Zug im Nebel
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Energiepolitik

Welchen Plan fürs Klima?

Was ist aus dem neuen Klimaplan geworden? Das fragt sich Klauspeter Dissinger und fordert einen ehrlichen, transparenten und partizipativen Ansatz in der Klimapolitik.
Di
Ritratto di Lisa Maria Gasser
Lisa Maria Gasser29.12.2020
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Ritratto di Gianguido Piani
Gianguido Piani 31 Dicembre, 2020 - 09:55

Auf "kreativen Rechentricks" baut der ganze Treibhausgas-Emissionenhandel, trotzdem weisen Regierungen und die EU-Kommission gerne als "innovative Lösung" weiter darauf. Andere Entscheidungen kann und will die Kommission nicht treffen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer verpflichtenden EU-Regelung zur Stadtbegrünung? Von Brüssel aus gesehen ist es einfacher, Eisenbahn und Post zu privatisieren, und das wird schon gemacht. Unbequeme Entscheidungen über direkte Eingriffe und Maßnahmen zum Klimaschutz will kein Politiker treffen, der sich nach wenigen Jahren zur Wiederwahl stellt.
Auch die Provinz könnte Entscheidungen der Art "No Green - No Money" treffen. Tut es aber nicht.

Ritratto di Günther Schweigkofler
Günther Schweigkofler 3 Gennaio, 2021 - 07:46

“(...) Im Rahmen der heurigen Haushaltsdebatte nahm Landeshauptmann Kompatscher in seiner Haushaltsrede auch Bezug auf die Klimakrise und gab dabei das durchaus ambitionierte Ziel vor, in rund zehn Jahren die Netto-Emissionen der Treibhausgase in Südtirol neutralisieren zu wollen."
Damit das nicht leere Worte bleiben, könnte das Land bei den öffentlichen Gebäuden beginnen. Den Energieverbrauch laufend erfassen und kommunizieren, dann jährlich 10% des öffentlichen Gebäudebestands sanieren und schauen wie sich das bis 2030 entwickelt.

Ritratto di Karl Gudauner
Karl Gudauner 3 Gennaio, 2021 - 10:13

Bei dem Landesplan von 2011 handelt es sich um ein Planungsdokument zum Thema Energie. Dies drückt der Titel "Energie-Südtirol-2050" aus. Das attributive Adjektiv "Klimaplan" ist als Marketinglabel einzustufen. Offenbar gelingt es dadurch, den Energieplan als Klimaplan zu verkaufen.
Doch ein Klimaplan muss Themen einschließen, die im Landesplan "Energie-Südtirol-2050" nicht oder nur ansatzweise berücksichtigt sind, wie Biodiversität, umweltverträgliche Produktions- und Versorgungssysteme, Umgang mit natürlichen Ressourcen und schonende Urbanistikregeln, Verkehrs- und Siedlungsplanung, umweltbewusstes Konsumverhalten, Erhaltung und Förderung natürlicher Landschaftsbilder, die das zentrale Asset unseres Tourismus sind, Strategien für gesunde Luft, nährstoffreiche Böden und lebendige Wasserläufe. Zum Thema Landwirtschaft beispielsweise wird im Plan von 2011 nur als Maßnahme vorgeschlagen, den Ankauf von landwirtschaftlichen Maschinen durch den Maschinenring zu fördern und in öffentlichen Einrichtungen eine Vorzugsschiene für heimische Produkte aus ökologischer Landwirtschaft zu schaffen.

Für den damaligen wissenschaftlichen Erkenntnisstand und die gefühlte allgemeine Sensibilität zum Thema Energiewende ist der Energieplan von 2011 ein wegweisendes Dokument. Aus heutiger Sicht wird jedoch auch deutlich, dass er ein gutes Stück vor dem heute de facto bestehenden Handlungsdruck entstanden ist - und vor der wegweisenden UNO-Entscheidung zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (NEZ-SDG). Also ist der Südtiroler Klimaplan, für den der Energieplan 2011 zahlreiche wichtige Impulse gesetzt hat, in wesentlichen Teilen neu zu schreiben.

Ritratto di Klemens Riegler
Klemens Riegler 3 Gennaio, 2021 - 13:41

Wenn ich die Zahl 2050 lese oder höre, wird mir immer etwa mulmig. Ich mag diese weit entfernten Termine irgendwie nicht. Weil es immer Ausreden geben wird warum die Zwischenziele nicht erreicht wurden. Und weil das "Arbeitspensum" zur Zielerreichung dann immer knapper wird. Bzw. sich dann die nächsten Entscheidungsträger darum kümmern müssten. Und diese sich dann ja darauf hinausreden können, dass ihre Vorgänger alles versäumt hätten. Zudem wird es leider auch weiterhin extreme Ereignisse, Geschehnisse und Naturkatastrophen geben, die als Ausreden für das Nicht-Weiterkommen in dieser Angelegenheit herhalten werden.
Südtirol hätte auf jedem Fall alle Voraussetzungen in dieser Sache voran zu gehen;
- Weil wir einen weitsichtigen und sensiblen Landeshauptmann haben. Und weil auch einige Teile des Landtages die Sache ernst nehmen.
- Weil wir ein überschaubares und eigentlich reiches Land sind.
- Weil wir nur finanzielle Ressourcen (IDM, Marketing, Verbände) umschichten müssen; Steuergelder mit Bedingungen verbinden!
- Weil selbst bei der IDM, in den Verbänden, bei der Presse ... einige Menschen zu finden sind, die auf der richtigen Seite stehen.
- Weil ein großer Teil der Bevölkerung kleine Schritte schon jetzt mitgehen würde.
- Weil wir mit Ausnahme des Obstanbaues eigentlich eine kleinstrukturierte und vielschichtige (natürlich weiter ausbaubar) Landwirtschaft haben.
- Weil wir sogar Energie-autark sein könnten, wenn Alperia seine Hausaufgaben machen würde und die Provinz + Gemeinden ihre Versprechungen einlösen würden.
- Weil wir als eine der wenigen Regionen die Chance hätten, sogar davon zu profitieren, wenn wir früh genug dran wären: Vorzeige-Land - Vorangeh-Land "Südtirol".
... Wir müssen dann nur gleichzeitig auch aufhören zu LÜGEN, aufhören mit Steuergeldern Illusionen zu finanzieren, aufhören leere Schachteln zu verkaufen und endlich aufhören zu glauben wir seien der Mittelpunkt der Welt. Oder eben EHRLICH aus klimatechnischer Sicht "Mittelpunkt der Welt" werden. Das wär was!

Ritratto di Karl Trojer
Karl Trojer 5 Gennaio, 2021 - 10:45

Ein effizienter Klimaschutz bedarf dringender Maßnahmen sowohl im öffentlichen als auch im privaten Leben. Wir sind es gewohnt, Effizienz in Bruttosozialprodukt und Kosten darzustellen. Ersteres heizt den Klimawandel an, wenn es wie bisher auf "immer mehr und immer schneller" setzt, und bei den "Kosten" wird die Kostenwahrheit beiseite geschoben. Letztere aber würde volkswirtschaftlich ein sehr düsteres Bild ergeben, wenn all die klimaschädlichen Kosten aufgerechnet würden. Der Konsumrausch, den die Werbebronche, und hinter ihr die Hochfinanz, immer noch hochjubeln, verschwendet Energie, gute Luft, gesundes Wasser und viele nur beschränkt verfügbare Ressourcen; ihn auszuhebeln verpflichtet jeden von uns Bürgern.

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