Coronavirus
Pixabay
Advertisement
Advertisement
Corona-Politik

Südtirol wird rot

Das Gesundheitsministerium stuft die Autonome Provinz Bozen als “rote Zone” ein. Die Landesregierung will eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen abwenden.
Di
Ritratto di Lisa Maria Gasser
Lisa Maria Gasser15.01.2021
Advertisement
Salto Plus

Liebe/r Leser/in,

dieser Artikel befindet sich im salto.archiv!

Abonniere salto.bz und erhalte den vollen Zugang auf etablierten kritischen Journalismus.

Wir arbeiten hart für eine informierte Gesellschaft und müssen diese Leistung finanziell stemmen. Unsere redaktionellen Inhalte wollen wir noch mehr wertschätzen und führen einen neuen Salto-Standard ein.

Redaktionelle Artikel wandern einen Monat nach Veröffentlichung ins salto.archiv. Seit 1.1.2019 ist das Archiv nur mehr unseren Abonnenten zugänglich.

Wir hoffen auf dein Verständnis
Salto.bz

Abo holen

Bereits abonniert? Einfach einloggen!

La crisi continua. Ogni abbonamento è un sostegno a un giornalismo indipendente e critico e un aiuto per garantire lunga vita a salto.bz.

Advertisement
Advertisement
Ritratto di alfred frei
alfred frei 15 Gennaio, 2021 - 16:01

wozu denn die Aufregung ? die Südtiroler Wirtschaftstreibenden befinden sich schon seid geraumer Zeit in einem Zustand der "roten Dystonie", oder nicht ?

Ritratto di alfred frei
alfred frei 15 Gennaio, 2021 - 16:17

Der Schützenbund fordert vorgezogene Neuwahlen in Südtirol

Ritratto di Massimo Mollica
Massimo Mollica 15 Gennaio, 2021 - 16:49

Il punto, che sembra metafora un po' di tutto, è che non si capisce come viene calcolato il famoso RT. Come si fa a calcolare? Qualcuno lo ha spiegato? Qualcuno ha certificato il criterio su come vengono fatti i tamponi? Qualche giornalista ha chiesto info in merito? Se abbiamo una provincia, non faccio nomi, (Trentino), dove pare che si faccia di tutto per non fare tamponi che valenza ha RT? Nella mia grande ignoranza cerco di usare la logica, e l'unico parametro valido sono il numero di letti occupati da pazienti COVID e numero di terapie intensive. Superata una certa percentuale si chiude. Così puoi anche cercare di nascondere i dati ma non freghi la fisica e la chimica. E questo per tutelare chi è più debole, ma anche l'economia.

Ritratto di Elisabeth Hammer
Elisabeth Hammer 15 Gennaio, 2021 - 18:19

"Die Lage sei stabil und gebe keinen Anlass zur unmittelbaren Sorge." - na das nenne ich mal eine Ansage bei ...
- Krankenhäusern, die im Notbetrieb laufen (mein Mann wartet immer noch auf einen ursprünglich für Dezember geplanten, dann aber aufgeschobenen OP-Termin)
- über 500 Neuansteckungen täglich: auch wenn diese möglicherweise nicht ins Krankenhaus müssen, wäre ein Blick auf Langzeitfolgen auch einer leichten Corona-Erkrankung angemessen - Studien dazu laufen am KH Sterzing. Jede Ansteckung ist eine zuviel, Impfen wäre der bessere Weg zur Immunität.
- Überschreiten der Warnschwelle bei Normalbetten (44%) als auch im Intensivbereich (um die 30%- Marke herum), dabei sind die Betten in Privatstrukturen nicht einmal berücksichtigt!
Eine mittelfristige Strategie zur Bekämpfung der Ausbreitung des Virus scheint völlig zu fehlen. Gewöhnen wir uns wirklich bis Ostern an diese hohen Zahlen und nehmen sie inkl. der Toten in Kauf? Ist Südtirol und seine Experten wirklich um so vieles besser als Rom bei der Bewältigung dieser Krise? Die Zahlen und Fakten sprechen hier eine klare Sprache, in der Schule würden wir zum vermeintlichen Musterschüler Südtirol wohl sagen "Gesamtleistung ungenügend, nicht versetzt".

Ritratto di Thomas Unterwinkler
Thomas Unterwinkler 15 Gennaio, 2021 - 19:05

Volle Zustimmung, Frau Hammer! Es ist tragisch, dass die Verantwortlichen den Ernst der Lage nicht erkennen.
Von den 500 Neuinfizierten müssen natürlich nicht alle ins Krankenhaus, aber 4-6 % wahrscheinlich (und leider) schon. Das Ausmaß werden wir erst in zehn bis vierzehn Tagen sehen.
Leider völlig unberücksichtigt bleibt hierzulande auch die ansteckendere britische Variante des Virus. In Österreich hat man heute festgestellt, dass diese doch schon weiter verbreitet ist als vermutet, es gibt an die 100 Verdachtsfälle und bestätigte Fälle bereits in Tirol, Wien und in der Steiermark. Es ist Illusion zu glauben, dass die britische Variante nicht auch Südtirol erreicht - vielleicht ist sie auch bereits da. In Österreich und Deutschland verlängert man deshalb den Lockdown und verschärft die Maßnahmen (z.B. FFP2-Maskenpflicht in Geschäften und Öffis in Bayern), weil man weiß, dass man KEINE CHANCE auf eine Kontrolle der Pandemie mehr hat, wenn sich die britische Variante weiter ausbreitet und sie dominant werden sollte.
Es ist also keine Zeit für irgendwelche Rechenspiele, sondern es sollten entschlossen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie getroffen werden. Denn wenn sich die britische Variante in Südtirol ausbreiten sollte, wird es zu einer dritten Welle kommen, welche die ersten beiden Wellen leider deutlich in den Schatten stellen wird.

Ritratto di Elisabeth Hammer
Elisabeth Hammer 15 Gennaio, 2021 - 19:26

Wie sie richtig sagen, verschärfen die anderen (FFP2-Maskenpflicht in Geschäften und Öffis in Bayern). Laut Rundschreiben der Bildungsdirektion reichen für uns Lehrpersonen selbst bei den derzeitigen dramatischen Zahlen die chirurgischen Masken. Ich persönlich bekomme eine FFP2-Maske zur Verfügung gestellt, weil ich seit meiner Covid-Erkrankung als Risikopatientin eingestuft bin. Auch das ist eine ganz spezielle Logik: zuerst muss man quasi krank werden, um in den Genuss einer ordentlichen Maske zu kommen? Viele KollegInnen kaufen sich mittlerweile von ihrem eigenen Geld die FFP2-Masken. Das ist nicht richtig. Das Land muss den Schulen so schnell wie möglich kostenlos die FFP2-Masken zur Verfügung stellen, Krankenstände und Folgekosten wegen Dienstunfall sind garantiert teurer.

Ritratto di Martin Koellensperger
Martin Koellensperger 15 Gennaio, 2021 - 19:37

Die FFP2 Maske ist der chirurgischen in Alltagssituationen nicht überlegen, was den Selbstschutz vor Viruserkrankungen angeht

Ritratto di Thomas Unterwinkler
Thomas Unterwinkler 16 Gennaio, 2021 - 13:10

Erstens hat Frau Hammer nicht von Alltagssituationen, sondern von ihrer Arbeit gesprochen, und zweitens ist ihre Aussage auch sonst unzutreffend.
Bei korrektem Gebrauch schützt eine FFP2-Maske deutlich besser als eine chirurgische Maske vor Viruserkrankungen.
Alle notwendigen Informationen sind hier zu finden:
https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/s...

Ritratto di Martin Koellensperger
Martin Koellensperger 16 Gennaio, 2021 - 14:07

Auch die Arbeit in der Schule ist eine Alltagsituation, genauso wie die Arbeit auf Normalstation.
Und zur Arbeit im Krankenhaus gibt es in pubmed einige Studien und Metaanalysen, welche der FFP2 Maske keine grössere Schutzwirkung zusprechen, sowohl bei Influenza als auch bei Corona.

Ritratto di Günther Schweigkofler
Günther Schweigkofler 16 Gennaio, 2021 - 17:17

Da gibt es ein interessantes Modell einer Forschergruppe des Max-Planck-Instituts für Chemie, das anschaulich in Zeit Online dargestellt wird, auch für Klassenzimmer.
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-11/coronavirus-aerosole-anste...
Dabei wird die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung berechnet und für das Beispiel-Klassenzimmer ergibt sich: ohne Maske 28%, mit Alltagsmaske 8%, mit OP-Maske 3% und mit FFP2-Maske <1%.
So einig ist sich die Wissenschaft, wenn's um Corona geht.

Ritratto di Martin Koellensperger
Martin Koellensperger 17 Gennaio, 2021 - 08:23

Die Studien haben untersucht, ob Erkrankte chirurgische Masken oder FFP2 Masken trugen, und daraus errechnet, ob es Unterschiede im Schutz gibt.
Die Simulation hingegen bezieht sich auf die potentiell höhere Filterleistung der FFP2 Masken bei perfektem Sitz, welcher allerdings bei den derzeit verbreiteten entelschnabelartigen Filtertüten kaum gegeben ist.
So unterschiedlich sind Theorie und Praxis.

Ritratto di M Ma
M Ma 15 Gennaio, 2021 - 19:21

Ja die Lage ist stabil. Die Hospitalisierung stagniert seit Tagen, also warum jetzt bremsen?
- Langzeitfolgen: Man muss dem die Langzeitfolgen eines erneuten harten Lockdowns gegenüberstellen. Hier muss man sich für das kleiner Übel entscheiden und dies kann momentan niemand seriös sagen.
- Wir sind zwar auf der Warnschwelle, aber wir sind dort stabil. Also kein Grund zur Panik.

Die mittelfristige Strategie besteht aus einer Mischung aus Impfen und schauen, dass man es mit einem guten Mittelweg aus Infektionszahlen und wirtschaftlichen Schaden über den Winter kommt. Und ich finde das ist ein guter Weg, den man hier eingeschlagen hat.
Man sollte sich von der Illusion, das Virus durch Lockdowns zu besiegen verabschieden. Allen Recht machen kann man's eh nicht.

Ritratto di Martin Koellensperger
Martin Koellensperger 15 Gennaio, 2021 - 19:55

Es gibt hier viele, die die Kollateralschäden billigend in Kauf nehmen, da sie selbst (bisher) nicht betroffen sind.
Wie leise würden die Rufe nach Lockdown werden, wenn die Pensionen nicht mehr ausbezahlt würden, die Lehrer bei Schulschließung nicht mehr bezahlt würden, oder gar die Politiker, ist derzeit doch die Demokratie ausser Kraft gesetzt?

Ritratto di Martin Mayr
Martin Mayr 15 Gennaio, 2021 - 21:11

@Dr. Martin Köllensperger, Ihre Kommentare sind ein Genuss.

Ritratto di Thomas Unterwinkler
Thomas Unterwinkler 15 Gennaio, 2021 - 21:18

Dass die Demokratie außer Kraft gesetzt sein soll, meinen Sie hoffentlich ironisch - und nicht ernst!
Als Selbständiger spüre ich die Auswirkungen der Corona-Krise, und das nicht zu knapp. Ist für mich aber kein Grund, sich von der Vernunft zu verabschieden.

Ritratto di Thomas Unterwinkler
Thomas Unterwinkler 15 Gennaio, 2021 - 21:15

Die Frage ist nicht, ob die Lage stabil oder instabil ist, sondern ob sie unter Kontrolle oder außer Kontrolle ist. Unter Kontrolle wäre sie, wenn man die Neuinfektionen nachvollziehen und ein wirksames contact tracing machen könnte. Dies ist in Südtirol nicht der Fall. Wie auch, können die im Sanitätsbetrieb dafür zuständigen 100 Mitarbeiter doch nie und nimmer die Kontaktnachverfolgung für 500 (oder auch nur 250) Neuinfizierte pro Tag machen.
Im Übrigen ist es auch nicht richtig, dass ein Lockdown Gift für die Wirtschaft ist - im Gegenteil: Richtig eingesetzte Lockdowns schützen die Wirtschaft vor noch größeren Verlusten. Dies wurde zuletzt auch durch eine Studie des Internationalen Währungsfonds (der nun wirklich nicht im Verdacht steht, wirtschaftsfeindlich zu sein) bestätigt.
https://www.srf.ch/news/wirtschaft/neue-iwf-studie-warum-ein-lockdown-de...

Ritratto di Günther Schweigkofler
Günther Schweigkofler 15 Gennaio, 2021 - 21:33

"Die Bewertung basiere auf veralteten Zahlen von Ende Dezember, als sich die Infektionslage dramatischer darstellte als heute, sagt Sabes-Generaldirektor Florian Zerzer zu Rai Südtirol."
Nach über 10 Monaten Corona-Pandemie sollte es doch möglich sein, sich auf gemeinsame Daten zu einigen und diese auch der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Einige Aussagen der heutigen Medienkonferenz sind ohne transparente Kommunikation jedenfalls nicht nachvollziehbar.

Ritratto di Sabinate Eisenholzknecht
Sabinate Eisenholzknecht 16 Gennaio, 2021 - 15:06

@M. Koellensperger Sie sind auch auf den Kopf gefallen, Dr. Koellensperger, aber wir schaffen das mit unsrem Hirnschwergewicht! 30 % der zertifizierten Demokraten haben wir hinter uns, z.B. Johann Mair, den Krippevirologe oder Christian I oder den Sohn vom Widmann. Endlich können Gänsbacher oder Andergassen mit ihrem Helfersyndrom baden gehn.
Bald fliesst nicht nur die Etsch, sondern auch der Eisack und die Falschauer gen Himmel (frei nach W. Beikircher).
Dr. Koellensperger, Sie sind einfach genial mit Ihren kritischen Spaltbeiträgen. Bleiben Sie dem Forum treu, Sie passen zu uns! Danke, von Demokratin zu Demokrat.

Ritratto di Klemens Riegler
Klemens Riegler 17 Gennaio, 2021 - 09:20

@Eisenholzknecht. Tun Sie mir bitte nicht den M. Koellensperger dort einklemmen wo Sie ihn am liebsten hätten. Der lässt sich nicht "vereinnahmen"! Und gehen Sie bitte mit dem Begriff "Demokratie" etwas vorsichtiger um. Sonst kommt noch heraus dass Trump und Hitler "demokratisch" an die Macht gekommen sind.

Ritratto di Klemens Riegler
Klemens Riegler 17 Gennaio, 2021 - 09:22

Die Spaltbeiträge des M.K. sind natürlich trotzdem genial. Sie passen zu und in dieses Forum der Meinungsvielfalt.

Advertisement
Advertisement
Advertisement