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Livestream

quer.denken

Der Innsbrucker Wirtschaftsprofessor Andreas Exenberger über die „Leidenswege der Ökonomie“ - Der Livestream aus der Urania Meran.
Un contributo della community di Admin istrator14.09.2016
Ritratto di Admin istrator
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Der Gast

Priv.-Doz Dr. Andreas EXENBERGER: Besuch des Gymnasiums in Kufstein, Studium der Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft in Innsbruck. Langjährige Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik der Universität Innsbruck, Habilitation in Wirtschafts- und Sozialgeschichte 2009. Seit 2002 Mitglied der Forschungsplattform Politik – Religion – Kunst (früher Weltordnung – Religion – Gewalt) der Universität Innsbruck und seit 2007 Mitglied des Arbeitskreises Globales Lernen Tirol. 
Schwerpunkte der Forschung sind Globalisierungsgeschichte sowie in Hunger-, Armuts- und Gewaltforschung, in der Lehre liegen sie in den Feldern Weltwirtschaftsgeschichte und Internationale Wirtschaftsbeziehungen. Dabei zahlreiche Publikationen (Bücher, mehrere Herausgeberschaften, rund 50 Aufsätze), zuletzt u.a. Unser kleines Dorf (3. Auflage 2010, gemeinsam mit Josef Nussbaumer und Stefan Neuner).

Foto: Irene Prugger

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Ritratto di Wilfried Meraner
Wilfried Meraner 17 Settembre, 2016 - 20:25
Herr Markus Lobis (Moderator, Initiator?) ...was mir nicht gleich eingefallen ist: Prof. Exenberger hat wiederholt betont "das braucht alles lang Zeit", "gesellschaftlicher Wandel braucht lange Zeit" usw. Wie lang denn? Wieviel Zeit haben wir noch? Kurz, ich bin damit nicht einverstanden. Ja, kann sein, aber dann brauchen wir sozusagen gar keine Vorträge mehr gehen, weil es sowieso "schief geht". Sicher, bisher war es (fast?) immer so, dass gesellschaftlicher Wandel sehr lang braucht. Aber wir werden vermutlich noch einige Sachen erleben, die "bisher noch nie so waren"! Wir sind nämlich gerade dabei! Leider bisher im negativen Sinn - so eine große Herausforderung an die gesamte Menschheit, - so eine brandgefährliche Situation für den gesamten Planeten! Nein, eigentlich nicht für den Planeten, sondern für seine Bewohner - denn der Planet hat "nachher" wieder Millionen Jahre Zeit, um alles in Ordnung zu bringen. - vor relativ kurzer Zeit war die Erde für uns noch "unendlich" und konnte alles schlucken Ja, das alles war "noch nie so", und es konnte auch niemand voraussehen. Genauso ist es selbstverständlich mit den Chancen, mit den positiven Veränderungen! Was wir brauchen, ist ein Erwachen der Menschheit aus diesem paradoxen Traum. Das darf doch nicht wahr sein, dass wir unseren Planeten riskieren und Millionen Menschen verhungern lassen usw., nur um z.B. - bessere und modernere Handys zu haben - 5 mal in der Woche Fleisch zu essen - ein schöneres Auto zu haben - uns nicht kümmern zu müssen um Politik usw. Und gerade weil das so paradox ist, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es auch fast schlagartige positive Veränderungen geben wird - denn: ERWACHEN GEHT SCHLAGARTIG! Ich sage ganz ehrlich, ich war nicht begeistert von diesem Vortrag. Fast keine Perspektiven, nur ein wenig Hoffnung, dass es auch noch gut gehen könnte - das ist mir viel zu wenig. Denn es gibt heute eben viele positive Perspektiven und auch mächtige Ansätze. Die brauchen wir, nicht ein Vertrösten oder beruhigen!
Ritratto di gorgias
gorgias 18 Settembre, 2016 - 01:44
Ich habe mich auf die Reihe Quer.Denken gefreut. Doch muss sagen dass ich mich für die Ersatzbesetzung von Prof. Nussbaumer nicht besonders erwärmen konnte. Die Idee der Reihe ist doch, dass ein eingeladener Gast kurz und prägnant seine Position in 20 Minuten darlegt. Dann beginnt der Dialog mit den Anwesenden. Zuerst zwischen Moderator und Gast und das Publikum kann dann nach belieben einsteigen. Der Einstieg sollte eine Position wiedergeben die zum Mitdenken bzw. zum Mit-Quer.Denken animieren sollte, dabei ist auch wünschenswert dass diese originell und provokant ist, und das Publikum anregt aktiv involviert zu sein. Das gab es leider bei der Ersatzbesetzung Exenberger nicht. Stattdessen wurden über 40 Minuten Fakten aneinander gereiht. Keine wirkliche eigene These, sondern eine Lawine von Einzelpunkten die bei mir stattdessen mehr zu geistiger Lähmung und Überdruss führten. Auch nachdem Exenberger seinen Auftaktvortrag runtergespult hatte, der eine Zusammenfassung des Buches, das er mehr als einmal beworben hatte, kam es nicht zu einer echten Interaktion mit dem Publikum. Seine Antworten gingen nicht wirklich auf die gestellten Fragen ein. Ohne viel darüber nachzudenken was die Person fragte, kam ein Repertoire von Floskeln, mehr oder weniger bekannte ökonomische bzw. soziologische Binsenweisheiten oder einfach etwas das ich als eine Form von freie Assoziation mit den gestellte Fragen als Anreger beschreiben möchte. Von einem Ökonomen hätte ich mir mehr Analyse erwarten und weniger eine Faktensammlung. Und von einem "Quer.Denker" hätte ich mir knackige Aussagen und eine greifbare Position erwartet. Meine Meinung ist, die Kunst muss sein sich kurz zu fassen. Wer es nicht schafft eine These in 20 Minuten zu umreißen, hat sie wahrscheinlich selbst noch nicht richtig verstanden, bzw. hat nicht wirklich etwas das er klar aussprechen möchte. Wahrscheinlich war Exenberger auf die Veranstaltung nicht vorbereitet wegen der kurzfristigen Zusage, doch in Zukunft wünsche ich mir dass der Moderator auch den Mut hat sich nicht das Format vom Gast sprengen zu lassen. Denn sonst verliert die Veranstaltungsreihe ein Teil seiner Besonderheit und es wird wie sonst bei solchen Veranstaltungen so, dass der Referent ewig lang redet, das Publikum max 40 Minuten von 2 Stunden Mitreden kann, wobei dann auch noch die Gefahr besteht sehr viel aneinander vorbeigeredet wird. Ich bin zuversichtlich dass beim Nächsten Referenten vieles anders sein wird, weil dieser mit wenigen Worten viel sagen kann und nicht in einer negativen Weise akademisch verbildet ist. Somit freue ich mich auf das nächste mal mit Daniel Häni zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen und hoffe dass meine Erwartungen nicht enttäuscht werden.
Ritratto di Wilfried Meraner
Wilfried Meraner 18 Settembre, 2016 - 08:27
Mein erstes Herzel für Gorgias! Und zum ersten Mal vollkommen einverstanden. Diese zusätzlichen Kritikpunkte teile ich alle, sie waren mir nur vorher nicht so bewusst geworden. Kann leider bei Daniel Häni nicht dabei sein, aber ich freue mich auf Christa Müller.
Ritratto di Markus Lobis
Markus Lobis 21 Settembre, 2016 - 21:22
Bei Christa Müller wird es vermutlich auch tendenziell weniger kontroversiell werden, sondern eher informativ und dialoghaft. Häni und Knoflacher eignen sich gut zum Reiben und zur angeregten Debatte.
Ritratto di Markus Lobis
Markus Lobis 21 Settembre, 2016 - 18:42
Vielen Dank für die Anregungen, die ich natürlich in die Gestaltung der Reihe mit hineinnehme. Es war klar, dass wir mit einer Analyse des Ist-Zustandes starten und dass es daher nicht sehr kontroversiell werden würde. Es wird mehr dialoghafte und mehr kontroversielle Abende geben, das ist eine Frage der Themen, der Gäste und aller, die dabei sind. Die Anmerkungen von Wilfried Meraner hätten durchaus in den Abend gepasst, warum sind sie nicht gleich dort vorgebracht worden, Wilfried Meraner hat ja engagiert mitdebattiert? Ob Gorgias den Abend als Gast oder im Livestream verfolgt hat, weiß ich nicht. Er oder sie schießt aber allgemein recht gern aus der Hüfte. Vielleicht sollte ich auch als Zickiezacki300 ins Web und dort ein bisschen den müden Haufen aufmischen. Könnte lustig sein, mal sehen... Gorgias ist wie alle herzlich zu den Abenden eingeladen und sollte diese Gelegenheit nutzen, quer.denken. aktiv und vor Ort mitzugestalten. Nie war Mitsprache näher wie heute...
Ritratto di Roland Kofler
Roland Kofler 21 Settembre, 2016 - 19:23
Nie wurde eine despektierliche Antwort mehr als respektable Kritik verschleiert. Ich finde das besonders schade weil ich das unglaubliche Engagement des Markus Lobis nur mit hohem Respekt begegnen kann. Die Kritik des Gorgias aber oft von einer nie gekannten sachlichen Qualitaet ist (welches internationale Online Forum hat einen Kritiker vom Format eines Gorgias?). Ich bitte nicht gegen die anonymtaet im Web zu spotten und eine benevolentere Haltung einzunehmen. Ich finde dass sie haben sich das durch ihren Einsatz fuer die Allgemeinheit schon auch verdient, dass sie sich nicht wegen jeder Kleinigkeit verteidigen muessen Herr Lobis, Sie sollten diesen Bonus auch anerkennen.
Ritratto di gorgias
gorgias 21 Settembre, 2016 - 20:34
@Markus Lobis >Ich finde dass sie haben sich das durch ihren Einsatz fuer die Allgemeinheit schon auch verdient, dass sie sich nicht wegen jeder Kleinigkeit verteidigen muessen Herr Lobis, Sie sollten diesen Bonus auch anerkennen.< Das möchte ich gerne nochmals unterstreichen und bin genau deshalb über die wenig souveräne Reaktion verwundert. Umsomehr als dass Sie inhaltlich in meiner Kritik zum Teil indirekt Zustimmen und auch auf der sachlichen Ebene nichts beanstanden. Außerdem habe ich auch mit dem letzten Absatz ausdrücklich eine gewisse Zuversicht über die Reihe ausgesprochen um zu vermeiden dass meine Kritik als ein Veriss verstanden werden kann, vor allem der Reihe an sich. Dass es stark vom Gast abhängt ist eine meiner Grundaussagen, deshalb sollten Sie nicht so reagieren als ob es auf Sie persönlich beziehen würde. Um so weniger, wenn es Tatsache ist, dass Sie den Referenten ja nicht mal ausgesucht haben, sondern eine Notlösung war. Was aber meine Kritik an Exenberger angeht, stehe ich weiter dazu.
Ritratto di Wilfried Meraner
Wilfried Meraner 21 Settembre, 2016 - 23:04
Wie Gorgias bemängelte, blieb eigentlich nicht sehr viel Raum zum diskutieren. Ich war ja im "Diskussionsstuhl", aber insgesamt waren wir nur zu dritt! Und wir haben alle nicht sehr lang geredet. Es war dann wirklich kaum noch Zeit dafür. Andererseits ist mir halt einiges erst nachher klarer geworden. Freu mich schon auf den dynamischen Zickiezacki300!
Ritratto di Markus Lobis
Markus Lobis 21 Settembre, 2016 - 21:07
Bedaure meinen polemischen Unterton gegenüber Gorgias. Bin einfach kein Fan von anonymen Statements im Internet (auch sonst nicht). Ich habe es lieber, wenn ich weiß, mit wem ich es zu tun habe. Natürlich bleibt es dabei: Die Anregungen aus dieser Debatte fließen in die künftige Gestaltung ein und natürlich auch jene von Gorgias.
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