Società | Ski-WM in Are

Zeit für die Techniker

Es geht los mit den Technik-Disziplinen bei der Ski-WM in Are. Elf Athletinnen und Athleten gehen für Italien auf Medaillenjagd - salto.bz stellt sie euch kurz vor.
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Foto: sportface.it

Manfred Moelgg, 36, St. Vigil

Weltcupsiege: 3

Disziplinen: RTL, Slalom

Weltcupergebnisse 2018/2019:

RTL:

Beaver Creek 15.

Val d'Isère 17.

Alta Badia 21.

Saalbach-Hinterglemm 11.

Adelboden 24.

Slalom:

Levi DNF1

Saalbach-Hinterglemm 11.

Madonna di Campiglio 6.

Zagreb DNF2

Adelboden 13.

Wengen 12.

Kitzbuehel DNF1

Schladming 12.

Drei Weltcupsiege, eine kleine Kristallkugel im Slalom 2008, ein Mal Silber und zwei Mal Bronze bei Ski-Weltmeisterschaften und sogar eine Bronzemedaille bei einer Hallen-EM: Seit nunmehr 15 Jahren mischt Manfred Mölgg im Weltcup mit, hat alles erlebt. Eigentlich könnte sich der 36-Jährige mit ruhigem Gewissen zur Ruhe setzen und seine Skirente genießen. Aber nein, der Techniker aus St. Vigil will es nochmal wissen und an dem Ort, an dem er einen der größten Erfolge seiner Karriere gefeiert hat, nochmal für Furore sorgen.

2007 holte sich Mölgg genau in Are die Silbermedaille im Slalom. Entsprechend wird er wohl zu den Fixstartern beim Slalom am 17. Februar gehören und das Team rund um Giuliano Razzoli, Stefano Gross und wohl Alex Vinatzer anführen. Zwar ist gerade ein Event wie eine WM immer wieder für eine Überraschung gut, jedoch sprechen nur zweistellige Platzierungen und drei Ausfälle im diesjährigen Weltcup (bis auf Platz sechs Madonna di Campiglio) eine klare Sprache.

Im Riesenslalom hat Mölgg hingegen schon die ganze Saison über noch mehr Sand im Getriebe. Die den Top Ten am nächsten kommende Platzierung war ein elfter Platz in Saalbach-Hinterglemm. Nichtdestotrotz ist Mölgg mit Platz 17 in der Riesenslalom-Gesamtwertung zweitbester Italiener und wird daher auch 15. Februar an den Start gehen; zusammen mit Henrik Kristofferson, Alexis Pinturault und einem gewissen Marcel Hirscher – damit ist wohl alles gesagt.

 

Riccardo Tonetti, 29, Bozen

Weltcupsiege: /

Disziplinen: RTL, Slalom

Weltcupergebnisse 2018/2019:

RTL:

Beaver Creek 7.

Val d'Isère 8.

Alta Badia DNQ

Saalbach-Hinterglemm DNF2

Adelboden 25.

Slalom:

Zagreb 12.

Adelboden 19.

Wengen DNF1

Kitzbuehel 23.

Schladming DNQ

Seit sechs Jahren mischt Riccardo Tonetti im Weltcup mit. Er war bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeonchang dabei, 2017 startete er auch bei der WM in St. Moritz. Sieht man sich aber die Jahreszahlen der beiden Events an, kann man erkennen, dass es sich beim Bozner um einen Spätzünder handelt. Zwar konnte er im Europacup herausragende Ergebnisse einfahren, unter anderem die Gesamt- und Slalomwertung 2015, doch auf höchstem Niveau wurden Erfolge nur schleppend und vor allem unkonstant geholt. Seine beste Platzierung im Weltcup konnte er in der Tat erst in dieser Saison holen, in Beaver Creek reichte es für Platz sieben im Riesenslalom.

Was muss das daher für eine Enttäuschung gewesen sein?! Knappe zwei Zehntel fehlten Tonetti bei der Kombination am Montag für eine Medaille bei diesen Weltmeisterschaften in Are. Darüber tröstet wohl auch nicht die Tatsache hinweg, dass der Bozner bei diesem Rennen mit Platz vier seine beste Platzierung in einem Rennen auf Weltniveau errungen hatte. Das Pech hat Tonetti aber schon die ganze Saison über verfolgt. Nach einem vielversprechenden Saisonstart im Riesenslalom mit den Plätzen sieben und acht in Frankreich und den USA hat sich langsam aber sicher der Schlendrian eingeschlichen. Von den nächsten acht Rennen zwischen Riesenslalom und Slalom beendete Tonetti nur vier, einstellige Platzierungen waren nicht mehr in Reichweite.

So nahe wird der 29-Jährige wohl bei dieser WM nicht mehr an eine Medaille herankommen: Im Slalom zeigte er gerade bei der Kombi erste Schwächen und darf wohl generell nicht mit einer Startnummer rechnen. Neben den gesetzten Manfred Mölgg, Giuliano Razzoli und Stefano Gross wird Tonetti wohl dem jungen Grödner Alex Vinatzer Platz machen müssen. Im Riesenslalom kommt es wie so oft zum Kampf der Giganten zwischen Henrik Kristofferson, Alexis Pinturault und den alles dominierenden Marcel Hirscher. Ein Podium bei diesem Andrang von Superstars wäre eine faustdicke Überraschung.

 

Luca De Aliprandini, 28, Cles

Weltcupsiege: /

Disziplinen: RTL

Weltcupergebnisse 2018/2019:

RTL:

Beaver Creek DNQ1

Val d'Isère 16.

Alta Badia 7.

Saalbach-Hinterglemm 9.

Adelboden 13.

Die Erben von Massimiliano Blardone und die alles überstrahlende Ski-Legende Alberto Tomba tun sich sehr schwer, ihren großen Vorgängern ergebnistechnisch das Wasser zu reichen. In der Tat schafft es bisher keiner, auch nur ansatzweise an die Erfolge vergangener Tage heranzukommen. Luca De Aliprandini ist momentan zwar laut RTL-Gesamtwertung mit Platz 14 bester Italiener, jedoch liegt auch bei ihm der größte Erfolg mit Platz vier in Adelboden schon mehr als ein Jahr zurück.

Die Statistik für diese Saison liest sich allerdings nicht besonders schlecht: Platz sieben in Alta Badia, Platz neun in Saalbach-Hinterglemm: De Aliprandini hat dieses Jahr schon angekündigt, dass er mit den besten durchaus mithalten kann. Das soll allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch der Trientner es mit der geballten Weltelite zu tun bekommt und sich unter anderem mit Marcel Hirscher einen der besten Skifahrer aller Zeiten die Piste teilt. Jedoch ist Hoffen bei einer WM durchaus angebracht. Bisher waren es zwar nicht die Spiele der Außenseiter, was aber nicht ist, kann immer noch werden.

 

Giuliano Razzoli, 34 Jahre, Reggio Emilia

Weltcupsiege: 2

Disziplinen: Slalom

Weltcupergebnisse 2018/2019:

Slalom:

Saalbach-Hinterglemm DNF1

Madonna di Campiglio 5.

Zagreb 19.

Adelboden DNF1

Wengen 15.

Kitzbuehel 14.

Schladming DNQ

Giuliano Razzoli ist Protagonist eines Märchens, dass nie richtig in die Gänge kommen wollte: Im Januar 2010 holt sich der damals 26-Jährige seinen ersten Weltcup-Sieg. Eineinhalb Monate danach erreicht er seinen größten Erfolg – den größten Erfolg, den eine Sportlerkarriere aufweisen kann: Gold im Slalom bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver. Es war alles angerichtet für eine großartige Geschichte geziert von goldenen Erfolgen.

Jedoch waren diese Ergebnisse nicht der Prolog zu einer einzigartigen Laufbahn, sondern etwas zugespitzt ausgedrückt der Anfang vom Ende. Zwar konnte sich Razzoli 2011 noch den zweiten Weltcup-Sieg in Lenzerheide einheimsen, das war aber mehr ein kurzes Aufbäumen denn ein Startschuss für einen zweiten Frühling. Seither sind die Werte in seiner Statistik eher mau, besonders in dieser Saison tut sich der Herr aus Reggio Emilia sehr schwer. Platz fünf in Madonna di Campiglio – das war's dann auch schon mit den Top Ten in 2018/2019.

Razzoli wird nur im Slalom an den Start gehen, jedoch wird auch er eher kleine Brötchen backen. Eine Platzierung unter den besten Zehn ist ihm durchaus zuzutrauen, alles andere fiele wieder unter die Katetegorie "Überraschung“.

 

Stefano Gross, 32, Pozza di Fassa

Weltcupsiege: 1

Disziplinen: Slalom

Weltcupergebnisse 2018/2019:

Slalom:

Levi 17.

Saalbach-Hinterglemm DNF1

Madonna di Campiglio DSQ2

Zagreb 10.

Adelboden 16.

Wengen 9.

Kitzbuehel DNF1

Schladming DNF1

Die nächste große Hoffnung vergangener Tage. Stefano Gross war ein vielversprechendes Talent, dem man im Laufe der Jahre immer wieder den Sprung zu den ganz Großen zugetraut hätte. Und irgendwie hat er das auch geschafft: In den letzten vier Saisons konnte er sich immer unter den Top Ten in der Slalom-Gesamtwertung einreihen, 2014/2015 und 2015/2016 sammelte er gar sechs Podiumsplätze. Darunter war auch sein erster – und bis dato einziger – Sieg in Adelboden, den er sich im Jänner 2015 sicherte.

Nun ist Stefano Gross kein Einzelfall, One-Hit-Wonder gibt es im Ski-Zirkus zu Hauf. Jedoch würde diese Kategorisierung wohl eher auf Giuliano Razzoli zutreffen, der trotz Olympia-Sieg im Weltcup nie richtig den Anschluss gefunden hat. Gross kann immerhin insgesamt elf Podestplätze im Weltcup vorweisen, jedoch hadert es beim in Bozen geborenen Trientner bei den Großevents: Ob bei Olympia in Sotschi 2014 und Pyeongchang 2018 oder bei den Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen 2011, Schladming 2013 und St. Moritz 2017: Bis auf der blechernen Medaille beim Slalom in Sotschi waren das Podium stets außer Reichweite.

Richtig losgelegt hat Gross auch dieses Jahr noch nicht, Platz neun in Wengen war bisher das beste Ergebnis, vier von sieben Rennen hat er gar nicht beendet. Auch für ihn wird es sehr schwierig, im Slalom ein Wörtchen mitzureden.

 

Simon Maurberger, 23, St. Peter im Ahrntal

Weltcupsiege: /

Disziplinen: RTL, Slalom

Weltcupergebnisse 2018/2019:

RTL:

Val d'Isère DNQ

Alta Badia DNQ

Saalbach-Hinterglemm DNQ

Adelboden 15.

Slalom:

Levi 22.

Saalbach-Hinterglemm DNQ

Madonna di Campiglio 20.

Adelboden 17.

Wengen DNF1

Kitzbuehel 27.

Schladming DNF1

Seit 2014 im Weltcup dabei, nichtsdestotrotz ein eher unbeschriebenes Blatt. Immerhin kommt Simon Maurberger mit einer Empfehlung von neun Podestplätzen – davon fünf Siege – im Europacup und hat sich im Team langsam aber sicher hochgearbeitet. Der Ahrntaler startet sowohl im Riesenslalom und im Slalom, bei dieser WM wird es aber wohl nur für einen Bewerb, nämlich den RTL reichen.

Mit seinen bald 24 Lenzen zählt Maurberger zwar noch nicht zum alten Eisen im Skizirkus, den Kükenbonus dürfte er aber auch schon ein paar Jahre hinter sich gelassen haben. Richtig auf Touren kommt er bisher nicht, besonders in dieser Saison ist gerade die Disziplin, in der er wohl antreten wird, ein persönlich schwieriges Pflaster: Bei den vier RTL, bei denen er an den Start gehen sollte, scheiterte er drei Mal in der Qualifikation. Erst beim letzten in Adelboden konnte er sich endlich in der Rangliste einordnen – das sogar mit einem respektablen 15. Platz.

Man lehnt sich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man behauptet, dass Maurberger wohl eher Statist bei dieser WM bleiben wird. Aber immerhin kann er zum zweiten Mal Weltmeisterschafts-Luft schnappen und Selbstvertrauen für die nächsten Weltcup-Rennen tanken.

 

Alex Vinatzer, 19, Wolkenstein

Weltcupsiege: /

Disziplinen: Slalom

Weltcupergebnisse 2018/2019:

Slalom:

Levi DNF1

Saalbach-Hinterglemm 16.

Madonna di Campiglio DNF2

Zagreb DNF1

Adelboden 20.

Wengen DNF1

Kitzbuehel DNF1

Schladming 16.

Während der eine den Kükenbonus schon verbraucht hat, hat ihn der andere noch in voller Pracht auf dem Konto: Alex Vinatzer ist der Nachzügler in diesem von Routiniers gespickten Slalom-Team und darf an seinem zweiten Großevent nach dem Teamwettbewerb bei Olympia 2018 teilnehmen. Und der Grödner reist mit einem Medaillenspiegel an, der sich für einen 19-Jährigen sehen lassen kann.

Zwei Mal Gold beim Europäischen Olympischen Festival in Erzurum 2017, bei den Alpinen Ski-Juniorenweltmeisterschaften 2018 in Davos Silber im Slalom. Um das Ganze noch einmal abzurunden gibt es im November 2018 auch den ersten Sieg im Europacup beim Slalom in Levi. Gerade einmal eineinhalb Jahre ist Vinatzer dabei, hat dabei aber das eine oder andere Mal schon sein Potenzial aufblitzen lassen. Auch diese Saison lässt sich durchaus sehen: Drei Top Zwanzig-Platzierungen können in diesem Alter und mit dieser Konkurrenz durchaus als Erfolge verbucht werden.

Nun misst er sich das erste Mal mit den ganz Großen alleine bei einem Großevent und kann dabei auf die Erfahrung und Ratschläge von Routiniers wie Mölgg, Gross und Razzoli zählen. Sollte er es in die Medaillenränge schaffen, würde dieser Erfolg wohl mit dem Attribut "Sensation des Jahres“ versehen werden. Aber die Erwartungen wollen wir mal nicht so hoch stecken: zwei saubere Läufe und eine Erfahrung fürs Leben sollten vorerst reichen.

 

Chiara Costazza, 34, Cavalese

Weltcupsiege: 1

Disziplinen: Slalom

Weltcupergebnisse 2018/2019:

Slalom:

Levi 19.

Killington DNF2

Courchevel 9.

Semmering 16.

Zagreb 9.

Flachau DNF2

Maribor 8.

Chiara Costazza ist schon sehr lange dabei: Mit gerade einmal 18 Jahren feierte die mittlerweile 34-Jährige 2002 in Lenzerheide ihr Debüt. Bis 2008 war sie in beiden Technikdisziplinen – sowohl Slalom als auch RTL – unterwegs. Ein Achillessehnenriss in Aspen jenes Jahres bewog die Trientnerin sich vom Riesenslalom zurückzuziehen und sich nur noch auf dem Slalom zu konzentrieren.

Im Laufe ihrer Karriere durfte Costazza an mehreren Großevents teilnehmen. Heim-Olympia in Turin war ihr erster großer Wettbewerb, dabei schaute am Ende sogar Platz acht im Slalom heraus. Die nächsten Spiele musste sie jedoch zuschauen, erst in Südkorea 2018 durfte sie sich wieder auf großer olympischer Bühne zeigen und wurde im Slalom neunte. Ihr einziger Weltcup-Sieg liegt allerdings schon einige Zeit zurück: 2007 war es beim Slalom in Lienz soweit.

Diese Saison kann Costazza einige gute Ergebnisse vorweisen, besonders der achte Platz bei der WM-Generalprobe in Maribor lässt auf mehr hoffen. Doch wie bei den Herren dominiert auch bei den Damen eine Frau bisher das ganze Geschehen: Das obere Treppchen scheint fast schon für US-Skiwunder Mikaela Shiffrin reserviert. Und auch deren ärgste Konkurrentin, Petra Vlhova, wird sich die Chance auf Edelmetall nur schwer nehmen lassen.

 

Irene Curtoni, 33, Morbegno

Weltcupsiege: /

Disziplinen: RTL, Slalom

Weltcup-Ergebnisse 2018/2019:

RTL:

Sölden 22.

Killington 14.

Courchevel DNQ

Semmering 16.

Maribor DNQ

Slalom:

Levi 18.

Killington 11.

Courchevel 14.

Semmering 7.

Zagreb 14.

Flachau DNS1

Maribor 27.

Die zweite routinierte Läuferin im Technik-Kader der Italienerinnen heißt Irene Curtoni. Im Gegensatz zu ihrer Teamkollegin Chiara Costazza startet die gebürtige Französin – ihre Eltern arbeiteten bei ihrer Geburt im Wintersportort Les Deux Alpes – in beiden Disziplinen, sowohl im RTL als auch im Slalom.

Die große Schwester von Speed-Spezialistin Elena Curtoni startet zum dritten Mal bei einer WM, konnte aber bisher bei keiner überzeugen. Dass ihr Großevents nicht unbedingt liegen, zeigt auch das einzige Einzelergebnis, das sie bei Olympischen Spielen bisher holen konnte: 2018 reichte es in Pyeongchang nur für Platz zehn im Slalom.

Jedoch nehmen die schlechten Omen für diese WM kein Ende: Die Saison ist für Curtoni bisher suboptimal verlaufen, ihr bestes Ergebnis war Platz sieben beim Slalom am Semmering, ansonsten gab es nicht einen Platz unter den besten Zehn. Es scheint nicht so, als ob sie bei dieser WM ein Wörtchen mitreden wird.

 

Marta Bassino, 22, Cuneo

Weltcupsiege: / (4x Dritte, 1x Zweite Kombi)

Disziplinen: RTL, Slalom

Weltcup-Ergebnisse 2018/2019:

RTL:

Sölden DNF1

Killington 11. 

Courchevel 14. 

Semmering 10.

Kronplatz 3.

Maribor 7.

Slalom:

Levi DNF1

Killington DNQ

Während Costazza und Curtoni eher die Statistenrolle einnehmen werden, darf diese Dame nicht abgeschrieben werden: Marta Bassino zählt zu den großen Talenten im italienischen Skikader und darf besonders im Riesentorlauf auf ein gutes Ergebnis hoffen. Während sie im Slalom schon das Handtuch geschmissen hat, nachdem sie die ersten Rennen in Levi und Killington nicht beendet hat bzw. sich nicht dafür qualifiziert hat, gibt die 22-Jährige besonders im RTL Gas.

10, 3, 7 – so lesen sich die letzten Platzierungen der Piemonteserin, wobei sie das Treppchen beim Riesentorlauf am Kronplatz hinaufstieg. Es war die insgesamt fünfte Podiumsplatzierung für Bassino, seit sie im Weltcup ein Wörtchen mitzureden hat. Mit ihren erst 22 Jahren bringt sie auch einiges an Erfahrung mit, zwei WMs und ein Mal Olympia durfte sie sich bisher schon im Tagebuch notieren. Dabei schrammte sie gerade in Südkorea mit Platz fünf nur knapp an einer Medaille in RTL vorbei.

Es ist zwischen den Zeilen lesbar: Dieser Dame ist beim Riesentorlauf einiges zuzutrauen. Es wird zwar schwierig, die Dominatorinnen Shiffrin und Vlhova zu ärgern, aber das Treppchen ist drin, Hoffen auf mehr erlaubt.

 

Lara Della Mea, 20, Tarvisio

Alter: 20 Jahre

Weltcupsiege: /

Disziplinen: RTL, Slalom

Weltcup-Ergebnisse 2018/2019:

RTL:

Sölden DNQ

Courchevel DNQ

Semmering DNQ

Kronplatz DNQ

Slalom:

Courchevel DNQ

Semmering 16.

Zagreb 17.

Flachau DNF1

Maribor 28.

Es ist ihre erste Saison – und schon darf Lara Della Mea bei einem Großevent die Farben des eigenen Landes vertreten. Die junge Friulanerin ist bei dieser WM auch mit dem Kükenbonus ausgestattet und es wird dieses Jahr wohl eher ums Erfahrung sammeln gehen. Die 22-Jährige geht im Slalom an den Start, wo sie in ihrer ersten Saison gleich drei Mal in die Punkte gefahren ist. Den Riesenslalom wird sie wohl auslassen, bisher war sie in dieser Disziplin nicht vom Glück geküsst. Nicht ein Mal konnte sie sich für den Hauptwettbewerb qualifizieren.

Nichtsdestotrotz gilt für die junge Dame aus Tarvisio das gleiche wie für ihren männlichen Pendant Alex Vinatzer: tief durchatmen, WM-Luft schnuppern und sich in den nächsten Jahren auf mehr freuen.