005 (!) war Rehanet in Bozen(von Dr. Zelger mit einer Firma erarbeitet und weiterentwickelt), in Meran Rehanet ( weil Dr Zelger damals in Meran mit dem Rehanet in Ermangelung anderer Informatiksysteme begonnen hat), aber ohne support , also als Auslaufmodell gehandelt, bis von einem Tag auf den anderen der Medarchiver aufoktruiert wurde, Brixen nichts und Bruneck iKis. Nach einer ersten gemeinsamen Sitzung in Bruneck gab man mir den Auftrag im Namen der Departementleitung zu entscheiden welches System wir möchten. Die Mehrheit sprach sich für iKIS aus. Ich habe mir von Herrn Amhof, der sich persönlich Zeit nahm, das iKis erklärt bekommen und muss sagen, dass mir dieses System sofort eingeleuchtet hat, so benutzerfreundlich, leicht verständlich und komplett war es. In 2 Stunden war man up to date, während für den medarchiver mehrere Sitzungen an Weiterbildung nötig waren, ohne dass man je das System so richtig benutzen konnte. Trotz Nachfragens und Insistierens blieb alles beim Alten, keine Möglichkeit des internen Informatikaustausches zwischen den Reha-Abteilungen. Auch als Herr Amhof Bezirksdirektor wurde, gab es kein Einlenken für das iKIS, da wird die SABES-Führung oder Assessorat geblockt haben. Auf die Frage damals an Herrn Amhof, wer das iKIS entwickelt habe, sagte er es seien seine Mitarbeiter, meist ohne akademischen Titel, nur mit viel Elan und Visionen gewesen, die auch auf die Fragen und Wünsche der einzelnen Abteilungen eingegangen sind und damit das kundenfreundliche System generiert haben. Ach, es gäbe noch so viel zu erzählen über den KIS-GAU wie ihn Kollege Ogriseg bezeichnet, aber ich will ja nicht langweilen.
Ritratto di Burkhard Wermter
Burkhard Wermter 7 Maggio, 2015 - 20:31
Die bisherigen KIS Krankenhausinformationssysteme sind rueckwaerts als Dokumentationssysteme organisiert. Der Sanitaetsbetrieb Suedtirol ist aber keine Krankenhausgesellschaft, sondern ein Betrieb, der Spitaeler und Territorium umfasst. Wie koennen wir vorrausdenkend Daten erfassen und in den klinischen Ablauf integrieren, um den Patienten ein besseres Ergebnis zu liefern. Der Grossteil der Suedtiroler Bevoelkerung lebt nicht in Staedten sonden in Taelern und auf Bergen. Wie koennen Patientendaten wie Vitalparameter, Herzgeraeusche, Atemgeraeusche uebertragen und bearbeitet werden, um den Rettungsdienst vor Ort hochqualitativ zu unterstuetzen und die behandelnden Spitaeler vorzubereiten, bzw. den Weiter- oder Dirkettransport an Uni-Klinika zeitnah zu organisieren. Man kann viel Zeit gewinnen, wenn man bei Bedarf direkt aus dem Tal in Absprache mit einem Suedtiroler Referenzkrankenhaus an eine Uniklinik verlegen koennte.
Ritratto di Maximilian Benedikter
Maximilian Benedikter 7 Maggio, 2015 - 22:02
Sehr intetessantes Interview mit vielen Neuigkeiten. Aber auch Widersprüchen. Seit mindestens 10 Jahren schlagen sich Ärzte (jung und alt) mit dem Medarchiver rum. Ich kenne NIEMAND in SB Bozen der nicht drüber flucht (milde ausgedrückt). Von den Herren der Saim wurde immer nur gemauert, verteidigt, überrollt. Und jetzt erfahre ich, dass Herr Fabi vor seiner Pensionierung wieder alles entscheiden und verbauen will?! Und das selbe Muster anwenden will? Diesmal Insiel statt Medarchiver? Was bitte sollte sich jetzt ändern, außer der Name der softwares. Die Technologie der Insiel ist genauso veraltert. Bitte Frau Stocker, ersparen sie uns seinen letzten Willen. Ich flehe Sie an!
Ritratto di Burkhard Wermter
Burkhard Wermter 8 Maggio, 2015 - 00:37
handschriftliche Erste Hilfe Befunde gibt es nur noch Bozen. Das Institut fuer Geschichte der Medizin in Padua wird dafuer sehr dankbar sein. Sonst gibt es in Suedtirol und im Trentino modernere Dokumentationsverfahren.
Ritratto di stefano Corra
stefano Corra 8 Maggio, 2015 - 22:59
Certo, "handschriftliche Erste Hilfe Befunde gibt es nur noch Bozen"!. Il tentativo di informatizzare il Pronto Soccorso di Bolzano mediante Medarchiver e' iniziato nel 2006. Dopo una breve fase di sperimentazione il progetto, visto i continui malfunzionamenti del programma, e' stato abbandonato. In varie occasioni l'allora primario del Pronto Soccorso, Dr De Giorgi, ha sollecitato i vertici ospedalieri sulla necessita' di un sistema informatico ben funzionante per il Pronto Soccorso. Naturalmente senza risultato.... Dopo quasi otto anni e' stato "rianimato" Medarchiver, con quasi tutti gli stessi problemi del 2006... e tuttora non si riesce a gestire la totalita' dei pazienti, per errori ricorrenti e blocchi del sistema, con un continuo rimpallo delle responsabilita' tra i tecnici di Medarchiver e i tecnici degli altri sistemi informatici dell'ospedale. Nonostante tutti gli operatori del Pronto Soccorso avessero espresso le loro perplessita' sul programma che veniva loro imposto, si e' dovuto procedere in questa direzione. Ora sentirsi dire dal direttore generale che "dieses MEDarchiver-System wird aber ganz sicher ausgetauscht. Es ist EDV-technisch nicht mehr auf der Höhe" quando da parte nostra cio' era stato detto fin dall"inizio fa certo molto piacere...... Non solo mi lascia molto perplesso un'altra affermazione del Dr. Fabi: "Die Firma MEDarchiver hat ein Angebot gemacht, um 2,1 Millionen Euro die Krankenhäuser zu informatisieren. Sie hat dafür auch den Zuschlag erhalten. Fachleute sagten uns danach aber, dass 20 Millionen an Kosten für ein solches Projekt angemessen wären. Mit 2 Millionen ist es unmöglich, das ganze durchzuführen". Questa approssimazione e superficialita' nella gestione della cosa pubblica mi fa subito pensare: SUEDTIROL IST 100% ITALIEN!!!
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