Kommandogebäude Drususkaserne.jpeg
Tiberio Sorvillo
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Drusus-Kaserne

Ein brutales Aus? Wirklich?

Unter dem reißerischen Titel „Brutales Aus für die Kaserne in Schlanders“ hat Hanspeter Staffler von den Grünen eine Landtagsanfrage eingereicht. Die Antwort überrascht.
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Ritratto di Dietmar Nußbaumer
Dietmar Nußbaumer 17 Novembre, 2022 - 12:52

Je mehr Details bekannt werden, umso besser kann sich der Leser ein vollständiges Bild machen. Auch die Kritiker sollten sich vorab um einen vollständigen Faktencheck bemühen, bevor sie: "Ans Kreuz mit ihm!" brüllen.

Ritratto di Günther Alois Raffeiner
Günther Alois Raffeiner 17 Novembre, 2022 - 15:13

Typisch,Landesregierung,Denkmalamt,Gemeinde,der Eine weiss nicht was der Andere tut und will! Letztendlich ist niemand an dem "Chaos" Schuld.Ja was nun????Wo sind die Verantwortlichen?Im Urwald?

Ritratto di Günther Alois Raffeiner
Günther Alois Raffeiner 17 Novembre, 2022 - 15:14

Landesregierung,Denkmalamt und Gemeinde........

Ritratto di △rtim post
△rtim post 17 Novembre, 2022 - 15:37

Von einer funktionierenden und sich ansonsten so vorbildlich gebenden Verwaltung hätte man sich jedenfalls anderes erwartet. Wie kann es sein, dass sich ein Mitglied der Landesregierung, Maria Hochgruber Kuenzer, offenbar nicht mal den eigenen mitbeschlossenen Beschluss kennt und auch die Amtsdirektorin des Denkmalschutz diesen nicht auf den Schirm hat?

Ritratto di Otmar Pattis
Otmar Pattis 17 Novembre, 2022 - 16:35

Wenn man diese Tragödie verfolgt hat, dann ist leider zu befürchten, dass die Landeskonservatorin in Zusammenarbeit mit den Grünen alle aufgelassenen Militärkasernen Südtirols unter Denkmalschutz stellen wird.
Mir wird dabei Angst und Bange.

Ritratto di Günther Mayr
Günther Mayr 17 Novembre, 2022 - 17:06

geats schun gach?

Ritratto di Thomas Strobl
Thomas Strobl 19 Novembre, 2022 - 00:54

Die „Redaktion / Redazione“ macht einen salto rückwärts und die Position der Baggerfraktion zu der ihren. Sie schließt sich damit den Reihen einer mäßig illustren Mehrheit an. Das kann man natürlich machen, aber umso höher ist es einzuschätzen, dass die Grünen als einzige der Parteien die Bedeutung des Kasernenareals als zukunftsträchtiger Möglichkeitsraum erkannt haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch die angeblich so pragmatischen und realistischen übrigen Parteien die Verantwortung für das Jetzt und seine Zukunft als „Lieblingsthema“ entdecken, ist leider gering.
Und was fällt diesen „Pragmatikern“ zum Schlanderser Kasernenareal ein? „Es gibt da dieses mehr als zehn Jahre alte Projekt und das wird jetzt umgesetzt. Basta!“
Alexander Langer wurde in den 80ern der wiederholt abgeänderte Namen und die ebenso mehrfach vorgenommene Neu-Akzentuierung seiner politischen Bewegung vorgeworfen. (Neue Linke - Alternative Liste für das andere Südtirol – Grün-Alternative Liste). Dabei – und das war sinngemäß seine Antwort – kann es in bewegten Zeiten keinen Stillstand des Denkens geben, nur das Um- und Neudenken ist die angemessene Reaktion auf gesellschaftliche Umbrüche. Von einer „Zeitenwende“ war vor zehn Jahren keine Rede, jetzt aber führt selbst der stets um Deeskalation und Versachlichung ringende leitzordner-graue Kanzler Scholz diesen Begriff bei jeder Gelegenheit im Mund. Wohin man den Blick auch wendet, überall stößt er auf Systeme, die an ihre Grenze gekommen sind oder selbige schon überschritten haben, der Krisenmodus droht, permanent zu werden und immer weitere Bereiche zu betreffen, als hätten auch hier jene ominösen Kipppunkte ihre zerstörerischen Kettenreaktionen ausgelöst. Und all diese unübersehbaren Warnsignale möchte man einfach ausblenden, Augen zu und durch? Durch, mit Baggerschaufel und Abrissbirne, durch Baumbestand, Mauerwerk, Zukunftswerkstatt, Freiraum? Zugunsten einer weiteren leblosen Wohn- und Schlafzone aus hingeschachteltem Beton und Dämmplatten, hier wie anderswo triste Monumente der raumplanerischen Selbstaufgabe?
Die Einstellung der Abrissarbeiten könnte sich als das Beste erweisen, was der Gemeindeverwaltung passieren konnte. Würde man die aufgezwungene Nachdenkpause auch wirklich zum Denken verwenden, könnte sie einen zwar späten, aber nicht zu späten Rückzug aus dem von der Realität mehrfach überholten Bauprojekt eröffnen. Wie die Kaserne selbst ginge man zwar nicht unbeschädigt aus der strunzdummen Geschichte um das frühmorgendliche Abrisskommando hervor, aber immerhin mit etwas Restwürde, weil man doch noch davon abgesehen hat, dem Dorf und seinen künftigen Bewohner*innen ein singuläres Experimentierfeld für zeitgenössisches Wohnen, Gestalten, Forschen, Erleben durch einen geistlosen Nicht-Ort zu verbauen.

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