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Wahlen 2018

Südtirol wählt

Südtirol wählt
Un contributo della community di Josef Fleischmann18.10.2018
Ritratto di Josef Fleischmann
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Südtirol wählt. Neben den zahlreichen Traditionswählern wurden letzthin die Suchenden immer mehr. Wähler schauen sich um nach Alternativen für eine nach Rentenskandal, fragwürdigen Großprojekten, langjähriger Lobbypolitik und ausgegrenzten Arbeitnehmern zu übermächtig, zu arrogant gewordenen große Partei. „Macht braucht Kontrolle“ war das einst vielversprechende Schlagwort der bei den vergangenen Wahlen noch größten Oppositionspartei. Ausgerechnet über mangelnde Kontrolle intern, Skandale und eigene Machtkämpfe ist sie immer wieder gestolpert.
Europaweit nutzen Rechtspopulisten die Gunst der Stunde und versuchen zu vermitteln, die Flüchtlinge seien die Ursache allen Übels, sogar an der bereits seit Jahrzehnten scheinbar unaufhaltsam wachsenden Schere zwischen arm und reich. Sie vertauschen Ursache mit Wirkung und machen so ganz gezielt aus besorgten, sozial benachteiligten Bürgern Angstbürger, Wutbürger, Hassbürger. Gerade Wähler aus unteren bzw. bildungsfreien Schichten sind eine leichte Beute für diese Rattenfängerparteien. Flüchtlinge, die eigentlichen Opfer unserer globalen Ausbeuter-Gesellschaft werden zu Schuldigen gemacht, während die wahren Verbrecher und Fluchtverursacher im Nadelstreif auf den Sesseln der Großkonzerne sitzen und Afrika und andere Drittweltländer ihrer Rohstoffe, ihres Wassers und ihrer Ländereien berauben. Neoliberale, scheinbar machtlose Marionettenpolitiker wollen das so beibehalten und tragen ihren Teil dazu bei mit Milliardengeschäften durch Waffenlieferungen in Krisengebiete. Die wirklich teuren Flüchtlinge, die Steuerflüchtlinge treiben unbehelligt ihr Unwesen in Steueroasen und prellen die Bürger um Hunderte von Milliarden Euro an Steuergeldern.
Nun ist Südtirol auch Europa, und die einstige „Macht-braucht-Kontrolle-Partei“ versucht sich im Fahrwasser der europäischen Rassistenparteien nach vorne zu drängen. Durch die Verbrüderung mit der blau/braunen Strache-Partei Österreichs und dem Schmusekurs mit der Nazi-Partei AfD in Deutschland sollte sie sich aber selbst auf das äußere rechte Abstellgleis gefahren haben.
Ob Ulli Mair & Co. nach dem Frontalangriff auf den Bischof für eine christlich moralische Wählerschaft noch in Frage kommen ist mehr als fraglich. Bischof Muser hatte sich lediglich „erlaubt“, vor Populismus und übertriebenem Patriotismus zu warnen und eine vorsichtige Wahlempfehlung zu geben für Parteien die sich für soziale Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung und Umwelt sowie ein friedliches Miteinander einsetzen.
Für wie abartig und weltfremd werden uns wohl unsere Enkel und Urenkel halten, wenn wir ihnen eine Welt vererben, in der sie bis zu den Knien im Plastikmüll stehen mit einer zerstörten Umwelt, leer gefischten Gewässern und vergifteten Städten wohl aber mit zwei europäischen Reisepässen.
Wenn ein Schiff nach rechts zu kippen droht, kann es fatal sein, sich auf die rechte Seite zustellen.

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Ritratto di Mair Johann
Mair Johann 19 Ottobre, 2018 - 09:55

……"eine Welt vererben, in der sie bis zu den Knien im Plastikmüll stehen mit einer zerstörten Umwelt, leer gefischten Gewässern und vergifteten Städten" Herr Fleischmann, bitte wischen Sie sich doch die Schuppen von den Augen! Es ist genau diese Partei, die die Interessen der Lobbyes vertretet und für immer mehr mehr mehr ...….Müll, Flugverkehr, Pestizide und ...…...verantwortlich ist. Und es ist genau diese Partei, welche die direkte Demokratie der Bürger bekämpft! Ein Musterbeispiel ist das Flughafenreferendum: 80% der Landtagsabgeordneten sind für die Lobbys und den Flughafenausbau eingetreten und dann haben 71% der Bürger dagegengestimmt. Das heißt nichts anderes, als daß diese Partei nicht mehr die Interessen der Bevölkerung vertritt und keine politische Legitimation mehr hat. Mein Wunsch: Parteien, die gegen die Interessen der Bevölkerung arbeiten sollen verschwinden - hoffentlich bei diesen Wahlen !

Ritratto di Oliver H. (gesperrt)
Oliver H. (gesperrt) 21 Ottobre, 2018 - 16:25

Wieder mal die typische, zu nichts führende Schwarz-Weiß-Malerei.
Laut Autor ist also jeder Kritiker der Flüchtlingspolitik ein Nazi. Dass Kritik am Management der Flüchtlingskrise vielleicht auch berechtigt sein kann, kommt ihm nicht in den Sinn.

Der obligatorische Schlag gegen sogenannte Steuerflüchtlinge darf natürlich nicht fehlen. Ob die "Opfer der Globalisierung" überhaupt Anspruch auf Asyl oder wohlfahrtsstaatliche Transferleistungen haben, wird ebenfalls nicht hinterfragt.

Solange so eine polarisierte Betrachtungsweise vorherrscht, wird sich die Situation weiter zuspitzen. Genau dieses "NIcht-Zulassen" von Kritik an der derzeitigen Politik und die Darstellung der derzeitigen Politik als "alternativlos" treibt doch die Wähler in Scharen zu rechtspopulistischen Parteien.

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