Environment | Il punto

L’agonia dello Stelvio

Lo zampino della SVP nello smembramento del Parco: perché solo in Italia si divide invece di unire. Un articolo di Luigi Casanova su Altreconomia.

Uno dei parchi nazionali più antichi d’Italia è anche uno dei luoghi invisi alla corazzata SVP, il motivo? È, secondo la Stella Alpina, il parco imposto nel 1935 dal fascismo che voleva “italianizzare la montagna sudtirolese”. Posto che questo sia stato accertato ormai come dato di fatto, scrive Luigi Casanova su Altreconomia, dal ’35 “sono trascorsi 80 anni e i nazionalismi provocano lacerazioni, conflitti, impediscono sviluppo e dialogo”. 

Per uscire dall'impasse Italia Nostra e Club Alpino si sono rimboccati le maniche e, fin dal 1971, hanno proposto per lo Stelvio l’istituzione di un parco dell’Europa. Non è finita: negli anni '90 Mountain Wilderness, con la benedizione di Alexander Langer, rilanciava la proposta del parco PEACE (Parco dell’Europa Centrale, il parco della pace), ancora nell’ottica del superamento trasversale di qualsivoglia confine. 

Poi è stata la volta de “L’accordo di Lucca” del 1993 con cui Stato italiano, Province autonome di Trento e di Bolzano e Regione Lombardia si sono uniti in un consorzio per dare nuovo lustro al parco. Il Piano di gestione del Parco arriva però sul tavolo del Ministero dell’Ambiente solo nel 2005 e le cose comunque non si smuovono molto, senza contare che nel frattempo alcune aree verdi venivano largamente violentate. La Svp, come noto, ha in seguito imposto allo stato italiano lo smembramento del parco in tre: “ogni ambito - stando alle norme di attuazione discusse dal 2014 - costruirà il suo piano di gestione, la sorveglianza e l’intera gestione amministrativa sarà autonoma, e il finanziamento ricadrà sulle spalle delle due Province autonome, per circa 10 milioni di euro l’anno”. 

Il guaio è che il Parco del Gran Paradiso, ora, potrebbe subire la stessa sorte che con tutta probabilità toccherà allo Stelvio. Così, spiega Casanova, mentre in Europa si adottano politiche di connessione fra le aree protette, solo in Italia si fa di tutto per dividere. E allora, al fine di custodire l’integrità del parco, dal 18 al 25 luglio Mountain Wilderness Italia organizza un trekking internazionale.

Per ulteriori approfondimenti è possibile leggere qui l’articolo completo.

 

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Benno Kusstatscher Wed, 05/06/2015 - 21:42

Ich bin wohl zu blauäugig, um hier zu einer wirklichen Meinung kommen zu können. Könnte mich jemand daran erinnern, was denn der Mehrwert war, den der Staat im geeinten Park geleistet hatte? Wie haltbar sind die Vorwürfe, dass Südtirol die Teilung nur deshalb will, um ein paar Hirsche mehr schießen zu können, wie im Artikel steht? Waren die "nationale CIPRA" und der "nationale WWF" immer derart bemüht, den Park bis zum Adamello und bis zum Engadin hin zu erweitern? Warum sollte ein Park, dessen Verwaltung drei-/vier-geteilt ist, an Ausdehnung bis zur Bedeutungslosigkeit schrumpfen?

Ich höre all diese Befürchtungen, verstehe aber die Automatismen nicht, die das Resultat als Gott gegeben hinstellen. Traut man uns keine grüne Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn zu, weil wir das Unesco Naturwelterbe der Dolomiten und so diverse Interreg Projekte derart versemmelt hätten? Andererseits ist mir auch das Konzept nicht klar, was denn das Land bzw. die Länder jetzt mit dem Park vorhaben. Wisst ihr es?

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Hartmuth Staffler Wed, 05/06/2015 - 22:58

Das Projekt "italianizzare la montagna sudtirolese” hat Italien nicht mit der Errichtung des Nationalparkes, sondern mit dem Raub sämtlicher Alpenvereins-Schutzhütten verfolgt. Der Nationalpark war hingegen ein vollkommen unsinniges Projekt, das nicht Rücksicht darauf nahm, dass Teile des Nationalparkes besiedelt und bewirtschaftet waren. Auch heute geht es gewissen Leuten, die von Naturschutz keine Ahnung haben, nur darum, die Südtiroler zu bevormunden. Verzicht auf Jagd würde die Zerstörung des Waldes bedeuten, aber das kann man einem Italiener wohl kaum erklären.

Wed, 05/06/2015 - 22:58 Permalink
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Werner Wallnöfer Fri, 05/08/2015 - 22:26

Warum wir Vinschger einen Naturpark lieber haben sollten, wenn er anders genannt wird (PEACE, usw.), leuchtet mir nicht ein. Vielleicht, weil ich nahe genug am Park lebe, um zu verstehen, was dessen Substanz ist: nämlich ein Regelwerk. Es leuchtet mir auch nicht ein, warum dieses Regelwerk von den Südtirolern schlechter verwaltet werden sollte. Wenn Langer wollte, ich habe keine Ahnung ob es so ist, dass mittels eines Naturparks im Vinschgau große Friedenspolitik gemacht wird, dann hat er - mit Verlaub -, nicht verstanden, was ein Park ist. Nämlich ein Regelwerk. Und es ist ein Regelwerk, das schlecht funktioniert. Richtig schlecht funktioniert dieses Regelwerk, wenn es schlecht verwaltet wird. Und das geschieht heute noch (Vielleicht auch noch, wenn der Park übergeht, aber das ist eine andere Geschichte). Ich lade jeden ein, sich in Schlanders ein Bild zu machen: Machen Sie ein nette Runde am Sonneberg und wechseln dann auf den Nörderberg, um festzustellen, wo der Unterschied in der Naturpflege liegt. Sie werden keinen finden. Der Unterschied liegt aber in bürokratischen Auflagen im Park, die Null Sinn machen, die keinen Mehrwert im Naturschutz bringen. Die notwendige Wildentnahme wird von Jägern gemacht, die einen eigenen Wisch brauchen, wenn sie Talseite wechseln. Die Photovoltaikanlage muss halt vom Land und vom Park den Sanktus bekommen. Die Routenbohrer im Klettergebiet im Park brauchen halt auch einen Wisch, um ein paar Haken setzen zu dürfen, und so weiter und so fort. Wenn sich also jemand sich ernsthaft darüber wundert, warum die Bewohner des Parks keinen besonderen Mehrwert sehen (außer in der Werbestrahlkraft der Worthülse Nationalpark), dann liegt es daran, dass sie außer Zettelwerk keinen Unterschied zur ortsüblichen Verwaltung außerhalb des Parkes erkennen. Ich darf durch das Schlandrauntal genausowenig mit einem Jeep oder Motorrad durchbrettern wie durch das Laasertal.
Kurz: Am Ende beruhigen sich die Parkbefürworter in den Städten nur fein ihr Gewissen: Irgendwo ein Gebiet mit einem wohl tönenden Namen verzieren, ein Regelwerk reinkleistern, das den Leuten dort das Leben erschwert, um dann sagen zu können, die Menschheit habe ein Denkmal für das Wohl der Natur erschaffen.
Noch eine Überleitung zur direkten Demokratie: Wenn sich jemand gegen den Park einsetzt, dann ist das natürlich "die SVP", und nicht das Volk, das diesen Park nie wollte und jetzt doch für sich selbst haben will. Es braucht im Vinschgau keine Volksabstimmung, um zu wissen, dass das Volk diesen Park so nicht haben will. Da alle wissen, dass eine solche Abstimmung im Bezirk nicht zulässig wäre, setzen sich unsere Vertreter dafür ein: Was genau versteht Franzosini daran nicht?

Fri, 05/08/2015 - 22:26 Permalink
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Martin Daniel Sat, 05/09/2015 - 08:02

In reply to by Werner Wallnöfer

Es geht auch, aber nicht nur um Formalitäten. Es geht auch um Substantielles, nämlich die Sorge, dass bauliche Eingriffe wie Erschließungen einer lokalen Verwaltung noch leichter von der Hand gehen. Im Uebrigen kann niemand behaupten, was DAS Volk bzgl. des Parks will. Du sprichst von deiner Einstellung und wahrscheinlich von jener Gruppe von Menschen, die mit und im Park wirtschaften und die verständlicherweise so wenig Auflagen wie möglich haben wollen. Aber gerade wegen des Not-in-my-backyard-Syndroms ist eine Verwaltung, die zu nahe an lokalen Interessen steht, nicht immer nur ideal.

Sat, 05/09/2015 - 08:02 Permalink