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©Luca Guadagnini
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Uraufführung

Underground Birds

Eine länder- und kulturübergreifende Stückentwicklung.
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Vom 1. bis 9. Oktober 2022

Koproduktion mit der KULA Compagnie, dem Hålogaland Teater Tromsø und dem Simorgh Theater Herat.

 

1517 wird London am sogenannten „Evil May Day“ von einem Aufstand junger Menschen, die gegen alles Fremde auf die Straße gehen, erschüttert —eine Revolte, die nicht zuletzt in brennenden Häusern und Flucht endet. Da leuchtet plötzlich im Splitterregen explodierender Scheiben der geheimnisvolle Schutzvogel Simorgh auf. Er entfaltet — in Gestalt Negars und ihrer Schwestern — seine weiten Schwingen. Irgendwo hinter der Wahrheit, hinter der Selbsterkenntnis soll er sein Nest gebaut haben. Ein Splitter durchdringt das Herz eines jungen Londoner Handwerkers und lässt es entflammen. Er begibt sich auf eine lange, beschwerliche Reise über die sieben Berge und die sieben Meere hin zu ihr, zu Negar, getrieben von dem Wunsch, sie zu lieben und den gewaltsamen Unruhen in seiner Heimat zu entkommen.

Auch im Jahr 2022 flüchten Menschen vor dem Krieg in ihrem Land. Afghanische Frauen versuchen aus dem Untergrund aufzubrechen, in dem sie seit Monaten Schutz vor den Taliban suchen. Kraft ihrer Phantasie machen sie sich auf den Weg zu ihrem Sehnsuchtsort, unsicher, in welcher Zeit sie den Ort erreichen werden, der für sie Rettung verheißt.

Ein Textfragment von William Shakespeare mit dem Titel „Die Fremden“, das mutmaßlich 1604 verfasst wurde und weitestgehend unbekannt ist, bildet die Ausgangsbasis für das Stück. Der Humanist Thomas Morus versucht darin, einen Aufstand der Londoner Bevölkerung gegen Flüchtlinge aus Flandern und Frankreich zu beruhigen. Damit trifft dieser Text auch auf die sehr aktuelle Thematik der Flucht aus Kriegsgebieten.

Der Titel des Stücks „Underground Birds“ verweist auf die im Untergrund Afghanistans lebenden Frauen, die an der Produktion beteiligt sind, aber leider nicht vor Ort sein können.

Über zwanzig Künstler:innen aus Deutschland, Norwegen, Frankreich, Israel, Italien, Südtirol und Afghanistan treten eine gemeinsame künstlerische Reise an, sie verhelfen in Zeiten des Krieges in einem kollektiven Schaffensprozess einer großen Liebesgeschichte zum Durchbruch.

 

 

 

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