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Unternehmerverband
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Salto Gespräch

„Wünsche mir von Politik mehr Mut“

Für den Präsidenten des Unternehmerverbandes Heiner Oberrauch ist die Energiekrise in Europa hausgemacht. Jetzt sei weitsichtiges Handeln gefragt.
Di
Ritratto di Anna Luther
Anna Luther24.04.2022
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Ritratto di alfred frei
alfred frei 24 Aprile, 2022 - 09:56

Eine Kernaussage > “Ich fahre jede Woche wahrscheinlich einmal mit dem Auto in die Berge. Allerdings fahre ich jetzt nicht mehr jedes Jahr auf Skiexpedition, sondern nur noch jedes zweite und dafür etwas länger”. Ein konkrete Anwendung für mehr Mut in der Einkommensverteilung: “Die Politik hat die Aufgabe, Reichtum zu verteilen” , z.B. mit dem Aufruf zum Intervallfasten: “Friss die Hälfte”! > Personen mit Mindesteinkommen sollten Jeden-Zweiten-Tag-Fasten anwenden, das ein längeres und gesunderes Leben verspricht. Warum nicht ?

Ritratto di Heinrich Zanon
Heinrich Zanon 24 Aprile, 2022 - 10:06

Der allerletzten Aussage im auch sonst durchaus interessanten Interview mit dem Präsidenten des Unternehmerverbandes Heiner Oberrauch kommt höchste Brisanz zu. Dürfen und müssen wir angesichts der derzeitigen Turbulenzen in der SVP der Einschätzung Oberrauchs, wonach die bisher segensreiche Geschlossenheit in der Verteidigung der Südtiroler Autonomie gegenüber Rom auch in einem Mehrparteiensystem funktionieren würde, entnehmen, dass der Interviewte und möglicherweise mit ihm viele seiner Mitstreiter aus Kreisen der Wirtschaft es durchaus entspannt sehen würden, wenn es in Zukunft keine größere Südtiroler Sammelpartei mehr geben würde?

Ritratto di Stefan S
Stefan S 24 Aprile, 2022 - 11:08

"Ich würde deshalb heute eher von einem Presseskandal als von einem Maskenskandal sprechen."
Diese Wahrnehmung kann nur durch mangelnde Transparenz entstehen.
"Ich erlebe kein besonders nahes Verhältnis zwischen Politik und Wirtschaft. "
Ein Widerspruch oder warum ist er in Vorleistung beim Maskenkauf gegangen.
So eine Vorleistung setzt Vertrauen voraus und das bekommt man nur wenn man sich ganz Nahe ist.
Was bleibt im sog. Maskenskandal ist immer noch die Tatsache das sämtliche Qualitätskontrollen versagt haben ganz nach dem Motto, war zwar gut gemeint aber hat nichts gebracht. Hier vermisse ich die Selbstspiegelung.
In sog. Notsituationen ist es um so wichtiger präzise zu arbeiten ansonsten ist die Not danach noch größer.
Die Schuld auf andere abzuschieben ist kein guter Stil insbesondere wenn es nicht der Wahrheit entspricht.
Zum Stichwort schlanker Staat kann man Ihm nur zustimmen.

Ritratto di Linda Bauer
Linda Bauer 24 Aprile, 2022 - 11:15

"Wir müssen den Staat schlanker gestalten, damit den Familien mehr Netto vom Brutto bleibt. Es hat keinen Sinn die Menschen hoch zu besteuern, um die Einnahmen dann mit komplizierten Mechanismen zu vergeben"
In vielen Aussagen von Hrn. Oberrauch finden sich die Grundsäulen des Neoliberalismus: Steuersenkung, Sozialabbau und Privatisierung! In einer Zeit mit massiven ökologischen und sozialen Problemen klingt das wie eine Verhöhnung der Gesellschaft. Die Landesregierung folgt diesem Konzept leider bereitwillig, siehe Bettenabbau bei gleichzeitiger Errichtung von Privatkliniken mit öffentlichen Fördergeldern, PPP-Projekte in der Sozialfürsorge wie zB. Altenheime usw. Erstaunlich auch, dass der LH die Rückzahlung der Gelder verspricht, obwohl gerichtliche Verfahren meines Wissens noch nicht abgeschlossen sind und die Rechtmäßigkeit dieser Lieferungen noch ungeklärt ist.

Ritratto di Stefan S
Stefan S 24 Aprile, 2022 - 12:47

Die Steuerquote ist eindeutig zu hoch und genau das ermöglicht bspw solche für die Bürger unrentablen "PPP-Projekte in der Sozialfürsorge"
Das Gebäude für solche Projekte darf gerne von privater Seite finanziert und technisch betrieben werden aber auf keinen Fall die Sozialleistungen welche in diesem Gebäude geleistet werden sollen. Diese gehört zur Grundversorgung des Staates.
Der Staat übernimmt aktuell immer weniger Verantwortung durch solch Projekte und im Gegenzug erhöht sich ständig die Steuerquote.
Das kann auf Dauer nicht gut gehen was sich ja auch deutlich in der Staatsverschuldung wiederspiegelt.
Für mehr Steuer will ich mehr Leistung aber genau das umgekehrte ist die aktuelle Praxis und das bereits seit 2-3 Jahrzehnten.

Ritratto di G. P.
G. P. 24 Aprile, 2022 - 14:58

Herr Oberrauch hat mit "die Einnahmen dann mit komplizierten Mechanismen zu vergeben" vollkommen Recht. Bis auf ein paar Zuschüsse für wirklich Bedürftige gehören alle (!) Beiträge, Subventionen, Zuschüsse und dergleichen weg. Heute gibt es praktisch für alles irgendwo, irgendwann, irgendwie einen Beitrag. Und diese Beiträge verursachen einen riesigen Zeitaufwand, Bürokratieaufwand und letztendlich auch Geldaufwand.

Ritratto di Josef Fulterer
Josef Fulterer 24 Aprile, 2022 - 19:43

Um 1 € zu vergeben, muss die öffentliche Verwaltung mit den Steuern 3 € einsammeln. Die 2 € zerrinnen bei der Steuereinsammlung, der politischen Abwicklung, der Beitragsbearbeitung und der Auszahlung.
Die Politiker sollten sich mit der Gesetzgebung darum kümmern, dass nicht NEO-Liberale Kräfte ihr Unwesen treiben, sich auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung bereichern. Die Würde von der Arbeit leben zu können, muss den Menschen wieder zurück gegeben werden. Die Beitragstätigkeit ist auf die "Hilf-losen Fälle zu beschränken."
Statt die Bürokratie auf das unbedingt notwendige Maß zu reduzieren, missbrachen die Politiker ihre Geldsäcke, um ihre Beliebtheit für die nächsten Wahlen zu steigern. In der Wirtschaft werden mehr Fehlinvestitionen (zu große Hallen, - Anlagen, - Maschinen usw.) gefördert, als tatsächlicher Nutzen gestiftet.

Ritratto di Dietmar Nußbaumer
Dietmar Nußbaumer 24 Aprile, 2022 - 21:13

Vielleicht sollte Salto, als Gegenentwurf, auch mal einen "normalen" Angestellten (Monatslohn netto 1000 bis 2000 €) interviewen.

Ritratto di Josef Ruffa
Josef Ruffa 25 Aprile, 2022 - 09:22

Wäre interessant, vielleicht auch gleichzeitig.

Ritratto di m s
m s 25 Aprile, 2022 - 16:58

Die Losung enkeltauglich zu wirtschaften gefällt mir und es ist gut dass es zumindest theoretisch als Ziel definiert wird, nur...was Herr Oberrauch mit schlankem Staat meint, wo es dann ums Eingemachte geht, um Verteilung der Finanzmittel, Kontrollen usw., da vertitt er auch meiner Meinung nach reinste (gescheiterte) neoliberale Denkweise, die einfach nur die öffentliche Hand schwächen möchte, damit die Unternehmer und andere Mächtige sich an überhaupt keine Regeln mehr halten müssen und nur mehr die Kapitalkraft beim Durchsetzen von Interessen zählt.

Ritratto di rotaderga
rotaderga 26 Aprile, 2022 - 08:03

Enkeltaugliches Wirtschaften in der gängigen Praxis:
Der Workaholic schuftet und tragt große Besitztümer und Kapitalbeteiligungen zusammen. Die Kinder wenden sich ab bzw hatten nie richtige familiäre Bindungen oder gehen einfach nur eigene Wege .
Irgendwann alt und senil folgt das biologische Zurück und Abtreten.
Aber Kinder sind selbst alt und Besitztümer gehen an die Enkel -- welche den Krempel zwecks leichterer Aufteilung verramschen.

Ritratto di Am Pere
Am Pere 26 Aprile, 2022 - 17:58

Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt. Otto von Bismarck

Ritratto di Benjy Kompasser
Benjy Kompasser 26 Aprile, 2022 - 08:32

Regelmäßig wendet sich der Präsident des Unternehmerverbandes mit Pressemitteilungen zu Wort. Wahrscheinlich ist das dem Amt geschuldet. Innovativ, kreativ und vor allem gespickt mit konkreten Vorschlägen sind seine Aussagen. Endlich einer, der die Ärmel hochkrempelt und anpackt. So können wir beruhigt in eine rosige Zukunft schauen, ohne ungesundes Naheverhältnis zwischen Politik und Wirtschaft. Geschlossenheit und Einigkeit... Jetzt können wir endlich wieder ruhig schlafen.

Ritratto di Manfred Gasser
Manfred Gasser 26 Aprile, 2022 - 11:37

Meinen Sie das wirklich ernst, oder haben Sie nur das Smiley vergessen?

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 26 Aprile, 2022 - 11:49

Ich hätte/habe es als Ironie verstanden.

Ritratto di Martin Sitzmann
Martin Sitzmann 26 Aprile, 2022 - 14:18

Ich lese eigentlich bei keinem seiner zahlreichen Interviews etwas wirklich Neues heraus. Im Grunde ist es nur Greenwashing von altbekannten neoliberalen Positionen. Aber den Neoliberalismus kann man einem Chef des Unternehmerverbandes jetzt nicht wirklich vorwerfen... die echte soziale Marktwirtschaft gibt es schon länger nicht mehr, die müsste auch von ganz anderer Seite vertreten/eingefordert werden.
"Politik hat die Aufgabe, Reichtum zu verteilen". Nicht "verteilen", Herr Oberrauch, womöglich auch noch mit der Gießkanne! Sondern "UMverteilen", von den Reichen, Privilegierten und Profiteuren zu den Armen, Unterprivilegierten und Nicht-Profiteuren.
So schafft man sozialen Frieden.

Ritratto di Josef Fulterer
Josef Fulterer 7 Maggio, 2022 - 07:00

Verlage halten sich eine Partei,
Politiker halten sich Verbände,
Verbände halten sich Politker, die sich wie Marionetten bewegen und vorführen lassen.
Die Opposition sonnt sich gemütlich im hohen Haus und mampft bei Politiker-Rentenskandal fleißig mit. Bei weiteren Skandalen der Regierungspartei, nutzt sie nur hinterher die Gelegenheit die eigene Unschuld in das rechte Licht zu rücken, statt im Vorfeld der Regierungspartei auf die Finger zu sehen.

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