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FAS

Irene Reiserer, Nela Märki, Georg Zeller, Maja Benedetti Wieser, Emanuele Vernillo

FAS

Lokale Filmwelt formiert sich neu

Seit 2004 gibt es die Film Association South Tyrol (FAS) und seit dieser Zeit hat sich viel getan. Nun fordert der neue Vorstand mehr Wertschätzung für den lokalen Film.
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Seit der Vereinsgründung der FAS, des Südtiroler Filmverbandes im Jahr 2004 hat sich die Filmwirtschaft in Südtirol stark verändert. Die Filmförderung über den BLS, Business Location Südtirol ist mit stolzen 5 Millionen Euro vor 4 Jahren in die Gänge gekommen und hat eine beträchtliche Anzahl von Filmproduktionen nach Südtirol geholt.

Filme wie "Luis Trenker - der schmale Grat der Wahrheit" oder "Elser", die bei den Bozner Filmtagen derzeit zu sehen sind; allein 2014 wurden nach den Angaben der BLS an über 600 Drehtagen mindestens 28 Filme bzw. Fernsehproduktionen ganz oder teilweise in Südtirol gedreht. So gibt es für alle, in diesem Bereich tätig sind oder in verschiedensten filmrelevanten Berufen und Dienstleistungen Fuß gefasst haben, eine Vielzahl an Beschäftigungsmöglichkeiten, freut sich der Vorstand der FAS, der in diesen Tagen neu gewählt wurde und in Maja Benedetti Wieser seine neue Präsidentin gefunden hat. Sie ist gebürtig aus Brüssel mit Südtiroler Vater und als Produktionsleiterin für Spielfilm unter anderem auch in Südtirol tätig. Weiters mit dabei sind Irene Reiserer, gebürtig aus Brixen, Dramaturgin und Regisseurin, Nela Märki, gebürtig aus Basel, seit vielen Jahren beruflich und privat eng mit der Südtiroler Filmwelt verbunden, spezialisiert auf Schnitt, Emanuele Vernillo, gebürtig aus Neapel, hat seit seiner Ausbildung an der Zelig vor allem im Dokumentarfilmbereich gearbeitet und ist heute Tutor an der  Bozner Filmschule, sowie Georg Zeller, gebürtig aus Stuttgart und sein halbes Leben in Südtirol ansässig, gelernter Kameramann, er betreibt heute in Bozen eine Verleihfirma für Filmgeräte.

Der neue Vorstand sieht die Zeit gekommen, um die lokalen Filmproduktionen deutlicher von den ausländischen abzuheben, in erster Linie in der Art der Finanzierung. Nach den aktuellen Richtlinien des BLS-Fonds müssen Filmproduktionen eine bereits weitgehend vorhandene Finanzierung des Gesamtprojekts sowie bestehende Verwertungsabkommen (z.B. Kinovertrieb oder Fernsehausstrahlungen) nachweisen, um als förderfähig anerkannt zu werden. Für die internationalen Produktionen ist diese Vorgabe sinnvoll und zielführend, auch im Sinne der Standortförderung, so der FAS-Vorstand.

Lokale Produktionen hingegen, also Filme die von Kreativen in Südtirol entwickelt und/oder produziert werden, sollen nach Wunsch der FAS unter anderen Gesichtspunkten beurteilt werden. Ihnen dient ein Förderbeitrag vor allem als Anschub, um ein Filmprojekt professionell in die Wege leiten zu können und damit den Weg hin zu einer nachhaltigen Filmlandschaft in Südtirol zu ebnen.

Auch die Schaffung noch besserer Fortbildungsmöglichkeiten für lokale Filmschaffende hat sich die FAS zum Ziel genommen. So können sich lokale Kräfte auf immer höherer Ebene in den Filmberufen spezialisieren.

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Kommentare

Bild des Benutzers Wilfried Meraner
Kompliment, das schaut gut aus.
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