Heinz-Christian Strache
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Östereich

Strachegate

Österreichs Regierung implodiert. Hans Christian Strache muss nach einem jetzt veröffentlichten Skandalvideo zurücktreten. Die Hintergründe der „Ibiza Affäre“.
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Die Bombe schlägt am Freitag zielgenau aus Deutschland in Wien ein.
Der Hamburger „Der Spiegel“ und die Münchner „Süddeutsche Zeitung“ veröffentlichen an diesem Tag zeitgleich ein Video, das den österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) vor der Nationalratswahl 2017 bei einem Gespräch auf Ibiza mit einer vermeintlichen Nichte eines russischen Oligarchen zeigt.
Es ist eine Enthüllung, die Strache den Kopf kosten wird. Am Samstag erklärte Kanzler Sebastian Kurz, dass er eine weitere Zusammenarbeit mit Strache ausschließe. Der FPÖ-Chef hatte einen Termin am späten Vormittag im Kanzleramt. Alle politischen Beobachter gehen davon aus, dass Strache seinen Rücktritt einreichen wird. Unklar ist noch, ob Sebastian Kurz Strache nur ersetzen wird oder es zu Neuwahlen in Österreich kommen wird. Als möglicher Nachfolge Straches als Vizekanzler wird der ehemalige FPÖ-Bundespräsidentschafts-Kandidat und amtierende Verkehrsminister Norbert Hofer gehandelt.
 

Treffen auf Ibiza

 
Auf dem heimlich aufgenommen Video ist ein Treffen zu sehen, das vor den Nationalratswahlen 2017 in einer Villa auf der spanischen Ferieninsel Ibiza stattgefunden hat. Auf dem Video sind Heinz Christian Strache und der FPÖ-Klubchef und Strache-Intimus Johann Gudenus  in weiblicher Begleitung zu sehen, wie sie mit einer Russin verhandeln.
Es ist ein zugleich schockierendes wie entlarvendes Dokument. Dabei geht es um Spenden an die FPÖ, einen Auftragsentzug für den Wahl-Bozner-Bauunternehmer Hans Peter Haselsteiner und einer Übernahme der Kronen-Zeitung. Auch der Tiroler Unternehmer Rene Benko bekommt sein Fett ab.
Das österreichische Nachrichtenmagazin „profil“ hat folgende Strache Zitate aus dem nur in Auszügen veröffentlichten Mitschnitt veröffentlicht.
 

Strache über Spenden, die am Rechnungshof vorbeigelotst werden.
 

"Der Verein ist gemeinnützig, der hat mit der Partei nichts zu tun. Dadurch hast du keine Meldungen an den Rechnungshof. Das ist ein gemeinnütziger Verein mit drei Rechtsanwälten. Der hat ein Statut: Österreich wirtschaftlicher gestalten."
 
„Ja, es gibt ein paar sehr Vermögende. Die zahlen zwischen 500.000 und eineinhalb bis zwei Millionen...Die zahlen aber nicht an die Partei, sondern an einen gemeinnützigen Verein... Das musst Du (der ebenfalls anwesende Klubchef Johann Gudenus übersetzt ins Russische, Anm.) erklären: Verein. Du musst erklären, dass das nicht an den Rechnungshof geht.“ 
 
Der Spiegel
Cover der aktuellen Österreichausgabe des Spiegel: Rücktritt am Samstag
 

Strache spricht über Spender, die bereits Zahlungen leisten sollen. Die Betroffenen haben inzwischen alle dementiert.

 
Die Spender, die wir haben, sind in der Regel Idealisten. Die wollen Steuersenkungen...Gaston Glock als Beispiel...(Gudenus übersetzt neuerlich ins Russische)...genau, Heidi Horten ist ein Beispiel. Rene Benko, der die ÖVP und uns zahlt...einer der größten Immobilienmakler Österreichs. Novomatic zahlt alle."
 

Strache zur "Kronen Zeitung"

 
"Wennst die Kronen Zeitung hast, bist der bestimmende Faktor. Und wenn du darüber hinaus einen TV-Sender noch lukrierst, bestimmst du alles."
 
„Schau, wenn sie (die russische Gesprächspartnerin, Anm.) wirklich vorher die Zeitung übernimmt...Wenn's wirklich vorher, um diese Wahl herum, zwei, drei Wochen vorher...die Chance gibt, über diese Zeitung uns zu pushen...brauch ma gor ned reden...dann passiert ein Effekt, den die anderen ja nicht kriegen...also schau, wenn das Medium zwei, drei Wochen vor der Wahl, dieses Medium, auf einmal uns pusht...dann hast Du Recht...dann machen wir nicht 27, dann machen wir 34 Prozent.“
 
„Schau, schau, sobald sie (die russische Gesprächspartnerin, Anm.) die Kronen Zeitung übernimmt...sobald das der Fall ist, müssen wir ganz offen reden...Da müssen wir uns zusammenhocken, müssen sagen: So, da gibt es bei uns in der Krone, zack, zack, zack, drei, vier Leute, die müssen gepusht werden. Drei, vier Leute, die müssen abserviert werden. Und wir holen gleich noch mal fünf neue rein, die ma aufbauen. Und das ist der Deal."
 
Haselsteiner, Hans Peter
Wahlbozner Unternehmer Hans Peter Haselsteiner: "Weil den Haselsteiner will ich nicht mehr."  (Foto: Youtube)
 

Strache zu Hans Peter Haselsteiner:

 
„Schau, und dann sind wir genau beim Thema Strabag, Autobahnen. Du, das Erste in einer Regierungsbeteiligung, was ich heute zusagen kann, ist: Der Haselsteiner (Hans Peter, Anm.) kriegt keine Aufträge mehr. So, dann haben wir ein Riesenvolumen an infrastrukturellen Veränderungen. Wenn da eine Qualität da ist und ein qualitativer Anbieter da ist...bin ich der Erste, der sagt...dann sag' ich ihr, dann soll sie nämlich eine Firma wie die Strabag gründen, weil alle staatlichen Aufträge, die jetzt die Strabag kriegt, kriegt sie dann.“
 
„Dann soll sie (die russische Gesprächspartnerin, Anm.) eine Firma wie die Strabag gründen. Alle saatlichen Aufträge, die jetzt die Strabag kriegt, kriegt sie dann. So und über diese Geschichte reden wir dann, weil den Haselsteiner will ich nicht mehr."
 

Straches & der ORF.

 
„Würden wir in einer Regierungsbeteiligung sein, würden wir uns sogar vorstellen können, einen Sender zu privatisieren. Da gibt's natürlich dann Interessenten unterschiedliche .... Wir könnten uns vorstellen, den ORF auf völlig neue Beine zu stellen.“
 

Das Video

 

Die geheimen Strache-Videos: Worum es geht, von der Wiener Stadtzeitung "Der Falter"

 

"Eine besoffene Geschichte"

 
Österreichs Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache reagiert auf einer Pressekonferenz am Samstag kurz nach Mittag auf das veröffentlichte Video. In einem mehrminütigen Statement entschuldigte er sich für sein „betrunkenes Macho-Gehabe“. Hans Christian Strache: „Ich habe mich prahlerisch wie ein Teenager verhalten.
Er und die FPÖ verlangen jetzt  die Herausgabe des Videos und erklären zugleich, dass von denen im Video genannten Unternehmen keine Spenden an die Partei ergangen seien. Zugleich versucht der FPÖ-Chef das Ganze als Komplott gegen sich und seine Partei darzustellen. 
Strache zeigte sich über die heimlichen Videoaufnahmen entrüstet und unterstellt, dass es sich um eine „Auftragsarbeit“ gehandelt habe. „Das war ein gezieltes politisches Attentat“, sagte Strache am Samstag wörtlich.
Auf der kurzen Pressekonferenz erklärte der österreichische Vizekanzler, dass er dem Bundeskanzler Sebastian Kurz seinen Rücktritt angeboten, den der Kanzler auch annehmen werde. Auch von seinem Amt als Parteichef trete er umgehend zurück.
Auch der bisherige geschäftsführende Klubobmann Johann Gudenus tritt infolge der Video-Affäre von all seinen politischen Ämtern zurück. Das erklärte der langjährige enge Strache-Vertraute am Samstagnachmittag in einer Aussendung.

 

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Ritratto di Ralph Kunze
Ralph Kunze 18 Maggio, 2019 - 12:56

Bleibt zu hoffen, dass diese Geschichte Sebastian Kurz nicht schadet. Kurz ist ein Glücksfall für Österreich und Europa

Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 18 Maggio, 2019 - 13:15

Kurz ein Glücksfall für Europa oder Österreich? Die letzte Auswahl seiner Regierungspartner bestätigt dies aufs Neue! Unglaubliches Feingespür! (Und unsere SVP unter Achammertut es ihm gleich...)

Ritratto di Ralph Kunze
Ralph Kunze 18 Maggio, 2019 - 13:21

Klar ist Kurz ein Glücksfall! Für diese Causa kann Kurz nichts. Er hatte auch keine andere Wahl. Eine neue Koalition mit der SPÖ wäre das Schlimmste!
Bei der SVP gebe ich ihnen Recht, die ist ein Windfahndl

Ritratto di Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 18 Maggio, 2019 - 14:02

Was genau wäre schlimmer gewesen an einer Koalition mit der SPÖ, als sich mit einem ehemaligen Neonazi einzulassen, der einen zwingt das zuvor selbst beschlossene Rauchverbot nicht in Kraft treten zu lassen (Stichwort Windfahndl), die Kronenzeitung verscherbeln, und im Gegenzug einer vom Kreml beeinflussten Schreibe öffentliche Aufträge an ausländische Firmen vergeben wollte?

Ritratto di Ralph Kunze
Ralph Kunze 18 Maggio, 2019 - 14:32

Wir reden von Kurz und über den wird jemand schwer imstande sein, Kritik anzubringen.

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 18 Maggio, 2019 - 18:40

Als Bundeskanzler trägt er dafür Verantwortung mit wem er zusammenarbeitet. Dass Strache nicht koscher ist, hatte man schon vorher gewusst. Dieser Vorfall ist nur die Bestätigung.

Ritratto di Ralph Kunze
Ralph Kunze 18 Maggio, 2019 - 20:32

Im Nachhinein schlau sein kann jeder, nicht nur sie! Kurz wird noch stärker bestätigt werden und das gibt Hoffnung für ganz Europa

Ritratto di gorgias
gorgias 18 Maggio, 2019 - 20:38

Die Umfragewerte für Kurz waren schon vor dem Skandal vorteilhaft. Wenn nichts dazwischen kommt wird er durch eine Wählerwanderung von FPÖ nach ÖVP stark dazugewinnen.

elisabeth garber 19 Maggio, 2019 - 10:10

Die Österreicher sind so rechts, dass Strache nur ein Zwischenfall sein wird, sonst nichts. Trotzdem herrlich, die Strache-Bombe. Vielleicht wachen ja einige wenige aus ihrem Traum nach Recht und Ordnung plötzlich auf.
Der Kurz wird weiterhin ein Messias bleiben - die Sehnsucht nach solchen Führungspersonen ist zu groß.

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 19 Maggio, 2019 - 10:52

Klammer auf: Wie rechts die Österreicher sind, weis ich nicht. Ich bin aber auch der Meinung von Gorgias (an anderer Stelle) dass die Situation, dass Rentner, Niedrig-Verdiener, Arbeitslose, z.T. Mittelschicht - Angst um ihre Zukunft haben. der Knackpunkt ist. Eines ist was Gorgias meint, wegen der vielen Migranten (Sicherheit), eine anderes ist, dass je mehr der Staat für die vielen dazu gekommenen ausgeben muss, um so weniger hat er für z. B. die Anpassung der Renten (speziell bei uns - davon bin ich auch betroffen). Wir Rentner werden immer mehr. Die Konkurrenz für leistbare Miet- und Sozialwohnungen, um Arbeitsplätze, usw. ist dadurch sehr gestiegen. Bei Arbeitsagenturen und in den Sozialsprengeln sind die Zuwanderer die Mehrheit. Ich bin erschrocken: Dort wachen Security-Männer über die wartenden Horden. Das sind für viele Schreckensmomente! Das macht Angst und ruft Neid hervor. Und davon profitieren die populistischen Parteien, die schnelle Lösungen versprechen! Ich glaube nicht, dass speziell die rechte Ideologie anziehend wirkt!

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 19 Maggio, 2019 - 11:08

Die Migranten ersetzen in ihrer Zahl noch lange nicht die in Europa fehlenden Kinder. Man muss hier ehrlich sein: so wie es zur Zeit aussieht, werden die Immigranten unsere Renten sichern!
Die Ursache, dass Europa Einwanderungsland ist, liegt bei UNS (wir haben wenig Kinder und schaffen dadurch Raum und ZuwanderungsZWANG), die Migranten sind nicht „Schuld“, dass wir zu wenig Kinder haben.
Schon heute funktionieren bei uns weder Pflege, noch Landwirtschaft, noch Tourismus oder Handwerk OHNE Migranten.
Das ist eben so. Und das liegt an UNS.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 19 Maggio, 2019 - 19:10

@Elisabeth Garber: Etwa 7% der Österreicher sind so rechts, dass sie die FPÖ trotz allem wählen. Das haben die ~10 % der gültigen Stimmen 2002 gezeigt. Die werden auch nächsten Sonntag Vilimsky wählen. Dann gibt es die große Zahl der Trottoirblattleser, die 2002 Schüssel gewählt haben und jetzt wohl Kurz wählen werden - die Folge vernachlässigter Bildungsarbeit in der SP seit den 80ern und Fehleinschätzung der Rolle der Kronenzeitung. Dieser Anteil pendelt je nach Situation zwischen VP und FP, ein mäßiger Anteil davon (knapp 10 % der Wahlberechtigten) teilweise auch zu SP oder zu den Nichtwählern

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 19 Maggio, 2019 - 08:24

Genauer lesen: "...hatte man schon vorher gewusst". Von "im Nachhinein" wie Sie das als "tiroler" gerne haben möchten, also keine Rede.
Wenn Kurz den Schritt Neuwahlen wagt, könnte er profitieren, das stimmt.

Ritratto di Sell Woll
Sell Woll 18 Maggio, 2019 - 22:18

"Benko ... pflegt wiederum beste Beziehungen zu Sebastian Kurz. Der Kanzler nahm ihn auf Wirtschaftsdelegationen in den Nahen Osten mit und ermöglichte, dass Benko den Kika/Leiner-Flagshipstore auf der Wiener Mariahilferstraße zu einem günstigen Preis kaufen konnte. Benko wurde in der Vergangenheit immer wieder als Wahlkampffinancier von Sebastian Kurz bezeichnet. Beide Seiten weisen das zurück. Auch Strache spricht in dem Video jedoch davon, dass Benko "die ÖVP und uns zahlt". Diese Äußerung wirft erneut die Frage auf, wie die Kurz-ÖVP zu ihrem üppigen Wahlkampfbudget kam."
https://derstandard.at/2000103400192/Straches-Gier-auf-die-Krone-wurde-i...

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 18 Maggio, 2019 - 19:47

Kurz hätte schon anders können (mit der SP) - aber nicht wollen - er war den Geldgebern seines Wahlkampfs im Wort. Das zeigte auch der EU-rechtswidrige Beschluss zur Möglichkeit der Ausweitung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 60 Stunden (nach EU-Recht maximal 48 Stunden). Interessant sind auch die Aussagen im Video zu den Geldgebern der Wahlkämpfe.

Ritratto di Rufer Peter
Rufer Peter 18 Maggio, 2019 - 14:12

"Schwarzgeld"
Es geht hier nicht nur um mögliche Korruption, sondern auch um den Vorwurf der versuchten Geldwäsche. Denn die angebliche Oligarchin deutet mehrmals an, dass es sich dabei um Schwarzgeld handelt. Trotzdem bleiben H. C. Strache und J. Gudenus unberührt stundenlang bei dem Treffen sitzen. Also stehen hier auch mögliche Käuflichkeit und Geldwäsche im Raum.

Ritratto di Richter Peter
Richter Peter 18 Maggio, 2019 - 17:01

Und wessen Freund ist H C Strache? Genau, der Freund der Lega Nord und Matteo Salvinis. Die Lega hat in der Südtiroler Landesregierung nichts zu suchen. Solche Extremisten und Neofaschisten sollen dort bleiben wo der Pfeffer wächst.

Ritratto di Martin Daniel
Martin Daniel 18 Maggio, 2019 - 18:05

Diese Angelegenheit bringt ein bekanntes Thema aufs Tapet, nämlich jenes der russischen Finanzierungen an rechtspopulistische Parteien Westeuropas. Marine Le Pen soll Unterstützung aus Moskau erhalten haben (https://www.sueddeutsche.de/politik/russland-und-der-front-national-anal...), Salvinis Lega sieht sich einem ähnlichen Verdacht ausgesetzt (https://www.suedtirolnews.it/italien/geheimdeal-ueber-russische-wahlkamp...). Der Afd wird ebenfalls Russland-Hörigkeit nachgesagt (https://www.deutschlandfunk.de/moskau-und-die-afd-parteienfinanzierung-a...). Russland scheint generalstabsmäßig zu versuchen, destabilisierende Kräfte zu stärken, um den Zusammenhalt in der Europäischen Union zu schwächen. Hoffentlich bedenken das auch jene Wähler, die vorhaben, den Nationalstolz wieder aufmöbelnde Parteien zu wählen.

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 19 Maggio, 2019 - 11:04

In diesem Fall kann man Russland keinen Vorwurf machen, weil es sich ja nicht um eine echte russische Oligarchin gehandelt hat, sondern um einen - vom wem auch immer bezahlten - Lockvogel. Wenn sich der Verdacht bestätigt, dass die SPÖ dahintersteckt, dann wird das Ganze am Ende noch der FPÖ nützen und die SPÖ endgültig untergehen.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 19 Maggio, 2019 - 11:13

wer auch immer dahintersteht: Strache hat seine Gesinnung gezeigt, DAS war und bleibt REAL. Mein Gott, wo sind wir gelandet, wenn DAS nicht erkannt und ganz klar benannt wird: solche Menschen sind UNTRAGBAR in Politik & Verwaltung.

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 19 Maggio, 2019 - 12:45

Ich habe klar erkannt, dass Strache in der Politik untragbar ist. Ich habe aber ebenso klar erkannt, dass derjenige, der diese mit kriminellen Methoden durchgeführte Falle organisiert hat, ebenso untragbar ist. Leider bleiben in der Politik immer weniger ehrliche Idealisten übrig.

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 19 Maggio, 2019 - 13:26

Andererseits müssen wir froh sein, dass solche Dinge auffliegen. Man kann sich garn nicht vorstellen, wie gespalten solche Menschen sind, einerseits den Saubermann spielen und damit Wähler und Vertauen ködern und anderseits solche leichtfertige Dinge tun und sagen!
Wer auch immer ihm das eingefädelt hat, er hätte nicht hingehen müssen oder spätestens sobald er erkannt hat, dass es gegen sein "Saubermann-Prinzip" läuft, wieder weggehen können/müssen. Das ist ja eine alte Masche, Alpha-Männer mit einer attraktiven Frau zu ködern!

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 19 Maggio, 2019 - 13:40

Der Täter wird zum Opfer, tolle Masche Herr Staffler.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 19 Maggio, 2019 - 14:13

Ob die “Falle”, also das Vorspielen falscher Gegebenheiten, in diesem Falle moralisch vertretbar ist, darüber lässt sich diskutieren (allerdings OHNE dass es die kriminelle Gesinnung dieser Machenschaften und dieser egomanischen & fehlgeleiteten Machtmenschen begründet), kriminell ist es keinesfalls: Strache hätte weder hingehen, sehr wohl aber ziemlich schnell WEGGEHEN MÜSSEN. Geredet hat er freiwillig, seine Gesinnung offenbart hat er freiwillig. DAS bleibt untragbar. Geoutet hat sich Strache SELBST. Ein GLÜCKSFALL der Geschichte, ein Segen für Europa.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 19 Maggio, 2019 - 15:25

Wenn es die SP gewesen wäre, die das eingefädelt hat, hätte sie das Video vor der Wahl 2017 lanciert.

Ritratto di gorgias
gorgias 18 Maggio, 2019 - 18:59

Die verfehlte Immigrationspolitik hat in ganz Europa diese russischen Handlanger und Rechtsstaatverschrotter aufwind gegeben. Wenn es aber so weiter geht wird es immer mehr Menschen in Europa geben denen es Wurst ist, dass diese nicht sauber sind und dann können Sie ihr Ziel trotzdem erreichen. Nur weil jetzt Strache weg ist, sind die Versäumnisse der Altparteien nicht gelöst.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 18 Maggio, 2019 - 19:33

ich lese richtige Wehmut aus Ihren Worten heraus... tut es sehr weh, Sie Immigrant?

Ritratto di gorgias
gorgias 18 Maggio, 2019 - 19:50

Wehmut wegen was?

Ritratto di gorgias
gorgias 19 Maggio, 2019 - 19:21

Können Sie sich klar ausdrücken oder haben Sie im Grunde nichts sinnvolles zu sagen?

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 19 Maggio, 2019 - 19:38

ach kommen Sie, ich weiß doch, dass Sie der deutschen Sprache mächtig sind. Zitat Gorgias: „Können Sie klar [antworten], oder haben Sie im Grunde nichts Sinnvolles (darauf) zu sagen“?

Ritratto di gorgias
gorgias 19 Maggio, 2019 - 19:46

Wehmut wegen was? Geben Sie eine klare Antwort.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 18 Maggio, 2019 - 19:37

Eins ist diesen Menschen trotzdem nicht wurst: Im Video kommt auch vor, dass sie die Wasserversorgung privatisieren lassen wollten.
Was Sie verfehlte Immigrationspolitik nennen, hatte mit der Erkenntnis zu tun, dass man den Südeuropäern nicht auf Dauer die ganze Last der Flüchtlingsaufnahme anhängen kann. Denn sonst kippen die finanziell und damit der Euro. Das wäre aber für die EU existenzbedrohend. Freilich gab es Fehler - die fehlende Finanzierung der UNO-Flüchtlingslager in Jordanien und im Libanon und die indirekte Unterstützung des IS über Waffenlieferungen an Saudi-Arabien, die Emirate und die Türkei, die diese Fluchtbewegungen ausgelöst haben. Weiters fehlten jegliche organisatorische Vorbereitungen, obwohl den Geheimdiensten aufgefallen sein müsste, was da im Gang war.

Ritratto di gorgias
gorgias 18 Maggio, 2019 - 20:12

Das mit der Wasserversorgung ist aber konkret nur hier bei Strache der Fall. Der Abbau der Rechtsstaatlichkeit und Pressefreiheit in Polen und Ungarn ist aber leider vielen Wurst.

Eine Zuwanderung wie es 2015 gegeben hat und es unter anderem im Moment nicht gibt weil rechtpopulistische bis rechtsextreme Kräfte mitverantwortlich sind dies unterbinden, würde von der Bevölkerung langfristig nicht mehr mitgetragen. Doch die gescheiterte Rückführung von nicht Asylberechtigten und weitere Probleme, wie die Ablehnung der Werte einer freiheitlich demokratischen Gesellschaftsordnung, die fehlende Berücksichtigung der soziokulturellen Kapazitäten der Aufnahmegesellschaft spielen auch ihre Rolle.

Das Zudecken von Problemen und unter dem Tisch kehren, haben dazu geführt dass Afd, FPÖ und Co so weit gekommen sind.

Lesen Sie mal Bücher wie
Inside Islam: Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird

oder

Kinder des Koran: Was muslimische Schüler lernen

von Constantin Schreiber

oder die Bücher von Hamed Abdel Samad anstatt davon abzulenken dass viele Probleme auch von der Kultur und Einstellungen der Migranten abhängen. Und vieleicht noch zu einem größeren Teil.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 18 Maggio, 2019 - 20:35

Dass FPÖ, AfD etc. so weit gekommen sind, hat vor allem mit der jahrzehntelangen Hetze der Trottoirblätter zu tun, daneben mit Skandalen der etablierten Parteien. FPÖ, Berlusconi, Lega wurden lange vor 2015 stark.
"Die Flut steigt - Wann sinkt das Boot? - Fast jede Minute ein neuer Asylant" ist aus der "Bild" - aber nicht aus 2015/16 sondern aus 1992!

Ritratto di gorgias
gorgias 18 Maggio, 2019 - 20:52

Berlusconis Partei ist nicht wegen seiner Fremdenfeindlichkeit bekannt.

Lega ist aus einem historischen Tief gekommen und war früher als Sezessionistische Partei ausgelegt.
Die FPÖ hatte zur Letzten Wahl zwar nur 5 Prozent zugelegt aber das ist der Wahlstrategie Kurz' zu verdanken. Die Afd war vor der Flüchtlingskrise 2015 weit unter 5%.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 19 Maggio, 2019 - 18:56

Eben. Berlusconis Aufstieg war lange vor 2015 und war begründet durch die Skandale der Parteien von Craxi und Andreotti, die er in seinen TV-Sendern gnadenlos vorführte. Die FPÖ war 1999 auch schon zweitstärkste Partei, bevor sie 2002 wegen "Knittelfeld" abstürzte. Der Aufstieg hatte also jeweils andere Gründe als den Flüchtlingszustrom 2015.

Ritratto di gorgias
gorgias 19 Maggio, 2019 - 19:19

Berlusconis Partei mit Lega, Afd und den Rest vergleichen ist daneben.
Die FPÖ hatte aber trotzdem durch die Flüchtlibgskriese weiteren Auftrieb bekommen und hätte Kurz nicht seinen Kurs geändert, wäre es noch mehr. Die Flüchtlingskriese und die Versäumnisse der Altpartein, haben zum Rechtruck der Letzte zwei drei Jahre verursacht und zu den EU-Wahlen werden sie noch weiter zunehmen. Leider. Und da sind solche Einstellungen wie Ihre die das Problem nicht sehen wollen zum großen Teil Schuld.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 19 Maggio, 2019 - 19:46

Wieso ist es daneben, Berlusconis Partei mit diesen zu vergleichen? Politisch weit rechts, dubiose Finanzierung, mediale Schützenhilfe
Freilich hat die FPÖ da weiteren Auftrieb bekommen. Zuvor und daneben aber vor allem durch die neoliberale Politik der "Altparteien" (wobei die Lega die älteste der aktuell in Gesamt-Italien bestehenden Parteien ist).

Ritratto di gorgias
gorgias 19 Maggio, 2019 - 20:00

Die Partei Berlusconis war nie fremdenfeindlich wie Lega Nord oder LePen, Orban oder FPÖ.
Teil einer neoliberalen Politik ist Ausländer als billige Arbeitskräfte zu holen. Das ist auch ein Teil der verfehlten Migrstionspolitik. Und die Linke die die Arbeiterschaft als Klientel aufgegeben hat und eine Form des progressiven Neoliberalismus angenommen hat in der im Billiglohnsektor ein Konkurrenzkampf entsteht damit die Bobos billige Dienstleistungen erhalten und sich ihren Lebensstandard besser leisten können. Mit den Flüchtlingen glaubte man auch billige Arbeitskräfte zu holen. Aber das ging nach hinten los.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 19 Maggio, 2019 - 20:35

Alle anderen Merkmale trafen aber zu.
Ausländer sind besonders dann als billige Arbeitskräfte missbrauchbar, wenn ihnen eine xenophobe Politik Rechte vorenthält. Das war besonders ein Fehler der SPÖ, das lange nicht erkannt zu haben.
Hätte Haider wirklich die ausländischen Arbeitskräfte außer Landes gebracht, hätten ihm die Hoteliers die finanzielle Kragenweite auf Null gestellt.

Ritratto di gorgias
gorgias 19 Maggio, 2019 - 20:43

Ausländer sind besonders dann als billige Arbeitskräfte missbrauchbar, wenn ihnen eine xenophobe Politik Rechte vorenthält.

Können Sie bitte konkreter werden?

Hätte Haider wirklich die ausländischen Arbeitskräfte außer Landes gebracht, hätten ihm die Hoteliers die finanzielle Kragenweite auf Null gestellt.

Der progressive Neoliberalismus und der rechte Neoliberalismus (bzw. Neocon) unterscheiden sich strukturell kaum, sondern in der Rethorik.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 19 Maggio, 2019 - 20:54

Gerne.
In Ö. gibt es das Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen. Den "Arbeitsstrich" dort (inzwischen von den Behörden abgestellt) gab es, weil die Leute nicht arbeiten durften. Privaten wie Unternehmern war es recht, auf diese Weise zu billigen Arbeitskräften zu kommen, die sie Teil noch um den geringen Lohn prellten.
Ähnliches spielte sich dann ab, als nach der Osterweiterung der Arbeitsmarkt für Personen aus diesen Ländern noch nicht freigegeben war.

Ritratto di Richter Peter
Richter Peter 18 Maggio, 2019 - 19:31

Strache, Salvini, Le Pen. Und die Russen. Finde den Fehler liebe SVP.

Ritratto di Maria Niederstätter
Maria Niederstätter 18 Maggio, 2019 - 19:43

an allen Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern!

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 18 Maggio, 2019 - 19:45

... die Bürger, ... die Wähler... ?

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 18 Maggio, 2019 - 19:55

Neueste Info nach Ansprache von BK Kurz: Es wird Neuwahlen geben

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 18 Maggio, 2019 - 20:58

....dass diese Bombe jetzt so knapp vor den EU-Wahlen platzt, das ist schon überraschend und erstaunlich. Weniger erstaunlich ist, dass jetzt niemand mehr jemanden kennt, von ihm Geld bekommen oder erhalten hat. Die Namen Hasselsteiner, Benko lassen nicht nur uns Südtiroler aufhorchen. Jetzt braucht es Geduld und zuwarten, denn diese aufgebrochene politische Eiterbeule verbirgt sicher noch einige Überraschungen.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 19 Maggio, 2019 - 09:08

Das Platzen dieser Bombe sehe ich im Zusammenhang mit dem Abgleiten von Kurz in FPÖ-Jargon ("Regelungswahnsinn"). Das war wohl der Anlass, das Video den Zeitungen zuzuspielen. Laut SZ ist das erst eine Woche vor Veröffentlichung geschehen. Dazwischen bemühte man Forensiker mit der Echtheitsprüfung, um auf kein Fake hereinzufallen.

Ritratto di gorgias
gorgias 19 Maggio, 2019 - 09:34

Dass jemand aber an das Timeing bedacht war, liegt nahe.
Aber das ist am Ende eher zweitrangig

Ritratto di 19 amet
19 amet 18 Maggio, 2019 - 22:03

Ein Gauner weniger. Der nächste aus dem Süden wird bald folgen. Renzi docet.
Der Wind dreht sich, nur die SVP tanzt weiter mit den rechten Brüdern.

Ritratto di Rufer Peter
Rufer Peter 19 Maggio, 2019 - 11:06

Nach einem solchen Fauxpas ist kein Politiker mehr haltbar und die beiden Betroffenen hatten zumindest das Rückgrat sofort die einzige Konsequenz zu tragen. Es ist nachvollziehbar, dass ein besonnener Regierungschef wie S. Kurz nicht sofort Neuwahlen ankündigt, sondern die Optionen in Ruhe auslotet und sich entscheidet. Sicherlich sind Neuwahlen die beste Option und S. Kurz wird dabei vielleicht so viele Stimmen abräumen, dass er alleine regieren kann. Die FPÖ wird zwar verlieren, aber doch noch einige Punkte einfahren auch bei der EU Wahl, nach dem Motto "jetzt erst recht".

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 19 Maggio, 2019 - 11:15

Rückgrat?... WO erkennen Sie da noch Rückgrat???

elisabeth garber 19 Maggio, 2019 - 11:35

Wahrscheinlich meint der Schreiber Rufer, dass alle, die 'besonnen sind' (=> auf der Sonnenseite stehen) auch automatisch ein Rückgrat haben. Sonst würden sie ja nimmer stehen...sondern darniederliegen :-) bei solchen Vize...

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 19 Maggio, 2019 - 11:39

ah.... ok ;-)

elisabeth garber 19 Maggio, 2019 - 12:05

https://youtu.be/Qztkf6bHkN0

:-) WAHNSINN! -> Insbesondere auch seine heroische Stellungnahme nach der 'Bombenexplosion'...

elisabeth garber 19 Maggio, 2019 - 12:18

Jetzt grad interessant dazu:
ARD/presse/club

Ritratto di Christian Mair
Christian Mair 19 Maggio, 2019 - 12:22

Zur FPÖ nach dem Strache-Gudenus Video:
Ein Teil der FPÖ und ihrer Anhänger wird sich nach diesen Begebenheiten möglicherweise radikalisieren. Strache könnte zum "Märtyrer" werden.

Zu Kurz:
Anstatt Inne zu halten und in Ruhe zu überlegen, welche Säulen der Republik gerade angesägt werden, geht dieser "Versicherungsmakler" sofort in die Gegenoffensive und in den Wahlkampf zur nächsten Nationalratswahl. Er ködert Wähler für sein (!) Projekt.

War es nicht mal Inhalt und Charakter von Demokratie, dass Politik die "gemeinsame Sache", das öffentliche Interesse gestalten sollte?
Auch bei Kurz kann man sich dem Eindruck nicht erwehren, dass nach Aussen populistische Worthülsen geträllert werden, im Hintergrund aber, und am Parlament vorbei, Deals mit Wirtschaftsgranden und anderen Lobbys getätigt werden.
Kurzum er ist Macron gemischt mit etwas Ausländerfeindlichkeit und flat tax für alle.

Das Vertrauen in Politik erscheint insgesamt erschüttert.

Europa wo bist du?

elisabeth garber 21 Maggio, 2019 - 13:31

Ebenfalls.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 21 Maggio, 2019 - 13:34

krass... „Attentat“... das war wohl eher ein Attentat von Strache an der Republik und an den Bürgern Österreichs.

elisabeth garber 21 Maggio, 2019 - 13:48

Straches und Gudenus' Verhalten ist ein vorsätzlich geplantes Attentat auf die Demokratie.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 21 Maggio, 2019 - 14:14

... am Beispiel Orban wollten die beiden einen ungarngleichen Bananenstaat errichten... es ist kaum zu glauben.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 21 Maggio, 2019 - 17:26

Das Impressum gibt recht wenig her, das "24" im Namen hat mich aber an Wolfgang Fellner und sein Machwerk "Österreich" mit dem Internetauftritt (oe24.at) denken lassen. Schließlich hat Fellner am Tag der Nationalratswahl (15.10.2017) auf den Plakatständern seines Mistblattls offen für Strache Partei ergriffen.
Der weinerliche Tonfall bei unsertirol24 ist so typisch für die Selbststilisierung als Opfer wie ekelhaft.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 21 Maggio, 2019 - 17:37

... die Truppe stammt großteils aus der Führungsriege des Schützenbundes:
http://antifameran.blogspot.com/2014/11/unser-rechtes-tirol.html

elisabeth garber 21 Maggio, 2019 - 19:40

Nehme auch stark an, dass der Kolumnenschreiber Georg D. ...von unsertirol24 auch hier drin anonym mitmischt.
Bei der Sendung "Am runden Tisch" (vor ca. 3 Wochen) dachte ich noch, der GD provoziere bewusst provokant mit "unser BK" (gemeint war Bundeskanzler Kurz).
Nach d e r Kolumne allerdings ist mir klar, dass das alles todernst gemeint war: die 'Peitsche' und die ' Sporen', die das 'kranke Pferd Europa' (Zitate) brauche - von rechts logo - um zu gesunden usw. usf..
Muss furchtbar sein, wenn die Sieges-Vorfreude durch den Eklat der Austria-FPÖ verdorben wird. Entsprechend bitter ist die Kolumne von GD ausgefallen.
Leider könnte Georg D. in seiner Trotz-Prognose recht behalten.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 21 Maggio, 2019 - 19:48

ich glaube fest daran, dass mehr als 80% der Menschen NICHT in einer IDEOLOGISIERTEN Welt leben wollen.
Zu fürchten ist allerdings, dass die Erfahrungen der Geschichte durch Mangel an allgemeiner Bildung verloren gegangen sind...

elisabeth garber 21 Maggio, 2019 - 22:58

Da bin ich andrer Meinung, insbesondere nach einem Gespräch mit einem jungen Österreicher (Akademiker mit Interesse am politischen Ambiente und/oder einer entsprechenden Laufbahn) mit Erfahrung auch in der Privatwirtschaft. In Österreich ist "rechts" total salonfähig - eine politische Laufbahn ohne schwarzes oder blaues Gedankengut/Parteibuch ist nicht mehr denkbar. Linksliberale Denker werden als Exoten (O- Ton) angesehen...In Österreich wählen inzwischen Menschen schwarz oder blau, die Jahrzehnte SPÖ gewählt haben. Viele, auch sehr alte Menschen, sehen im 32jaehrigen(!) halbstudierten Bundeskanzler ohne Erfahrung (dafür mit Biographie), wortwörtlich, einen " Messias".

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 22 Maggio, 2019 - 07:09

Das wäre/ist entsetzlich.
Wenn für Politik und Verwaltung wieder an einen „Messias“ GEGLAUBT wird, ist die Demokratie am Ende.
Aber GESCHICHTE vollzieht sich wohl in Kreisläufen, und nicht in linearer Entwicklung... unsere Kinder und Kindeskinder schlittern also wieder in die Welt unserer Großväter und Urgroßväter...

elisabeth garber 22 Maggio, 2019 - 11:16

Ja, habe das sehr ungute Gefühl, dass sich da etwas wiederholt bzw. im Begriffe ist, sich zu wiederholen. Andere Figuren, aber vergleichbares Schauspiel.

Ritratto di gorgias
gorgias 25 Maggio, 2019 - 11:46

Vieleicht spühren Sie auch nur das Wetter.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 25 Maggio, 2019 - 11:51

„Können Sie sich klar ausdrücken oder haben Sie im Grunde nichts sinnvolles zu sagen“?
.
(Zitat: hier, gorgias 19.05.2019, 19:21)

Ritratto di gorgias
gorgias 25 Maggio, 2019 - 12:06

Genau das wollte ich sagen. Danke.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 25 Maggio, 2019 - 12:11

... das ist ein billigster Kartenspielertrick. Mein Beitrag galt Ihrem Beitrag, das ist durch den Einzug des Textes klar erkennbar.

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 25 Maggio, 2019 - 12:48

....lieber Gorgias, wenn es nur Wetterfühligkeit wäre, dann wäre ich nicht alarmiert. Strache ist "nur" ein politischer Fehltritt eines sogenannten "Großkopfeten". Dies ist allein schon ein richtungsweisendes Zeichen dem man entschlossen entgegentreten muß!

elisabeth garber 25 Maggio, 2019 - 17:22

@GEORGIAS Na, dann schon eher das Klimakterium, aber wir sind irgendwie immer bei Themen, die ihnen nicht genehm sind. Auch da steckt das Wort Klima drin und hat mit Hitzewallungen zu tun und damit wären wir assoziativ bei der FFF- Bewegung, die den rechts gesinnten einen Strich durch das politische Klima gemacht hat - was mich außerordentlich freut.
Den Rest wissen wir nächste Woche und in der Folgezeit.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 22 Maggio, 2019 - 14:46

Nicht nur durch den Mangel an allgemeiner Bildung, sondern durch schlechtes Beispiel (Gesetze und Praktiken im inhaltlichen Widerspruch zu rechtsgültig zustandegekommene Gesetze) und durch Gehirnwäsche seitens jener leider besonders auflagenstarken Medien mit den meisten presserechtlichen Beanstandungen (und mancher neuerer Medien). Kant prägte für die gegenwärtige Verdummung durch die tägliche Abstimmung am Kiosk das bittere Wort von der selbstverschuldeten Unmündigkeit.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 21 Maggio, 2019 - 17:35

Auf seine Erklärung am Samstag haben viele gewartet. Das hat er zu einem kalkulierten Wahlkampfauftritt genutzt, wo ich bald abgedreht hätte, wenn ich nicht auf die Entscheidung gespannt gewesen wäre. Hier ist es treffend analysiert: https://www.falter.at/archiv/wp/ich-ich-ich

Ritratto di Dietmar Holzner
Dietmar Holzner 19 Maggio, 2019 - 15:41

Der Heinz C. hätte sollen bei Silvio in die Lehre gehen ...

Ritratto di 19 amet
19 amet 20 Maggio, 2019 - 14:56

Einen solch primitiven Lehrbub hätte der nie eingestellt.

elisabeth garber 21 Maggio, 2019 - 16:47

Und die ÖVP ist dermaßen blauschwarz, dass sie den Wind und die Fahne gar nimmer braucht!

elisabeth garber 22 Maggio, 2019 - 08:05

Schade, aber die Reihung der Kommentare stimmt nicht.
Mein 'Bravo' galt dem Kommentar von Sigmund Kripp, 18.05.'19, 13:15!

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 22 Maggio, 2019 - 16:08

Am 18.Jänner wurden bereits Neuwahlen in Ö. für den Herbst vorausgesagt:
https://geraldkitzmueller.wordpress.com/2019/01/18/neuwahlen-im-herbst-d...
Als Indizien nennt Herr Kitzmüller vertrauliche Infos aus der ÖVP-Zentrale über entsprechende organisatorische Vorbereitungen.
Jetzt stellt sich nur die Frage, ob das Ibiza-Video dem zufällig in die Hände gespielt hat oder von der VP gekommen ist. Daneben darf man auf die Enthüllungen gespannt sein, die Jan Böhmermann für heute abend 20:15 angekündigt hat.

Ritratto di network social
network social 22 Maggio, 2019 - 16:41

Zum Video sage ich nichts aber dieser Herr ist immer schon wie ein aufgeblasener Grosskotz ruebergekommen. Hoher Aufstieg ,tiefer Fall

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 20 Luglio, 2019 - 14:28

Zu den möglichen Auftreaggebern des Ibiza-Videos gibt es eine neue Entwicklung: https://kurier.at/politik/inland/operation-reisswolf-kurz-mitarbeiter-li...
Die nächste Realsatire aus Österreich....

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 20 Luglio, 2019 - 14:35

Im Kanzleramt wurde beim Auszug eine Druckerserverplatte vernichtet.
Was ist da Neues in der Causa Auftraggeber Strache-Video?
Ich finde keinen einzigen Hinweis dazu.

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