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Impfpflicht

Lukrative Strafen

Das Land kassierte in den vergangenen fünf Jahren über 400.000 Euro an Strafen für nichtgeimpfte Kinder. Mit den neuen Bestimmungen wird diese Summe deutlich ansteigen.
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Andreas Pöder ist wie immer kurz und sehr deutlich: „Diese Geldstrafen für besorgte Eltern sind beschämend“.
Der Abgeordnete der BürgerUnion hat im Landtag eine Anfrage zu den Impfstrafen eingebracht. Pöder wollte wissen, wieviel das Land in den vergangenen fünf Jahren an Strafen für nichtgeimpfte Kinder eingehoben hat.
Jetzt liegt die Antwort von Sanitätslandesrätin Martha Stocker vor. Von 2013 bis 2017 kassierte das Land Südtirol über 400.000 Euro an Impfstrafen von Privaten.
Die Summen im Detail:
 
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Damit hat das Land in den letzten Jahren im Durchschnitt rund 80.000 Euro an Impfstrafen von Südtiroler Eltern eingehoben“, so Pöder. Der oppositionelle Landtagsabgeordnete, der den Kampf gegen die Impfzwang zum zentralen Bestandteil seiner Wahlkampfes macht, ist überzeugt: „Mit Impfstrafen werden im Prinzip besorgte Eltern dafür bestraft, dass sie sich nicht dem Diktat der Impflobby beugen und einen medizinischen Eingriff am gesunden Körper ihrer Kinder vornehmen lassen wollen.
Für Andreas Pöder, „kennt die Bevormundung der Bürger, insbesondere der Eltern, kennt kaum mehr Grenzen“.
Interessant aber dürfte sein, wie sich die Impfstrafen in Südtirol in den nächsten Jahren entwickeln. Denn bisher wurde das neue Impfdekret zwar umgesetzt, Strafen für Säumigen aber nicht ausgestellt. Diese Strafen werden erst 2018 eingehoben. Auch neutrale Beobachter sind sich einig, dass spätestens dann die Strafmandate und damit auch die Summen, die das Land einhebt um ein Vielfaches höher sein werden.
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