Deeg
Montage: salto.bz
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Bauernschlau

Die Papierbäuerin

Am Beispiel von Landesrätin Waltraud Deeg und dem Hof ihres Mannes lässt sich aufzeigen, wie Südtirols „Urlaub auf dem Bauernhof“ in der Realität funktioniert.
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Ritratto di Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 8 Novembre, 2019 - 09:01

Ein sehr interessanter Artikel! Einzig der Satz "Das Ganze ist eher eine Villa als ein Bauernhof." ist heute nicht mehr angebracht! Denn wie soll ein neu gebauter Bauernhof heute ausschauen? Wie einer aus dem 17. Jahrhundert? Ich denke, es ist gut, wenn moderne Architektur auch in der Landwirtschaft angewandt wird. Ein Bauernhof kann kubistisch designt sein, aus Stahl und Glas, oder aus Strohballen gebaut werden. DAS ist nicht das Problem!

Ritratto di Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 8 Novembre, 2019 - 14:41

Ich glaube es geht nicht um die Ästhetik, sondern um die Widmung bzw. die Natur der Liegenschaft. Ein Bauernhof müsste eigentlich der (land)Wirtschaft dienen und Nutzen. Will heißen bevor Platz für den Mercedes geschaffen wird, muss Platz für den Traktor da sein, bevor Platz für den Pool genommen wird, muss Platz für ein Hühnerstall da sein usw. Keiner hat dann darüber zu richten ob die Dachterrasse am Hof besser als Veranda genutzt werden sollte.

Ritratto di Günther Alois Raffeiner
Günther Alois Raffeiner 8 Novembre, 2019 - 09:22

Frau Deeg und Familie,rechtlich seid ihr sicherlich in absoluter Ordnung,aber in der Position als Landesrätin in der SVP finde ich es moralisch und ethisch absolut nicht in Ordnung! Gerade IHR Landesräte solltet ein Vorbild sein! Da werden sich doch einige "SVP Schäflein aufregen,ihr schon,andere nicht????? Ach ja rückwirkend kann man ............. Bin neugierig wie sie sich im Südtiroler Landtag verhalten werden,wen es in Zukunft um dieses"heisse SVP Eisen" gehen wird???? Ja Herr Schuler,was sagen sie dazu????

Ritratto di Manfred Gasser
Manfred Gasser 8 Novembre, 2019 - 11:42

Bin da ganz ihrer Meinung, und hätte noch eine Frage bezüglich Einkommen von Bauernhof.
Wird dieses Bauernehepaar mit einem Einkommen von ca. 250.000 € beim Einkommen des Bauernhofes steuerlich gleich behandelt, wie ein Bergbauer in Pfelders, der zum überleben zwei Zimmer vermietet?

Ritratto di Felix von Wohlgemuth
Felix von Wohlgemuth 8 Novembre, 2019 - 09:31

„Der steuerlich angenehme Nebeneffekt: Beides sind Erstwohnungen und damit GIS befreit.“

Gibt es hier auch eine Ausnahmegenehmigung für Bauern?

Bei Ehepartnern, welche beide eine Erstwohnung besitzen, muss zum Zwecke der Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) angegeben werden, für welche die Befreiung in Anspruch genommen wird. Die Gemeinden fordern diese Erklärung von Ehepartnern auch regelmäßig ein. Zwei Erstwohnungs-Befreiungen sind für Ehepartner daher nicht möglich und ich gehe davon aus, dass das auch in diesem Fall nicht so sein wird.

Von dieser steuerrechtlichen Regelung bleiben meldeamtliche Bestimmungen unberührt, weshalb auch Ehepartner durchaus zwei verschiedene Wohnsitze haben können.

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 8 Novembre, 2019 - 15:34

Und zur Frage von Herrn Manfred Gasser (08.11.2019, 11:42), ob die als Bauern dann auch keine Einkommenssteuern bezahlen?

Ritratto di Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 8 Novembre, 2019 - 14:57

Schade dass die Medien auf Nationalebene diesem Thema keine Achtung schenken. Fünf Sterne und PD könnten hier mal eine Gattung anprangern, die es verdienen würde richtig salzige Steuern zu zahlen! Feindbilder sind in der Politik doch immer so gefragt, wieso sagt keiner dem Capitano was?

Ritratto di elisabeth garber
elisabeth garber 8 Novembre, 2019 - 15:14

Wieder einmal ein extra guter Artikel.

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 8 Novembre, 2019 - 16:26

Diese Geschichte zeigt auch deutlich, dass eine erklärte Arbeitnehmer-Vertreterin keine Skrupel hat, solche Dinge zu tun! Außerdem hat Frau Deeg auch kein bisschen Gespür für Korrektheit. Politiker verschiedenen Couleurs scheinen keine politische Ethik mehr zu haben. Das sieht man auch beim Verhalten der Landtags- und Regionalrats-Abgeordneten im Zusammenhang, wie sie sich weiterhin Privilegien und Vorteile für sich und ihre Vorgänger bei der Rentenberechnung oder bei den Steuerfreibeträgen ihrer Bezüge sichern!
Ob Arbeitnehmer - glaubt ihnen eh keiner mehr - oder jene mit Freiheit in der Bezeichnung: Sie sind keinen deut besser. Die SVP-ler machen´s aber gezielt und mit System! Wie lange noch??

Ritratto di Andreas gugger
Andreas gugger 8 Novembre, 2019 - 17:23

SOZIALER WOHNBAU!!!!

Netiquette §S1 - Care for Styling

Ritratto di Felix von Wohlgemuth
Felix von Wohlgemuth 8 Novembre, 2019 - 17:45

Ich stehe ja sicher nicht im Verdacht, ein SVP’ler zu sein ;) aber ich sehe da leider die Story nicht. Was hätte Frau Deeg Ihrer Meinung nach machen sollen Herr Bacher? Hätte Sie ihren Mann etwa zwingen sollen, den Hof zu verkaufen, als sie beschlossen hat, in die Politik zu gehen?
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Ritratto di Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 8 Novembre, 2019 - 18:07

Frau Deeg macht alles richtig: sie ist ein Paradebeispiel dafür wie Politik und Landwirtschaft in der SVP und somit in breiten Teilen Südtirols verstanden werden, durch ihr kann man einen Zehnjährigen den Unterschied zwischen opportun und opportunistisch ganz simpel erklären.

Ritratto di Ralph Kunze
Ralph Kunze 8 Novembre, 2019 - 18:10

vielleicht werden sie ja noch ein SVPler so wie es Berufs und Politikerkollegen vorgemacht haben. die verwandlung kommt oft schneller als man glaubt.... vor allem wenn man damit an die macht kommt

Ritratto di Felix von Wohlgemuth
Felix von Wohlgemuth 8 Novembre, 2019 - 18:23

Und möglicherweise werden Sie ja noch ein Grüner...die Wege des Herrn sind unergründlich...

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 9 Novembre, 2019 - 09:25

Ja Felix, ich war schon lange Zeit - seit dem Langer auf grün umgeschwenkt ist - ein Grüner und bin es bei Naturschutzfragen immer noch!

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 8 Novembre, 2019 - 19:38

Hallo Felix - meine Antwort: sie hat gemacht, was alle machen und sie hat es Gesetzes-konform gemacht. Juristisch richtig ist noch nicht ethisch gut. Oder ? Ich würde vorschlagen - wie ich es schon einmal getan habe -, man sollte nicht nur in der Sanität eine Ethikkommission einrichten sondern auch in der Politik.
Und du findest richtig, dass die SVP - inkl. Arbeitnehmer - sowie die meisten Oppositionellen - sich einerseits das Gehalt nach der Inflation anpassen, wovon Lohnempfänger und noch mehr wir Rentner nur träumen können; dass sie sich alle Privilegien in krummer Weise bei den Renten sichern und bei uns Rentnern sagen "Uns sind die Hände gebunden" (O-Ton Renzler)?!

Ritratto di elisabeth garber
elisabeth garber 8 Novembre, 2019 - 23:45

Herr Bacher, Sie haben es auf den Punkt gebracht. Das ist auch keine Stimmungsmache oder inexistente 'story' wie Herr von Wohlgemuth und Frau Deeg meinen. Der Artikel von Herrn Franceschini ist wohl eher eine Bestandsaufnahme der besten EU-Autonomie. (Ironie)

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 8 Novembre, 2019 - 18:03

Die Urlauberbetreuung macht wohl die Tochter. Das Ehepaar Deeg/ Taschler dürfte keine Zeit dafür haben. Ich bin auf einem Bauernhof auf der Grenze zur Notwendigkeit zum Nebenerwerb aufgewachsen und kenne daher den Zeitbedarf für das Angebot "Urlaub am Bauernhof" in etwa.
Viel mehr Zeitbedarf besteht aber für die Bewirtschaftung eines Bauernhofs (etwa Ernte einbringen, Tiere füttern und ggf. melken, ....). Wenn diese Tätigkeiten nicht ausgeübt werden, ist es wohl eine Irreführung, von Urlaub am Bauernhof zu sprechen. Es wäre da eher als Privatzimmervermietung an Urlauber zu werten, wie sie in Österreich allen Personen offensteht, die über die räumlichen und personellen Voraussetzungen verfügen, sich bei der örtlichen Tourismuszentrale dafür anmelden und eine ordnungsgemäße Registrierung der Urlauber (Meldepflicht) mit Abführen der entsprechenden Steuern handhaben.
In Ö. dürfte man einen landwirtschaftlichen Betrieb auch ohne formelle Ausbildung führen (wenn auch nicht sinnvoll), aber für die Berechtigung zur Ausbildung der eigenen Kinder oder Beschäftigung familienfremder Personen braucht man entsprechende Abschlüsse an landwirtschaftlichen Fachschulen.

Ritratto di 19 amet
19 amet 8 Novembre, 2019 - 18:22

Was ist das für ein Bauernhof wo keine Tiere sind, keine Maschinen, nur die Wohnungen der Besitzer und der Gäste ? Entweder er wird bewirtschaftet oder er ist als Wohnhaus (im Bauernstil) einzustufen, und die Zimmervermietung besteuert, aber nicht nach dem privilegierten Bauerntarif.

Ritratto di Waltraud Deeg
Waltraud Deeg 8 Novembre, 2019 - 21:34

Schönen guten Abend, Herr Franceschini hat seine Absicht, eine Story zu konstruieren und Stimmung zu machen sicher erreicht. Werde nur auf jene Punkte eingehen, die ihm bereits vor dem Verfassen dieses Artikels bekannt waren.

Ich schicke voraus, dass -wie Herr Franceschini im Artikel richtig anführt- nicht ich Eigentümerin des Hofes bin, sondern mein Mann in Gütertrennung.

Da es aber um mich und die SVP und die Politik geht, beziehe ich kurz Stellung: Wie RA Felix von Wohlgemut richtig ausführt, ist die gesetzliche Regelung diejenige, dass Ehepaare getrennte Wohnsitze haben dürfen, dass aber die Befreiung für die Erstwohnung nur einmal genutzt werden kann. So ist es auch in unserem Fall. Herr Franceschini wusste das natürlich beim Verfassen des Artikels nur zu gut.

Zum Urlaub auf dem Bauernhof und Privatzimmervermietung: Die steuerliche Handhabung betreffend GIS ist dieselbe. Es macht also steuerlich keinen Unterschied, ob die Wohnungen als Privatzimmervermietung oder als UAB vermietet wird, auch was die Gästemeldung betrifft. Es wurde am Hof keine Zusatzkubatur für UAB verbaut.

Für die Bewirtschaftung ist natürlich auch der Einsatz von Maschinen notwendig. Ein Ankauf der Maschinen in Eigentum ist bei so kleinen Flächen nicht rentabel und jeder kann in diesem Fall auf den Maschinenring als Unterstützung zurückgreifen.

Herr Franceschini bezieht sich auf „böse Dorfgespräche“ um schließlich nicht schreiben zu müssen, dass die Tierhaltung am Hof erst 2017 aufgegeben wurde, weil sie wirklich zeitlich und beruflich kaum machbar war.

Sehr geehrter Herr Franceschini, wenn sie bei Meldungen, die manche meiner Kollegen der Opposition betreffen, dann auch auf die Dorf- oder Stadtgespräche als verlässliche Quelle setzen um Menschen/Politiker schlecht darzustellen, dann wird es für manchen echt interessant, denn „böse Dorfgespräche“ kenne wir alle. Ich werde selten polemisch, diese Aussage sei mir hier angesichts dieser Diskussion erlaubt und verziehen. Persönlich würde ich das aus Rücksicht auf die Familien auch nie machen.

Für Rückfrage stehe ich natürlich weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen Waltraud Deeg

Ritratto di Andreas gugger
Andreas gugger 8 Novembre, 2019 - 22:36

Sie sind also Bäuerin? Nicht nir auf dem Papier?!

Ritratto di Servus Leute
Servus Leute 8 Novembre, 2019 - 23:42

Nein, sie ist keine Bäuerin, und ihr Mann ist auch kein Bauer. Aber sie bieten Urlaub auf dem Bauernhof an.

Ritratto di Servus Leute
Servus Leute 8 Novembre, 2019 - 23:40

armselige Antwort Frau Deeg, so viele Worte, so wenig Sinn.
Den wichtigen Punkten im Artikel können Sie nicht widersprechen.

Ein Beispiel: "Für die Bewirtschaftung ist natürlich auch der Einsatz von Maschinen notwendig. Ein Ankauf der Maschinen in Eigentum ist bei so kleinen Flächen nicht rentabel" -

also betreibt Ihr Mann eben keinen Bauernhof!

Die Mitleidstour können Sie sich ersparen, die ist lächerlich.

Netiquette §F1 - Fairness of Fire Power

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 9 Novembre, 2019 - 09:22

Frau Deeg, drei Bemerkungen:
Ich dachte, dass ein geschlossener Hof mindestens so groß sein muss, dass er eine Lebensgrundlage bietet. Oder wurde die kleine Fläche nur geschlossen, um alle Vorteile der "armen Bauern" zu nutzen?
Aha, dann weiß ich jetzt auch, dass auch Privatzimmervermietung auch steuerfrei ist. Also sind wirklich nur Renten- und Lohnempfänger die Geschröpften, die Sie angeblich vertreten?!
Dass die Tierhaltung zu aufwendig ist, haben schon andere vor Ihnen bzw. Ihrem unschuldigen Mann gemerkt. Wohnungsvermietung ist im Vergleich viel erträglicher. Aber was bieten Sie den Gästen dann auf dem Bauernhof? Nicht einmal einen stinkenden Misthaufen? Fragen Sie mal Ihren Kollegen Alfreider, wie er das mit seiner Familien-"Holding" handhabt? Ein paar Schafe für die Optik, die brauchen keine große "Betreuung"!

Ritratto di Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 9 Novembre, 2019 - 10:05

Ich finde es schon mal gut, dass man hier mindestens bei den Steuern gleich behandelt wird wie jeder andere Normalsterbliche: ein Schritt in die richtige Richtung! Es stellt sich mir aber die Frage ob in diesem oder vergleichbaren Fällen, nicht andere der Landwirtschaft vorbehaltenen Privilegien in Anspruch genommen werden.

Ritratto di Manfred Gasser
Manfred Gasser 9 Novembre, 2019 - 11:25

"Die steuerliche Handhabung betreffend GIS ist dieselbe. Es macht also steuerlich keinen Unterschied, ob die Wohnungen als Privatzimmervermietung oder als UAB vermietet wird"
Betreffend GIS ok Frau Deeg, aber wie schaut aus mit der Besteuerung der Einnahmen aus dem UaB? Sind Sie da Bauern oder Privatzimmervermieter?

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 9 Novembre, 2019 - 13:35

In meinem obigen Kommentar habe ich mich bezüglich Steuern nicht auf die GIS sondern auf die Einkommenssteuer bezogen. Denn ich finde es höchst ungerecht, wenn Gutverdiener in der Landwirtschaft (Obst- und Weinbauern, Gemüsebauern am Bauernmarkt, Bauern- und Almgastbetriebe) einfach keine Einkommenssteuer bezahlen müssen, obwohl die Einkommen über die Genossenschaften, oder einzuführenden Registrierkassen leicht zu erheben wären!

Ritratto di m m
m m 8 Novembre, 2019 - 21:34

Empörend wie viele Pseudo-Bauern Privilegien auf Kosten von echten Bauern nutzen und zu ihrem Vorteil ausnutzen. Möchte nicht mal wissen welche zusätzliche öffentliche Unterstützungsbeiträge in solchen Fällen auch noch gezahlt werden und welche verminderten Steuern und Abgaben greifen,- weil "Bauer". Etwas ist Faul im Staate Däne...Südtirol.

Ritratto di Martin Federspieler
Martin Federspieler 9 Novembre, 2019 - 09:52

Liebe Redaktion, dieses Problem löst man nicht, indem man einzelne Leute vorzugsweise aus dem Umfeld der (verhassten?) SVP an den Pranger stellt (die Meute der Kommentatoren hat man da schnell auf seiner Seite).
Denn die Nutznießer jener Bestimmungen, welche zum Schutze unserer (Berg)Bauernhöfe gedacht sind, gibt es quer durch alle Parteien und Gesellschaftsschichten.
Da nützen auch neue Regelungen nicht viel, wenn nicht entsprechende Sanktionen vorgesehen werden, die auch umsetzbar sind (was z.B. wenn jemand Kubatur für Urlaub am Bauernhof gebaut hat und diese nicht entsprechend nutzt - oder gütigkeitshalber zwei Übernachtungen im Jahr für die Ortstaxe meldet?).
Das kann sich nur ändern, wenn der Bauernbund - die wohl letzte und einzige noch wirklich schlagkräftige Lobby im Lande - hier seine Ausrichtung ändert:
indem es sich als Interessensvertreter der Höfe sieht, nich der Hofbesitzer.

Ritratto di Mensch Ärgerdichnicht
Mensch Ärgerdichnicht 9 Novembre, 2019 - 10:00

"Das kann sich nur ändern, wenn der Bauernbund - die wohl letzte und einzige noch wirklich schlagkräftige Lobby im Lande - hier seine Ausrichtung ändert"
Ja ganz sicher, eher friert die Hölle zu!

Ritratto di Marcus A.
Marcus A. 9 Novembre, 2019 - 13:41

Da haben Sie recht.

Aber was will man dem Bauernbund vorwerfen? Dass er sehr effizient die Interessen seiner Mitglieder unterstützt und es geschafft hat, die SVP unter vielen Aspekten in eine SBP zu ändern?

Wohl kaum. Das Problem ist die Nichtexistenz der Arbeitnehmervertretung und anderer Interessenverbände im Lande. Diese müssten hier auf den Tisch hauen und Druck machen.

Wo sind diese? Besonders die Arbeitnehmer sind seit vielen Jahren nicht mehr existent. Während für Otto-Normalbürger ein Haus und eine Wohnung zunehmend unerschwinglich wird, scheint es für andere kein Problem zu geben. Aber nochmals: der Bauernbund ist keine Caritas, sondern eine straff organsierte und sehr effiziente Lobby-Maschine. (nebenbei ist auch die Caritas keine "Caritas" im Sinne des Wortes....)

Frau Deeg scheint hier elegant die bestehenden Bestimmungen "auszunutzen". Nicht mehr, nicht weniger.
Kann man tun, sollte man aber speziell als "Arbeitnehmerin" nicht tun....

Es sind die Arbeitnehmer die endlich aufwachen müssten und sich fragen ob die SBP wirklich noch ihre Partei ist....
Besonders beim Aufwachen habe ich meine Zweifel.... Tiefschlaf ist noch milde ausgedrückt.

Ritratto di Hans Hanser
Hans Hanser 9 Novembre, 2019 - 16:10

Ihrem treffenden Kommentar ist nur beizupflichten. Der Südtiroler ist obrigkeitshörig und vertraut "der Partei", die ihm mit Einweihung von neuen Musiklokalen, Feuerwehrhallen, Sportplätzen und Kegelbahnen den Eindruck vermittelt, es werde etwas für "das kleine Volk" getan. Die Volksvertreter werden auch nach diesen Kriterien ausgesucht, sie sind auf Maturabällen, Skipisten und Volksfesten gern zugegen und müssen dieses Anforderungsprofil liefern. Beispielsweise haben während des Wahlkampfs alle Landtagskandidaten vermehrt auf ihr ehrenamtliches CV verwiesen.
Dass dabei eine Eigentumswohnung für eine 4köpfige Familie in Bozen die Grenze der halben Million überschreitet, scheint den freiwilligen Feuerwehrmann nicht zu beeindrucken. Und dass das Geld nur bis zum 20. reicht, ebenso nicht.
Auf das schlecht funktionierende System angesprochen, lautet die Antwort meistens "was soll man machen?" und auf den Hinweis es mal mit Charakter anstatt mit buckeln zu versuchen, folgt der pragmatische Satz "nützt eh nichts".
Der Verfall der Arbeitnehmerkultur hat eigentlich mit der Landtagspräsenz von Georg Pardeller seinen Anfang genommen und die Hoffnung, dass der klassische Arbeitnehmer in Südtirol über ausreichend Lobby verfügt, habe ich seit der Anwesenheit des Gewerkschaftsfunktionärs im Landtag aufgegeben.
Letztes Frage-Antwort-Spiel mit dem typischen Arbeitnehmer, der sich über die Zustände beklagt: "Hast du es mal mit der Wahl einer anderen Partei versucht?". Antwort: "Sinnlos, sind alles die selben."
@Marcus A., Sie verfolgen einen ehrenwerten, aber absolut sinnlosen Gedanken.

Ritratto di G. P.
G. P. 9 Novembre, 2019 - 17:21

Vollste Zustimmung. Sie treffen den Nagel auf den Kopf.

Ritratto di Marcus A.
Marcus A. 9 Novembre, 2019 - 19:05

Vollste Zustimmung.

Eine funktionierende Demokratie sollte immer durch das Ausbalancieren von Interessen funktionsfähig sein.
Tatsächlich ist dies in Südtirol seit vielen Jahren nicht mehr vorhanden.
Die Auswüchse kann man überall sehen, aber verstehen tun es Herr und Frau Südtiroler in vielen Fällen wohl nicht.

Zum Thema Arbeitnehmer innerhalb der SBP erübrigt sich jeder Kommentar und ist reine Zeitverschwendung.
Der Bauernbund und weitere mächtige Verbände können sich keine besseren "Parteifreunde" wünschen.

Aber nochmal: wer die Schuld für diese Misere beim Bauernbund sucht, hat Ursache und Wirkung nicht verstanden. Die Bauern waren schon immer sehr pragmatisch wenn es um das Ausnützen von sich eröffnenden Vorteilen geht. Moral ist für die Armen, das Geld gehört den Reichen.
Aber ja, "was soll man machen?
Jedes Volk hat die Regierung die es sich verdient.
Damit ist alles gesagt

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 10 Novembre, 2019 - 18:08

Voll einverstanden!

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 10 Novembre, 2019 - 18:10

Absurd: die Reihung bzw. das Einrücken der Kommentare muss total aus den Fugen geraten sein!

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 10 Novembre, 2019 - 18:02

Die SVP ist nicht nur eine Bauernpartei sondern viel mehr ein Wirtschaftspartei; müsste als SWP heisen!
Politiker sollten aber den Anspruch haben, ethisch und korrekt zu handeln - ein Vorbild zu sein! Die ganzen Skandale haben nichts genutzt, weder in Italien noch in Südtirol. Erst wenn wenn die SWP - mitsamt den Arbeitnehmern und dem warmen Sessel der Frau Deeg - unter die Wahrnehmungsgrenze sinkt, wird sich etwas ändern. Ganz sicher bin ich mir dann auch noch nicht! Aber das ist ein frommer Wunsch, schon eher gefriert der Hölleneingang......

Ritratto di Sepp Bacher
Sepp Bacher 11 Novembre, 2019 - 09:45

@ marcus a. 09.11.2019, 13:41 - Diesmal will ich auf Nummer sicher gehen, dass auch jeder weis, auf wen ich antworte.
Bezüglich Bauernpartei und Arbeitnehmer: Ich lese heute in den Dolomiten, dass der Vorsitzenden Helmuth Renzler jetzt im Dienst der der Bauern-Rentner steht und bei den verschieden INPS-Direktionen im Sinne der Altbäuerinnen intervenieren will. So was habe ich bzgl Normal-Rentner/innen noch nie gehört oder gelesen. Er wird schon wissen, dass er damit einen guten Rückhalt für einen evtl Wiederwahl bekommt, was sonst fraglich sein könnte!
@ hans hanser 09.11.2019, 16:10 - Bei meinem Kommentar "Voll einverstanden!" waren Sie gemeint!

Ritratto di rotaderga
rotaderga 9 Novembre, 2019 - 10:56

Wollte auch auf Urlaub auf dem Bauernhof ausbauen. Obwohl vergleichbare Basis wie hier und und heutigem Bericht in TZ wurde immer von den zuständigen Behörden und Beratungseinrichtungen auf fehlende Voraussetzungen im Sinne des Gesetzgebers verwiesen...Wenn man alles richtig machen will, macht man meistens am Ende nichts oder alles falsch.

Ritratto di G. P.
G. P. 9 Novembre, 2019 - 11:17

Ihnen fehlt wahrscheinlich das "richtige" Parteikärtchen ...

Ritratto di Werner Tasser
Werner Tasser 9 Novembre, 2019 - 19:20

An Frau Deeg: Als offiziell eingestufter Urlaub auf dem Bauernhof -Betrieb kann Ihr Ehemann für das äusserst vorteilhafte pauschale Steuersystem optieren, wo sämtliche Einnahmen aus der Vermietung der Ferienwohnungen keiner weiteren Besteuerung mehr unterliegen und lediglich 50% der kassierten Mehrwertsteuer (= 5%) an den Staat abgeführt werden müssen. Reine Privatzimmervermieter können diese vorteilhafte Steuerregelung nicht in Anspruch nehmen. Lassen Sie uns Leser und Leserinnen wissen ob Ihr Ehemann für diese äußerst günstige Steuerregelung, optiert hat und diese nützt bzw. unter welcher Steuerregelung er die U.a.B-Einnahmen versteuert?

Ritratto di Günther Alois Raffeiner
Günther Alois Raffeiner 10 Novembre, 2019 - 09:11

Frau Deeg,ihre versuchten Rechtfertigungen sind nur peinlich,lassen sie das,das Volk weiss was hier abläuft!!! Bauernschaft nicht rentabel???Wurde erst2017 usw.das glaube ich ihnen,aber die Zimmervermietung mit fast NULL Steuern schon rentabel,oder?????? Ich glaube ihnen auch,dass Herr Franceschini nicht ihr Freund sein kann,denn wer die Wahrheit schreibt,ist immer unbequem,Vertuschungen sind eben bei ihm NICHT GEFRAGT,zum Glück gibt es noch hochqualifizierte,clevere Journalisten in Südtirol,was man von vielen anderen nicht behaupten kann-Weinberg und Co.

Ritratto di G. P.
G. P. 10 Novembre, 2019 - 13:21

Auch wenn ich Franceschinis politische Einstellung absolut nicht teile, Kompliment an ihn. Ich wage zu behaupten, er ist der einzige investigative Journalist in Südtirol, der sich diesen Namen verdient. Ohne ihn hätten viele hier im Lande noch leichteres Spiel ... alles zu vertuschen.

Ritratto di Ralph Kunze
Ralph Kunze 10 Novembre, 2019 - 10:56

Es ist ganz einfach: der Bauernbund, nach dessen Pfeifen die Bauern und somit die größte Wählerschar tanzen(nicht die eugentlichen Bauern selbst), bestimmt das gute und das schlechte Wetter in Südtirol mitsamt den ganzen Schlupflöchern für Clevere und Betuchte. Die Politiker gehorchen brav.
Daran wird sich auch nichts ändern.

Ritratto di Georg Lechner
Georg Lechner 10 Novembre, 2019 - 11:43

Kurzfristig wird sich wohl nichts ändern, langfristig sind immer Überraschungen möglich wie der Mauerfall vor 30 Jahren

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