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sozio-sanitär

REHA WIE SIE ABSOLUT NICHT SEIN SOLLTE

Missstände im Reha-Bereich in Südtirol
Un contributo della community di Elisabeth Sanoner15.09.2020
Ritratto di Elisabeth Sanoner
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Nach einer Hüft-OP war ich von 7.08. bis 13.08,2020 in der BONVICINI KLINIK , in Bozen, auf REHA.

Eigentlich sollte ich 14 Tage dort bleiben, habe jedoch den Aufenthalt abgebrochen, da die Betreuung unzumutbar ist.

Außer der Physiotherapie, die hervorragend war, sowie einigen wenigen Personen des Pflegepersonals, war das gesamte Betreuungspersonal, einschließlich 2 Ärztinnen, respektlos, achtlos und lieblos den Patienten gegenüber. Die Zimmer der Patienten wurden mehrmals ohne anzuklopfen betreten, die Türen nach dem Betreten nicht wieder geschlossen, auf den Gängen war es laut vom Gequassel des Personals. Hätte ich´s nicht selbst erlebt, ich hätte es nicht geglaubt, dass es „Sowas“ auch im wohlhabenden, perfekt funktionierenden Südtirol gibt. Ich bin enttäuscht, beschämt, traurig und wütend. Warum werden unsere Steuergelder nur zum vergolden der Fassade benutzt, während dahinter langsam alles zerbrökelt.

Ich schreibe diesen Brief auch für all jene die nicht in der Lage sind sich gegen diese Missstände zu wehren!

Dieser geht auch an Dr. Thomas Widmann  Dr. Florian Zerzer   Sowie an die Bonvicini Klinik in Bozen

Elisabeth Sanoner (Bozen)

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Ritratto di Martin Koellensperger
Martin Koellensperger 15 Settembre, 2020 - 21:47

REHA WIE SIE ABSOLUT NICHT SEIN SOLLTE ist eine reißerische Aufmachung, und falsch dazu, wo doch die Physiotherapie hervorragend war. Dass die Unterkunft nicht einem 5 Sterne Hotel entspricht, sondern einem Krankenhaus, wo Türen eben offen bleiben und am Gang gequasselt wird, ist ebenfalls kein Missstand. Es geht schließlich um Physiotherapie und nicht um einen Wellnessurlaub auf Kosten des Steuerzahlers.

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 17 Settembre, 2020 - 16:20

Im Detail kann ich die Situation nicht bewerten. Was mich aber wundert ist Ihre Einstellung als junger Arzt zu der Angelegenheit.
Ich hoffe nicht, dass es allgemein so ist, wie Sie es hinstellen, Herr Dr. Köllensperger: Meines Erachtens geht es um den grundsätzlichen Respekt und die Achtung einer Person, auch eines Patienten, im Sinne, dass dieser ja ein Klient oder Kunden ist und nicht nur einer erleidenden/ertragende Person.
Es geht auch um das professionelle Verständnis, wie ein Arzt, eine Pflegerin, mit dem "Kunden" kommuniziert und ihn behandelt. Meines Wissens braucht es für Heilung nicht nur die technische sondern auch die menschliche Ebene. Diese trifft man in bestimmten Abteilungen und bei bestimmten Ärzten und Pflegern auch. Man sollte eine solche Kritik ernst nehmen und nicht nur abwehren!

Ritratto di Martin Koellensperger
Martin Koellensperger 17 Settembre, 2020 - 17:12

Herr Bacher, vielen Dank für das "jung". Wo sehen Sie in diesem Wutausbruch eine berechtigte, konstruktive Kritik auf die man eingehen könnte?

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 17 Settembre, 2020 - 20:37

Herr Köllensperger, da Sie gegen die Aussagen des Briefes opponiert haben und in etwa die Meinung vertreten haben, dass z.B. "respektlos, achtlos und lieblos den Patienten gegenüber" im Krankenhaus normal oder zumindest vertretbar seien, habe ich mich zu obigem Kommentar aufgerafft und meine Bedenken geäußert. Ich bin nämlich der Meinung, dass zur Professionalität in der Pflege auch menschliche Korrektheit und Freundlichkeit gehört. Da geht es mir nicht darum, ob die Tür offen oder geschlossen sein muss.
Da ich nicht davon ausgehe, dass die genannte Klinik keinen Wert auf professionelle Pflege und Therapie legt, muss sie (und die betroffenen bzw. gemeinten Personen) diese Kritik an- und ernst nehmen.

Ritratto di Martin Koellensperger
Martin Koellensperger 17 Settembre, 2020 - 21:35

Nein Herr Bacher, ich habe in etwa die Meinung vertreten, dass offene Türen im Krankenhaus normal sind - und das hat gute Gründe - und dass man dem Personal nicht verbieten kann, sich zu unterhalten. Das sind die Hauptkritikpunkte in diesem Schreiben.

Ich finde Respektloses Verhalten nicht angebracht. Aber wenn es durch die obengenannten Punkte definiert ist bleibe ich bei meiner Meinung.

Es gibt übrigens auch Patienten (und Angehörige), die respektlos, achtlos und lieblos dem Pflegepersonal gegenüber sind, nicht selten sogar verbal und körperlich gewalttätig.

Der Ton macht die Musik. Wenn die Kommunikation in der Klinik so abgelaufen ist wie in diesem Schreiben

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