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Salto Weekend

„Geile Rolle“

Jürgen Vogel gibt den Ötzi im Kinostreifen „Der Mann aus dem Eis“. Salto hat ihm (auf dem Weg zwischen zwei Terminen) vier Fragen gestellt. Mehr Antworten im Kino.
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Welchen Stellenwert nimmt Ötzi in Ihrem Schaffenswerk ein?
Sagen wir mal so: Das war eine wirklich geile Rolle - ein Abenteuerfilm mit einer historischen Figur.

Es ist natürlich eine sehr reduzierte Sprache, die man nicht wirklich versteht, sondern als Zuschauer aus der Situation heraus interpretiert. 

Was hatte Ötzi, worum Sie ihn – 5000 Jahre später – beneiden?
Es muss existenziell gewesen sein, ständig darum zu kämpfen, nicht zu erfrieren, nicht zu verhungern und dabei die eigene Familie zu beschützen. Ich sag' nicht, dass ich gerne dabei gewesen wäre. Aber auch damals hatte das Leben bestimmt schöne Seiten, allein die Natur in Südtirol.

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Foto: Martin Rattini

Waren Ötzi und seine Mitmenschen abergläubisch?
Der Glaube ist für das Zusammenleben von Menschen und ihrer Sozialisierung ganz wichtig. Gerade in Armut ist es wichtig, Regeln zu haben. Du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen. Man soll miteinander teilen. Das ist alles existentiell, um zu überleben. Glauben hat eine große Bedeutung, wenn es um Fragen nach Tod und Leben, Gut und Böse geht.

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Foto: Martin Rattini

Sie sprechen im Film eine künstliche Sprache. Was sagt uns dieses universelle „Ötzi-Esperanto“? Ist es ein A B C des Überlebens?
Es ist natürlich eine sehr reduzierte Sprache, die man nicht wirklich versteht, sondern als Zuschauer aus der Situation heraus interpretiert. Die Dialoge mussten nicht zum Erklären von Situationen dienen, und das hat man selten im Film. Meist sind es sehr kurz gehaltene Aufforderungen, ein bisschen so wie man den Alltag einer Person filmen würde. Wenn man einem Bauer bei der Arbeit filmt und er dabei tagtäglich den gleichen Leuten begegnet, dann sagen die sich auch nur zwei bis drei Sätze. So sollte der Einblick in die Welt dieser Figuren sein. Das hat mir sehr gefallen.

DER MANN AUS DEM EIS 
Filmpremiere am 28. November, 20.00 Uhr, Capitol Bozen.

Am 28. November um 20.00 Uhr feiert DER MANN AUS DEM EIS, der erste Spielfilm, der sich mit Ötzis Schicksal beschäftigt und an Originalschauplätzen in den Südtiroler Alpen gedreht wurde, im Filmclub in Bozen seine Südtirolpremiere. Mit emotionaler Wucht erzählt Autor und Regisseur Felix Randau den ersten ungeklärten Mordfall der Menschheitsgeschichte. Felix Randau ist bei der Premiere anwesend.
Vor 26 Jahren fanden zwei Wanderer den „Mann aus dem Eis“, heute bekannt unter dem Namen Ötzi, nun kommt sein (fiktives) Leben und Sterben auf die große Leinwand. Regisseur Felix Randau, der auch das Drehbuch zu dem Filmabenteuer geschrieben hat, erzählt in DER MANN AUS DEM EIS zum ersten Mal in einem Spielfilm die letzten Tage von Ötzi und welche Ereignisse zu seinem mysteriösen Tod vor 5.300 Jahren geführt haben.
Verkörpert wird Ötzi alias Kelab von Jürgen Vogel, ebenso mit dabei sind Franco Nero, André M. Hennicke, Sabin Tambrea, Susanne Wuest, Violetta Schurawlow und Südtiroler Schauspieler wie Martin Schneider und Paula Renzler. Gedreht wurde an zahlreichen Locations in Südtirol, unter anderem am Hochjochferner Gletscher im Schnalstal, in Moos in Passeier und im Pfitschtal. 

DER MANN AUS DEM EIS Trailer German Deutsch (2017), von Der Mann aus dem Eis

 

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