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Schützen

Thalers Abrüstung

Ausgerechnet der Südtiroler Schützenbund fordert plötzlich eine entspannte Herangehensweise und eine verbale Abrüstung in Sachen Doppelpass. Was steht dahinter?
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Ritratto di 19 amet
19 amet 20 Settembre, 2018 - 12:35

Besser spät als nie. Es ist auch Zeit dass die Verehrer dieses teuren Stück Kartons endlich kapieren, dass Österreich alles auf die lange Bank schiebt.Und auch kapieren dass wir in Südtirol nicht schon wieder eine Stimmung brauchen wie 1939. Schon jetzt pöbeln manche Schreier über die Verräter und verwalschten Landsleute die gegen diesen unnützen Pass sind. Genauso wie damals bei der Option.Wir brauchen keine Spaltung in der Bevölkerung in Tiroler der ersten und der zweiten Klasse.
Wir brauchen keine nationalistische Hetze, sondern friedliches Zusammenleben aller drei Sprachgruppen zum Wohle unserer Kinder.

Ritratto di gorgias
gorgias 20 Settembre, 2018 - 14:13

Wir brauchen keine Hysteriker, sondern Leute, die über das Thema sachlich diskutieren können. Wenn jemand sich dauernd aufregt, weil anderen die Möglichkeit gegeben wird, eine zweite Staatsbürgerschaft zu erhalten, dann fragt man sich wer hier wirklich der Nationalst ist.

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 20 Settembre, 2018 - 14:43

Hysteriker nein, Historiker ja.

Ritratto di 19 amet
19 amet 20 Settembre, 2018 - 14:56

Eben, so ist es. 2 Klassen. Die guten Tiroler die für ihren geliebten und ach so notwendigen Pass eintreten. Und die bösen Tiroler die das nicht wollen, eben diese verwalschten Nationalisten. Genau die gleichen Parolen wie die braunen Propheten 1939. Das Ergebnis dieses sinnlosen Nationalismus ist bekannt. Wir werden uns wehren müssen , damit die Nachkommen der braunen Verbrecher nicht wieder das Land spalten und nicht nur einen Kleinkrieg mit den italienischen Südtirolern anzetteln, sondern die Spaltung und den Unfrieden noch in die Familien tragen. Aber Kurz wird schon dafür sorgen dass alles auf die lange Bank geschoben wird, denn wegen den Interessen des Strache, der auf einige Tausend Wähler aus ist, legt er sich nicht mit Italien an.Die Österreicher lieben die Südtiroler nur solange sie ihnen nichts kosten, denn der Neid auf das reiche Südtirol beginnt schon am Brenner.

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 20 Settembre, 2018 - 14:56

Herr Thaler, ich weiß, dass Sie die Kommentare hier lesen. Vielleicht sollten Sie folgende Erklärung der Verfahren zur Erlangung der italienischen Staatsbürgerschaft seitens der Kroaten und Slowenen italienischer Abstammung in den ehemaligen italienischen Gebieten in ex-Jugoslawien lesen. Es ergibt sich ein völlig anderes Bild als Sie vermitteln wollen.
http://ricerca.repubblica.it/repubblica/archivio/repubblica/1994/05/14/d...

Ritratto di Philipp Trafojer
Philipp Trafojer 20 Settembre, 2018 - 15:33

Zu Zwist könnte der Doppelpass wohl vor allem in jenen Organisationen führen, in denen sein Erwerb als patriotische Pflicht definiert wurde: Es wird in nächster Zukunft wohl Super-Schützen geben, die sich den Spaß für die ganze Familie leisten, und solche, die das nötige Kleingeld für andere Zwecke ausgeben müssen.

Ritratto di Sylvia Rier
Sylvia Rier 20 Settembre, 2018 - 17:31

... und am Ende kommt's noch so weit, dass der Doppelpass auch seine Anhänger spaltet, weil ihn die Einen sich (leicht) leisten können, andere weniger leicht, und wieder andere gar nicht. Schöne Heimat!

Ritratto di Sylvia Rier
Sylvia Rier 20 Settembre, 2018 - 17:35

sorry =D ich wiederhole ja nur, was sie eh sagen. bin schon ganz durcheinander, vor lauter doppelpassalarm an allen ecken

Ritratto di luigi spagnolli
luigi spagnolli 20 Settembre, 2018 - 15:37

Lieber Herr Landeskommandant!!!
Zur Kenntnis: ich stamme aus einer treuen K.u.K.-Familie aus dem damaligen Welschtirol. Vor rund einem Jahrhundert war mein Urgroßvater zusammen mit seinen 3 Brüdern jahrelang an der Ostfront mit Körper und Blut in Einsatz. Meine Urgroßmutter mit 7 Kindern wurde von der Heimat entfernt und hat die ganze Kriegszeit in Böhmen verbracht. Ich "erfülle" aber nicht "die Voraussetzungen nach den Vorgaben des Gesetzes": bin ein walscher Boatzner. Abgesehen davon, dass diese Doppelpassfrage zweifellos unsere Gemeinschaft spaltet und spalten wird, und nur deswegen sehr negativ zu betrachten ist, passen Sie auf: ich werde nie akzeptieren, dass ein deutsch- oder ladinischsprachiger Mitbürger ein "Tiroler Kennzeichen" bekommt, das ich nicht bekommen darf. Im Gegenteil zu manchen deutschsprachigen Südtiroler, fühlt sich meine italienischsprachige Wenigkeit nicht "besser" als die "anderen". Eine Chancengleichheit verlange ich aber immer, überall und ganz. Diesbezüglich werde ich meine Rechte bis vor dem letzten Gericht verteidigen.

Ritratto di 19 amet
19 amet 20 Settembre, 2018 - 22:31

Ben detto, egregio signor Spagnolli.

Ritratto di Philipp Trafojer
Philipp Trafojer 20 Settembre, 2018 - 16:11

Der Kommentar sitzt. Gratuliere

Ritratto di Oliver H. (gesperrt)
Oliver H. (gesperrt) 20 Settembre, 2018 - 19:48

Im Artikel sind wieder ein paar propagandistische Stilmittel eingeflochten:
Erstens wurde nie ein Bogen überspannt. Außerdem kann man auch nicht von "Abrüstung" sprechen. Die Position der Befürworter des Doppelpasses war stets gemäßigt und ist es nach wie vor.

Dass Österreich von Anfang an eine gemeinsame Lösung mit Italien anstrebte und dass dies auch aus Südtiroler Sicht das primäre Ziel ist, war auch immer schon klar.

Die Einzigen, die unentspannt sind, sind die italienischen Rechten, denen ihre eigene Medizin nicht schmeckt. Bleiben wir also alle sachlich, auch wenn das so manchem Journalisten schwer fällt, da sich sachliche Artikel leider schlechter verkaufen als Polemiken. Das wird auch in den Meldungen deutlich, welche wiederholt davon sprachen, es gäbe bereits einen Gesetzesentwurf in Österreich. Diese stellten sich aber bisher als reine Spekulation heraus - die Regierung sagte ganz klar, dass dies nicht der Fall sei. Österreich hat auch stets den diplomatischen Kontakt gesucht. Wenn hier ein Staat einen Alleingang macht, dann ist es Italien, indem man Verhandlungen zu diesem Thema hinausschiebt. Dabei wäre ein Dialog bzw. Gespräche zwischen Italien, Österreich und Südtirol der beste Weg, eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung zu finden.

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 21 Settembre, 2018 - 08:56

Die ganze Doppelpass-Geschichte ist auch eigentlich vornehmlich propagandistisch. Sowohl von hiesiger wie von österreichischer Seite geht es um den wahltechnischen Zuspruch, der daraus erwächst bzw. erwachsen könnte. Menschen, die den Doppelpass als ideellen Wert und nicht als materiellen Vorteil sehen, lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen. Es geht also um Ideologie und nicht um Idealismus.
Das mit dem Gesetzesentwurf ist überhaupt nicht entkräftet, im Gegenteil. Nur vorgelegt wurde er letztlich nicht, weil man durch die Reaktionen erkannt hat, dass die Zeit noch nicht reif ist. Das was die österreichische Regierung durch ständige Ankündigungen macht, ist die Grenzen auszuloten und langsam zu verschieben. Wie Kinder, die durch ihr Verhalten testen, wie weit sie bei ihren Eltern gehen können.
Österreich wird es sich mit Italien wegen dem Doppelpass nicht verscherzen, das stimmt. Es stimmt auch, dass Italien die beleidigte Leberwurst spielt, um Österreich irgendwelche diplomatischen Zugeständnisse/Unterstützung (im Rahmen der EU) abzuringen. Aber die Vorgangsweise Österreichs ist vollkommen undiplomatisch: man kann nicht einerseits von Verhandlungen und Einvernehmen, das man suchen will sprechen und dann andauernd einseitige Ankündigungspolitik betreiben.

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 21 Settembre, 2018 - 09:31

Voll einverstanden! Es könnte aber auch sein, dass beide Seiten im Hinblick auf die Landtagswahlen jetzt auf Konfrontationskurs gehen um nachher evtl. wieder den Kompromiss bzw. das Einvernehmen zu suchen.

Ritratto di rheticus rheticus
rheticus rheticus 20 Settembre, 2018 - 19:53

I Welschtiroler, abitanti di quello che fu il Suedtirol, prima che il termine venisse adottato per l’attuale Alto Adige, sono quelli che nella vicenda storica tirolese, hanno preso le più grosse bastonate. Dapprima dai fratelli tirolesi che li vollero sottorappresentati nella Dieta di Innsbruck. Che non gli vollero concedere l’università per una paventata “italianizzazione della città sull’Inn”.
Poi dall’ Imperialregio esercito che li trattava come cani. Basta leggere i diari di guerra. E quindi dall’opera nazionalizzatrice dell’Italia fascista ma anche post fascista, che ha imposto una “damnatio memoriae” su tutto quello che è stato il periodo “tirolese” del Trentino.
L’offerta del doppio passaporto ai soli cittadini di lingua tedesca e ladina ha, per i trentini, il sapore di una beffa. Ma anche per i fodomi e cortinesi.

Ritratto di Martin B.
Martin B. 22 Settembre, 2018 - 01:15

Dieser Einwurf ist gerechtfertigt, aber eben hat der Trientner Landtag keine Mehrheit diesbezüglich. Es wäre eine andere Dimension wenn der Landtag der Welschtiroler gleichzeitig mit jenem der Südtiroler sich mehrheitlich für den Wunsch um die öst. Staatsbürgerschaft ansuchen zu dürfen, ausgesprochen hätte.
Diejenigen die keine Tiroler Vorfahren in der k.u.k. Monarchie haben, können sich wirklich nicht erwarten, das ihnen einfach aufgrund des aktuellen Wohnsitzes die öst. Staatsbürgerschaft verliehen wird. Kompliziert ist die Situation (wie immer) bei den Ladinern, die es ja auch außerhalb von Südtirol bzw. Welschtirol gibt.

Ritratto di 19 amet
19 amet 23 Settembre, 2018 - 12:28

Am einfachsten wäre es, wenn man jedem der ihn will, so einen Pass per Post zuschickt. Und vielleicht anstatt ihm 600€ abzuknöpfen noch 100 Euro dazuschenkt. Das Interesse, parteiübergreifend, wäre wahrscheinlich gewaltig.

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