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Salto Weekend

Servierte und erlebte Geschichten 

Kh Beyer arbeitet seit Jahren als Saisonkoch in Südtirol. Mal da, mal dort. Nun hat er seine Geschichte aufgeschrieben. Sie führt in ein Land, das es nicht mehr gibt.
Di
Ritratto di Martin Hanni
Martin Hanni28.02.2021
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Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 28 Febbraio, 2021 - 17:19

Ich reibe den Broiler auch immer mir Paprikapulver ein. Das ist typisch tirolerisch und war früher als Paprikahendl bei uns weit verbreitet. In der DDR ist es mir nur ein einziges Mal gelungen, in einer Gaststätte mindestens einen winzigen Broilerschenkel (ohne Paprika) zu ergattern, ich war aber auch nie in Sachsen, sondern immer nur in Thüringen. Üblicherweise waren die Viecher ja immer gerade ausgegangen. Und Schweinefleisch gab es schon gar nicht, weil ja Südtirol alles für seinen originalen Speck aufgekauft hat.

Ritratto di kh beyer
kh beyer 1 Marzo, 2021 - 02:31

Schweinefleisch als auch andere Fleischsorten, gab es in der DDR stets in ungepökeltem Zustand. Bezeichnen wir das mal als Poltern, bei dem das Volumen des Fleischstückes nahezu verdoppelt wird. Genau aus dem Grund, liegt eben so viel Fleisch hier rum, das bei Kontakt mit einer Wärmequelle, umgehend zu Stroh wird und halb so viel wiegt:-)) In der DDR hat man beim Fleischer eingekauft, den Zettel mit der Bestellung, montags abgegeben und freitags abgeholt. Bei uns haben Männer und Frauen gearbeitet; anders als hier:-))Übrigens: Unter der Woche hat kaum ein DDR-Bürger zu Hause kochen müssen. Wir sind preiswert essen gegangen in unserer Freizeit.

Kleiner Scherz nebenbei:-))

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 1 Marzo, 2021 - 09:01

Das Essen in den Gaststätten war tatsächlich sehr preiswert, aber leider hat es selten außer Kohl und Kartoffeln und mikroskopischen Fleischstückchen etwas anderes gegeben. Ich habe in der DDR meistens mit mitgebrachten Lebensmitteln gekocht. Dank guter Beziehungen zu Kleingärtnern (die ich mit Saatgut versorgt habe) war auch die Versorgung mit Gemüse recht gut, so dass ich nicht auf die HO-Läden angewiesen war.

Ritratto di kh beyer
kh beyer 4 Marzo, 2021 - 00:58

hartmuth staffler , In jeden Kommentar von Ihnen steckt leider auch verborgene Dummheit. Wenn mir eine Portion zu klein ist, ess ich eben zwei. Auf die Art, wird plumpe Hetze leider eine Art, Selbstentlarvung.
In der DDR gab es eine sogenanntes zentrales Karteisystem für Speisenkalkulationen. Jeder Betrieb hatte das. Wir arbeiteten unter Preisbindung und dabei mussten natürlich Einwagen, Garverluste und die sich daraus ergebenden Preise im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben liegen. Es wurde auf den Zehntel Pfennig genau kalkuliert! Bei zehn Portionen, wohlgemerkt. Und genau dafür war dieses Kartensystem gedacht. Grundsätzlich kam uns in der DDR nicht annähernd so viel verhungertes Großmaulvolk entgegen wie hierzulande als Touristen. Man aß vernünftig und bewegte sich. Hier ist der Gast gezwungen, so klein zu essen, damit er das zahlen kann. Wir als Köche kennen die Kinderportionen, halben Portionen, die Schlachten vor Salatbüffets und die Hungerüberfälle an Frühstücksbüffets hierzulande.

Ritratto di Sebastian Felderer
Sebastian Felderer 28 Febbraio, 2021 - 17:40

Es gib noch jemand in Südtirol, der sich intensiv mit der DDR beschäftigt hat und alles besitzt, was es postgeschichtlich dort gegeben hat. Das weiß Martin Hanni, wird es aber wieder vergessen haben. Meine Ausstellung 2019 in Schlanders zu 30 Jahren Mauerfall war eine kleine Kostprobe davon.

Ritratto di kh beyer
kh beyer 1 Marzo, 2021 - 02:25

Lieber Sebastian,
ein Saisonkoch oder generell ein Koch hier in Südtirol, wird kaum auf eine Ausstellung kommen bzw. die Zeit für einen Besuch finden, in der sie geöffnet ist. Haben Sie/Du eine Kostprobe von der Ausstellung. Sie kennen ja jetzt meine Seiten und Blogs.

Ritratto di Friedlieb Ferdinand Runge
Friedlieb Ferdinand Runge 1 Marzo, 2021 - 09:39

"Südtirol isoliert sich hingegen selbst. Das ist eigentlich besorgniserregend, wobei eine gewisse westdeutsche Hörigkeit festzustellen ist, die sich mit der Europaeuphorie deckt." kann ich nur bestätigen, bin Südtiroler aber in A/D/Neuseeland und Ägypten gelebt und nach mehr als 20Jahre Ausland wieder in die Heimat angekommen.....finde ich extrem Schade

Ritratto di Herta Abram
Herta Abram 1 Marzo, 2021 - 14:06

Sie machen mich neugierig, auf Ihre Bücher, Herr Kh Beyer!

- „Südtirol isoliert sich hingegen selbst. Das ist eigentlich besorgniserregend, wobei eine gewisse westdeutsche Hörigkeit festzustellen ist, die sich mit der Europaeuphorie deckt.“
- „Egal, was die studiert, gelernt und gearbeitet haben. Man ignoriert jegliche Ausbildung von Ausländern und Migranten.“
Haben Sie eine Idee, wie sich solche Einstellungen (oben) verändern, aufweichen lassen könnten? Was bräuchte es dazu?

Ritratto di kh beyer
kh beyer 3 Marzo, 2021 - 00:24

Eigentlich ginge das leicht. Unsere Südtiroler Mitbürger arbeiten schon einige Zeit erfolgreich mit Menschen aus weit über hundert Nationen zusammen. Im Grunde bräuchte der Südtiroler nur ein paar DDR-Blogs lesen, eventuell China, Kuba, Vietnam und Nordkorea registrieren, nur, um zu verstehen, dass wir in einem wesentlich besseren System gelebt haben. Für Südtiroler ist der Schritt nicht schwer. Hier gibt es ein erfolgreiches Genossenschaftswesen wie in der DDR. Es gilt, nur eine falsche Grundschulbildung zu besiegen.

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 1 Marzo, 2021 - 14:17

Dieser Herr Beyer glaubt uns unwissenden Südtirolern einen Spiegel vorhalten zu können. Er hat nicht bedacht, dass es auch Südtiroler gibt, die über die DDR bestens Bescheid wussten. Ich hatte eine Aufenthaltsgenehmigung für die gesamte DDR in meinem Pass und habe in meinen Aufenthalten die vielen negativen, aber auch positiven Seiten dieses Regimes kennenlernen können. Das, was ich noch nicht wusste, habe ich dann in meinen Stasi-Akten gefunden. Da ergibt sich dann wieder eine Verbindung zu Südtirol, wobei nicht nur die
Stasi, sondern auch die "Freunde" hier sehr aktiv waren.

Ritratto di Herta Abram
Herta Abram 1 Marzo, 2021 - 16:02

Herr Staffler, Kritik bietet mit der Darstellung des Problems, die Möglichkeit auf, etwas verbessern zu wollen.
In Südtirol ist es oft so, dass man Kritik erstmal brüsk abwehrt bzw. sich ungerechtfertigt kritisiert fühlt und jedes Wort als Angriff auf die eigene Person wertet (Beißreflex).
Kommen Änderungsvorschläge werden diese zum Teil als Bevormundung missverstanden. Häufig wird eine Mauer errichtet, die kaum mehr ein Argument passieren lässt. Und damit endet dann gemeinsames weiterdenken - um den bestimmten Sachverhalt oder eine Situation zu verbessern.

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 1 Marzo, 2021 - 16:59

Ich verstehe nicht, warum sie sich an mich wenden. Ich habe keine Kritik brüsk abgewehrt, sondern ich bin im Gegenteil für jede Kritik offen. Herr Beyer hat natürlich das Recht, die Südtiroler zu kritisieren und als Hinterwäldler darzustellen. Die gibt es bei uns tatsächlich. Als guter Kenner der DDR ist es meine Art, etwas differenzierter vorzugehen. Ich habe an der DDR auch einiges zu kritisieren gehabt, aber auch manches Positive gefunden. Unterm Strich war aber das System der DDR keineswegs besser als das System Südtirol, so viele Mängel es da auch geben sollte.

Ritratto di kh beyer
kh beyer 3 Marzo, 2021 - 01:02

Die DDR war in etwa wie jeder sozialistische Staat auf der Erde, von tausenden, schweren Sanktionen und Embargos betroffen. Das inkludierte, wie aktuell im Iran, in Libyen oder Venezuela sichtbar, den Diebstahl der Staatskassen der jeweiligen Länder als auch deren Guthaben auf internationalen Handelsbanken. Wir haben in der DDR eine restlos zerbombte Infrastruktur wieder aufgebaut und das bei kostenloser Bildung nebst kostenloser medizinischer Betreuung in "Fünf-Tage-Woche" bei Achtdreiviertel Stunden Arbeit für Jeden inklusive Pausen. Allein dieser kleine Vergleich müsste bei Ihnen die Glocken läuten lassen:-)) Ich rede noch nicht von Mieten, Lebensmittelpreisen, Nahversorgung, Berufsverkehr usw..
Ich sehe es auch nicht ein, dass ich auf einen ehrlichen vergleich der Systeme aus Arbeitersicht unbedingt verzichten sollte.
In unserem Gasthof bzw. in den meiner Eltern, waren Südtiroler zu Gast. Ich kenne noch die Familie Gasser und auch Druckmaschinenmonteure.
Ich weiß, wie Südtiroler Unternehmerfamilien von Westdeutschen Besatzern ausgeplündert und ruiniert wurden. Mit Verlaub; genau diese Erkenntnisse lasse ich in meinen Büchern einfließen.
Kommunisten sind nicht der Feind des arbeitenden Volkes.

Ritratto di Manfred Gasser
Manfred Gasser 3 Marzo, 2021 - 12:21

Das ist ja schön, jetzt haben wir auf Salto einen richtig überzeugten Kommunisten(Stalinisten?) alter Prägung, der immer noch davon überzeugt ist, der böse Westen sei schuld, dass der gute Osten sich im Nichts aufgelöst hat.
Machen Sie bitte weiter, ich lese gerne ihre realitätsfremden Ansichten.

Ritratto di kh beyer
kh beyer 4 Marzo, 2021 - 01:05

manfred gasser Ihre Familie, zumindest jene, die sich in Schlachthöfen engagierten, kennen wir persönlich aus der DDR. Auch den folgenden Lebenslauf. Aus dem Grund, empfehle ich Ihnen dringend, bevor Sie von Stalin reden (von dessen Militär Sie übrigens zeitweise von einer Diktatur befreit wurden), sollten Sie sich vielleicht um die Vita dieses Mannes bemühen:-) Sie müssen uns nicht Dr.Goebbels vortragen:-))

Ritratto di Manfred Gasser
Manfred Gasser 4 Marzo, 2021 - 10:36

Sehr geehrter Herr Oberkommunist, Sie kennen weder meine Familie, noch mich. Bitte unterlassen Sie es, von Namen auf Familien zu schliessen.
Und was Stalin betrifft, das war natürlich keine Diktatur, das war eine sozialistischer Musterstaat, der, wie Sie weiter unten schreiben, mit Struktur, wirklich Umweltschutz, Natur, Menschenanliegen, Respekt von Leben, Gesundheit und Respekt vor gesellschaftlichen Gesetzen garantieren.
Und ich zitiere niemanden, schon gar nicht Verbrecher wie Goebbels, Stalin oder Honecker.

Ritratto di kh beyer
kh beyer 3 Marzo, 2021 - 01:08

Frau Abram, ich glaube fast, Sie haben das Buch/die Bücher verstanden. Unter Freunden, und das sind die Südtiroler als meine Gastgeber, möchte bitte etwas Kritik als auch der erstrebenswerte Vergleich, erlaubt sein.
Sicher hat der Druck Ost-West an einer gemeinsamen Grenze, zu Gesetzen und Verhalten geführt, die wir vielleicht als ertragbar, aber nicht gut empfanden. Ich möchte trotzdem festhalten, dass wir den Schaden des Deutschen Faschismus in der Sowjetunion und anderen Ländern, bezahlt haben. Niemand anderes. Wir haben das in der Höhe des hier geltenden Mehrwertsteuersatzes getan. Keiner von den DDRBürgern fühlte sich deswegen gequält oder musste unter Brücken schlafen und Abfall fressen.

Ritratto di kh beyer
kh beyer 3 Marzo, 2021 - 00:30

Und Sie glauben tatsächlich, dass über Sie hier oder im Bund, keine Akten geführt werden? Für sozialistische Diktaturen (Arbeiter- und Bauerndiktaturen), ist es lebensnotwendig, seine Besucher zu kennen. Gerade die vielen aktuellen "bunten Revolutionen" unter Federführung bürgerlicher und faschistischer Diktaturen in fremden Ländern mit Millionen Opfern, müssten Sie überzeugen, dass von einfachen Volk geführte Staaten sehr auf der Hut sein müssen.

Ritratto di Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 4 Marzo, 2021 - 14:52

Staffler Hartmuth (01.03.2021, 14:17) Sie sagen es...

Ritratto di pérvasion
pérvasion 1 Marzo, 2021 - 17:04

Woran lesen Sie, Herr KH Beyer, ab, dass sich Südtirol selbst isoliere?

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 1 Marzo, 2021 - 17:31

Wahrscheinlich weil die Südtiroler nicht regelmäßig in die Sowjetunion, Mongolei, Nordkorea, Vietnam, Kuba und über die Südroute bis nach Bulgarien fahren, wie es die DDR-Bürger laut KH Beyer getan haben. Womit bewiesen wäre, dass Südtirol sich selbst isoliert, während die DDR dank des antifaschistischen Schutzwalles ihre Bürger in voller Freiheit überall hin fahren ließ.

Ritratto di pérvasion
pérvasion 1 Marzo, 2021 - 17:32

Ich wollte jetzt eigentlich keine sarkastische Antwort.

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 1 Marzo, 2021 - 17:49

Eine sachliche Antwort müsste der Herr Beyer geben, mein Beitrag war keine Antwort, sondern ein ironischer Kommentar, zu dem ich mich aufgrund meiner langjährigen DDR-Erfahrung berechtigt gefühlt habe.

Ritratto di kh beyer
kh beyer 3 Marzo, 2021 - 04:35

Lieber https://www.salto.bz/de/users/pervasion,
es gibt in Südtirol sehr wohl Gruppen oder Parteien, die sich maßgeblich dafür aussprechen. Ein gewisser Regionalstolz ist absolut vertretbar. Zumindest im aktuellen politischen System. Ich würde aber niemals vergessen wollen, wer, mit welchem System, Südtirol zu dem gemacht hat, was es heute ist. Wir können das gern u.a. mit dem Mehrwertsteuersystem usw. betrachten. Auch aus dem Blickwinkel der Zwei- und Dreisprachigkeit.

Ritratto di pérvasion
pérvasion 3 Marzo, 2021 - 08:43

Das ist mir jetzt ehrlich gesagt eine etwas zu diffuse Begründung.

Und »es gibt in Südtirol sehr wohl Gruppen oder Parteien, die sich maßgeblich dafür aussprechen«. Die gibt es fast überall, würde ich behaupten.

Ritratto di kh beyer
kh beyer 4 Marzo, 2021 - 01:14

Geehrter @ pérvasion, einem Arbeiter ist es schlicht egal, wer ihm die Haut abzieht. Kapital ist international organisiert und unterdrückt auch so recht effektiv. Das merken Sie sicher an den Bündnissen, die sich gemeinsam in andere Staaten einmischen und diese auch gemeinsam überfallen, berauben und entvölkern.

Ritratto di kh beyer
kh beyer 3 Marzo, 2021 - 00:32

Ich lebe in Südtirol seit rund zwanzig Jahren, rede und arbeite auch mit meinen Mitbürgern. Zudem bin ich erwachsen.

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 2 Marzo, 2021 - 15:58

Um die Diskussion weiterzuführen: Herr Beyer schreibt „Nach dem Zerfall des RGW, volkstümlich als Ostblock bezeichnet, wurden Millionen von Arbeitern über Nacht arbeitslos. Die unter sozialistischen Verhältnissen aufgewachsenen Bürger wurden dadurch, von Heut‘ auf Morgen, unvorbereitet unter neuen Gesetzen zu erpressbaren Tagelöhnern und Sklaven. Sie verrichten seitdem Arbeiten als Erntehelfer, Tagelöhner, Fernfahrer und Saisonarbeiter, fernab ihrer Nachbarn und Familien. Sie werden von einer unbeschreiblichen Bürokratie, von einer sie betrügenden kapitalistischen Gesellschaft rechtlos behandelt und maßlos ausgebeutet. Ihre gesamten beruflichen als auch intellektuellen Bildungsabschlüsse und Urkunden werden nicht anerkannt und sind wertlos geworden.“ Für meine Bekannten und Verwandten in der ehemaligen DDR gelten diese Aussagen nicht. Ein Cousin von mir hat sich selbständig gemacht und ist als Gleisbauunternehmer erfolgreich, eine Cousine führte eine erfolgreiche Modeboutique, eine andere Cousine hat ihr Diplom als Innenarchitektin behalten, ist aber lieber im Bereich Schauspielwesen tätig. Von erpressbaren Tagelöhnern oder Sklaven ist mir nichts bekannt. Vielleicht könnte der Herr Beyer uns das näher erläutern.

Ritratto di Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 2 Marzo, 2021 - 21:15

Nur weil Ihnen "nichts bekannt" ist, heißt das doch nicht, dass es das nicht gibt....

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 2 Marzo, 2021 - 21:27

Mir sind keine Sklaven in der ehemaligen DDR bekannt, aber wenn sie davon Kenntnis haben, sollten sie schnellstens die Polizei verständigen.

Ritratto di kh beyer
kh beyer 3 Marzo, 2021 - 00:48

Zuerst ist mal die Reihenfolge ihrer Darstellung falsch, in der suggeriert wird, in der DDR hätte es Sklaven gegeben.
"""Mir sind keine Sklaven in der ehemaligen DDR bekannt"""
Ich weiß nun nicht, wie sich das mit Finstral und Oberbozen, wo ich drei Jahre gedient habe, verbindet. Aber eins ist klar:
Es gibt viele Westfirmen, die in der DDR gearbeitet haben und fürstlich bezahlt wurden. Umgekehrt war das sicher auch der Fall, wenn bezahlt wurde.
Ich vergleiche in meinem Buch samt Folgenden, den gesellschaftlichen Unterschied zwischen Sozialismus und Kapitalismus.
Wie viele Obdachlose und Almosenempfänger hat Südtirol? Fangen wir dort an:-)) Sind Sie morgen bereits Selbstmörder, weil ihre unbedienten Raten drücken? Südtirol ist Spitzenreiter bei Selbsterlösern.
Wer hat Ihnen diesen Schein - Wohlstand aufgebaut? Stellen Sie sich die Frage? Ich empfehle, mal ganz locker und unvoreingenommen, etwas 'Das Manifest' zu lesen. Sie werden dabei ganz sicher ein Klassenbewusstsein entwickeln. Ihr Volkseigentum wird auch in Südtirol gerade privatisiert.

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 3 Marzo, 2021 - 08:39

Die Suizidrate ist in Südtirol wesentlich niedriger als in allen vergleichbaren Gebieten. Sie sollten sich informieren, bevor sie etwas schreiben, und nicht davon ausgehen, dass die Südtiroler so ungebildet sind, dass sie ihnen alles glauben.

Ritratto di kh beyer
kh beyer 4 Marzo, 2021 - 01:29

Sehr geehrter Herr hartmuth staffler, ich informiere mich gern in Landesmedien:
https://www.tageszeitung.it/2017/06/07/die-suizidrate/
Zudem freue ich mich ungemein über die Resonanz zu meinen Büchern. Danke! Übrigens:
Im Dritten, aber vielleicht auch im Vierten Teil, ist der Ritten und Oberbozen, Bestandteil meiner Erzählung. Da freue ich mich ganz besonders auf Ihre Kenntnisse.

Ritratto di Karl Trojer
Karl Trojer 3 Marzo, 2021 - 09:57

Interessant, wie Herr Beyer die Geschichte nach dem 2. Weltkrieg erlebt hat, und wie er seinen Herkunftsstaat DDR und Südtirol betrachtet. Dabei geht es heute nicht mehr darum, die Gegenteile Kommunismus / Kapitalismus, je nach Standpunkt, ins Leben umzusetzen. Beide Ideologien haben reichlich beweisen, ungeeignet für einen weltweiten Weg zu mehr Frieden, Freiheit, Gemeinwohl und Klimaschutz zu sein. Ideologen verteidigen erfahrungsgemäß ihre Standpunkte, koste es was es wolle.... sie sind nicht zukunftsfähig. Lasst uns Geschwister sein, die sich bei allen Verschiedenheiten mit Respekt begegnen und voneinander lernen, die unsere wunderbare Erde vom Raubbau der Gewinnmaximierung Weniger befreien. Bei allem Spott, dem die folgende Aussage ausgeliefert ist, wage ich zu sagen : letztlich zählt nur die Liebe, sie allein ist wirklich zukunftsfähig.

Ritratto di kh beyer
kh beyer 4 Marzo, 2021 - 01:39

Danke, Herr karl trojer, gehe ich Recht der Annahme, dass ich mit einem Sterzinger rede? Über Sterzing kann ich erst im vierten Teil schreiben. Wie üblich, forme ich die Namen der gemeinten Personen und Betriebe um. Ich möchte wirklich nur Insider ansprechen und die Personen zum Nachdenken anregen.
Ich habe beide Systeme als Arbeiter, Meister, Brigadier, Chef (im Sozialismus -Leiter), aber leider nur die DDR samt Verbündeten bei der NVA und deren Manövern erlebt.
Ich kann Ihnen mit absoluter Gewissheit sagen, dass nur sozialistische Länder mit ihrer Struktur, wirklich Umweltschutz, Natur, Menschenanliegen, Respekt von Leben, Gesundheit und Respekt vor gesellschaftlichen Gesetzen garantieren. Wie gesagt; aus eigener Kenntnis.

Ritratto di Manfred Gasser
Manfred Gasser 4 Marzo, 2021 - 10:28

Ich bin fasziniert von so starker Überzeugung! Das muss doch weh tun, nicht mehr in einem Lande leben zu können, wo, ich zitiere Sie mal, "sozialistische Länder mit ihrer Struktur, wirklich Umweltschutz, Natur, Menschenanliegen, Respekt von Leben, Gesundheit und Respekt vor gesellschaftlichen Gesetzen garantieren."
Einfach nur krass!!

Ritratto di Manfred Gasser
Manfred Gasser 4 Marzo, 2021 - 10:57

Eine Frage hätte ich noch, sehen Sie überhaupt keine Vorteile in einem kapitalistischem Land wie Südtirol zu leben? Ich denke da zum Beispiel an die Möglichkeit Ihre systemkritische Meinung zu äussern, ohne die Angst, dafür im Gulag zu landen?

Ritratto di pérvasion
pérvasion 4 Marzo, 2021 - 11:37

Ohne jetzt Herrn Beyers unkritische Haltung verteidigen zu wollen, Herr Gasser, hat das mit dem Kapitalismus nichts zu tun.

Es geht einerseits um Demokratie vs Diktatur sowie andererseits um Kapitalismus vs Sozialismus.

Ritratto di kh beyer
kh beyer 10 Marzo, 2021 - 23:29

Herr Gasser, in sozialistischen Ländern inklusive der DDR, durfte ich mehr sagen als Ihnen vielleicht lieb ist. Ich durfte in diesem System jedoch Niemand beleidigen oder öffentlich verleumden. Ich durfte es nicht in Massenmedien tun, sondern lediglich in dafür vorgesehenem Rahmen. In der DDR hat man sich wöchentlich zu Kollektiv -Versammlungen eingefunden und Parteiversammlungen waren monatlich. In diesen Versammlungen, die dazu protokolliert und weiter gereicht wurden, sind sämtliche Aussagen der Bürger als Beschlüsse erfasst. Unsere Zeitungen wurden mit Fakten gefüttert und nicht mit billigem Blödsinn. Der Bürger hatte im Rahmen sämtlicher Versammlungen als auch in der Gemeinde das Eingaberecht. Die Eingabe (nicht zu vergleichen mit blödsinnigem Gelapp), musste innerst 14 Tagen, schriftlich beantwortet werden. Dazu musste eine Verbesserung des aktuellen Zustandes, der die Eingabe provozierte, versprochen werden. Und das wurde von einer Kommission, der Arbeiter- und Bauerninspektion, auch geprüft und kontrolliert! In jedem Betrieb hatte der Arbeiter Mitspracherecht und-pflicht. Versuchen Sie das allein mal in Ihrem Umfeld. Dann sind Sie sehr schnell Brückenbewohner in Bozen und Umgebung!
Jetzt erwarte ich Vorschläge, wie Sie die Armut und Obdachlosigkeit angehen:-)
Trotz Allem, möchte ich immer wieder betonen, dass Südtirol für uns und unsere Gewohnheiten aus der DDR, ein annehmbares Land ist. Man verwirklicht hier ein Sozialprogramm im Rahmen der gesellschaftlichen Wertschöpfung. Ich belaste dieses System nicht als der Gast! Leider sind uns Besuche unserer befreundeten Ländern nicht möglich ohne Pass. Einen Pass von kriminellen Besatzern pflege ich nicht zu beantragen oder gar zu benutzen. Nur zur Antwort, weil ich den Vorwurf eines Herrn Gasser ausgesetzt bin. Ich müsste als Staatenloser reisen. Und das ist im Zentrum rechtsbeugender Diktaturen schwer möglich.

Ritratto di Karl Trojer
Karl Trojer 4 Marzo, 2021 - 11:17

Sehr geehrter Herr Beyer, nein, mein "Trojer" kommt nicht aus Sterzing, sondern aus Terlan / vorher Schlanders.
Wird Ihre absolute Gewissheit, dass nur "sozialistische Länder" zukunftsfähig seien, nicht massiv von den konkreten Wirklichkeiten von DDR, Sowjet-Union, China u.ä. widerlegt ?

Ritratto di kh beyer
kh beyer 8 Marzo, 2021 - 00:58

Die Wirklichkeit ist eben nicht die, die Sie in Ihren Medien, die nicht Arbeitern gehören, zu lesen bekommen. Beispiel: Der reichste Mann Südtirols wird wohl nicht über das schreiben, was ihm schadet:-))
China, Nordkorea, Kuba, Vietnam usw. belegen gerade Ihren Verständnisfehler bzw. Ihre Fehlinformation.
https://www.offen-siv.net/2002/02-07.htm#_Toc15437929
https://www.kussaw.de/download/Geschichte/Schoen-gulag.pdf

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 8 Marzo, 2021 - 19:47

es bleibt eigentlich nur eine Frage:
warum sind Sie nicht Koch im geliebten Arbeiterstaat Nordkorea, Ihrem Paradies?
(übrigens: China wird von einer Milliardärs-Elite mit turbokapitalistischem Anstrich verwaltet: da ist wenig Soziales, noch weniger Sozialismus. Ähnliches gilt für Venezuela: eine erzkapitalistische und hochkorrupte Amigotruppe um die Präsidentenfamilie saugt schamlos das Land aus: alle wollen und würden fliehen, wenn sie nur könnten...)

Ritratto di Michael Kerschbaumer
Michael Kerschbaumer 8 Marzo, 2021 - 20:11

Bei Peter Gasser bleibt eigentlich auch nur eine Frage: wieso kommentieren sie jeden Satz auf salto und nicht woanders. (Übrigens: ich spar mir die links und Vergleiche wo sie sich über ihr eigenes Phänomen schlau lesen könnten!><)

Ritratto di Ariel Apfelbaumer
Ariel Apfelbaumer 8 Marzo, 2021 - 20:42

Ein züchtiger Misanthrop mit deutlich misogynen Zügen, der Kerschbaumer...
@Peter Gasser

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