Mals 2014
Umweltschutzgruppe Vinschgau
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Gericht

Mals darf nicht pestizidfrei

Das Malser Pestizid-Verbot ist nichtig. Die Gemeinden haben keine Kompetenz, ein solches Verbot zu erlassen, befindet das Bozner Verwaltungsgericht.
Di
Ritratto di Lisa Maria Gasser
Lisa Maria Gasser10.10.2019
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Umweltschutzgruppe Vinschgau
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Foto: Salto.bz
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Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 10 Ottobre, 2019 - 09:40

Diese Entwicklung finde ich schade. Der Malser-Weg ist/war ein hoffnungsvoller!
Jetzt ist umso mehr die Technik gefragt. Ich habe dieser Tage - ich glaube im SWR - einen Bericht gesehen. Ein Bauer hat eine Vorrichtung kreiert, die einerseits die Abtrift abschirmt und andererseits die ablaufende überschüssige Sprüh-Flüssigkeit auffängt. Dadurch gibt es kaum Abdrift an die Luft, es wird ein sehr großer Teil des Spritzmittels gespart und es kommt kaum etwas auf den Boden. Also werden auch die Böden geschont!

Ritratto di Gianni Bodini
Gianni Bodini 10 Ottobre, 2019 - 10:16

Es lebe die Gerechtigkeit! Auch die Malser sollen das Recht haben, bespritzt zu werden, so wie viele anderen Gemeinden. Warum wir schon und sie nicht?

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 10 Ottobre, 2019 - 10:27

... so ist es leider auch mit dem CO2 aus den Abgasen, auch das bekommen alle ab.
Man stelle sich vor, eine Gemeinde Mals beschließt, ihre Bürger dürften keinem CO2 aus fossilen Brennstoffen mehr ausgesetzt werden, und auch keinen anderen Abgasen. Was würde da das produzierende Gewerbe aus Handel und Handwerk sagen? Und was der Transportverkehr?

Ritratto di Hans Tsrigauner
Hans Tsrigauner 10 Ottobre, 2019 - 12:03

@Peter Gasser: Das ist ein Vergleich ohne Kopf und Fuss.
CO2 ist weltweit in der Atmosphäre, während Pestizidtropfen eher lokal zirkulieren. Die Abdrift wird weit transportiert, aber trotzdem haben wir keine Pestizide des deutschen Ackerbauers auf unseren Feldern, die Auswirkungen des CO2's sind hingegen global spürbar.

Ritratto di maximilian kollmann
maximilian kollmann 10 Ottobre, 2019 - 12:06

Warum kann eine Gemeinde aus Umweltschutzgründen z. B. Euro-3-Fahrzeuge verbieten, das spritzen von Gift aber nicht?
Vielleicht kann ein Jurist kurz aufklären …

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 10 Ottobre, 2019 - 12:46

Ja, mich würde auch interessieren, wie das die beiden Trentiner Gemeinden - eine am Nonsberg und eine südöstlich von Rovereto -, die auch ähnliche Regelungen beschlossen haben, das rechtlich geregelt haben?

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 10 Ottobre, 2019 - 15:11

Weil die Legislative die Erlassung von Fahrverboten zur Reduzierung der Luftverschmutzung den Gemeindeverwaltungen übertragen hat (Programma nazionale di controllo dell'inquinamento atmosferico), das Verbot der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln aber nicht.

Ritratto di maximilian kollmann
maximilian kollmann 10 Ottobre, 2019 - 17:53

Danke, jetzt ist es klar.

Ritratto di Dominikus Andergassen
Dominikus Andergassen 10 Ottobre, 2019 - 12:24

Wir machen, so nehme ich gezwungenermaßen an, bei der Beurteilung solcher Entscheidungen immer den Fehler, dass wir darin nach der Logik der Sache suchen, während sie jedoch nach der Logik der Machterhaltung gefällt werden.
Dass es um die Sache ginge, ist eine pubertäre Illusion.
Das einzige Kriterium bei allen Dingen ist: Wer die Macht hat, der kann, wer kann, der tut.

Ritratto di Klaus Griesser
Klaus Griesser 10 Ottobre, 2019 - 20:10

Die Bauernbünde haben die Bauern in die Abhängigkeit von den Chemiekonzernen geführt, mit dem Versprechen von zunehmendem Reichtum durch chemischen Pflanzenschutz. Das wird mit Steuergeldern, also nicht nur von Bauern subventioniert, Herr Schuler, der Sie momentan frohlocken!
Es bleibt jedoch schwierig, einem Abhängigen die Substanz wegzunehmen. Selbst wenn das Umwelt und Artenvielfalt schadet sowie die Gesundheitsrisiken erhöht. Zunehmend viele Bauern haben inzwischen verstanden: chemischer Pflanzenschutz ist keine Option.

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 10 Ottobre, 2019 - 22:11

Klaus, hast du heute noch gar nicht gelesen, was das steuerliche Schicksal der Bauern ist? "Ins Auge fällt auch Andreas Leiter Reber. Der freiheitliche Landtagsabgeordnete hatte 2018 ein Gesamteinkommen von 0,00 Euro. Es ist das Schicksal der Südtiroler Bauern. Sie haben offiziell kein Einkommen."
https://www.salto.bz/de/article/09102019/halber-durnwalder

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