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Eataly

Schlaraffenland

Die Fabbrica Italiana Contadina ist ein gigantischer Erlebnispark, der die Lebensmittelproduktion vom Acker bis zum Teller zeigt. 4 Millionen Besucher werden erwartet.
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Es ist ein Projekt der Superlative. Auf dem Gelände der ehemaligen Grossmarkthalle von Bologna eröffnet Regierungschef Claudio Gentiloni heute die FABBRICA ITALIANA CONTADINI, den weltweit grössten parco agroalimentare.  Auf einer Fläche von 100.000 Quadratmetern  bietet ein Disneyland del cibo alles, was mit Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung zu tun hat. Vom Weinberg bis zum biodynamischen Garten, vom Kuh- bis zum Hühnerstall, vom Getreidefeld bis zum Olivenhain,vom Leben der Bienen bis zur Trüffelsuche im Eichenwald. 500 kostenlose Fahrräder stehen den Besuchern zur Verfügung, auch der Eintritt ist kostenlos. Geöffnet ist der Park 365 Tage im Jahr von 10 bis Mitternacht.

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Ein Projekt der Superlative: Das Gelände der FABBRICA ITALIANA CONTADINI. 

 

Initiator des Projekts ist einer, der sich in der Welt qualitätsvoller Lebensmittel bestens auskennt:  Eataly-Gründer Oscar Farinetti, der das ursprüngliche slowfood-Kleinformat auf Idustrieebene gehoben (oder gesenkt) hat.  40 Lebensmittelerzeuger stellen ihre Produkte direkt auf dem Gelände her und gewähren Besuchern Einblick in ihre Produktion - vom Bier bis zur Mozzarella, vom Schinken über Käse bis zur Schokolade. 120 Millionen Euro wurden in das Mega-Projekt investiert, das zunächst vier, dann sechs Millionen Besucher pro Jahr anziehen soll. Das Unternehmen soll jährlich 90 Millionen Euro in die Kassen spülen . 45 Lokale - vom Sterne-Restaurant bis zur Osteria und zum Streetfood-Kiosk - sorgen für die Bewirtung.  In den fattorie didattiche sollen "Stadtkinder erleben wie man Kühe melkt" und wie "ein ungebratenes Huhn aussieht". Viele grosse Lebensmittelhersteller - von Lavazza über Mutti und das Consorzio del Parmigiano - sind in Farinettis Projekt eingestiegen. Ein Kongresszentrum und Hörsäle vervollständigen das Projekt. Geleitet wird das Unternehmen von Tiziana Primori aus dem Genossenschaftsbund Coop, der direkt eingebunden ist.

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Rendering des Projekts: "Stadtkinder erleben wie man Kühe melkt und wie ein ungebratenes Huhn aussieht"

Auch slowfood ist beteiligt - wenn auch mit Bauchschmerzen des Gründers Carlo Petrini: "Bisogna cercare di governare il limite." Diese Grenzen hat Eataly bereits deutlich aufgezeigt. Viele kleinere Hersteller von Qualitätsprodukten konnten Farinettis Grossmärkte in zahlreichen Ländern nicht mehr beliefern, weil sie nicht die nötigen Mengen herstellen konnte. Für die ist eine industrielle Herstellung unerlässlich. Farinetti stellt klar:" Il 15 per cento di quello che vendiamo lo produciamo noi, il resto arriva da piccoli, medi e grandi produttori”. Italiens Landwirtschaft hält er für durchaus ausbaufähig: "In Italia ci sono 14 milioni di ettari di terreni coltivati, negli anni ottanta erano 19, anche se oggi si produce di più”.  Der Gastronomiepark, der die Lebenmittelproduktion vom Acker bis zum Teller demonstriert, beschäftigt direkt 700 Personen, weitere 3000 im Zulieferbereich.

Mit seinem Mega-Projekt will Farinetti als cleverer Unternehmer an den Erfolg der Weltausstellung in Mailand anknüpfen, wo sich in 190 Tagen  über 20 Millionen Besucher dem Thema Ernährung  auseinandergesetzt hatten.

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