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Universität Innsbruck
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Polemik

Jus- Studierende vs STF

Die STF stellt eine stumpfsinnige Behauptung gegen das Institut für italienisches Recht an der Uni Innsbruck auf- und erhält sogleich Gegenwind von den Studierenden
Un contributo della community di Fabian Gufler26.03.2020
Ritratto di Fabian Gufler
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Die Süd- Tiroler Freiheit stellt in ihrer jüngsten Landtagsanfrage eine stumpfsinnige Behauptung gegen das Institut für italienisches Recht an der Uni Innsbruck auf- und erhält sogleich ordentlich Gegenwind von den Studierenden selbst.

In ihrer Landtagsanfrage mit dem Titel „Fragliche wissenschaftliche Reputationen schaden der Autonomie“, vom 23. März, stellt die Bewegung folgende Behauptung auf:

„Ist der Landesregierung bewusst, dass die Förderung eines Studiums, in dessen Rahmen Juristen im italienischen Verfassungsrecht habilitiert werden, die den italienischen Anforderungen für dieses Fachgebiet bei Weitem nicht genügen, auch autonomiepolitischen Schaden anrichtet, wenn diese Juristen die Anliegen Süd- Tirols in Süd- Tirol und in Italien gegenüber Fachkollegen vertreten müssen, die weit höheren Ansprüchen gerecht werden mussten?“

Die Süd- Tiroler Freiheit ist offensichtlich unzufrieden mit der Mitgliedschaft von Frau Professor Happacher in der Sechser- Kommission, bzw. Zwölfer- Kommission und kritisiert nun das integrierte Diplomstudium der Rechtswissenschaften selbst. Die Bewegung zieht das gesamte Institut für italienisches Recht an der Universität Innsbruck in Zweifel und tut die Studierenden, wie auch die Absolventinnen und Absolventen als zweitklassige Juristen ab.

Gerade die Süd- Tiroler Freiheit sollte doch aus ideologischer Sicht ein großes Interesse an einem besonderen Jus- Studium für Südtirolerinnen und Südtiroler in der Tiroler Landeshauptstadt haben. Die sonst so patriotische Bewegung, welche sich ja für die Wiederherstellung der Landeseinheit bemüht, degradiert also Juristinnen und Juristen, welche ihren Abschluss im Vaterland Österreich erlangt haben, als Rechtswissenschaftler zweiten Grades.

Das Institut selbst erfüllt eine bedeutende Funktion in der Bildung des juristischen Nachwuchses des Landes, stellt den Austausch mit Universitäten in Italien sicher und ist in Hinblick auf die besonderen Anforderungen Südtirols konzipiert. Die Absolventinnen und Absolventen sind also keinesfalls schlechter als ihre italienischen Kolleginnen und Kollegen wie es die Süd- Tiroler Freiheit versucht darzustellen und somit auch kein Schaden für die Autonomie unseres Landes.

Alles in allem kann die Behauptung der Bewegung als Stumpfsinn abgetan werden. Die Jus- Studierenden haben hiergegen jedoch eine Online- Petition gestartet, welche an dieser Stelle gerne verlinket wird.

Link zur Petition:

https://secure.avaaz.org/de/community_petitions/innsbrucker_jusstudenten_aktuelle_und_ehemalige_ibkjusstudierende_vs_suedtiroler_freiheit_1/details/

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Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 26 Marzo, 2020 - 17:45

Ich finde diese eure Initiative gut!
Was mir beim Lesen durch den Kopf gegangen ist: Warum befindet sich dieses Institut noch in Innsbruck? Es wurde errichtet, als es in Bozen noch keine UNI gab. Aber jetzt wäre es logischer, dieses Studium hier in einem zwei- bis dreisprachigem Ambiente zu haben. Was spricht dagegen?

Ritratto di Fabian Gufler
Fabian Gufler 26 Marzo, 2020 - 19:30

Sehr geehrter Herr Bacher,
Danke für den Kommentar. Ich persönlich habe mit der Initiative wenig zu tun, sie geht von den Jus- Studierenden selbst aus. Die Südtiroler Hochschülerschaft unterstützt diese natürlich solidarisch. Warum sich das Institut noch in Innsbruck befindet kann ich Ihnen leider nicht beantworten.

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