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Foto: ©Oswald Stimpfl
Gita | AUSFLUG DER WOCHE

Auf den Maurerberg am Würzjoch

Bei dieser einfachen Tour spüren wir vom Trubel nicht viel, unser Weg geht ohne viel Anstrengung durch schönstes, fast unberührtes Gelände mit prächtigem Ausblick.

Zwischen den schroffen Spitzen der Aferer Geisler, dem mächtigen Peitlerkofel und den sanften Kuppen von Plose und Gabler liegen um das Würzjoch weite Wiesen und lichte Wälder, ein ideales Wandergebiet. Das Würzjoch war einst ein vielbegangener Übergang vom Gadertal ins Eisacktal, mit dem Bau einer Autostraße ist es im Sommer Ziel von Motorradtouristen, welche die kurvenreiche Strecke von St. Martin in Thurn im Gadertal bis ins Villnösstal in ganzen Schwärmen unter die Räder nehmen. Bei dieser einfachen Tour spüren wir von diesem Trubel nicht viel, unser Weg geht ohne viel Anstrengung durch schönstes, fast unberührtes Gelände mit prächtigen Ausblicken. Eine gemütliche Hütte am Weg lädt zu Rast und Stärkung ein, Blumenfreunde werden mit schöner Alpenflora belohnt.

 

Zum Wegverlauf

Wir starten am gut gekennzeichneten Parkplatz Pé de Börz auf 1874 m, 1,4 km östlich vom Würzjoch. Eine Übersichtskarte und Schilder weisen den Weg zum Maurerberg. Wir schlagen den breiten Forstweg ein, es geht zunächst eben, dann in leichter Steigung und weiten Kehren durch Lärchen- und Zirbenwald bergauf. Nach etwa 20 Minuten verlassen wir den Hauptweg und nehme einen Weg (Nr. 2) der links abbiegt.  Er geht zu den Almhütten von Pecol und von dort als Steig etwas steiler bis über die Baumgrenze. Oberhalb der Maurerberghütte vereinigt sich der Steig mit dem Aufstiegsweg zum Maurerberg, vom Alfreider Joch geht es am grasigen Kamm am Holzzaun entlang nur mehr leicht bergauf zum Gipfelkreuz mit der Erinnerungstafel an die Kreuzeinweihung im Jahr 1977 durch Bischof Gargitter. Bis hierher 2 Stunden. Nun geht es zurück zur Maurerberghütte (2157 m) und nach der verdienten Einkehr auf der breiten Hüttenzufahrt zum Ausgangspunkt am Parkplatz von Pé de Börz zurück.

Gehzeit: 3 h 30’, Länge 10,2 km, Hm 513

 

 

Die Einkehr

Bereits 1962 wurde die erste Maurerberghütte erbaut, bis 1997 waren drei Schlepplifte von Antermoia herauf in Betrieb, die Bergstation des mittleren Liftes stand bei der Hütte. Der Skibetrieb ist längst vorbei, die Lifte abgebaut, geblieben sind die Pistenschneisen im Wald. Die Familie Claudio Clara hat die Hütte vergrößert und erneuert, gemeinsam mit anderen Hüttenwirten hat Claudio einen Weitwander-Etappenweg ausgearbeitet, der die Hütten als „Dolorama Höhenweg“ verbindet. Im Winter ist er Skilehrer im Abteital, im Sommer Hüttenwirt und dort als hervorragender Kuchenbäcker für die Torten und Strudel zuständig. In der holzgetäfelten Stube mit dem Stubenofen oder auf der Sonnenterrasse genießen die Gäste die einfache Hüttenkost: Knödel, Nocken, Gulasch und Polenta, Bandnudel mit Hirschragout oder die Hüttennudel mit Ragout aus Fleisch, Schinken, Zwiebel und Speck. Gleich acht verschiedene Qualitätsweine aus Südtirol gibt es glasweise. Wenn dann die Serviererin Miriam gut gelaunt ist, holt sie die Ziehharmonika hervor und unterhält die Gäste mit flotten Stücken. Das einzigartige Panorama   trägt zum perfekten Hüttenfeeling bei. Tipp: Erleben Sie den Sonnenaufgang in den Dolomiten am Maurerberg, melden Sie sich bei Claudio dann zum reichhaltigen Frühstück an. Er weiß, wann Sie starten müssen, damit Sie rechtzeitig am Gipfel sind.

Maurerberghütte, Familie Clara, Börz-Str. 19, St. Martin in Thurn, Tel. 0474 520059. Anfang Juni - Mitte Oktober

 

Anfahrt

Über Brixen - Plose - Afers - Palschoß zum Würzjoch. Oder über Villnöss - St. Peter – Coll - Russiskreuz über das Würzjoch bis zum Parkplatz von Pé de Börz.