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Liechtenstein

Wenn ein Monarch die direkte Demokratie lobt

Erwin Demichiel berichtete aufschlussreich zum Abend in Schlanders mit Fürst Hans-Adam II von Liechtenstein, ohne Zweifel jene Monarchie Europas mit am meisten direkter Demokratie.
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Kommentare

Bild des Benutzers Dr. Streiter
Das schlimmste an Europäern ist dass der Liberalismus immer noch mit einem vorzeichen Neo- geschändet wird. Man denkt "Liberal", doch nicht "Neoliberal". Das ist einer Sonderlage Europas zwischen den Blöcken im Kalten Krieg zu verdanken, und wird gern noch als Privileg gesehen. Wenn ein Fürstentum Liechtenstein die Diebische Elster spielt und unsere Steurerprivilegien einfährt hat das mit Liberalismus nur in zweiter Ordnung (die Meta Interpretation) zu tun. So ein Banken Monarch hat auch keinen "incentive" seine knappe Bevölkerung zur Kartoffelernte hinzupeitschen, und verteilt hier die NEO-Sozialdemokratischen (huch hab ein wort verwechselt) Gelder aus seinem Portemonet. Stehlen ist: Neo-Monarchism, Neo-Sozialim, Neo-Liberalism, sogar Neo-Christlichsozial wie uns Michl Ebner zeigt. Alles Neo-taschenfüller. Kurzum: neoliberalismus und stehlen ist eine dumme verwechslung. man solls endlich mal lassn...
Bild des Benutzers Oliver H.
Ich finde das Liechtensteiner Modell aus mehreren Gründen interessant: 1. Alle Liechtensteiner Gemeinden haben das Recht, sich von Liechtenstein abzuspalten bzw. sich einem Nachbarland anzuschließen. Damit wohnt dem Liechtensteiner Staatswesen eine automatische Qualitätskontrolle inne. 2. Eine Monarchie an sich hat auch Vorteile, die eine Demokratie nicht hat: Die Planungszeiträume sind länger. Seine Entscheidungen fallen früher oder später auf ihn oder seine Kinder zurück. Dadurch denkt ein Fürst langfristiger als ein auf 5 oder 10 Jahre gewählter Politiker. Wenn es für das Volk die Möglichkeit gibt, den Fürst im Zweifelsfall abzusetzen, kann eine Monarchie auch heute noch eine gute Regierungsform sein. 3. Ich finde es bemerkenswert, dass Liechtenstein seine Geburtshilfe aus Qualitätsgründen ins Ausland ausgelagert hat und entsprechende Verträge mit Kliniken in der Schweiz (und/oder Österreich) abgeschlossen. Wenn man bedenkt, wie dieses Problem bei uns gehandhabt wird, kann man vielleicht doch etwas von den Liechtensteinern lernen. Eine konstitutionelle Erbonarchie kann den Bürgern unter den richtigen Umständen sogar mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten bieten als eine Republik, die nur aus gewählten Amtsträgern besteht.
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