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Grödner NOI?

Die SVP St. Ulrich schlägt vor, eine Außenstelle des Technologieparks NOI in Gröden anzusiedeln. Um Arbeitsplätze zu schaffen und Innovation ins Tal zu holen.
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Im Grödnertal ist man besorgt. Die Entscheidung der Unternehmensgruppe Leitner, den Produktionsstandort ihres Betriebes Demaclenko nach Sterzing zu verlagern, nimmt die SVP St. Ulrich zum Anlass, um auf eine für sie bedenkliche Entwicklung hinzuweisen. Mit der Verlegung von Demaclenko wird die Produktion an den beiden bisherigen Standorten abgebaut. Das Werk in Klausen wird mit Ende kommenden Jahres völlig aufgelassen, jenes in Wolkenstein in Gröden teilweise. Dass dadurch Arbeitsplätze aus dem Tal abgezogen werden, “obschon Gröden als Forschungszentrum für den Tourismus und Wintersport immer schon eine Pionierrolle gespielt hat, bedauern wir besonders”, kommentiert Silvio Stuflesser, SVP-Ortsobmann in St. Ulrich. “Im Grödnertal hatte man immer schon Visionen”, meint Stuflesser und erinnert an Ernst Prinoth.
Der Autorennfahrer und Konstrukteur aus St. Ulrich eröffnete 1951 eine Autowerkstatt. Damit begann die Geschichte des Unternehmens Prinoth, das seit den 1960er Jahren Pistenfahrzeuge herstellt – und heute als Teil der Leitner-Unternehmensgruppe seinen Hauptsitz in Sterzing hat.

Dem Grödner Pioniergeist gelte es Rechnung zu tragen, ist Silvio Stuflesser überzeugt. Denn Gröden und St. Ulrich drohten, “immer mehr zu reinen Tourismushochburgen einerseits und zu Schlafgemeinden für die jungen, gut ausgebildeten Grönder andererseits zu werden, die gezwungen sind, außerhalb Grödens ihr Brot zu verdienen”. Bereits heute pendelt jeder zweite Beschäftige von St. Ulrich zur Arbeit nach außen, gibt Stuflesser zu bedenken. “Und schon in der Vergangenheit sind Arbeitsplätze in den Bereichen Handwerk, Industrie und Dienstleistungen verschwunden bzw. reduziert worden.”

Treffen SVP St. Ulrich mit Handelskammer

Grödner Innovation: Im Juni traf sich der Ortsausschuss der SVP St. Ulrich mit Alfred Aberer (2.v.r.) und Georg Lun (6.v.l.) von der Handelskammer, um die wirtschaftliche und soziale Situation in Gröden, Entwicklungen und Herausforderungen zu analysieren (Foto: SVP Urtijëi)

Vor diesem Hintergrund spricht sich die SVP St. Ulrich “gegen den Abbau von Arbeitsplätzen und für innovative Technologien im Tale” aus. Und man hat auch schon einen konkreten Vorschlag: In Gröden könnte eine Außenstelle des NOI Technologieparkswie jene in Bruneck – angesiedelt werden, “eine Forschungsstätte für Tourismus, insbesondere für alpine Wintertechnologie”, erklärt Stuflesser. “Eine solche würde im Tal Zustimmung bekommen und könnte von bereits erlangten Kompetenzen profitieren”, ist sich der SVP-Ortsobmann sicher. Auch einen möglichen Standort hat man schon ausgemacht: Die Handwerkerzone von St. Ulrich. Diese würde wenig genutzt und durch eine alpine Forschungsstätte belebt werden, so Stuflesser. “Die Gemeinde von St. Ulrich sollte sich dafür bewerben und alle Kräfte bündeln, um den Standort St. Ulrich bzw. Gröden für die nächsten Generationen attraktiver und vielfältiger zu gestalten.”

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