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Mühsamer Handel

Die Verbraucherzentrale (VZS) geht von Unregelmäßigen aus und rät den Aktionären den Aktienkauf zu beanstanden, um die Verjährung zu unterbrechen.
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In den vergangenen Monaten haben sich zahlreiche Verbraucher an die VZS gewandt, weil sie Aktien der Südtiroler Volksbank erworben haben. „Unsere BeraterInnen haben die Fälle gemeinsam mit Rechtsanwalt Massimo Cerniglia überprüft“, sagt Walter Andreaus dabei sind einige Unregelmäßigkeiten beim Verkauf der Aktien ans Licht gekommen, insbesondere in Bezug auf die Profilierung der Kunden und die Ausübung des Beratungsdiensts durch die Bank.
Als besonders kritisch sieht die Verbraucherzentrale, dass die Volksbank im Informationsblatt zur Aktie, das den Interessierten beim Kauf der Aktie zumindest in den Jahren 2012 und 2013 ausgehändigt wurde, folgendes vermerkt ist:
 
  • Das Preislimit darf nicht unter den Ausgabepreis der Aktien sinken“
  • „Der Ausgabepreis der Aktien stellt das untere Limit für den Handelspreis für die Aktien auf der obengenannten Plattform dar“
 
Nach Auffassung der VZS hat die Volksbank mit diesen Erklärungen den SparerInnen zugesichert, dass es keine Verringerung des Aktienwerts geben würde. Der Wert der Aktien ist in Wirklichkeit im Lauf der Zeit sehr wohl unter den Emissionswert gesunken (im Jahr 2012 lag er z.B. bei 18,50 Euro je Aktie), was im Gegensatz zur von der Bank beim Verkauf gegebenen Information steht, und als irreführend für die VerbraucherInnen interpretiert werden könnte.
„Diese Tatsache könnte im Zuge eines Zivilverfahrens sogar dazu führen, dass der Vertrag über den Ankauf der Aktien annulliert, oder gar wegen grober Nichterfüllung durch die Bank aufgelöst würde“, heißt es in einer Aussendung der Verbraucherzentrale.
Die Tatsache, dass die Aktien derzeit nur sehr mühsam veräußerbar sind, führt zu einigen Unmut bei den Volksbank-Aktionären. Auch der Start der neuen Plattform „Hi- Mtf“ hat daran wenig geändert. So wurden vergangene Woche bescheidene 2.218 Aktien verkauft, gegenüber rund 490.000 Aktien, die zum Verkauf angeboten wurden- Auch der Preise stimme nicht. Bei den Verkäufen lag der Preis bei durchschnittlich 14,08 Euro. Das sind rund 24 Porzent weniger als der Emissionspreis von 2012.
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Der Rat der VZS an die Aktionäre: Der Bank schnellstmöglich eine Beanstandung zukommen zu lassen, welche die Verjährungsfristen unterbricht; mit diesem Schreiben wird auch die notwendige Dokumentation angefordert, anhand welcher die Positionen der Einzelnen in Bezug auf weitere Optionen, auch rechtlicher Art, bewertet werden können. 
Gleichzeitig hat die Verbraucherzentrale diese Informationen auch der Börsenaufsicht Consob, der Aufsichtsbehörde für Wettbewerb und Markt sowie der Staatsanwaltschaft beim Landesgericht Bozen übermittelt, damit diese die in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereich fallenden Aspekte überprüfen können.
Die VZS lädt die Südtiroler Volksbank ein, innerhalb von 10 Tagen ab Erhalt dieser Meldung Schlichtungsverhandlungen aufzunehmen.

 

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