hgv
stefan wascher
Advertisement
Advertisement
Salto Afternoon

Dunkelrotes Dunkelblau

Hubert von Goisern hat mit „Zeiten & Zeichen“ einen fulminanten Hörgang durch die (Musik)Geschichte abgeliefert. Nicht nur Alex Trebo hat dazu beitragen.
Advertisement
Salto Plus

Liebe/r Leser/in,

dieser Artikel befindet sich im salto.archiv!

Abonniere salto.bz und erhalte den vollen Zugang auf etablierten kritischen Journalismus.

Wir arbeiten hart für eine informierte Gesellschaft und müssen diese Leistung finanziell stemmen. Unsere redaktionellen Inhalte wollen wir noch mehr wertschätzen und führen einen neuen Salto-Standard ein.

Redaktionelle Artikel wandern einen Monat nach Veröffentlichung ins salto.archiv. Seit 1.1.2019 ist das Archiv nur mehr unseren Abonnenten zugänglich.

Wir hoffen auf dein Verständnis
Salto.bz

Abo holen

Bereits abonniert? Einfach einloggen!

La crisi continua. Ogni abbonamento è un sostegno a un giornalismo indipendente e critico e un aiuto per garantire lunga vita a salto.bz.

Advertisement
Advertisement
Ritratto di Gregor Marini
Gregor Marini 4 Settembre, 2020 - 17:15

Ich weiß , daß ich mir jetzt wahrscheinlich viele Feinde machen werde, da die Leute ja jede Kritik persönlich nehmen, und normalweise hätte ich auch nichts geschrieben, da es nicht meine Art ist, die Arbeit von "Kollegen" öffentlich zu kritisieren, aber nach deinem euphorischen Loblied auf das letzte Werk des Austro-Pop-Stars aus Goisern, konnte ich nicht anders lieber Christoph. Also nicht böse sein, please!
Ich habe mir das Album aufmerksam angehört und kann deine Begeisterung leider nicht teilen. Ich hab dauernd auf das "fulminante" Element gewartet, aber da kam nix!
Es hört sich alles so an, als hätte der Liedermacher sich von jemandem zu einer Produktion verleiten lassen, die so gar nicht zu ihm passen will. - Ich gehe sogar so weit zu behaupten, daß diese Produktion seiner bodenständigen Poetik eher hinderlich ist.
Dies hängt aber nicht nur von der technisch mäßigen Abmischung ab, sondern vor allem vom Arrangement, welches den künstlerischen Ausdruck - in diesem Falle den Gesang und den Text - ja tragen und nach vorne bringen sollte. Das ist hier, meiner Meinung nach, nicht gelungen. Teilweise ist für die Stimme nämlich gar kein Platz mehr. Man hat zwar versucht, dies durch Kompression und Lautstärkenanhebung derselben zu kompensieren, allerdings nicht ohne Abstriche, den natürlichen Klang der Stimme betreffend, in Kauf zu nehmen.
Nun kommen wir zum künstlerischen Inhalt, zur "Substanz" wie man so schön sagt...
Von der gibt es unglücklicherweise nicht allzu viel. Musikalisch passiert eigentlich nichts, außer daß man versucht, mit Gewalt alle möglichen Stilmittel einzusetzen, um das Ganze interessanter zu machen; Aber so funktioniert's halt nicht ... zumindest nicht für mich! "Welten" werden hier nicht "verbunden" sondern lediglich zusammengeklebt, mit dem Ergebnis der teilweise gegenseitigen Auslöschung.
Diese Art von Crossover treibt übrigens nunmehr schon seit Jahren im deutschsprachigen Alpenraum sein Unwesen, und es wäre langsam an der Zeit, sich etwas neues einfallen zu lassen, finde ich.
Zum Beispiel eine ausgeklügelte Relation zwischen Text und Musik, oder Originalität im Arrangement mit Einsatz von weniger banalen Harmonien, Balance zwischen solistischer Intensität und dem Ensemblespiel u.v.m. - Die von Dir so gepriesene "künstlerische Größe" kann ich hier beileibe nicht erkennen!
Vielleicht ist ja mein Anspruch zu hoch, aber von einem Kaliber wie Hubert von Goisern hätte ich mir mehr erwartet.
Natürlich wird es den meisten Leuten sehr gefallen, dieses Album ... für mich ist es ein kompletter Fehlgriff ... vielleicht gerade deshalb.

Advertisement
Advertisement
Advertisement