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Gastkommentar

So ein Blödsinn!

Das Tagblatt der Südtiroler bricht eine Polemik zu den Laternenumzügen in den Kindergärten vom Zaun. Und die Politik mault fleißig mit. Eine Gegenrede.
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So ein Blödsinn! Das Martinsfest wurde schon seit ewigen Zeiten in vielen Kindergärten als Laternenfest betitelt, das hat gar nix mit Rücksicht auf andere Religionen zu tun. Heuer fällt der 11. November auf einen Samstag und so wird halt entweder am Donnerstag abend oder am Freitag während der Unterweisungszeit gefeiert. 
Die Zeiten, dass die päd. Fachkräfte bei der momentanen allgemeinen Stimmungslage (kein Vertrag, keine Angleichung der Arbeitszeiten, keine Anerkennung für ihre Tätigkeit) an freien Tagen unbezahlte Überstunden machen, sind vorbei und deshalb diese Handhabung. Nicht mehr und nicht weniger. Dass überall, wo es nur geht irgendein rassistischer Schmäh hineininterpretiert wird, ist einfach nur noch lächerlich.

Dass überall, wo es nur geht irgendein rassistischer Schmäh hineininterpretiert wird, ist einfach nur noch lächerlich.

Wenn die großen Besserwisser sich einmal ehrlich mit der Materie befassen würden, anstatt gebetsmühlenartig um ein paar Wählerstimmen zu ergattern von Natur aus und des Prinzips wegen herumzupolemisieren, würden sie draufkommen, dass der zusätzliche Name Laternenfest althergebracht ist. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil die Kinder, mit denen wir alle Jahre die Laternen basteln, selbst zu diesem Namen gekommen sind. Nicht mehr und nicht weniger. 
Alle Jahre pünktlich zum 11.11 die gleiche Leier.
Ich hab gestern mit meiner Kollegin und mit unseren 25 Kindern aus allen Herrenländern eine wunderschöne und stimmige Martinsfeier erlebt. Die Mädchen und Buben waren mit Herz und Stimme dabei.
Der Rest ist irrelevant.

Cornelia Brugger ist Kindergärtnerin, war lange Zeit Generalsekretärin des Öffentlichen Dienstes im AGB/CGIL, sitzt als unabhängige (ehemalige PD) Rätin im Brunecker Gemeinderat und ist leidenschaftliche Schauspielerin.

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Commenti

Ritratto di kurt duschek

...."allgemeinen Stimmungslage (kein Vertrag, keine Angleichung der Arbeitszeiten, keine Anerkennung für ihre Tätigkeit) an freien Tagen unbezahlte Überstunden ... ." das wären die Themen, über welche im sogenannten "Tagblatt der Südtiroler" diskutiert und berichtet werden sollte. Ob Martin oder Laternen, dies ist irrelevant, wichtig ist der Sinn des Umzugs, der den Kindern vermittelt wird. Dieser wurden den Kindern vermittelt, davon bin ich überzeugt.

+1-12
Ritratto di Eduard Gruber

"....der Rest ist irrelevant.."
An alle Besserwisser, nehmt es euch zu Herzen , und verschont uns mit euren Polemiken....

+1-11
Ritratto di 19 amet

Bravo. Endlich den politischen Wichtigtuern Einhalt geboten.

+1-11
Ritratto di Pasqualino Imbemba

Das (selbsternannte) "Tagblatt der Südtiroler" eignete sich eben doch besser zum Fischeinwickeln, wenn wir denn in maritimerem Gegenden lebten. So entzieht sich mir halt seine zweckmäßige Verwendung.

+1-13
Ritratto di Sepp Bacher

Ich möchte meinen Kommentar auf folgenden Satz aufhängen: "Das Martinsfest wurde schon seit ewigen Zeiten in vielen Kindergärten als Laternenfest betitelt, das hat gar nix mit Rücksicht auf andere Religionen zu tun." Wie lange sind ewige Zeiten? Zu meinen Zeiten gab es dieses noch nicht! Gestern wurden in den Medien einige Informationen dazu gegeben: Erstens, das Laternenfest gibt es in Südtirol seit etwa 30 Jahren. Sehr alt ist es anderswo auch noch nicht - seit etwa einen Jahrhundert. Also keine alte oder ewige Tradition. Das sei den Polemisierern hinter die Ohren geschrieben! Zweitens: Es hat auch nichts mit der Martinslegende zu tun, bzw. das Licht wurde eben symbolisch mit der Armut und der Not in Verbindung gebracht. Also ist dieses Symbol auch nicht zwingend ein christliches - sondern ein humanitäres - Symbol.

+1-14
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