Bischof Ivo Muser
Diözese Bozen-Brixen
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Staatsbürgerschaft

Bischof, Pass, Porzellan

Kann ein Doppelpass etwas Verbindendes sein? Bischof Muser erntet Kritik für seine mahnenden Worte. Und Francesco Palermo meint: “Das Porzellan wurde schon zerschlagen.”
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Titolo dell'articolo del Financial Times sul Doppio Passaporto
Financial Times
Doppio passaporto

Intrigo internazionale

Flipper
web
Staatsbürgerschaft

Doppelte Passform

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Ritratto di gorgias
gorgias 27 Dicembre, 2017 - 12:29

Ist es eigentlich nicht ein subversiver Akt gegen den Nationalismus, wenn man zwei Staatsbürgerschaften haben kann?

Ritratto di alfred frei
alfred frei 27 Dicembre, 2017 - 17:10

Wie viel Kirche ist zu viel? > (Zeit online – 25.11.16)
Markus Söder – CSU - sagte: "Die Kirchen sind nicht die Gewerkschaften des Himmels", und fügte hinzu: "Es wäre für die Kirchen besser, sie würden sich stärker auf den Glauben konzentrieren und weniger Politik machen."
Ministerpräsident Horst Seehofer: "Ich will, dass sich die Kirchen und Religionsgemeinschaften einmischen in die tägliche, praktische Politik, Niemand aus den Kirchen müsse sich daher für Einmischung entschuldigen”,
Dorothee Bär (Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, katholisch und Mitglied des CSU-Parteivorstands). Eine lebendige Kirche schaltet sich auch in gesellschaftliche und politische Debatten ein, liefert Meinungen, Interpretationen und Handlungsansätze, Das ist nicht nur ihr gutes Recht, sondern auch ein unverzichtbarer Beitrag, wenn es darum geht, ihr Wertegerüst immer wieder zu definieren und zu festigen. Der politische Meinungsbildungsprozess umfasst viele Seiten und Beiträge von ganz unterschiedlichen Richtungen. Das Wort der Kirchen sollte hier seinen verdienten Platz finden.
Na, Herr Blaas und Herr Lang, wie viel steht euch zu, wie viel einem Bischof und wie wenig der freien Meinungsbildung eines Normalbürgers der anscheinend immer noch glaubt der Mensch sei nach der Sintflut entstanden.

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 27 Dicembre, 2017 - 22:39

Ich glaube in dieser Diskussion muss man differenzieren und zwar zwischen gesellschaftspolitisch und parteipolitisch. ME soll sich der Bischof bzw. die Amtskirche nicht parteipolitisch einmischen. Aber wenn es um die Gesellschaft, um das Zusammenleben der Volksgruppen, um den Frieden geht, kann auch er dazu Stellung nehmen. So kommt zum etnischen auch ein ethischer Standpunkt dazu. Der ethische Gesichtspunkt sollte aber auch von anderer Seite eingebracht werden! Im Grunde geht es nicht um den zweiten, konkret österreichischen Pass, sondern um die gesellschaftspolitische Diskussion und die mögliche folgende Spannung, die daraus entsteht. Und das bedenken die Patrioten nicht, bzw. es ist ihnen gleich oder kommt ihnen gelegen: erstens bezüglich die nächsten Landtagswahlen und zweitens betreffend ihr langfristiges Ziel, die Abspaltung (Freistaat oder Anschluss an Österreich). Wie es den italienischen und gemischtsprachigen Mitbürgern dabei geht, ist ihnen völlig Wurst!!!

Ritratto di Martin Daniel
Martin Daniel 27 Dicembre, 2017 - 18:50

Konsequent wäre, die Einmischung der Kirche in die Politik unabhängig von Thema und Positionierung abzulehnen oder zu befürworten. Diesmal spielt ihre Stellungnahme der linken Reichshälfte in die Hände, ganz anders bei Sterbehilfe und biologischem Testament, Drogenpolitik, Abtreibung, Pille danach, Rolle der Frau in der Gesellschaft, künstlicher Befruchtung oder Einsatz von Biotechnolgien in der Medizin.

Ritratto di Sandro Bx
Sandro Bx 28 Dicembre, 2017 - 14:08

Zwei interessante Gesichtspunkte:

Tiroler Tageszeitung von Heute:

Messner klare Worte
von Benedikt Sauer

Österreichs frischgebackener Bundeskanzler Sebastian Kurz redet von “guten Beziehungen” zu Italien, just an jenem Tag, an dem sich diese der frostigen Jahreszeit angeglichen haben. Nicht etwa, weil Rom seine Politik gegenüber Wien geändert hat, sondern weil das politisch ungefärbte Wien an Nachbarschaft erst dann denkt, sobald es sie beschädigt hat.
Schwarz-Blau produziert mit dem Projekt eines Doppelpasses für Südtiroler den nächsten Scherbenhaufen, nachdem schon das Ansinnen, den Brenner dichtzumachen, für Eiszeit gesorgt hatte. Beim Versuch der ÖVP-Minister, Grenzbalken hochzuziehen, mit etwas sozialdemokratischer Hilfe, hat es der Sozialdemokraten Fischer und Napolitano bedurft, um Porzelan zu kitten: Jetzt setzt sich Kurz ins Kreisky-Zimmer, erweist sich aber umgehend als Schatten großen Republikaners.
Südtirols Landeshauptmann Kompatscher muss erneut als bilaterale Feuerwehr agieren, weil sich Wien keinen Deut schert, um die wahren Befindlichkeiten in der Nachbarregion.”Drittklassig”: Das sind klare, notwendige Worte Reinhold Messners. “Für völlig überflüssig” hält Bischof Ivo Muser die Doppelpass-Debatte: Was “gemeinsam” in Südtirol zwischen den Sprachgruppen erarbeitet wurde, werde dadurch “zerstört”. Auch SVP-Klubchef Steger kritisiert das Vorhaben.
Weitsichtig haben bisher vor allem Südtirols Grüne/Verdi/Vërc gewarnt vor dieser drohenden Spaltung. Gut, dass sich auch andere besonnene Südtiroler, auch SportlerInnen, jetzt eindeutig äußern.

Benedikt Sauer ist Literaturwissenschafter. Er arbeitet als Buchautor und freier Journalist.

Corriere dell'Alto Adige von Gestern:
Papa Francesco e i tre passaporti
di Toni Visentini

“Quante divisioni ha il Papa?”, chiedeva sprezzante Stalin a Yalta per sottolineare che non temeva un capo di Stato senza eserciti alle spalle. Da noi, invece Eva Klotz e Sven Knoll per dire al vescovo Ivo Muser che non hanno paura del suo chiaro “no” alla doppia cittadinanza, gli chiedono provocatoriamente:”Quanti passaporti possiede il pontefice”? E si danno pure la risposta. Ne ha ben tre: quello argentino, quello italiano – in quanto discendente da cittadini italiani – e quello della Città del Vaticano. Dunque – è la conclusione logica dei nostri secessionisti – perchè il santo Padre ha tre passaporti e noi poveri sudtirolesi non possiamo averne due? E aggiungono: perchè Bergoglio è un indiscusso uomo di pace, pur con tre documenti diversi, e noi diventeremmo un pericolo per la convivenza, come teme il vescovo? Knoll e Klotz – mentre il presule altoatesino è stato anche volgarmente attaccato sui soliti social per la chiarezza della sua posizione – tirando in ballo il Papa usano l'argomento che va per la maggiore nella Volkspartei e tra i fautori della doppia cittadinanza, ovvero che Roma ha già dato il passaporto a tutti i discendenti dei cittadini italiani sparsi per il mondo, dall'Argentina all'Australia, dagli Usa all'Istria e alla Dalmazia. Ciò corrisponde al vero, ma fare tale paragone è come confondere le pere con le mele: nel nostro Paese, infatti, il doppio passaporto è nato solo per gl interessi elettorali del centrodestra, pensando che le simpatie dei migranti, andassero verso quella parte politica. Anche il Landeshauptmann Kompatscher e Klotz – come temono preoccupati a Vienna – vogliono il doppio passaporto per votare in Austria e quindi sostenere la Volkspartei di Kunz e la Fpö di Strache? Usare l'esempio italiano è fuorviante per altre, più consistenti, ragioni: i discendenti degli italiani di Istria e Dalmazia non hanno alle spalle l'Accordo di Parigi, nè un super-statuto di autonomia a loro tutela. Soprattutto, va aggiunto, si tratta di poche migliaia di persone sparse in un territorio molto vasto, divise tra Slovenia e Croazia dopo il crollo della Jugoslavia. Non come 370.000 sudtirolesi che vivono in Alto Adige, dove Klotz non si stanca di ripeter che “Südtirol ist nicht Italien”. E lo sarebbe veramente poco, se fosse abitato e governato da una larga maggioranza di 370.000 cittadini austriaci.

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