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Verkehr und Wasser GmbH (VWG)
Oldenburg
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Mobilität

Das Beispiel von Oldenburg…

… und was man in Bozen im Öpnv offensichtlich für eine umweltfreundliche, alternative und nachhaltige öffentliche Mobilität unterlassen hat.
Un contributo della community di Michele De Luca07.11.2016
Ritratto di Michele De Luca
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In der niedersächsischen Stadt wurde etwas gemacht was ganz klar die Nicht-Strategie für den Öpnv in Bozen darstellt. Ich habe mehrmals darüber geschrieben und bin fast stuf mich selbst zu zitieren aber die Nachricht der VWG, die den Öpnv in der Stadt in Niedersachsen betreibt, sollte hier in Südtirol zum Überlegen zwingen.

Man hat viel, zu viel über Wasserstoff oder E-Mobilität gequatscht während in Oldenburg bereits 2005 eine weitsichtige Entscheidung getroffen hatte, d.h. progressiv die Dieselbusse mit Erdgasbussen zu ersetzen und ab 2013 mit Bioerdgas zu betanken (als ich vor einigen Jahren darüber geschrieben habe, wurde ich fast belächelt…). Jetzt fahren alle Erdgasbusse mit Bioerdgas, also CO2-neutral. Hier die Beschreibung der Initiative.

Resümee über Oldenburg:

  • strategische Entscheidung im Jahre 2005;
  • Partnership mit dem Gasversorger Ewe, Betreiber der Betriebstankstelle der VWG-Busflotte;
  • Finanzierung der Erneuerung der Busflotte seitens des Landes Niedersachsen
  • 2016: alle 95 Busse sind jetzt Erdgasbusse und fahren mit Bioerdgas, somit sind sie CO2-neutral unterwegs, zzgl. der wesentlichen Vorteile bezüglich der Minderung der NOx (Stickoxide)- und PM (Feinstaub)-Emissionen.
bioerdgas_busse_oldenburg.jpg
Verkehr und Wasser GmbH (VWG), Oldenburg

Resümee der Lage der Sasa, die man sehr wohl mit dem Öpnv-Betrieb in Oldenburg vergleichen kann.

  • Ankündigung im Jahre 2005 der Erdgas-Wasserstoff-Strategie seitens von Alt-Landeshauptmann Durnwalder
  • trotz unterschiedlicher Ankündigungen (niemand hat sich bis heute über den 180°-Kurswechsel geäußert…), hat man 2011-12 42 Dieselbusse angekauft, total umweltfreundlich laut den damaligen Aussagen des Sasa-Vorsitzenden Pagani und des ehem. Direktors Rampelotto, schade nur, dass dies einfach nicht wahr war…)
  • 48 Sasa-Busse wären heute zu ersetzen, inklusive einiger alten Erdgasbusse, und man weiß schon seit über einem Jahr - aber weder das Land noch Sasa-Vorsitzender Pagani wagen es offiziell zu verkünden… - außer, dass das Land diese Investition dem (neuen bzw. alten) zukünftigen Konzessionär aufbürdet;
  • AEW und Sel, jetzt Alperia, wo sind sie in diesen Jahren geblieben?
  • Umweltfeigeblätter mit den 5 Wasserstoffbussen (13,5 Mio. Euro, wovon „bescheidene“ 9 Mio. vom Land), die Ende 2018 aufgelassen werden (das wird aber verschwiegen), und die zukünftigen 4 Elektrobusse („nur“ 3 Mio. Landesgelder)
  • in den kommenden europäischen Ausschreibung spielen alternative Antriebe wie Erdgas/Bioerdgas keine Rolle.

Diese sind die Fakten, die keinen weiteren Kommentar brauchen. In Bozen hat man genau das Gegenteil gemacht und dies ist Fakt.

Ich war und bin der einzige der sich in den letzten Jahren damit beschäftigt hat. Völlig unerhört. Die Funkstille von politischen Parteien, lokale Körperschaften und Umweltorganisation ist nur peinlich. Seit Januar (!) warte ich auf die Möglichkeit die Niederschriften der Gemeinderatskommission für Mobilität zu lesen, die eigentlich öffentliche Akte sind, aber bisher vergebens.

Dies ist das Ergebnis – wie ich zig-Male geschrieben habe – einer totalen fehlenden Strategie, die nur mit den „Feigeblättern“ überdeckt wurde.

Die Verantwortungen? Sind klar definiert seitens der „Decision Maker“, also Land und Besitzer von Sasa, letztere wegen ihrer völligen Untätigkeit.

Soll man noch etwas hinzufügen? Vielleicht schon, und zwar dass es besser wäre, auf diesem Gebiet sich nicht als Wir sind die Besten!“ zu bezeichnen.

Projekte wie in Oldenburg finden scheinbar überhaupt keinen Platz im Green Mobility-Plan, der kürzlich von der Landesregierung genehmigt wurde. Somit schließt sich der Kreis eines leicht voraussehbaren Desaster wovon niemand die Verantwortung übernehmen wird, insbesondere beim Gutheißen einiger lobbistischen Einweg-Elektro-Wasserstoff-Fantasien.

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